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  1. #11
    Besserwisserboy
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    Das man in Russland teilweise mit Stahlwaffen larpt habe ich auch gehört.
    Generell schätze ich aber die Vorteile von Polsterwaffen gegenüber von Stahlwaffen. Bei Larpkämpfen geht es letztendlich in vielen Kämpfen ja auch darum zu gewinnen. Bei Stahlwaffenkämpfen steht in erster Linie die Sicherheit und dann die gebotene Show im Vordergrund. Die Kämpfe werden abgesprochen und trainiert um für die Zuschauer schön zu wirken und für die Teilnehmer sicher zu sein.
    Beim Larp hingegen sind die wenigsten Spieler trainiert. Zudem ist die Anzahl der Kämpfer meist höher, was zu einem weiteren Sicherheitsrisiko führt.

    Kurzum wäre es mir persönlich zu gefährlich mit völlig Fremden zu kämpfen.

    Bei Veranstaltungen mit kleiner Teilnehmerzahl, die sich gut kennen und alle entsprechende Schutzausrüstung haben, kann es aber funktionieren. Also quasi einer Reenactment-Veranstaltung wo man nur die Zuschauer weglässt und das Ganze durch Rollenspiel erweitert.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  2. #12
    Gerwin
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    Bei Stahlwaffenkämpfen steht in erster Linie die Sicherheit und dann die gebotene Show im Vordergrund
    Ist das so? Ich meine es gibt genug "Systeme" bei denen auch mit Stahlwaffen Freikampf betrieben wird.
    Aus meiner Sicht positiver Nebeneffekt: nur noch sinnvolle Rüstungskonzepte, keine Kampfmagier und Co mehr in den Schlachtreihen.

    Bei verständiger Nutzung ist das eine feine Sache. Leider vermute ich, dass (auf Grund Selbstüberschätzung/haben wir schon immer so gemacht) nicht jeder in der Schlachtreihe einen sinnvollen Helm/eine sinnvolle Rüstung tragen würde. Gleichzeitig fallen gewisse Konzepte (z.B. typische Barbaren) eben weg. Daher überwiegen aus meiner Sicht die Nachteile. Ausschließen will ich einen Freikampf mit Stahlwaffen unter Larpbedingungen aber nicht.

  3. #13
    Serotonius
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Ist das so? Ich meine es gibt genug "Systeme" bei denen auch mit Stahlwaffen Freikampf betrieben wird.
    Korrekt. Ich wusste nicht, dass für manche Stahlwaffen zwangsläufig Showkampf bedeuten - das ist nicht der Fall. Die komplette HEMA-Szene begreift das als Sport mit Stahl, die SCA fechtet mit Stahlrapieren (aber mit Rattanstöcken statt Stahlschwertern, weil die damit sehr hiebbetont kämpfen)... Showkampf hat mit Fechten weniger zu tun als Theater mit LARP.

    Wir hatten tatsächlich die Überlegung, schwere Rüstungen auszuschließen - erfahrungsgemäß sind die Leute übermütiger, je mehr Schutzausrüstung sie tragen. Das geht dann zu Lasten derer, die nicht vollständig eingepackt sind, und vollständig schützt eh keine Ausrüstung, sondern nur vorsichtiges Vorgehen. Masken dagegen wären Pflicht - Airsoft ohne Brille macht ja auch hoffentlich niemand. Vermutlich würde das ganze eh thematisch Renaissanceartig werden, Konzepte wie Barbaren fallen dann eh weg.

  4. #14
    Gerwin
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    Interessant, aber genau das sehe ich anders.

    Der Einsatz von Stahl oder Holzwaffen setzt, zumindest im Freikampf, eine sinnvolle Rüstung der gesamten Trefferzone voraus. Alles andere wäre nur als grob fahrlässig zu bezeichnen, beziehungsweise führt zu derartig übervorsichtigen Kämpfen dass der Mehrwert Realismus wieder mehr als aufgehoben wird. Das ganze ist für mich ungefähr das Niveau von "ich brauch beim Mountainbiken keinen Brustschutz, ich fahre eh vorsichtig".

    Zugegeben, genau das ist auch der Grund warum ich mit meinen Wikinger nicht unbedingt an einen Metallwaffenlarp teilnehmen würde (ausser die Kämpfe sind sehr soft). Beinschienen aus Metall, Handschuhe, eventuell ein Ellenbogenschutz, all das würde eben die Optik soweit zerstören dass mein Mehrwert verloren geht.

    Wer sich aber nicht rüstet ist in diesen Fall einfach unvorsichtig bis blauäugig.

    Gruß

    Gerwin

  5. #15
    Le_Gipsin
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    da muss ich dem Gerwin nun aber recht geben. Ohne Schutzausrüstung nimmst du doch wieder ein großes Kuchenstück "Realismus" aus dem Ganzen heraus. Das zwingt in eine unglaubliche Vorsichtigkeit.

    Larp-Waffen mit Pflicht-Fechtmaske und dadurch erlaubten Stichen und Kopfschlägen dürfte da mMn realistischer sein.

  6. #16
    Gerwin
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    Schwierig. Larp mit erlaubten Stichen bei allen Waffen (nicht nur bei Aussenseiterwaffen wie Rapier oder Dolch) wird sich nicht durchsetzen, und selbst dann hätten Stahlwaffen aus meiner Sicht (für realistische Kämpfe) einfach den Vorteil, dass Beiwerk wie "Kampfmagier" und Personen die eigentlich eher fantastisch kämpfen wollen eben nicht teilnehmen würde. Verletzungsrisiko gefühlt zu hoch, und den fetten Sigmaritenhammer führt man eben auch nicht mehr aus Stahl.

    Ein Fechtmaskenzwang und die Erlaubnis von Kopftreffern führt nur zu eigenartigen Konzepten (Kampfmagier mit Fechtmaske?) und Diskussionen alla "ohhh das war zu hart".

    Ob das nun ein tatsächlicher Vorteil wäre ist natürlich eine Frage die jeder selbst entscheiden muss. Für mich passt es dann halt nicht mehr zu 100 Prozent ins Larp, und zumindest bei Massenschlachten stelle ich es mir schwierig vor. Daher bleibe ich erst einmal bei Polsterwaffen.

    Gruß

    Gerwin

  7. #17
    heler
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    Ich würde es buchen und mich sehr freuen.
    Allerdings würde so etwas eher auf Turniercons und Hofhaltung funktionieren. Dort haben die meisten auch bereits eine richtige, funktionierende Rüstung.
    Es würde viel viel mehr Realismus bringen. Nicht nur durch den wunderbaren klang, sondern auch das Kampfverhalten ändert sich. Die Leute können nicht mehr rumfuchteln, man ist viel achtsamer.

    Ich denke im kleineren Kreis und Regeln ist es mehr als nur eine nette Idee.

    Ich wäre ohne zu zögern dabei.

  8. #18
    Gerwin
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    Die Leute können nicht mehr rumfuchteln, man ist viel achtsamer.
    Erstmal..das mit dem Rumfuchteln halte ich für schwierig. Ein gut gemachtes Schwert dürfte weniger wiegen als du denkst und recht dicht bei einer Larpwaffe anzusiedeln sein. Auch das "viel achtsamer" halte ich für ein Gerücht, zumindest wenn tatsächlich funktionierende Rüstung getragen wird. Warum auch? Man nähert sich da eben Veranstaltungen wie dem BotN an, welche wohl kaum als "achtsamer" zu bezeichnen sind als der übliche Larpkampf.

    Eher ist das Gegenteil der Fall. Daher sage ich ja, uninteressant ist es nicht, aber eben nicht das was viele unter Larp verstehen.

    Gruß

    Gerwin

  9. #19
    Rabensang
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    Das Gewicht ist bei vielen Waffen ähnlich, ja. Wobei viele Leute das Gewicht von Schwertern über- und das von Wuchtwaffen unterschätzen. Was auf jeden Fall einen Unterschied macht, ist das Verhalten von Waffen. Waffen rutschen aneinander lang, federn nicht so zurück etc. Aber ich bezweifle auch, dass die Vorteile die Risiken überwiegen.

  10. #20
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    Ich seh's wie oliverp - LARP ist für mich kein sportlicher Wettkampf, sondern geht eher in Richtung Theater, wäre also ein narratives Hobby. Und hierfür genügt für mich eine Kampfsimulation - die zwar weniger Möglichkeiten in den realen Kampftechniken bietet, dafür aber deutlich mehr Möglichkeiten eröffnet, rollenspielerisch aktiv zu sein. Was tue ich, wenn ich in dunkler Nacht eine Wache ohne die nötige Schutzausrüstung niederschlagen will? Was, wenn ich eine Waffe an einen Ort mitnehmen und ggf. verwenden will, wo es unübersichtlich oder tumultartig wird? Latexwaffen sind eben sicher genug, daß man damit in nahezu jede Situation reinbrechen kann, ohne Gedanken an OT-Überlegungen zur Sicherheit davon zu verschwenden.

    Den Mehrgewinn durch "richtigen" Kampf sehe ich dagegen nicht. Und wer schon mit Latex mies kämpft, wird durch 1-2kg Metall in der Hand auch nicht spontan besser.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

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