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  1. #1
    Kelmon
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    Stahlwaffen als Deko

    Ich erinnere mich recht gut an meine Anfangszeit zurück, in der ich meinte, so ziemlich überall in Sicherheitsregelwerken gelesen zu haben, daß man keine "echten" Stahlwaffen (d.h. Schaukampfprügel, Dekoschwerter) überhaupt auf ein Congelände bringen kann - geschweige denn, diese als Deko irgendwo offen hinzustellen. Das Argument dagegen war, daß man ja in der Hite des Gefechts danach greifen könnte und schon sind 500 LARPer tot - denn so gefährlich wurde das dargestellt.

    Im Gepräch mit einem jüngeren LARPer mußte ich nun feststellen, daß dieser noch nie etwas von einer solchen Regelung auf irgendeiner Con gehört hatte.

    Frage mich daher, ob man im Laufe der Zeit dann doch entspannter geworden ist, ob ich zufällig immer auf eher paranoiden Cons war, oder ob ich mir das eingebildet habe. Oder war die Frage an sich einfach irgendwann nicht mehr relevant, da man Latexwaffen nun als "dekorativ genug" empfindet.

    Was waren da eure Erfahrungen?
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  2. #2
    oliverp
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    Es gibt heute noch teilweise die "Oh mein Gott, ein echtes Essmesser"-Paranoia.

    Meine Meinung: Ja, ich werde auf einer Hobbyschauspielveranstaltung ganz sicher eine Kunststoffspielzeug mit einer Kettensäge verwechseln, liegt halt in der Natur...nennt man auch Schneeflöckchenwichtigtuerei, ist diesem Forum ja auch nicht fremd.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  3. #3
    Tee
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    Es gab dieses Jahr diesbezüglich eine ziemliche Diskussion weil eine Magierin der Kesselgasse ein Foto gepostet hatte mit ihrem neuerworbenen, "echten" Dolch (den sie natürlich auch aufs EE mitzunehmen gedachte) den sie zum Kräutersammeln einsetzen wollte.
    Das ganze muss von Spielerseite ziemlich absurde Züge angenommen haben ( Wenn du stolperst und das Messer fällt aus der Scheide....), worauf die Kesselgasseninterne Parole: "Messer (und Heringe) müssen in der Gasse bleiben!" ausgegeben wurde Wir hatten damit jedenfalls unseren Spaß.

    Und gerade fällt mir ein das gegenüber der Kesselgasse ein Schmied Waffen herstellte und zwei Zelte weiter auch einiges verkauft wurde, insofern dürfte das ja dann als "von offizieller Seite aus genehmigt" eingeordnet werden.

    Vielleicht war die Sache nicht mehr relevant genug als Larpwaffen billiger geworden sind, weit verbreitet + für jeden erhältlich so dass gar niemand mehr auf die Idee kommen musste, sein Dekoschwert zum Kämpfen zu verwenden?

  4. #4
    Gerwin
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    Mal ganz davon abgesehen dass man bei diversen "echten Dolchen" tatsächlich das WaffG einschlägig sein dürfte (in diesen Fall 42 a WaffG, ob eine Larpveranstaltung wie das EE nun ein berechtigtes Interesse ist, darüber kann man sich insbesondere bei Waffen streiten):

    Ja man ist da deutlich toleranter geworden.

    Gruß

    Gerwin

  5. #5
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    Ich persönlich denke, daß die Leute heutzutage weniger auf die Idee kommen echte Waffen mitschleppen zu wollen.
    Das Thema wurde ja vor Jahren schon hinlänglich diskutiert.
    Da sehe ich eher "Probleme" mit Schwarzpulverwaffen und deren Einsatz auf Cons.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  6. #6
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    Gerwin: Mal ganz davon abgesehen dass man bei diversen "echten Dolchen" tatsächlich das WaffG einschlägig sein dürfte (in diesen Fall 42 a WaffG, ob eine Larpveranstaltung wie das EE nun ein berechtigtes Interesse ist, darüber kann man sich insbesondere bei Waffen streiten):

    Ja man ist da deutlich toleranter geworden.

    Besserwisserboy:
    Ich persönlich denke, daß die Leute heutzutage weniger auf die Idee kommen echte Waffen mitschleppen zu wollen.
    Das Thema wurde ja vor Jahren schon hinlänglich diskutiert.
    Da sehe ich eher "Probleme" mit Schwarzpulverwaffen und deren Einsatz auf Cons.


    Gerade im Hinblick auf das Waffengesetz stellt sich mir als Laie durchaus die Frage ob manche Larper wissen was sie tun, bzw. ob es denn überhaupt erlaubt ist.

    Fallbeispiele: Musktiere im Hinblick auf Anscheinswaffen
    Messer und Dekowaffen bzw. Schaukampfschwerter auf Veranstaltungen des LARPs

    Dazu: Offene vs. Geschlossene Veranstaltung was ja auch noch mal reinspielen dürfte oder Gerwin?


    Meine laienmeinung ist: alles was nur irgendwie unter das Waffengesetz fallen würde, hat auf einem Con nix mehr verloren. Schließt das dann eigentlich auch LARP Armbrüste mit ein?

    Was ist eigentlich bei Verstößen auf Veranstaltungen, ist da die Orga mit in der Verantwortung oder nur der Teilnehmer? Die Orga toleriert es ja dann oder?

    Stephan


  7. #7
    oliverp
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    Zitat Zitat von stephan_harald Beitrag anzeigen

    Meine laienmeinung ist: alles was nur irgendwie unter das Waffengesetz fallen würde, hat auf einem Con nix mehr verloren.
    So erschreckend wie das ist, ist diese Meinung anscheinend mehrheitsfähig und unterstreicht meine Aussage zur Risikobewertung: Statt sich der staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten bewusst zu sein und diese zu vertreten, wird in vorauseilendem Gehorsam alles vermieden, was auch nur ansatzweise Fragen aufwerfen könnte, nach eigener Wahrnehmung. Dennoch sieht man niemanden Melonen mit nem Löffel schneiden auf einem Con...
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

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  8. #8
    Kelmon
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    Zitat Zitat von stephan_harald Beitrag anzeigen
    Fallbeispiele: Musktiere im Hinblick auf Anscheinswaffen
    Zumindest für die EE-Musketiere nicht relevant, da wir Lunten- und Radschlösser einsetzen - Und Feuerwaffen dieser Arten sind frei in der Öffentlichkeit zu führen. D.h. ich darf auch theoretisch mit der Luntenschlosspistole in der Hand einkaufen gehen. Mit Schwarzpulverschein wohl auch geladen und schussbereit (Dieser erlaubt üblicherweise das Laden einer Vorderladerwaffe, orts- und zweckungebunden). Theoretisch. Praktisch habe ich wohl recht schnell ein "öffentliches Ärgernis" und mehr am Kragen.

    (Für Armbrüste gilt übrigens das Gleiche).

    Greifen könnte hier allenfalls ein Status als öffentliche Veranstaltung - aber daß sich da praktisch gesehen ein Polizist, und dann ein Richter findet, der das Ganze dann nicht als "theaterähnlich" oder "Brauchtum" abhandelt, gerade wenn es sich dann noch um ungeladene Waffenattrappen handelt, halte ich für wirklich extremst unwahrscheinlich.
    Geändert von Kelmon (06.11.2017 um 00:28 Uhr)
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  9. #9
    Besserwisserboy
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    @Stephan Harald: Tolerieren würde ich nicht sagen, eher beide Augen zudrücken um nichts zu sehen. Zugute komm, daß kam eine Orga noch Waffnchecks macht, sondern da die Spieler in völlige Verantwortung nimmt.
    Dumm nur wenn wirklich mal ein dummer Unfall passiert insbesondre mit Schwarzpulver. Es gibt ja z.B. Larpwaffen die mit Böllern Katzenbälle verschießen. Normalerweise völlig ungefährlich. Passiert trotzdem etwas dürfte das dann aber schnell die Polizei auf den Plan rufen und wahrscheinlich das Ende der Veranstaltung bedeuten.
    Auf dem EE wurde dieses Jahr z.B. sehr genau auf solche Dinge geachtet. Da der Con leider durch das Ordnungsamt unter "besonderer Aufsicht" stand.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  10. #10
    beko
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    Wir hatten auf dem letzten Con unsere Sportgeräte dabei. Interessierte durften gerne zusehen, während $Kumpel und ich uns im HEMA-Freikampf geübt haben. Das war kurz vor der zu erwartenden Entschlacht und IT als "Training" und Vorbereitung angekündigt. Unsere Zuschauer waren begeistert von der Darbietung.

    Das war natürlich mit der SL abgeklärt und hat sogar ganz ohne Aufsicht geklappt. Niemand ist gestorben. Außer vielleicht mein rechter Zeigefinger. Tut fast nicht mehr weh xD

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