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  1. #101
    Dalamon
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    Was die praktische Umsetzung angeht, habt Ihr (Hana et al.) natürlich recht. Hab mich von meiner Vorliebe für abstruse Theorieduskussionen davontragen lassen.

  2. #102
    LarpTroll
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    Ich würde ungern OT-Diskriminierungen durch LARP mit dem Argument zementieren, dass mein Empfinden gestört sei. Gilt für Hautfarben wie für Körpergrößen und -gewicht. Würde mir sonst vorkommen wie diese Leute am Strand, die sich durch den Anblick von Dicken in ihrem Empfinden gestört fühlen, man könne sich ja etwas drüberziehen, müsse so ja nicht am Strand rumlaufen. Die Rassen in HdR sind ja in gewissem Maße Produkt von rassistischem Scheiß in der Realität, das Gute helle Schöne gegen dunkle häßliche Böse. Ich fühle mich nicht wohl dabei, diese Werte in einem Spiel fortzuführen. Fantasyvorlagen sind keine heiligen Schriften, Tolkin & Co keine Messiase.

  3. #103
    Kelmon
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    Zitat Zitat von LarpTroll Beitrag anzeigen
    Die Rassen in HdR sind ja in gewissem Maße Produkt von rassistischem Scheiß in der Realität, das Gute helle Schöne gegen dunkle häßliche Böse.
    Naja, soweit ich weiß werden Uruk-Hai in den Büchern nie als "dunkel" beschrieben. Genauso wie in den Büchern die Elfen vermutlich nie explizit als "hellhäutig" beschrieben werden. Gerade wenn man bedenkt, daß er Gollum, der Ewigkeiten unterirdisch zubrachte, als extrem blass beschrieben hatte, wäre es nicht einmal undenkbar, daß Tolkien sich seine Orks ähnlich vorstellte. Fellbedeckt, darunter blasse haut.

    Die als dunkelhäutig *und* böse beschriebenen Ostlinge sind dagegen eine deutlich problematischere Sache, aber da ging's jetzt weniger drum. Als primäre Diskussionsgrundlage sag ich da ja eher Drizzt & co, also etwas deutlich jüngeren Datums als Tolkien. Auch hier kann man drüber streiten, ob die Hautfarbe der Drow rassistisch motiviert war. Schwarz ist nunmal das "Gegenteil" von Weiß, und wenn man nunmal eine Rasse erschaffen will, die in bester, simplistischer "Wasser vs. Feuer"-Manier quasi der böse Gegenpart zu den hellhäutigen Elfen ist...
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  4. #104
    oliverp
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    Das Genre Fantasy hat nunmal schlicht und ergreifend protofaschistische Wurzeln und kann diese auch nicht vollends ablegen ohne sich selbst ab absurdum zu führen.
    Entweder man akzeptiert dies in einem gewisen Maß, oder übeträgt am Ende man Twitter-Aufreger-Selbstdarstellungs-Scheinwertvorstellungen auf das Hobby und diskutiert IT über die 730 sozialen Elbengeschlechter...
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  5. #105
    Yami Tsukamee
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    Ich Frage mich ob der Kampf gegen Licht und Finsternis, der in sehr vielen Fantasy Titeln ausgefochten Wird, tatsächlich automatisch rassistisch gemeint ist.

    Ich schreibe selbst ein wenig. Wenn auch nur Hobbymäßig und das letzte was ich bin ist ein Rassist. Dennoch schreibe ich über einen Krieg der Auf der einen Seite das nicht und auf der anderen Seite den Schatten aufweist. Sind "Bösewichte" die aus irgendeinem Grund schwarze Hautfarbe aufweisen oder irgendwie "hässlich" aussehen dann direkt ein Sinnbild für Rassismus?
    Ich mein es wird ja recht oft in die Welt hinaus geschrien wie rassistisch etwas ist. Aber ist es nicht irgendwo auch rassistisch eben das jedes mal wieder darin zu sehen? Irgendwie weißt es ja schon eine klare Fixierung auf dieses Thema auf. Egal auf welcher Seite jetzt genau.

    Ich persönlich finde zB einen Schwarzen Drachen mit zerrissenen Flügeln gruseliger und Böse wirkender als einen weißen Drachen mit Feenflügeln.
    Sind die Bösen in Filmen denn wirklich immer einfach nur hässlich? Oftmals finde ich sie ziemlich cool vom Design her.

    Ich glaube dass bei dem Sinnbild schwarz gegen weiß noch etwas anderes mitspielt. Also kein purer Rassismus.

    Es haben mehr Leute Angst vor der Dunkelheit. Nachts sind viele "Monster" aktiv die man sich so vorstellt.
    Vampire, Werwölfe etc. werden meist eher als Erscheinung der Nacht dargestellt.
    Nachts kann man zudem schlechter sehen als Tags. Deshalb hat der mensch nachts keinen so guten überblick zum geschehen um sich herum. Stehe ich tagsüber im wald und ein reh läuft in der ferne vorbei dann höre und sehe ich, dass es ein reh ist. Nachts sehe ich eine gestelt und höre ihre Geräusche. Das lässt viel Raum zur Interpretation frei und macht es unheimlich. Und ich glaube, dass das nochmal ein Knackpunkt ist der dafür sorgt, dass böse Charaktere meist dunkel sind.

    Und ich denke, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt. Ich mein das vernarbte Gesicht eines dunkelelfen sieht nunmal auch bedrohlicher aus. Das heißt ja nicht dann ich einen dunkelhäutigen Menschen damit assoziiere oder dass ich glaube jeder Dunkelelf ist böse.
    Wobei ich sagen muss, dass auch schon mal Charaktere in Filmen böse sind die zunächst so dargestellt werden als stünden sie auf der "guten" Seite. Wobei oft die selten gut und böse eine Frage der eigenen Einstellung sind.

    Und wenn ein Dunkelhäutiger einen Elfen spielen möchte dann soll er das tun. Ich sehe da noch einen großen Unterschied zwischen den Schwarzen Elfen und brauner Hautfarbe.
    Zumal ich glaube, dass Augen nochmal viel mitspielen. Wenn er rote Augen hat dann wirkt er ja ganz anders als mit natürlicheren Farben.
    Geändert von Yami Tsukamee (25.01.2018 um 12:26 Uhr)

  6. #106
    Besserwisserboy
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    Ich glaube daß du einen Unterschied zwischen IT (also im Spiel) und OT (also aufgrund realer Umstände, wie der Hautfarbe eines Spielers) sehen solltest. Rassismus im Spiel stellt in der Regel keine so großen Probleme dar sondern kann das spiel auch beleben. Orks und Dunkelelfen sind in Regel ja böse Rassen un wenn Spiele sie hassen ist as in der Regel ja auch nur die gespielte Roll die sie hassen.
    Larp lebt von Klischees und funktioniert am besten wenn nur wenige oder kein Ausnahmen gibt. Das hilft in er Regel auch den Orks und Dunkelelfen ihr Rolle besser zu spielen. Gibt es zu viele gute Exemplare ihrer Rasse verkommen sie schnell zu Kuschelorks und Schmusemonstern mit hohem Lächerlichkeitsfaktor.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  7. #107
    Chevalier
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    Ich muss bei der Diskussion irgendwie an Vulkanier denken. Warum? Weil vor Star Trek Voyager sich das Bild hellhäutiger Humanoider festgesetzt hatte. Und in dieser serie dann ein dunkelhäutiger Vulkanier auftauchte. Man musste sich kurz daran gewöhnen, aber dann war anderes als die Hautfarbe wichtiger. Und das wurde in späteren Serien wiederholt. Aktuell in Star Trek Discovery sieht man z.B. auch vom Gesicht her asiatisch anmutende Vulkanier.

    Wichtig sind mir also bei auch bei einem Elfencharakter mehr eine passende Figur (inklusive Ohren) und dazugehörige Kleidung und von mir angenommene Verhaltensweisen (ich möchte keine hemmungslos saufende Waldelfe sehen oder einen Wirtshausschlägerei betreibenden Hochelf) und nicht die Hautfarbe.
    ...

    Vexin-Con - 16.-18.02.2018
    Westfurth 8 - 29.03.-02.04.2018 (Chevalier de Nemour)
    Verlassene Lande 4 - 11.-13.05.2018 (Spießknecht Olivier)
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    Westmynd - Dunkle Chroniken III - 02.-04.11.2018 (Novize Raymond)

  8. #108
    oliverp
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    Ich Frage mich ob der Kampf gegen Licht und Finsternis, der in sehr vielen Fantasy Titeln ausgefochten Wird, tatsächlich automatisch rassistisch gemeint ist.
    Allein schon die übliche West/Ost- und Nord-Süd-Charakterisierung zeichnet fast alle klassischen Fantasyzyklen aus. Die Erschaffer waren einfach Kinder ihrer Zeit. Das normalste der Welt.
    Es geht aber auch anders; der Großteil der Bücher Brandon Sandersons basiert zB eher auf Kastenbezügen um die typischen Underdoggeschichten zu erzählen; ethnische Merkmale kommen auch vor; aber nur in der Geschichte selbst; nicht Einordnungen zweiten Grades.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

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  9. #109
    oliverp
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    Zitat Zitat von Chevalier Beitrag anzeigen
    Ich muss bei der Diskussion irgendwie an Vulkanier denken. Warum? Weil vor Star Trek Voyager sich das Bild hellhäutiger Humanoider festgesetzt hatte. Und in dieser serie dann ein dunkelhäutiger Vulkanier auftauchte. Man musste sich kurz daran gewöhnen, aber dann war anderes als die Hautfarbe wichtiger. Und das wurde in späteren Serien wiederholt. Aktuell in Star Trek Discovery sieht man z.B. auch vom Gesicht her asiatisch anmutende Vulkanier.
    Das wird dann ja auch als "Diversifizierung" angesehen und als Mehrwert an sich. Umgekehrt ist es "kulturelle Aneignung" und böse an sich. Es geht bei solchen Diskussionen nicht wirklich um den Phänotyp vs. Ikonozität der Rolle, sondern um zeitgeistge PC und Deutungsheiten.

    Mein Lieblingsactioncharakter aus Filmen ist übrigens Ellen Riply, die schon in meinem Geburtsjahr zeigte, wie hart weibliche Rollen sein können. Nachträgliche Diversifizierung ist entweder irrelevant wie bei deinem Vulkanierbeispiel, oder kontraindikatorisch, weil sie keine eigenständige Neuleistung darstellen, sondern sich an Bestehendem bedienen (Bsp Ghostbusters).
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

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  10. #110
    Wesp5
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    Zitat Zitat von oliverp Beitrag anzeigen
    Mein Lieblingsactioncharakter aus Filmen ist übrigens Ellen Riply, die schon in meinem Geburtsjahr zeigte, wie hart weibliche Rollen sein können.
    Prinzessin Leia im ersten Krieg der Sterne Film war auch bereits eine starke Frau und die bösen Sturmtruppen trugen zur Abwechslung weisse Rüstungen !

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