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  1. #21
    Besserwisserboy
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    Ich denke Elfen sind da nur als Beispiel aufgeführt, da es sich wohl auf einen bestimmten Fall von Kelmon handelt, den erlebt hat, von dem er gehört hat oder was auch immer...
    Man könnte Elf wahrscheinlich auch gegen Zwerg austauschen.

    Ein Punkt den man noch ins Feld führen könnte ist, daß Elben/Elfen eben der europäischen Mythologie entstammen und daher natürlich eher als hellhäutig gesehen werden.

    Rassismus im Spiel finde ich gut und wichtig, wenn er sich auf IT-Begebenheiten bezieht wie z.B. den Hass auf Orks, Untote oder meinetwegen auch auf Elfen. Erweitert und verbessert mein persönliches Spiel ungemein, da ich ungerne in einer absolut heilen Welt spiele und Konfliktspiel mag.

    Bei OT-Begebenheiten (wie der Hautfarbe) ist da etwas mehr Vorsicht und Rücksicht angebracht. Wenn derjenige es explizit mag und erlaubt ist es okay. Auf einem Westerncon hat es beispielsweise einen schwarzen Spieler gegeben, der kein Problem damit hatte als "Neger" bezeichnet zu werden.
    Auf dem letzten EE gab es im Antike-Lager einen schwarzen Sklaven.
    In beiden Fällen ist ihre Rolle frei gewählt und sie gehen wahrscheinlich selber viel lockerer damit um als einige weisse Mitspieler.
    Bevor ich auf solches rassistisches Spiel eingehen könnte, müsste ich mir aber völlig sicher sein, daß es für den Spieler OT okay ist.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  2. #22
    Leetoh
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    Gibt es irgendeinen Fantasyhintergrund, bei dem es Elfen als, z.B. Wüstenvolk gibt, dass sich dafür hernehmen liese? Mit dem Hintergrund könnte ich mir die dunkle Hautfarbe und auch sonstige Gesichtsmerkmale gut vorstellen, ohne gleich an Drow zu denken.

  3. #23
    Dalamon
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    bin bei Dir, Besserwisserboy. Für mich wäre ein dunkelhäutiger Nordmann die größte optische Irritation. Fände es aber trotzdem ok, er müsste halt ne geile Gewandung haben.
    Und IT-Rassimus ist mir voll wichtig. z.B. Ork-Hass etc. Aber, @Kelmon: OT ist das Ziel für mich tatsächlich, meine Wahrnehmung zu verändern. Denn die Zuschreibung von Bedeutung ist mit der Wahrnehmung schwertrennbar verknüpft. Wie? Naja, Irrelevantes wird zwar vielleicht vom Sinnesorgan erfasst, aber nicht bewußt wahrgenommen. Wie fühlt sich dein linker kleiner Zeh gerade an? Hast Du vor 2 min mitbekommen, wie er sich anfühlt? Wenn die Hautfarbe also keine relevante Kategorie mehr ist, wird sie nicht mehr (so stark) wahrgenommen. Andersrum: solange ich die Hautfarbe noch bewußt wahrnehme, werde ich Menschen nach ihr kategorisieren. Daher auch m.M.n. dies Geeiere mit immer neuen pc Ausdrücken für "Farbig", "Schwarz" etc. Eigentlich geht es um die Kategorisierung an sich. Der Versuch, die Kategorisierung durch neue Namen für die Kategorien zu überwinden, ist zum Scheitern verurteilt. (Das heißt nicht, dass ich zum N-Wort zurück will). Und dann sage ich z.B.: "Du bist dunkelhäutig und willst ein Spitzohr aber kein Drow sein? Dann mach doch einen Wüstenelfen." Weil ich ein netter und offener Mensch bin, und kein Rassist, aber die Hautfarbe eben definitiv deutlich wahrnehme und Menschen nach ihr kategorisiere (auch wenn ich den Kategorien keine Wertigkeit oder Persönlichkeitseigenschaften zuordne, wie das Rassisten täten).

  4. #24
    Cartefius
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    Wir hatten doch vor einer langen Zeit mal hier im Forum über dunkelhäutige Spieler in traditionell hellhäutigen Rollen... finde ich aber gerade nicht wieder.

    Für mich ist das wie bei allen anderen äußerlichen Merkmalen eine Frage der angestrebten Rolle, und ob dieses Merkmal für diese Rolle üblicherweise eindeutig oder bevorzugt besetzt ist.

    Ich sehe keinen kategorischen Grund, warum Elfen immer rosahäutig sein müssen, sondern kann mir auch Völker von braunhäutigen, weißhäutigen, oder blauhäutigen Elfen vorstellen, mit ein bisschen Suchen finde ich garantiert auch Beispiele für jeden dieser Farbtöne.

    Ich finde es aber in den Bedingungen der meisten Fantasywelten grundsätzlich plausibel, wenn viele Völker lokal voneinander getrennt leben und dementsprechend auch einigermaßen einheitliche Phänotypen aufweisen, also z.B. Elfenvolk A hellhäutig und weißblond, Elfenvolk B sommersprossig und rothaarig, und Elfenvolk C mit dunkelbrauner Haut und schwarzen Haaren. Die Tolkien-Elben z.B. stelle ich mir, weil sie von nordischen Mythen abgeleitet sind, normalerweise vom Typ her auch "nordisch" vor, und fände jetzt einzelne dunkelhäutige Elben dazwischen etwas komisch. Ich hätte aber kein Problem mit einem (stilistisch eigenständigen) Elfenvolk mit ausschließlich dunkler Haut, oder auch einem weitreichenden Elfenimperium in dem sich verschiedenste Hautfarben mischen.

    Den Ansatz, aus Angst vor Diskriminierung bestimmte äußerliche Merkmale für die Rollenwahl zu ignorieren, finde ich persönlich schade, weil es als ganzes das Spiel abgehobener und schwerer interpretierbar macht, und die Auswahl an Darstellungsoptionen letzendlich schmälert anstatt sie zu erweitern.

    Ich kann aber auch verstehen, dass man als Person, die von vielen Menschen wegen ihres Aussehens als kultureller Fremdkörper und Außenseiter behandelt wird, nicht unbedingt Lust hat, in der entsprechenden Fantasywelt auch automatisch für die Außenseiterrolle gebucht zu werden. Trotzdem finde ich es da grundsätzlich sinnvoll, sich entweder eine Rolle zu suchen, für den Hintergrund das äußerliche Merkmal unterstützend wirkt (in diesem Fall z.B. Wüstenelf statt Polarelf), oder bei dem es irrelevant ist (z.B. Vulkanier). Wenn man das nicht möchte, hat man natürlich weiterhin jedes Recht, sich anders zu entscheiden, verschenkt aber meiner Ansicht nach Darstellungspotential.

  5. #25
    Calenlyra
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    Zitat Zitat von Leetoh Beitrag anzeigen
    Gibt es irgendeinen Fantasyhintergrund, bei dem es Elfen als, z.B. Wüstenvolk gibt, dass sich dafür hernehmen liese? Mit dem Hintergrund könnte ich mir die dunkle Hautfarbe und auch sonstige Gesichtsmerkmale gut vorstellen, ohne gleich an Drow zu denken.
    In Elyrien gibt es nach dem Hintergrund die Askarter, das ist eine Art Wüsten-Elben, die braune Haut und dunkle Haare haben.
    Ist aber "nur" Fantasyliteratur, bzw. Tischrolllenspielgintergrund, aber nicht Larprelevant.

    Ich sehe null Probleme bei einem Elbendarsteller mit nicht-europäischem Aussehen. Die Welt ist schon groß, Fantasywelten sind größer!
    Bei den Vulkaniern in den StarTrek-Serien sind auch afroamerikanische Darsteller dabei - und?
    Ich kenne einige asiatische oder halbasiatische Elbinnen, die ich nur als Charakter sehe, nicht als "Mensch asiatischer Herkunft, der einen Elben arstellen will" - weil sie ihre Elbinnen einfach toll darstellen.
    Calenlyra o nan-eldúne silmeié

    http://www.sternendaemmertal.de

  6. #26
    Gerwin
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    Gerwin sagt dazu:

    einen männlichen afrikanischen Elfen kann ich mir ebenso wenig vorstellen wie mich als Zwerg. Nämlich garnicht. Bei Frauen siehts anders aus.

    Mag aber auch daran liegen, dass männliche Afrikaner selten einen androgynen Körperbau haben.

    Gruß

    Gerwin

  7. #27
    Besserwisserboy
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    Komischerweise hat es mich in den Hobbitfilmen sogar gestört, daß die komplette Elbenarmee völlig gleich, also alle mit langen blonden Haaren aussahen. Verstärkte noch den Eindruck eine animierten Armee, die sich auch noch identisch bewegte...
    Etwas mehr Farbe bei den Haaren hätte da schon besser ausgesehen.

    Bleibt aber auch noch die frage ob sich ein Dunkelhäutiger in einer Elbenrolle selber wohl fühlt, was ja letztendlich der wichtigste Punkt für ihn sein dürfte. Da fällt es jemandem in der USA wahrscheinlich leichter als z.B. in Deutschland, weil es hier noch exotischer ist und in Amiland "normaler" ist.

    Würde mich interessieren wie es in einem europäischen Land mit höherem schwarzen Bevölkerungsanteil ist, wie Frankreich und Holland.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  8. #28
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    Also zum einen gibt es natürlich auch ausreichend Androgyne schwarzhäutige, zumal dies auch kein Merkmal ist was man nicht mit entsprechenden Kostüm und Schminke unterstützen kann (Ok bei Dennis Rodman wird es schwierig, generell eher kein Thema)

    Im ersten Dungeons & Dragon Film war die Elfe dunkelhäutig. Ähngliche Darstellungen gibt es auch in anderen Büchern auch ausserhalb D&D. Eine optische Abgrenzung von Drows findet durchaus statt. Alleine der Kleidungsstil und eines Drows wäre ganz anders.

    Ich glaube hier muss auch keiner irgend jemanden verteidigen, es gibt nichts zu verteidigen. Es ist LARP wenn ein Dunkelhäutiger einen strammtoitschen Germanen spielen will, dann soll er es halt machen. Gleiches gilt für Ritter oder Burgfräulein. Natürlich darf er auch einen Elfen, oder Drow spielen wenn er mag.

    Genauso wie Gerwin die Brunhilde oder Cleopatra geben darf.

  9. #29
    Besserwisserboy
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    Ich glaube es ging nicht so darum ob man etwas darf, sondern ob man es sollte bzw. wie die Meinungen dazu sind. Theoretisch kann ich auch in einen Biene Maja-Kostüm auf dem Conquest rumlaufen. Wer will es mir verbieten???
    Auf der anderen Seite kann ich aber auch niemanden zwingen das toll zu finden oder mit mir zu spielen...

    Es geht hier aus meiner Sicht um Akzeptanz von gewissen Spieldarstellungen.
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  10. #30
    Tee
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    Anderer Ansatz:
    Ich würde von einem dunkelhäutigen Spieler, der einen Drow spielen möchte erwarten, dass er sich trotzdem entsprechend schminkt.
    Aus dem Grund das ich bei einem normalen Elfen einen natürlichen Hautton gleich welcher Schattierung erwarte.
    Einen Elf der sich egal in welcher Farbe schminkt, finde ich unglaubwürdig. Das ist auch bei merkwürdigen Konzepten wie blauen Mondelfen so.
    Dafür hat geschminkte Haut einfach zu wenig Schattierungen, wirkt an den Rändern und Übergängen meist unschön, kann abfärben verlaufen etc.
    Das passt nicht zum makellosen Elfenimage.

    Ein Drow als Fantasywesen das per Definition böse ist, sollte auch einen unnatürlichen, eher kalten Hautton aufweisen, wie man es aus diversen Artworks auch kennt.
    Da komme ich dann auch gut mit fehlenden Hautschattierungen klar.

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