Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Nevax
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    Grünschnabel

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    Billigwaffe - Taugt das was?

    Ich bin bei Amazon auf einen Händler gestoßen, der diverse Repliken aus Videospielen (bspw. Legend of Zelda, Warcraft Serie usw.) als "LARP Replik" anbietet. Die Kosten für diese Schwerter liegen bei ca. 30 Euro.

    Nun die Frage: Taugen die was? Der Preis wäre theoretisch super für einige der "Komplexeren" Waffen, allerdings so super dass ich stark an der Qualität zweifle. Wir überlegen einige NSC's mit diesen Waffen auszurüsten, um ein einheitliches Bild zu erzeugen (und der Waffentyp passt gut zu dem was sie darstellen sollen) - die Frage ist: Ist so ein Ding überhaupt Larptauglich, und hält es 2-3 Con's durch?

    Rezensionen gibt es zu den Artikeln bisher leider kaum. Hat jemand schon mal so eine Waffe in der Hand gehabt / kann genaueres dazu sagen?

  2. #2
    Kelmon
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    Muß nichts heißen, aber "flexibler Kern" würde mich zumindest stutzig machen.

    Ich würde mir vermutlich die billigste Waffe kaufen, und dann mal sezieren, um die LARPtauglichkeit herauszufinden.

    Ich weiß zumindest, daß derartige Billigwaffen (Im ~$20-Bereich) in den USA von verschiedenen Händlern angeboten werden - mit variabler Qualität - und auch erfolgreich auf LARPs eingesetzt werden. Als ich dort zum LARPen war, war der Kauf solcher Waffen Plan B, aber ich habe Waffen für uns letztendlich doch im Gepäck mitnehmen können. Ich vermute, daß hier nun ein deutscher Händler auch irgendeinen asiatischen Zulieferer für sich entdeckt hat.
    Geändert von Kelmon (21.02.2018 um 14:40 Uhr)
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Le_Gipsin
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    wir haben mal ein paar derartige Schwerter bestellt. Das sind zwar nicht genau die gleichen, aber ich vermute das gilt trotzdem auch für die von dir verlinkten:
    sie sind nicht gelatext, sondern der Schaum ist angemalt. Parier und Knauf bestehen bestehen aus sehr hartem Material/Schaum. Die Waffen sind ziemlich robust (mMn robuster als normale LARP-Waffen). Aber: sie polstern deutlich weniger, d.h. tuen deutlich mehr weh als LARP-Waffen. Der Schaum ist einfach relativ hart. Ich würde es nicht ausschließen, dass eine deutsche Orga dir die Waffen nicht zulässt. Wir nutzen sie daher nur zum privaten Training
    Aber vielleicht gibt es da inzwischen weichere Schäumungen.

    Der Stab im Inneren ist übrigens bei uns ein ganz normaler runder Fiberglasstab gewesen, wie er sich auch in normalen LARP-Waffen findet. Also von dem Aspekt her war es kein Problem.
    Geändert von Le_Gipsin (24.02.2018 um 10:46 Uhr)

  4. #4
    Kamikaze
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    War denn auch eine Spitzensicherung verbaut, Le_Gipsin? (und falls ja - wie sah die aus?)
    Monster und Persönlichkeiten aller Art...

    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  5. #5
    Le_Gipsin
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    Zitat Zitat von Kamikaze Beitrag anzeigen
    War denn auch eine Spitzensicherung verbaut, Le_Gipsin? (und falls ja - wie sah die aus?)
    Kann ich leider nicht sagen, da wir das Schwert nicht systematisch zerlegt haben. Der Knauf ist nur mal abgeflogen und daher weiß ich wie der Kernstab aussieht (den Knauf haben wir kurzerhand mit Pattex wieder festgeklebt und jetzt hält er bombe). Prinzipiell erwarte ich jedoch eher keine Spitzensicherung.

    Ich vermute übrigens, dass der Schaum deswegen so hart ist, weil er eben keine schützende Schicht wie Latex oder Tape drauf hat. D.h. das Material, das polstern muss, muss gleichzeitig auch selbst die Oberfläche schützen. Dadurch hat man nicht diese "Kompositvorteile" aus Schaumstoff + Haut.

    Und weil sie sich eben jene "Haut" sparen, sind die Waffen vermutlich auch so billig.
    Geändert von Le_Gipsin (24.02.2018 um 18:55 Uhr)

  6. #6
    Hana
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    Zitat Zitat von Le_Gipsin Beitrag anzeigen
    Ich vermute übrigens, dass der Schaum deswegen so hart ist, weil er eben keine schützende Schicht wie Latex oder Tape drauf hat. D.h. das Material, das polstern muss, muss gleichzeitig auch selbst die Oberfläche schützen. Dadurch hat man nicht diese "Kompositvorteile" aus Schaumstoff + Haut.

    Und weil sie sich eben jene "Haut" sparen, sind die Waffen vermutlich auch so billig.
    Neee. Du hast eine falsche Vorstellung vom Zweck der Komponenten.

    Die Latexhaut erfüllt keine großartige Schutzfunktion für den Schaumstoff, die ist eine hauptsächlich optische Komponente. Man muss die Farbe in Latex mischen, weil reine Farbe nicht elastisch ist und brechen würde.

    Was die Waffen billig macht, ist der Herstellungsprozess: Kernstab in Form stecken, drumrum schäumen. Sobald man die Form hat, kann man große Mengen Waffen produzieren, das ist natürlich weniger aufwändig als jede einzelne Waffe zusammenzukleben, zuzuschneiden, in Form zu schleifen und dann mit mehreren Schichten Latex und Topcoat zu besprühen.

    Es gibt auch geschäumte Waffen, die weich sind. Bei vielen Herstellern geschäumter Waffen gab es anfangs auch zu harte Waffen, weil es anscheinend nicht so einfach ist, den Schaum in die richtige Festigkeit zu bekommen (nicht zu hart; nicht so weich, dass der Kernstab durchschlägt). Lange Tests mit Ausschussware für die richtige Härte kosten aber natürlich Geld - wenn man einfach drauflosmacht und auch die zu hart gewordenen Waffen verkauft (oder sich gar nicht um die Härte kümmert), verdient man natürlich mehr.
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  7. #7
    Besserwisserboy
    Besserwisserboy ist offline
    Alter Hase Avatar von Besserwisserboy

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    Habe zwei verschiedene Schwerter von dem Hersteller gekauft Waren zwar beide etwas unterschiedlich gebaut, trotzdem habe ich persönlich sie als larpuntauglich eingestuft. Bei einem konnte ich die Klinge mit einem Finger verbiegen ohne daß es in die Ausgangsposition zurückgeschnellt wäre das andere war zu hart...
    Sehen auch auf den Bildern besser aus als in real.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

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