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  1. #1
    Gerwin
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    Erotik im Larp (und wenn ja WIE)

    Moin,

    ich würde gerne mal das was wir im Vampirethread besprochen haben etwas ausklammern, denn ansonsten wird es echt zu unübersichtlich. Gleichzeitig wäre mir nicht bewusst dass wir in letzter Zeit einen geordneten Thread über Erotik im Larp hatten. Und vielleicht klappts ja diesesmal.

    Die Diskussion hat mich zu folgenden Grundannahmen gebracht:

    1. Erotik scheint ein teilweise unterbespielt zu sein. Für viele Spieler (auch für mich) scheint Erotik durchaus eine Chance einen Charakter mehr Tiefe zu verleihen, sei dass in der individuellen Paarbeziehung, durch Flirts oder auch als eigenständiges Charakterkonzept (Tänzerin?!)

    2. Die meisten Formen von Erotik im Larp halte ich für komplett unproblematisch bespielbar. So lange die Darstellung eine (offene) Andeutung nicht überschreitet sollte es eigentlich keine Probleme geben.

    3. Problematisch wird es für mich entweder bei der Holzhammermethode (welche außenstehende Mitspieler dazu "zwingt" sich das ganze anzusehen) oder wenn fremde Spieler aktiv und offensiv integriert werden. Ich denke hier im Ausgangsthread an die Situation wo eben die Anweisung "du kannst die Sklavin schon hart anfassen" die Grenzen zwischen IT und OT extrem verwischt und dadurch Missverständnisse nahezu provoziert. Ich bin weiterhin der Meinung, dass, je näher Erotik (gerade bei VtM/Endzeit/Neuzeitcons) in einen Fetischbereich abgleitet ganz definitive Regeln bereits durch die SL notwendig sein könnten, welche über die üblichen Larpregeln deutlich hinausgehen. Hier mag es dann notwendige Anweisungen wie "Anschauen erlaubt, anfassen verboten" oder "Anfassen auch erlaubt, aber nur im abgegrenzten Bereich XYZ und nur nach Einladung durch V" geben. Je geringer die Spielerzahl und je besser man sich kennt, umso weniger Regeln werden natürlich benötigt. Hier funktioniert dann eine nonverbale Kommunikation vorab.

    Daher habe ich folgende Fragen.

    a) Wollt ihr überhaupt mehr Erotik auf (manchen) Cons? Wenn ja, welche Form würdet ihr bevorzugen?
    b) Gibt es Settings die sich da aus eurer Sicht besser (oder schlechter) eignen?
    c) Wie würdet ihr den angesprochenen Missverständnissen vorbeugen?

    Natürlich kann man das ganze auch als weiterführende Diskussion nutzen.

    Gruß

    Gerwin

  2. #2
    Turis
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    Da du im anderen Thread geschrieben hast, dass du hier hin möchtest, nehme ich mal eine Frage von dir hier hin mit:

    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Mal ganz praktisch gefragt:
    Nimm die Situation von Sylvia. Sprich jemand versucht ungefragt der "Sklavin"/ den Sklaven zwischen die Schenkel zu greifen (oder spricht es auch nur an). Aus deiner Sicht okay auf einen Vampircon oder für dich als SL "zu weitgehend"?
    Da fragst du auf mehreren Ebenen. Wenn Sylvia (ich nehmen sie als Beispiel) meine Freundin wäre, dann wäre ich entsetzt (insb., wenn sie das provozieren würde), aber manch andere Leute führen ja offene Beziehungen oder haben aus sonst welchen Gründen damit kein Problem oder finden es sogar geil. Und hier kommen wir zu der anderen Ebene: Als SL von einer Ü18-Con sehe ich mich nicht als Papi oder Polizei, sondern als Organisator / Gastgeber. Sollte ich tatsächlich auf etwas reagieren, dann nur, weil ich als Bürger ggf. die Pflicht habe einzugreifen (jemandem in Not/Gefahr helfen), aber nicht, weil ich SL bin. Aber diese Pflicht haben alle Anwesenden und normalerweise habe ich als SL sowieso anderes im Kopf und bekomme nicht unbedingt mit, ob da was OT schief läuft - dafür sind hoffentlich andere Leute da, die die Situation auch einschätzen können. Wenn ich davon ausgehen darf, dass Sylvia über 18 ist, so ist es aus meiner Sicht ihre Sache mit wem sie wie flirtet (egal ob IT oder OT). Sie sollte dabei keine Straftat begehen - und hier wird es halt ggf. schwierig (Erregung öffentlichen Ärgernisses, geht das auf ner Con überhaupt (ohne Touristen)? Was sagt der Jurist?). Ob ihre Aktionen von den Mitspielern gut geheißen werden, hängt sicherlich auch mit Sylvias Attraktivität und Darstellung ab (und ob sie nen Typen anbaggert, der OT vergeben ist und dessen Freundin jetzt OT gerade austickt ).

    Zu den Thread-Fragen: Ich beziehe mich ausschließlich auf Ü18-Cons.
    a) Ich selbst angespielt? Eher nein, ich könnte das nur schwer vom OT trennen und wäre auch überfordert (zumindest mit so ner Sylvia). Aber andere können das, bzw. es ist abgesprochen oder wird von einem OT-Pärchen dargestellt. Dann kann es in "schmutzige" Settings passen und für Ambiente sorgen (z.B. Vampire oder generell Setting "Stripbar / Puff"). Auf Fantasy-Cons brauche ich das gar nicht. Aber wenn andere das mögen, stört es mich nicht, sofern ich weggehen kann. Aus der Ferne gucken ist für mich grundsätzlich nicht so das Problem, nur das involviert werden. Ich spiele aber auch keine Charaktere, zu denen irgendwas in der Richtung passen würde.

    b) Jo, siehe oben. Umso schmutziger / verkommener das Setting, desto mehr passt es in das "öffentliche" Spiel.

    c) Durch klare Kommunikation. Ein Sklavenhändler könnte beim Verkaufsgespräch dem Kunden OT die entsprechenden Infos zuflüstern oder einen Zettel zustecken. Vorher natürlich eine OT-Absprache mit dem/der Sklave(in).

  3. #3
    Gerwin
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    Okay, dass du dich da als SL nicht in der Verantwortung siehst erklärt die entstehenden Unterschiede. Ich sehe eine SL da generell als die "mächtige Person", und zwar völlig unabhängig ob am Tisch, Online oder im Larp. Zumindest wenn die Fälle "sexueller Übergriffe" sich im Larp häufen (oder ich den Eindruck habe dass meine PnP-Vampirerunde zu einer BDSM-Rollenspiel-Runde verkommt bei der zwar jeder weiß wie Fesslung XYZ heißt aber keiner wie sich sein Clan nun in Situation V verhält) habe ich aus meiner Sicht als SL etwas falsch gemacht. Nämlich zumindest die Runde oder das Con falsch ausgeschrieben.

    Eine juristische Einschätzung des ganzen ist übrigens (losgelöst vom Einzelfall) nicht ganz einfach. Bei einer Vermischung von BDSM-Inhalten auf einer "normalen" Ü 18 Con sehe ich allerdings die Grenze zur Strafbarkeit (je nach Aufdringlichkeit) überschritten. Anzeigen tut das natürlich kaum jemand, der Hinweis von mir im Parallelthread sollte eben auch nur klarstellen dass abgegriffene Slogans wie "my body, my choice" dann nur noch eingeschränkte Gültigkeit haben wenn sich jemand in die Öffentlichkeit (sprich auf ein Ü18 Con) begibt. WILL ich so etwas als Orga auf meiner Con, dann muss ich diese entsprechend ausschreiben. Da lasse ich auch (grundsätzlich) eine Orga nicht aus der Verantwortung.

    Nur ganz kurz zu c)

    Ich halte da, wenn man entsprechende Spielinhalte einfach auf Con verbannt, jegliche Art der OT Kommunikation für unnötig. Und der Mehrwert erschließt sich mir immer noch nicht. Außer ich sehe Larp AUCH als Ort um einen Fetisch ausleben zu können.
    Geändert von Gerwin (23.01.2020 um 11:47 Uhr)

  4. #4
    Turis
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    Klar, wenn man alles verbannt, dann muss man gar nichts mehr regeln Aber das ist auch keine Lösung.
    Bei einem gebe ich dir völlig Recht: Die Con-Ausschreibung sollte möglichst präzise sein. Es ist allerdings auch schwer, wirklich an alles zu denken, wenn man den Ausschreibungstext tippt. Bei einer 0815-Wald-und-Wiesen-Con würde ich sicher nicht auf die Idee kommen, dass ich explizit BDSM oder ähnliches thematisieren muss. Da mögen dann bitte die Sylvias dieser Welt auf mich zukommen und vorher nachfragen bzw. bei der Anmeldung deutlich machen.

    Die SL hat ein Hausrecht (ist das deine angesprochene Macht?) und damit wird vermutlich auch eine Pflicht impliziert. Da gehe ich mit. Wenn sich aber deine P&P-Runde zum BDSM-Rollenspiel wandelt und die Leute gehen trotzdem jedes Mal zufrieden danach nach Hause, dann ist das auch okay. Und wenn nicht, dann diskutiert man das aus und entweder ändert sich was, oder die Gruppe teilt sich auf. Gerade der P&P-Meister ist kein Vorgesetzter, sondern ein Freund unter Freunden, der halt den Plot (anstatt Kekse) mitbringt. Bei einer LARP-SL kommen noch weitere Dimensionen je nach Con-Größe dazu.

  5. #5
    Gerwin
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    Klar, wenn man alles verbannt, dann muss man gar nichts mehr regeln
    Es geht nicht darum alles zu verbannen. Wenn ich Fußball spielen will und einer der Mitspieler kommt mit einen Basketball kann er nicht mitspielen.Wenn ich Vampire spielen will und man versucht aus der Vampirerunde eine BDSM-Spielgruppe zu machen (oder eine Rollenspielgruppe als Diskussionsort für die gleichberechtigung von Diversen zu missbrauchen) dann ist derjenige der sich nicht an die Grundidee hält raus. Auch ich als Spielleitung habe ja eine Grundidee von dem was am Tisch oder Live passieren soll.

    Die Frage ist, ob überhaupt jemand auf die Idee kommt. Selbst wenn man nun bei der Charakterbeschreibung "Sklavin" angibt. Da müsste dann schon stehen "Hallo ich bin die XXX und möchte eine Sklavin spielen. Mein Konzept besteht unter anderen daraus Grenzen auszutesten, mich anfassen zu lassen und zu beobachten wie junge Männer mehr schlecht als recht darauf reagieren." Und da würden dann die wenigsten Orgas ja sagen.

    Aber ich sehe schon, bei Macht und Machtnutzung durch SL und Orga gehen unsere Meinungen auseinander. Für mich ist das mehr als ein "Stellen des Settings. Sondern eben in gewisser Weise eine Verantwortung gegenüber allen Spielern.

  6. #6
    LarpTroll
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Und da würden dann die wenigsten Orgas ja sagen.
    Man darf aber nicht vergessen, dass Orgas von Orgasmus kommt.

  7. #7
    Turis
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Wenn ich Fußball spielen will und einer der Mitspieler kommt mit einen Basketball kann er nicht mitspielen.
    Wenn aber nun plötzlich alle anderen sagen "och ja, wieso nicht, wir könnten heute auch mal Basketball spielen, macht sicher auch Spaß", dann kann es trotzdem ein guter Tag werden (außer für dich, aber so ist halt Demokratie). Bist du in der entsprechenden Machtposition, kannst du deine Interessen eventuell (dieses Mal) durchdrücken, aber das kann auch ein sehr unschöner Zug sein, den man dir dann nachsagen wird.
    Wenn die Mehrheit aber sagt "nein, wir wollen Fußball, geh uns weg mit deinem Basketball", dann wird der Basketballer das schon schnell merken.
    Ich habe selbst die unschöne Erfahrung gemacht, dass man als Organisator/Leiter genau hinhören und Toleranz / Offenheit / Experimentierfreude beweisen sollte (oder man tritt zurück und geht ggf.). Wie heißt es doch so schön? Den König spielst nicht du, den spielen die anderen.

    Edit: Natürlich heißt das nicht, dass man aus einer Vampire-Con plötzlich ne BDSM-Runde machen sollte (das wurde aber auch nie angefragt). Aber man sollte doch so viel Stärke zeigen und seine Leute fragen, ob sie die Anfrage (z.B. wie im anderen Thread) gut oder schlecht finden. Jede Antwort, die man da bekommt, zeigt einem auch, wie die Gruppe aktuell tickt. Ist abgesehen davon auch grundsätzlich ein guter Beziehungsratschlag

    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Aber ich sehe schon, bei Macht und Machtnutzung durch SL und Orga gehen unsere Meinungen auseinander.
    Das ist auch gut so, sonst könnte ich mir den Forenbesuch auch sparen und gleich bei FB in einer Gruppe von Gleichgesinnten die restliche Welt ignorieren Insofern danke ich dir für deine Antworten und Anregungen. Ich konnte dadurch meine Ansichten reflektieren.
    Geändert von Turis (29.01.2020 um 00:12 Uhr)

  8. #8
    Gerwin
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    Als Orga (oder SL) spiele ich gar nicht. Und gerade im Larpbereich kann es halt nach hinten losgehen. Ich will auch noch einmal begründen warum:

    1. bin ich mir ziemlicher sicher (kann aber nicht darauf schwören) dass an ein Vampirecon als öffentliche Veranstaltung (geschlossene Veranstaltungen sind im Larp eher selten) andere Anforderungen behördlicher Natur gestellt werden wenn dieses in den Fetischbereich abgleitet. Zumindest hast du als Orga (!) in diesen Fall ein erhebliches Eigeninteresse a) das Alter deiner Mitspieler tatsächlich zu kontrollieren (nicht das einer mit 17,5 durchrutscht) und b) Sicherheitspersonal vorzuhalten. Das bedeutet nun nicht dass da unbedingt vier 2 Meter große, 140 kg schwere Securityschränke angeheuert werden müssen. Du tust aber gut daran zumindest ein paar NSC zu haben die sich zuständig fühlen und im Zweifel auch entsprechend Durchsetzungsfähig sind. Kommt es sonst zu Übergriffen auf deiner Veranstaltung könnten neben moralischen auch rechtliche Aspekte eine Rolle spielen.

    2. Selbst wenn mein Con bis auf eine Person lediglich aus Mitgliedern des BDSM-Clubs Castrop-Rauxel besteht habe ich als Orga die Pflicht im Zweifelsfall die eine Person vor ungewünschten Eindrücken zu schützen. Oder mein Con tatsächlich mit "BDSM/Fetischelemente sind ausdrücklich erwünscht und zu erwarten" auszuschreiben. Und durch letzteres entsteht tatsächlich eine "Mischszene". Ich kann mir kaum vorstellen dass ein "normaler Larper" ohne Interesse an BDSM/Fetisch/Holzhammererotik ein entsprechendes Con besucht. Und so verändern sich halt auch Cons.

    Natürlich heißt das nicht, dass man aus einer Vampire-Con plötzlich ne BDSM-Runde machen sollte (das wurde aber auch nie angefragt).
    Bist du da sicher? Wenn ich an den Ausgangsthread denke dann war genau das (!) durch die Erstellerin beabsichtigt. Zugegeben, nicht als Gruppenkonzept aber durchaus als Einzelkonzept. Die beschriebenen Spielweisen passen eben genauso gut in jede BDSM-Runde, ein Unterschied ist nur noch durch die Umgebung festzumachen. Und genau da lag von Anfang an (und liegt bis heute) mein Problem. Ich bin generell ein liberaler Mensch was meine Umwelt betrifft. Wenn sich Menschen zu wilden Erotikspielen treffen wollen oder es geil finden wenn die Grenzen zum BDSM (echtes Auspeitschen/rumhüpfen lassen und bellen usw) überschritten werden. Nur die Voraussetzungen sind eben andere. Deshalb verlassen wir da auch den Bereich den ich als Larp bezeichne. Zumindest was die Standard Ü 18 Cons betreffen.

    Gruß

    Gerwin

    Stärke zeigen halte ich übrigens auch für einen guten Beziehungsratschlag

  9. #9
    Turis
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    Hm, okay, was die öffentlichen Cons betreffen verlasse ich mich gerne auf deine juristische Expertise. Ich kenne zumindest Vampire-Cons nur als geschlossene, private Veranstaltungen (also quasi wie eine Geburtstagsparty).
    Weshalb stellt es ein Problem dar, wenn die Spielerin sich gerne an Hintern und Brüsten anfassen lassen möchte (muss ja keine Mann dann auch tun)? Müssten dann nicht auch ein intensiv knutschendes Paar schon für den Auftritt des Anstands-NSC sorgen? Glaubst du wirklich, dass die einzelne Spielerin dafür sorgen kann, dass die Con zu ner großen Orgie wird? Ich würde eher erwarten, dass, wenn sie es übertreibt, sich bald alle Anwesenden (bis auf ein paar Notgeile) das Maul zerreißen und die Spielerin spätestens zur nächsten Con nicht mehr zugelassen wird. Ist die "Ansteckungsgefahr" in deinen Augen wirklich groß genug?

  10. #10
    Gerwin
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    Ich sehe da, gerade im Vampirebereich, halt durchaus Schnittmengen im Erotk/BDSM/Rollenspielbereich. Ein Mensch mit "konservativen sexuellen Vorstellungen" wird kaum auf die Idee kommen auf einen Vampirecon ausgerechnet (als SC) eine Sklavin zu spielen. Und wenn ich deine Posts im Parallelthread so lese siehst du das ähnlich. Und ja, da sehe ich durchaus Möglichkeiten auch einzelner Spieler (!) eine ganze Gruppe zu prägen. Insbesondere bei Tisch und Onlinerollenspielen erlebst du das regelmässig. Auch und gerade bei Werwolf und Vampiregruppen. Ich würde zum Beispiel behaupten dass einen Großteil der Vampirespieler die ich so kenne gewisse Inhalte im BDSM/Erotikbereich durchaus Spaß machen könnten. Jetzt kannst du natürlich sagen "dann lass doch zu, wenn die Spaß dran haben". Zumindest als SL verstößt es aber gegen meine Vorstellung eines guten Vampireambiente.

    Und natürlich bist du NICHT verantwortlich wenn da ein Paar um rumknutschen ist oder sich eine Frau anfassen lässt. Deine Verantwortung beginnt da wo du entsprechende Inhalte zulässt, eventuell sogar aktiv förderst und es zu Grenzüberschreitungen auf deiner Con kommt. Das müssen jetzt noch nicht einmal strafrechtliche Folgen sein (sind es meiner Erfahrung so gut wie nie) zivilrechtlich könnte es aber wenn du keinerlei Sicherheitsmaßnahmen triffst durchaus anders aussehen. Wenn eure Cons natürlich tatsächlich privat sind (keine Werbung sondern allenfalls Bewerbung von außen, die Spieler kennen sich alle usw.) ist es wieder lockerer.

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