Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Firnwind
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    Von Engeln und Dämonen

    Jaja, da hat man eigentlich gerade eine gigantische Kampagne geplant und noch ein, zwei kleine Cons nebenher, jedoch für beides keine Zeit/Gelegenheit auf längere Sicht, und nun drängt sich auch noch die nächste Projekt-Idee auf..... Zumindest bleibt so sehr viel Zeit zum Planen und Basteln

    Ich möchte die Idee zu einem neuen Genre im Larp trotzdem vorstellen, vielleicht wurde es ja doch schonmal irgendwann irgendwo gemacht? Und wenn nicht, würde mich interessieren wie die Meinungen aussehen, ob Interesse besteht, skeptische Gedanken aufkommen oder vielleicht sogar geniale Ideen?



    Möglicherweise kennt der ein oder andre das zumindest in Deutschland recht wenig verbreitete Rollenspiel "Magna Veritas / In Nomine Satanis"?
    Hierbei geht es um den Kampf zwischen Engeln und Dämonen, wobei bei "Magna Veritas" der Spieler die Rolle des Engels und bei "In Nomine Satanis" eben jener die Rolle des Dämonen übernimmt.
    Kurz beschrieben ist das Spiel eine Satire mit rabenschwarzem Humor, und im Gegensatz zum Fantasy-Larp sind reale Religionen wie das Christentum alles andere als ein Tabuthema, sondern werden ausführlich bespielt und bilden sogar den Kern des Spiels - arbeitet man doch schließlich für die eine oder andere Seite...
    Zudem spielt alles in der Gegenwart an real existierenden Orten.
    Die Fähigkeiten sind mächtig, sehr mächtig, aber da steht die Gegenseite natürlich in nichts zurück.

    Ausführliche Beschreibung zu Magna Veritas / In Nomine Satanis:
    http://www.helden.de/2e/systeme/show...q=1&fldAuto=76


    Zur Umsetzung im Larp:
    Gespielt wird überall.. nur Kämpfe sind selbstverständlich von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Hierbei ist die Spieleranzahl sehr gering (gehen wir von 10 SCs aus) und die SL nicht immer mit dabei, dafür aber jederzeit per Telefon zu erreichen. Selbstständigkeit ist gefragt und der Schwerpunkt des Plots liegt neben dem Charakterspiel auf Forschungsarbeit. Trotzdem sind Kämpfe nicht ausgeschlossen.
    NSCs können auch sehr gut Stundenweise, nur für bestimmte Aktionen, gebraucht werden.
    Unterbringung und Verpflegung erfolgt in Eigenverantwortung, wodurch die Conpreise sehr gering gehalten werden und jeder seine Ausgaben selbst planen kann.
    Die mächtigen Fähigkeiten (und Einschränkungen) aus dem P&P werden grundsätzlich übernommen, viele nicht-darstellbare Fähigkeiten jedoch gestrichen.
    Die Ausrüstung, welche im Original ebenfalls zu den Fähigkeiten zu zählen und durch diese beschränkt ist, obliegt in der Umsetzung im Larp dem Geldbeutel und den Möglichkeiten des Einzelnen. Wer will kann sich die modernste technische Ausrüstung kaufen, vorübergehend einen Raum, ein Gebäude oder ein Fahrzeug anmieten oder auch menschliche Diener (Charaktere) mitbringen.
    Es gibt kein Erfahrungspunkte-System, deswegen ist ein neuer Charakter grundsätzlich mit der SL abzusprechen. Jeder Charakter kann sich ersteinmal 3 Fähigkeiten nach Belieben aussuchen. Über weitere Fähigkeiten entscheiden Erfolg oder Mißerfolg des vergangenen Cons. Für jeden erfolgreich abgeschlossenen Auftrag steht eine weitere Fähigkeit zur Auswahl. Jeder Misserfolg hingegen bringt eine zusätzliche Einschränkung (praktisch ein Nachteil) mit sich.
    Fähigkeiten, für die es keines Regelwerkes bedarf, wie zum Beispiel die Handhabung einer Waffe oder das Lenken eines Autos, aber auch das Sprechen einer Fremdsprache, fallen unter "Du kannst was du kannst, wenn du es können willst"..



    Ich glaube das war das Wichtigste
    Möp!

  2. #2
    Douglas
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    Ich kann mir da zumindest was drunter vorstellen, aber es wäre wohl nichts für mich. Zumindest nicht auf Dauer bzw als Spieler ( als NSC hab ich da eine ganz andere Sicht der Dinge, aber die ist hier nicht das Thema ), wenn es nicht zuviel Aufwand und Geld bedeutet würd ich aber durchaus mal als NSC mitmachen.

    Hauptgrund ist, das ich bisher keine Jetztzeit-Szenarien mochte und auch nicht glaube das mich mal eins überzeugt. Wenn ich Rollenspiel betreibe bevorzuge ich eher SciFi, Fantasy oder Mittelalter.

  3. #3
    Alex
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    Generell möglich, trifft es meinen persönlichen Geschmack überhaupt nicht.

    Allein die entsprechende Ausstrahlung dieser Wesen ist schon nicht darstellbar, der ganze Grundriss lässt die Idee für mich nahe an Vampire-Live erscheinen, was mir persönlich zu Telling-lastig ist. Gut, aber erstmal genug vom Landesbedenkenträger, mal ein wenig zu den Fakten.

    Kampf zwischen Engeln und Dämonen: Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die wenigsten Spieler auch nur annähernd einen mächtigen Vampir dargestellt kriegen. Ich kann mir spontan niemanden vorstellen, der einen Dämonen oder Engel mit der entsprechenden Ausstrahlung hinbekommt.Auch nicht in menschlicher Gestalt.

    Überall spielen: Uhoh, das ist in der Vergangenheit doch auch schon oft genug in die Hose gegangen. Auch wenn ihr die Kämpfe aus der Öffentlichkeit fern haltet, ihr werdet irgendwie immer auffallen. Kann ja ganz lustig für manche sein, aber ich finde es nicht erbaulich, unwissende Touris zu erschrecken oder zu verunsichern. Das tut man nämlich, selbst wenn man es nicht mitbekommt. So zumindest meine Erfahrung aufgrund diverser Jetztzeit-Cons. Und allein bei den versicherungstechnischen Gedanken des Führens eines Fahrzeugs auf einer Veranstaltung, die nicht von der Öffentlichkeit abgeschottet ist, bekomme ich Bauchschmerzen. Stell Dir mal nur vor, Gruppe A flieht vor Gruppe B in einem Auto... da wird schnell ein ungewolltes Straßenrennen draus.

    Ansonsten durchaus machbar, wie gesagt, nicht mein Fall.

    Wobei ich mich einmal mehr frage, warum zum Geier zum x-ten mal versucht wird, ein P&P-Regelwerk ins LARP zu konvertieren. Das geht immer schief. Entweder man läuft auf Telling durch alle die undarstellbaren Sachen hinaus oder streicht das ganze so zusammen, dass die Fans sich nicht mehr wohl fühlen. Des weiteren sperrt man sich selbst noch vor Fähigkeiten, die möglich und sinnvoll wären, aber im P&P-Regelwerk nicht vorkamen. Ich bin ja auch der Meinung, dass man ein ziemlich gutes Vampir-LARP in die Welt setzen könnte, wenn man mal das World of Darkness-Universum und die White Wolf-Regelwerke außen vor lassen würde und einfach schauen, was überhaupt mal möglich wäre.

    In diesem Sinne würde ich raten: Macht ein eigenes Regelwerk, einen eigenen Background. Das zieht sicher nicht so schnell so viele Fans an, vermeidet aber auf Dauer viel mehr Ärger und die falschen Spieler.

    Grüße,
    Alex

  4. #4
    Firnwind
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    Generell möglich, trifft es meinen persönlichen Geschmack überhaupt nicht.

    Allein die entsprechende Ausstrahlung dieser Wesen ist schon nicht darstellbar, der ganze Grundriss lässt die Idee für mich nahe an Vampire-Live erscheinen, was mir persönlich zu Telling-lastig ist. Gut, aber erstmal genug vom Landesbedenkenträger, mal ein wenig zu den Fakten.

    Kampf zwischen Engeln und Dämonen: Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die wenigsten Spieler auch nur annähernd einen mächtigen Vampir dargestellt kriegen. Ich kann mir spontan niemanden vorstellen, der einen Dämonen oder Engel mit der entsprechenden Ausstrahlung hinbekommt.Auch nicht in menschlicher Gestalt.
    Da liegt das "einfache" an dem Hintergrund.. Engel haben keine Flügel und Dämonen keine Hörner. Zumindest so gespielt, wie ich es kenne, sehen beide Seiten aus wie Menschen und verhalten sich eigentlich auch so. Einziger Unterschied sind letztendlich die nicht-menschlichen Fähigkeiten, die man aber weder an der Nasenspitze ansieht noch als unbedarfter Passant mitbekommt.

    Überall spielen: Uhoh, das ist in der Vergangenheit doch auch schon oft genug in die Hose gegangen. Auch wenn ihr die Kämpfe aus der Öffentlichkeit fern haltet, ihr werdet irgendwie immer auffallen. Kann ja ganz lustig für manche sein, aber ich finde es nicht erbaulich, unwissende Touris zu erschrecken oder zu verunsichern. Das tut man nämlich, selbst wenn man es nicht mitbekommt. So zumindest meine Erfahrung aufgrund diverser Jetztzeit-Cons. Und allein bei den versicherungstechnischen Gedanken des Führens eines Fahrzeugs auf einer Veranstaltung, die nicht von der Öffentlichkeit abgeschottet ist, bekomme ich Bauchschmerzen. Stell Dir mal nur vor, Gruppe A flieht vor Gruppe B in einem Auto... da wird schnell ein ungewolltes Straßenrennen draus.
    Sicher kann es möglicherweies passieren dass jemand ein Gespräch aufschnappt und merkwürdig findet.. aber das fällt auch nicht mehr auf als die Besprechung für das nächste Con oder das Gespräch vom letzten Con.
    Natürlich sind Straßenrennen und ähnliches nicht Sinn der Sache (und da würde ich mir am wenigsten Gedanken wegen der Versicherung machen..), jedoch gibt es auch kein "Gruppe A" und "Gruppe B", da alle Spieler definitiv auf der selben Seite stehen. Und zwar für's erste auf der Guten.

    Wobei ich mich einmal mehr frage, warum zum Geier zum x-ten mal versucht wird, ein P&P-Regelwerk ins LARP zu konvertieren. Das geht immer schief. Entweder man läuft auf Telling durch alle die undarstellbaren Sachen hinaus oder streicht das ganze so zusammen, dass die Fans sich nicht mehr wohl fühlen. Des weiteren sperrt man sich selbst noch vor Fähigkeiten, die möglich und sinnvoll wären, aber im P&P-Regelwerk nicht vorkamen. Ich bin ja auch der Meinung, dass man ein ziemlich gutes Vampir-LARP in die Welt setzen könnte, wenn man mal das World of Darkness-Universum und die White Wolf-Regelwerke außen vor lassen würde und einfach schauen, was überhaupt mal möglich wäre.
    Es ist einfach schwierig ein völlig neues, praktisches Regelwerk vor allem mit genau den richtigen Fähigkeiten aus dem Nichts zu greifen. An irgendetwas muß man sich einfach orientieren. Und das kann dann weiter ausgebaut werden, viele Schwächen von Regelwerken zeigen sich ohnehin nur in der Praxis.

    In diesem Sinne würde ich raten: Macht ein eigenes Regelwerk, einen eigenen Background. Das zieht sicher nicht so schnell so viele Fans an, vermeidet aber auf Dauer viel mehr Ärger und die falschen Spieler.
    Es geht ja nicht darum, eine große Masse an Mitspielern zu finden - es soll auch nicht jedes zweite Wochenende eine Veranstaltung gefüllt werden. (Ich dachte da eher so an einmal im Jahr, höchstens.. man will sich ja auch noch anderen Dingen widmen)

    Was meinst du mit dem eigenen Background? Komplett weg von dem im Spiel vorgegebenen Hintergrund? Was ganz eigenes?

    Hmm, das wäre zumindest mal wieder richtig was zu tun.....


    Natürlich wäre es theoretisch auch möglich das Ganze in eine mittelalterliche Welt/Umgebung zu packen, aber zum einen wäre da der Aufwand wieder deutlich größer und zum andren gibt es da ein schon ein großes Angebot für jeden Geschmack.
    Möp!

  5. #5
    Tohen
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    Kurz beschrieben ist das Spiel eine Satire mit rabenschwarzem Humor, und im Gegensatz zum Fantasy-Larp sind reale Religionen wie das Christentum alles andere als ein Tabuthema, sondern werden ausführlich bespielt und bilden sogar den Kern des Spiels - arbeitet man doch schließlich für die eine oder andere Seite...
    Klingt für mich persönlich etwas bedenklich was die Ideologie der dunklen Seite betrifft. Ein Treffen der Dämonen birgt mal grundsätzlich die Gefahr mißverstanden zu werden. Da die normale Bevölkerung nicht so sehr an Blutrituale und ähnliches gewöhnt ist, und das Spiel ja überall gespielt werden birgt dies ein gewisses Risiko dass manch ein Spieler eventuell die Grenzen des guten Geschmacks überschreitet. Lässt man die Möglichkeit außen vor, dass man auch den Üart des Bösen übernehmen darf, so klingt das Konzept insgesamt nicht mehr so interessant aber das ist ja Geschmackssache.

    Gespielt wird überall.. nur Kämpfe sind selbstverständlich von der Öffentlichkeit fernzuhalten.
    Nach meiner Meinung bietet diese Art von Rollenspiel immer die Gefahr, dass es recht schnell langweilig wird (zu „telling-lastig“ *g*) wenn Kämpfe möglichst rar gehalten werden. Sicher ist es interessant Rätsel zu lösen und Detektivarbeit zu leisten … aber irgendwann kommt auch mal der Punkt an dem man einfach drauf hauen möchte ;-) Dann jedoch liegt es wieder in der Verantwortung des Einzelnen ob Kämpfe wirklich nur fernab der Öffentlichkeit ausgetragen werden oder ob man sie auch vor „unfreiwilligem“ Publikum ausführt und das ist einfach zu unsicher. Da will ich der SL absolut ichts unterstellen … aber ich habe ca. 5 Jahre Erfahrung mit Vampire Live, das ja ein sehr ähnliches Konzept verfolgt, und weiß daher, dass mann im Eifer des Gefechts auch ganz gern mal nicht bemerkt, dass gerade „normales Volk“ anwesend ist.

    Hierbei ist die Spieleranzahl sehr gering (gehen wir von 10 SCs aus) und die SL nicht immer mit dabei, dafür aber jederzeit per Telefon zu erreichen. Selbstständigkeit ist gefragt und der Schwerpunkt des Plots liegt neben dem Charakterspiel auf Forschungsarbeit. Trotzdem sind Kämpfe nicht ausgeschlossen.
    Wie bereits erwähnt ist dieSelbstständigkeit ein sehr zweischneidiges Schwert. Aktionen ohne eine SL vor Ort zu haben würde ich schon aus Haftungsgründen nicht einmal in Erwägung ziehen.

    Es gibt kein Erfahrungspunkte-System, deswegen ist ein neuer Charakter grundsätzlich mit der SL abzusprechen. Jeder Charakter kann sich ersteinmal 3 Fähigkeiten nach Belieben aussuchen. Über weitere Fähigkeiten entscheiden Erfolg oder Mißerfolg des vergangenen Cons. Für jeden erfolgreich abgeschlossenen Auftrag steht eine weitere Fähigkeit zur Auswahl. Jeder Misserfolg hingegen bringt eine zusätzliche Einschränkung (praktisch ein Nachteil) mit sich.
    Finde ich persönlich sehr interessant und auch eine gute Idee. – vor allem die Nachteile *g*

    Fähigkeiten, für die es keines Regelwerkes bedarf, wie zum Beispiel die Handhabung einer Waffe oder das Lenken eines Autos, aber auch das Sprechen einer Fremdsprache, fallen unter "Du kannst was du kannst, wenn du es können willst"..
    Finde ich auch grundsätzlich ok.

    Ansonten kann ich Alex in den meisten von ihm genanten Punkten zustimmen.
    Vor allem im Bezug auf das Regelwerk würde ich mich auch fast vollkommen von den P&P-Vorgaben um ein realistisches Gameplay zu ermöglichen. Den Hintergrund würde ich natürlich erhalten.


    Meinen Geschmack trifft diese Art von RP übrigens sehr genau und ich finde das Konzept auch lustig nur nicht ganz so einfach umzusetzen eben ;-)

    Gruß,
    Tohen von den Latratores

  6. #6
    Douglas
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    Zitat Zitat von Firnwind
    Es ist einfach schwierig ein völlig neues, praktisches Regelwerk vor allem mit genau den richtigen Fähigkeiten aus dem Nichts zu greifen. An irgendetwas muß man sich einfach orientieren. Und das kann dann weiter ausgebaut werden, viele Schwächen von Regelwerken zeigen sich ohnehin nur in der Praxis.
    Klar ist das schwerig. Vor allem vom Aufwand her, das macht man nicht so nebenbei. Aber es ist durchaus möglich, das habe ja schon andere Orgas gezeigt die eigene Regelwerke haben. Ausserdem kann man immer noch bestehende modifizieren bzw funktionierende Regeln aus anderen Werken übernehmen. Schlussendlich könnte man nur den Hintergrund und die Namen der Kräfte übernehmen und alles auf ein bestehendes Regelwerk übertragen.

    Ich würde warscheinlich die letzte Variante versuchen. Ein eingeführter Hintergrund auf einem praxiserprobten Regelwerk, da kann mMn weniger schiefgehen. Etwas bestehendes umzuschreiben dürfte auch leichter sein als ein ganz neues Regelwerk zu entwerfen.

  7. #7
    Alex
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    Hallo Firnwind,
    wenn Engel nicht aussehen wie Engel, nicht wirken wie Engel, nicht rüberkommen, wie Engel etc. pp. was macht sie dann noch zu Engeln? Sicher nicht eine handvoll magischer Fähigkeiten. Wo liegt dann der Reiz einen Engel zu spielen, wenn es keiner ist? Warum nimmt man dann einen vorbelegten Begriff? Der Sinn entzieht sich mir an dieser Stelle.

    Das alle Spieler auf einer Seite stehen, ist ja erstmal keine schlecht Sache. Da wird das PvP im vornherein minimiert. Gefällt mir.

    Es ist einfach schwierig ein völlig neues, praktisches Regelwerk vor allem mit genau den richtigen Fähigkeiten aus dem Nichts zu greifen.
    Nein, eigentlich nicht. Es ist nur so, dass man sich VOR dem Spiel mehr Gedanken machen muss und das Fehlerausmerzen auch großteilig außerhalb des Spiels statt findet. Der Hauptaufwand liegt eigentlich in der Erschaffung der "Welt".

    Der Schlüssel liegt hier eigentlich in den richtigen Fragen:
    Was für eine Welt will ich?
    Welche Zeit, welcher Ort (Sofern real angelehnt)?
    Was für Rassen?
    Was ist der "Weltplot" (Sofern gewünscht)?

    Und erst dann mache ich mir Gedanken darüber, welche Rassen als SC gedacht sein sollten, mit welchen Merkmalen und Fähigkeiten ich diese Welt zum Leben erwecke. Ich finde den Weg unbedingt etwas nicht darstellbares konvertieren zu wollen oder den Einstieg in die Welt über die Regeln einfach falsch. Aber vielleicht bin ich da nur Idealist.

    Zum Beispiel würde ich die Sache in Deinem Fall so angehen:
    Ich möchte eine Welt, wie die unsere, in der aber zwei Mächte gegeneinander kämpfen. Wahrscheinlich würde ich an der Stelle schonmal Menschen mit magischen Fähigkeiten nehmen. Wenn ich etwas weiter gehen möchte, würde ich vielleicht noch andere humanoide dazu nehmen, vielleicht Elfen etc. wo die Merkmale sich in Grenzen halten oder für das Spiel in der Öffentlichkeit getarnt werden könnten. Wenn ich mehr will, würde ich es aus der Öffentlichkeit nehmen.

    Dann würde ich mir den Background weiter auf die Rahmenbedingungen anpassen.
    Was will ich? Zwei Gruppen. Mach ich: Gute Magier, böse Magier (Mal ganz simpel).
    Was wollen die? Die bösen Macht und bedienen sich Mittel, die nicht gut für den Rest der Welt sind. Die guten wollen die Welt beschützen.
    Wie läuft das ab, wie kriege ich beide Gruppen zu Aktionen? Für die gute, wie für die böse Magie sind irgendwelche Kristalle etc. mächtige Orte oder sonstwas nötig. Also habe ich schon mal beide Gruppen immer in Bewegung auf der Suche und tausend Möglichkeiten für Szenarien. Nebenbei kämpfen die Gruppen noch Gegeneinander.
    Jetzt will ich aber in der Öffentlichkeit spielen, die Öffentlichkeit aber nicht belästigen. Also wird in der Öffentlichkeit sich keiner der beiden zu erkennen geben und auch nicht gekämpft. Jetzt brauch ich dafür einen Background. Möglichkeit:
    Vor Jahrhunderten sind beide Seiten schonmal aufgefallen, was dazu geführt hat, dass der Rest der nicht magisch begabten Welt sich gefürchtet hat und gegen beide Seiten gleichermaßen vorgegangen ist. Hier könnte man die Inquisition etc. einbauen, fände ich etwas moralisch bedenklich, aber als Beispiel soll es herhalten. Beide Seiten haben darauf hin einen Pakt geschlossen, sich in der Öffentlichkeit nicht mehr zu erkennen zu geben, wer es dennoch tut, oder auch nur versehentlich erwischt wird, wird von der eigenen Seite niedergemacht. Immerhin geht es um das Überleben aller. Von da an, hat man sich Mühe gegeben, magische Vorfälle in der Welt zu vertuschen und den Rest der Menschheit glauben zu machen, dass es Magie und alles mystische nicht gäbe.

    So und erst dann würde ich mir über Regeln Gedanken machen. Das war jetzt mal eben locker aus dem Ärmel geschüttelt. Und davon irgendwelche Regeln abzuleiten (Lebenspunkte, darstellbare Zauber, Kampfsystem) wäre kein Problem. Wichtig wäre noch bei der Symbolik aus Gründen, die Tohen gennant hat, möglichst weit, von allen Pentagrammen, Dämonenanrufungen, Nennungen von Satan etc. fernzubleiben.

    Man kann auch Vorlagen nehmen,wenn man die gezielt nach dem auswählt, was leichter machbar ist.
    Beispiel: Angenommen mich würden Vampire reizen und ich wollte eine Vampir-LARP-System in die Welt setzen, würde ich sicher nicht über WoDS gehen. Ich würde mich wahrscheinlich eher klassischer B-Movie-Vampire bedienen (90% der Fähigkeiten dieser Filme sind darstellbar und das ganze flair auch). Ich suche mir wenn also eine Vorlage, die möglichst nah an dem machbaren liegt.

    Das mal am Rande als Anregungen...

    Grüße,
    Alex

    P.S.: Ich versuche mich gelegentlich an LARP-Regelwerken oder arbeite daran mit, mir ist der Umfang der Arbeit sehr wohl bewusst :wink:

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