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  1. #1
    Vivi
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    Wie steht ihr zu Leder, Fellen, Horn, Knochen, ... ?

    Mich würde mla interessieren, wie ihr damit umgeht, dass ( soweit ich das beurteilen kann ) Tierprofukte im Larp sehr häufig genutzt werden.

    Habt ihr damit keine Probleme oder könnt ihr euch damit anfreunden, da ein Fell euren Charakter und sein Auftreten unterstützt ?

    Ich find Felle an sich nämlich ganz toll und schick, aber irgendwie sagt mir mein Herz ( Das klingt jetzt melancholischer als es ist ), dass es nicht richtig ist, die Haut etc. von gejagten Tieren zu tragen.

    Ich muss dazu sagen, dass ich weder Vegetarier noch Veganer bin, aber Fleisch weitestgehend meide ( manchmal geht es halt nicht, da mein Pa mir sonst nen Aufstand macht ... )

  2. #2
    luthien368
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    Urgs... Da verweise ich mal auf diesen Thread... Irgendwann sind sie dazu übergegangen, den Unterschied zwischen Fell und Gemüse herzustellen -_-*

    Ich gebe es zu, ich mag Felle und tierische Überreste wie Knochen, Krallen etc. sehr. Ich würde keine Pelze kaufen, blende aber aus, dass das Zeug von Lederkram eigentlich auch nix anderes ist. Is ein totes Tier, welches sein Fell garantiert nicht freiwillig heraus gegeben hat, es ist keinen natürlichen Tod gestorben und meistens warscheinlich auch nicht getötet worden, weil sonst der Wald zugrunde gegangen wäre oder so.


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  3. #3
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    Ich bin überzeugter Buddhist und allein deshalb ist es für mich schon schlimm genug, dass Tiere zur Produktion von Nahrungsmitteln gehalten und getötet werden. Man entwickelt als Buddhist eben ein Mitgefühl allen Lebewesen gegenüber und das schließt Tiere nunmal mit ein.
    Dennoch trage ich Schuhe aus Leder und warum? Das Tier wurde nicht für mich getötet und deshalb ist es vollkommen akzeptabel (aus ethischer Sicht) das Leder/Fleisch herzunehmen und zu nutzen/zu essen.
    Ich bin aber ausgesprochen feindselig gegenüber Pelzfarmen eingestellt und bin der Ansicht, dass Tiere niemals nur für ihr Pelz oder ihr Leder gezüchtet werden sollten. Wenn man das Tier nicht isst/töten muss um die Population zu kontrollieren (leider ein notwendiges Übel), dann darf man das Tier einfach nicht töten. Ich würde auch niemals etwas essen, was extra für mich getötet wurde (eine der Mönchsregeln, an die man sich einfach halten kann), was bei meinen Eltern in Afrika schon durchaus der Fall war. Ich vermeide Fleisch und Fell, sowie Leder, aber auch immer wenn dies möglich ist (aus ethischen Gesichtspunkten).

  4. #4
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    Zitat Zitat von Leander
    Das Tier wurde nicht für mich getötet und deshalb ist es vollkommen akzeptabel (aus ethischer Sicht) das Leder/Fleisch herzunehmen und zu nutzen/zu essen.
    Hö?

    Ich bin aber ausgesprochen feindselig gegenüber Pelzfarmen eingestellt und bin der Ansicht, dass Tiere niemals nur für ihr Pelz oder ihr Leder gezüchtet werden sollten.
    Aber Schuhe sind ok?

    Gruß Annika - Versteht die Argumente von Vegetariern und Buddhisten manchmal nicht - Auch wenn sie der selben Ansicht zu seien scheinen...


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  5. #5
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    Es gibt im Buddhismus die Mönchsregel, dass man nichts annehmen darf, das daraus hervorging, dass ein lebendes Wesen explizit für die betreffende Person getötet wurde. Ich darf also nicht vom Fleisch einer Ziege essen, wenn die Ziege getötet wurde, damit ich, nicht einfach irgendwer, davon essen kann. Bei gekauften Artikeln ist das natürlich nicht der Fall, in Afrika ist das aber durchaus vorgekommen.
    Schuhe sind leider ein notwendiges übel, da man zum Teil einfach solche Leder-Treter tragen muss (so sehr ich das auch vermeiden will). Ich trage ja auch nur Schuhe aus Leder, das von Tieren stammt, die auch gegessen werden. Ob dieses Tier jetzt gegessen wurde, kann ich nicht nachvollziehen, doch wenn ich es könnte, würde ich nur das Leder von Tieren nehmen, die nicht nur für die Produktion von Leder hergenommen wurden. Da ist der unterschied zu Pelzfarmen, auf denen zum Beispiel Nerze gezüchtet werden.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Leander
    Es gibt im Buddhismus die Mönchsregel, dass man nichts annehmen darf, das daraus hervorging, dass ein lebendes Wesen explizit für die betreffende Person getötet wurde. Ich darf also nicht vom Fleisch einer Ziege essen, wenn die Ziege getötet wurde, damit ich, nicht einfach irgendwer, davon essen kann.
    Dann aber nach dieser Regel in Europa zu leben ist doch eigentlich Unsinn, oder? Ein Pelzmantel wird hier auch nicht für MICH angefertigt, wäre aber trotzdem verwerflich...


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  7. #7
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    Ich schrieb ja, dass es bei gekauften Produkten in der Regel nicht der Fall ist, und die Regel auch nicht zur Anwendung kommt, es sei denn du gibst einen Pelzmantel in Auftrag.
    Pelzmäntel sind für mich aber auch aus ganz anderen Gründen verwerflich (Haltung der Tiere, Zucht der Tiere für den Pelz), also weiterhin abzulehnen. Es geht mir auch in erster Linie darum, dass ich nichts essen würde, wenn das Tier für mich, oder eine Gruppe Personen bestimmt ist, die mich bewusst mit einschließt, dies ist bei Supermarkt-Produkten nicht der Fall, und die Regel ist auch erst einmal zur Anwendung gekommen, in meinen Augen aber trotzdem sinnvoll, wenn sie denn zur Anwendung kommt, da dadurch nichts für mich getötet wird, und damit will ich mein Gewissen einfach nicht belasten, weshalb ich mich auch bei seltener Anwendung trotzdem danach richte. Aber wir sollten, denke ich, zurück zum Thema, und die Diskussion über den Sinn dieser Regel ggf. woanders weiterführen (wenn da Bedarf besteht, glaube aber nicht).

  8. #8
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    Ich muss sagen, dass ich die gleichen Probleme habe wie du.
    Ich bin eigentlich überzeugt davon, man sollte kein Tier töten, um daraus selber nutzen zu ziehen. Das kommt bei mir daher, dass ich sehr überzeigter Pfadfinder bin, und das Pfadfindergesetzt sagt mir, Tiere sind Freunde, Pfadfinder sind Familie.

    Aber ich esse trotzdem Fleisch (muss dazu auch sagen, es schmeckt mir sehr gut ), trage Schuhe aus Leder und werde wohl auch Lederteile und Tierteile in meine Gewandung einbauen.

    Das führt bei mir schon zu Gewissensbissen, und auch sowas wie: "Ich trage das Leder nicht, mein Charakter tuts" helfen da nicht wirklich.

    MfG
    Dennis
    -NEIN! Ich werde auf gar keinen...
    -Keks?
    -Bin dabei!

  9. #9
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    Ich persönlich nutze gerne tierische Produkte und habe in den meisten Fällen auch kein Gewissensproblem damit.

    Ich versuche generell, Produkte zu meiden, die aus nicht artgerechter Haltung oder von Tierarten mit gefährdeten Beständen stammen (z.B. Nerz- oder Robbenpelz, Legebatterieeier, Hokifilet, Nautilusschalen etc.), bin aber generell der Meinung, dass es grundsätzlich nicht verwerflich ist, wenn der Mensch für seine Lebensführung Tiere hält, tötet und verwertet, solange dies in umsichtiger und nicht unnötig grausamer Weise geschieht. Das schließt für mich ausdrücklich Fell, Federn und Leder von Tieren aus Nutzhaltung (z.B. Schwein, Kaninchen, Strauß, Schaf) wie auch aus der heimischen Jagd (z.B. Fuchs, Nutria, Fasan) mit ein. Ebensowenig finde ich die Verwendung von typischen Heimtieren nicht grundsätzlich unethisch (z.B. Hunde- und Katzenfell), solange diese von heimischen Tieren stammen würden, welche auf natürliche Weise umgekommen sind - Im Gegenteil: Sowieso anfallende Tirprodukte unverwertet in die Mülltonne zu schmeißen, weil sie gerade nicht "en vogue" sind, widerstrebt mir.
    Bei Produkten aus dem Ausland hängt das ganze mehr davon ab, wie ich die dortigen Zustände einschätzen würde, da hätte ich z.B. mit Coyote oder Känguruh weniger Probleme, während ich auf Gazelle oder Hyäne eher verzichten würde.

    Im Allgemeinen habe ich in den letzen Jahren die Qualität von hochwertigen Naturprodukten immer mehr schätzen gelernt, und würde die Haptik, das Aussehen und den Tragekomfort von Wolle, gutem Leder oder Fell nicht gegen synthetische Imitate eintauschen wollen.
    Ich sehe durchaus noch Aspekte in meinem Konsumverhalten, die ich gerne auch im Sinne von Natur- und Umweltschutztechnischen Überlegungen ändern und verbessern würde, aber dies würde mehr in Richtung von hochwertigeren, langlebigeren, nachhaltiger bewirtschafteten Produkten gehen als dem Trend zu den billigen ex-und-hopp-Erzeugnissen der Plastik-, Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie zu folgen.

  10. #10
    Vivi
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    Mein Hauptproblem bei der Sache ist eigentlich, dass ich Gewissensbisse habe, wenn ich daran denke, dass die Tiere nur für einen bestimmten Zweck geboren/getötet wurden.

    So ist das nunmal in "Pelzzuchten" ( Habe da was Schreckliches gelesen in dem Forum, was luthien mir gepostet hat - Häuten bei lebendigem Leib, noch lebendes Tier entsorgen ), aber auch bei Massentierhaltung wie es zB bei Hühnern geschieht ... ( Hühner sind so dick, dass sie nicht stehen können/umkippen; Auf die Lebensbedingungen will ich gar nicht erst eingehen)
    Das ist auf keinen Fall artgerechte Haltung.

    Andererseits kann ich ja nicht wissen, was in so einem Tier vorgeht.

    Tiere, die nur gezüchtet werden, um als Fleischlieferant etc. zu dienen, entwickeln meiner Meinung nach genausowenig ein Bewusstsein wie in der Natur lebende. Gefangene Tiere "kennen es ja nicht anders". Der Lebenserhaltungstrieb bei einem Tier erwächst ja auch aus dem Triebm sein Erbgut weiterzugeben und nicht wie beim Menschen "zu leben".

    Vielleicht bin ich auch einfach so verklemmt, weil ich eine gute Beziehung zu den meisten Tieren hab und sie genauso als Lebewesen schätze wie ich Menschen schätze ( Ich kann keiner Fliege etwas tun ... )

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