Umfrageergebnis anzeigen: Sind radikale Charakterkonzepte störend?

Teilnehmer
42. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    8 19,05%
  • Nein

    34 80,95%
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 30
  1. #1
    Leander
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    Forenjunkie Avatar von Leander

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    Radikale Konzepte - Bereicherung oder Störung?

    Ich möchte hier gerne einer Frage auf den Grund gehen, die mich ziemlich interessiert.
    Zunächst möchte ich einmal eure Stimme (damit man objektive Daten hat) zu dem Thema ob radikale Charakterkonzepte störend oder bereichernd sind abgegeben sehen und bitte euch hier darum die Diskussion erst nach Abgabe eurer Stimme zu verfolgen, da ich die Struktur einer formalen Debatte in groben Zügen verfolgen möchte (ich kann das nicht kontrollieren, doch vertraue ich halt darauf, dass man sich daran hält).

    Was verstehe ich unter "radikalen Charakterkonzepten"?

    Ich finde, dass dies erörtert werden sollte, da nicht alle unbedingt die gleiche Auffassung davon haben, wann ein solches Konzept als "radikal" betrachtet werden kann.
    Mir geht es auch nicht darum, dass das Konzept an sich radikal ist, sondern der daraus resultierende Charakter.
    Als radikal möchte ich hierbei alle Charaktere bezeichnen, die extreme Ansichten vertreten, die nicht von der Mehrheit der Charaktere (nicht der Spieler) geteilt wird. Hierbei geht es zum Beispiel darum, dass ein Magier auf einer ethisch korrekten Anwendung der Macht eines magiekundigen Charakters beharrt, die nicht nur zu seinem eigenen Wohl erfolgen darf (frei nach der weißen Gilde in DSA). Verstösse hiergegen kann der Charakter af Grund seiner radikalen Ansicht natürlich nicht hinnehmen und würde dadurch Charaktere, die wider seiner ethischen Ansichten handeln, in irgendeiner Weise bekämpfen (dies muss nicht im Kampf enden, sondern kann auch durch Diskreditierung oder ähnlichem erfolgen).
    Dazu zählen auch Charaktere die rassistisch veranlagt sein können (worunter auch wieder die Ablehnung, Verfolgung und Tötung von Dämonen oder teilweise dämonischen Wesen fält). Der Begriff "radikal" ist also hier ähnlich wie im richtigen Leben recht weit gefasst und schliesst verschiedenste Konzepte, Begründungen, hintergründe und damit auch Charakter ein.

    ---Bitte hier erst nach dem Abgeben der Stimme weiterlesen---

    Warum mich das interessiert?
    Um meinen Charakter stärker von mir selbst abzuheben und ihm eine eigene Perönlichkeit anstelle meiner Persönlichkeit zu geben (wie ich das leider häufig bei anderen beobachte), habe ich mit dem Gedanken gespielt, ihm einen leicht radikalen "Touch" zu geben. Jetzt frage ich mich nur, wie dies im LARP angenommen/aufgenommen wird und ob ich damit nicht zu weit gehe und anderen eventuell ihr Spiel kaputt mache (was nicht in meinem Interesse ist). Doch denke ich auch, dass soetwas eventuell Spielansätze bieten kann.
    Ich hoffe hier auf eine möglichst konstruktive Debatte.

  2. #2
    Hana
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    Ich habe "nein" angeklickt, weil ich deine beiden Beispiele als bereichernd empfände, denke aber, dass das stark auf den Einzelfall ankommt.

    Bei radikalen Ansichten finde ich es wichtig, dass das keine modernen Ansichten sind (als Heiler für Desinfektion eintreten, für Gleichheit aller Lebewesen plädieren etc.) und dass die Reaktion nicht nur stumpfes Draufhauen ist ("Ey, machst du mich an, klopp ich dich um" )

    Intime streiten macht Spaß - also schaff ruhig Streitthemen.

    mfg
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    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  3. #3
    Lysminja
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    Ich bin sogar der Meinung, dass radikale Rollen nicht nur "nicht spielstörend" sondern schon fast nötig sind.
    Denn was für einen Sinn macht es z.B. eine stigmatisierte Rolle wie einen Drow zu spielen wenn nicht hinter der nächsten Ecke der radikale Pala sitzt, der mich umhauen will.
    Dann kann ich auch gleich nen simplen Schurken spielen.

    Stimmt schon, dass es immer auf den Einzelfall ankommt und manche doch etwas zu extrem sind, aber das gibt es ja immer.

    Also ich bin auf jeden fall für Spielbereichernd.

  4. #4
    Leander
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    Forenjunkie Avatar von Leander

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    Das das immer auf den Einzelfall ankommt ist denke ich klar.
    Im Allgemeinen ist das auch irgendwo nötig, aber die Frage ist wie viele dieser Rollen?
    Wenn ich IT-Rassist wirklich was gegen Elfen/Halbling oder sowas habe und wirklich gegen diese wettern (nicht unbedingt gleich aufknüpfen)? Das geht dann schon über Vorurteile hinaus und kann sich wirklich bis zum Hass auf diese Rasse steigern (ich sprach ja immerhin von radikal, nicht gemäßigter Rassist wie "die sind eh alle voll pöhse und die Kultur machen sie auch kaputt").
    Es geht mir eben um Charaktere, die wirkliches Konfliktpotenzial bieten können (wie Ceriden und ihre Ablehnung von Magie). Wobei wir da mit Neo-Ceriden wieder ein Negativbeispiel hätten, welche Auswüchse sowas denn annehmen kann.
    Ein radikaler Paladin könnte aber auch wieder so aussehen, dass er seinen Glauben wirklich streng auslegt, missioniert und versucht "Ketzer" zu diskreditieren (schlechte Paladine würden sofort aufknüpfen wollen (schlecht, weil man nicht so extrem werden sollte, dass man das Spiel des Anderen auf Biegen und Brechen zerstört, wenn es dazu kommt)).
    Wenn einer wirklich an seinen Idealen festhält und die Anderen einreden (zum Teil auch aufzwingen) will, wie lange ist sowas noch spielbereichernd?

    PS: Ich dachte eben daran meinem Magier einen sehr strengen Moralkodex aufzuerlegen. Andere Magier, die diesen Kodex nicht befolgen, würden dann sanktioniert werden, wenn er jemals die Macht dazu haben würde (die er aber nicht hat). An diesen Kodex wird sich dann aber auch sklavisch gehalten, solange es das Spiel eines anderen Spielers nicht ganz ruiniert. Ich wäre damit in die konservativ-extreme Ecke einzuordnen und würde wirklich alles ablehnen, was dem Kodex widerspricht (auch Kleidung und sowas), egal wie veraltet sowas wirken mag.
    Die Frage ist nun, stört sowas im Speziellen oder bereichert das sogar?
    Und habt ihr schonmal wirklich schlechte Erfahrungen mit sowas gemacht? Warum sollte man sowas eher vermeiden? Können daraus nicht doch schwerwiegendere Probleme erwachsen (wie das Negativbild der Ceriden, das einige haben)? Wie Problematisch ist sowas?

  5. #5
    Thagrag
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    ich finde es bereichert das spiel ungemein. beispiel großcon (in meinem fall jetzt conquest), als ork alleine (!) in die stadt laufen und dann nicht einmal auf einen konflikt mit radikalen orkfeinden zu treffen hat mich enttäuscht. ich finde sowas macht das ganze spannend.
    außerdem bietet es viele spielansätze für den "radikalen" selbst.(wenn man sich ein bisschen mühe bei der ausspielung des "radikalen" gibt, also nicht einfach den zu verachtenden umhauen und gut ist).
    "Killing Is My Business... And Business Is Good..."
    LARP ist Charmonie!

  6. #6
    Ascan
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    Na, da laufen ja auch Drow am hellihten Tag herum und werden von normalen Bürgern verteidigt...

  7. #7
    Lorac
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    Ach ja, die legendären Prediger der Toleranz...

    "Du kannst dem doch nichts tun, nur weil er ein Drow/Chaoskultist/Ork/gesuchter Meuchelmörder/Nekromant/Dämon/blutrünstiger Schlächter ist...der hat dir doch garnichts getan!" Oo
    Why is it that whenever I go into some spooky woods, mean creatures pop up? Can't I meet deer or something?

  8. #8
    luthien368
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    Kann ich nicht mit Ja oder Nein beantworten. Ich finde neue und interessante Konzepte bereichernd, besonders, wénn sie auch wirklich ausgespielt werden.

    Ein radikales Charakterkonzept kann jetzt bedeuten, dass ein Schamane absolut nichts mit Magieren zu tun haben will, weil er diese Form der Magienutzung als Vergewaltigung der Geister ansieht, das kann aber auch irgend ein Priester sein, der jeden Magier nervt, dass das, was er tut, unheilig wäre und Magie und Wundern den Göttern vorbehalten wäre.

    Nun, beide Konzepte wären zu einem gewissen Maße bereichernd, wenn es aber übertrieben wird, der Priester wettert und nervt und doch nichts passiert, werden die Leute bald die Augen verdrehen...

    Unter einem radikalen Konzept könnte man außerdem auch einen freundlichen Ork verstehen oder hilfsbereiten Drow verstehen, dann hörts ganz auf.

    Meine Antwort also: Kommt drauf an


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  9. #9
    Nutz
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    Ich möchte auch gern mit einem kommt darauf an antworten.

    Radikale Einstellungen im LARP finde ich an sich ganz gut, solang es bei Ansichten bleibt. Abfällige Äusserungen, oder Diskussionen zum Thema finde ich gut.

    Den radikalen Lichti, der egal wo er ist Plündernd und Mordend die Orkhorden/Drow/Whatever vernichten will, und Kill on Sight spielt eher nicht. Der bietet für mich keinen Spielansatz, und dazu kommt, das man meist doch in fremden Landen unterwegs ist, und sich an die dortigen Sitten halten sollte. Wenn in Land A Drow angesehene Bürger sind, dann muss ich mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg halten, aber der Versuch Drow auf Sicht zu töten wäre nur interessant wenn auf dem CON eine starke Ordnungsmacht des Landesherren anwesend wäre.
    Der Versuch den anwesenden Landesherrn davon zu überzeugen das Drow im besten Fall exotische Haustiere sein können böte da zumindest deutlich mehr Spielansatz.

    Für spannende Spielansätze gegen KoS könnte man also zusammenfassend sagen.

  10. #10
    Andorian
    Andorian ist offline
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    Auch von mir ein deutliches Pro - Für radikale Charaktere.

    Bzw allgemein Charaktere mit Tiefgang und deutlich unterscheidbarem Charakter. (Da arbeite ich zZ auch intensiv dran)

    Was ich aber wichtig finde ist, dass alle Beteiligten verstehen, dass man auch wirklich intime ist.. Was ich leider schon sehen musste ist, dass dann OT Beleidungen dazulaufen und dann ist das Spiel natürlich hin.

    Wenns der Andere nicht rallt oder man selber das Gefühl hat den Bogen bissel zuüberspannen, könnte mans total absurd machen, sodass dann (hoffentlich) jeder versteht, dass man auch wirklich spielt und niemanden ernsthaft angeht.

    Auch störrend wirds wenn man wirklich ständig und penetrant die Mitspieler von irgendwas anderem abhält indem man zum wiederholten Mal am selben Tag wieder einen IT- Streit / Schlägerrei provozieren will.

    Ist halt wie mit allen Charakterkonzepten, sollange man keinem damit penetrant auf die Nerven geht, findet man immer Leute mit dennen man dieses ausspielen kann.

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