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  1. #1
    Nathan
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    Gewicht von Larpwaffen

    Meine Beidhand-Doppelaxt wiegt 525g. Was haltet ihr von dem Gewicht für eine solche Waffe.
    Ab welchem Gewicht entspricht eine Larpwaffe etwa einer echten?

    Natürlich muss jeder selbst entscheiden, ab wann eine Waffe für ihn persönlich das richtige Gewicht hat, aber ich würde gerne allgemein zu diesem Thema mal Meinungen hören.

    Grüße

    Fabi

  2. #2
    Alex
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    Viel wichtiger gegenüber einem realistischem Gewicht ist IMHO die Frage, ob es sinnvoll ist, das Gewicht von LARP-Waffen zu erhöhen. Gerade einen Rabenschnabel oder einen Morgenstern will ich nicht mit realem Gewicht im LARP sehen. Aua... auch mit Polsterung. Einen Morgenstern kann man ja auch nicht wirklich abbremsen.

    Das Problem im ganzen ist folgendes: Ein Impuls setzt sich zusammen aus Masse und Geschwindigkeit. Wenn ich also die Masse erhöhe, wird der Impuls bei gleicher Geschwindigkeit höher. Deswegen tun schwere Waffen auch mehr weh, auch wenn sie auf die gleiche Geschwindigkeit runtergebremst werden, wie leichtere. Hinzu kommt, dass ich zum beschleunigen und abbremsen auch mehr Kraft brauche.

    Jetzt könnte man natürlich sagen "Je leichter eine LARPwaffe, desto sicherer also, ja?". Das wäre aber falsch. Leichte Waffen laden zum unkontrollierten Fuchteln ein. Das passiert teilweise schon aus Versehen. Hinzu kommt das Impulsproblem beim parieren. Wenn mein Gegenüber seine Waffe auf ein möglichst hohes Gewicht getrimmt hat und ich mit einer federleichten Waffe kämpfe, muss ich diese unheimlich beschleunigen, um die Waffe meines Gegenübers parieren zu können. Sonst wird meine Waffe nämlich einfach weggedrückt. Wenn dann statt einer Parade mal ein Treffer zustande kommt, tut das unter Umständen gar nicht gut, wenn die Waffe aus diesen Gründe volle Kanne beschleunigt wurde.

    Was will uns der Alex damit nun sagen? Etwas Gewicht auf die Waffe zu bringen, ist kein Problem. Gerade Bleiband im Griff, um die Waffe besser führbar zu machen, ist völlig OK. Aber bitte, nehmt davon Abstand, die Waffe nach vorne hin weiter als nötig zu beschweren. Sonst zwingt ihr die Leichtwaffennutzer zu ziemlich derben Schlaggeschwindgkeiten.

    Sehr schön konnte man das Problem vor ein paar Jahren an den Waffen von Drachenei beobachten. Die Schwerter von denen waren ultraleicht. Das Problem war dann, dass man damit ziemlich zimmern musste, um überhaupt eine Chance für eine Parade zu haben. Deswegen haben viele die Waffen als sehr schmerzhaft empfunden, was dem "Peitscheneffekt" zugeschrieben wurde (Die Dinger waren auch etwas wabbeliger). Meiner Meinung lag das Problem aber hauptsächlich an dem Gewicht. Ich hatte so ein Ding und hab schnell zugesehen, es wieder los zu werden. Entsprechend haben sich die Waffen auch nicht durchgesetzt.

    Also bitte bitte, keine Waffengewichtung auf Realismus. Lieber Gewicht ausspielen.

    Grüße,
    Alex

  3. #3
    Kjeldor
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    ich stimme alex zu, möchte aber noch generell hinzufügen, dass eine waffe die gut ausgewichtet ist, also bleiband am griff hat, besser zu kontrollieren ist, was ja ein wesentlicher sicherheitsaspekt ist.
    meine 2 hand axt wiegt ca 3 kilo, bei 155cm länge. wobei das gewicht auschliesslich im griff liegt. hat sich in 4 jahren nie ne sl drüber beklagt...
    ✂- - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - -

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  4. #4
    Llewellian
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    Es ist generell gesagt nur davon abhängig wo das Gewicht ist.

    Wenn eine Larpwaffe trifft - dann dreht sie sich ja um einen Drehpunkt (der in deinem Handgelenk liegt).

    Grob gesagt ist das mit Impuls und so was Alex sagt richtig. Aber hier bei der Drehbewegung ist es das Drehmoment, der Drehimpuls und soweiter.

    Und da kommt es beim Betrachten von Hebel, Drehbewegung und soweiter wenn man die beim Auftreffen freiwerdende Energie ansieht darauf an WO das Gewicht ist.

    Und wenn alles durch Bleiband UNTEN im Griff ist.... dann wirkt sich das quasi nicht sonderlich auf die Aufschlagenergie oben in der Klinge aus.
    Zitatklau von Steve S: "Ich bin sooooo böse, ich schlafe sogar SCHLECHT"

  5. #5
    Maffmaff
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    Der 1hand Hammer den ich für meinen Freund baue wiegt knapp 2Kilo.
    Alle Schwerter die wir besitzten sind genau am Parier oder max. 10cm drüber ausbalanciert ( hoffe das ist richtig geschrieben).

  6. #6
    Alex
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    Hatte ja extra geschrieben, dass das Gewicht unten im Griff nicht problematisch ist, aber man besser nicht versuchen solle, die Waffe oben zu beschweren. Um genau zu sein, kann ich auch einen Teil des Impulses nehmen, wenn ich das Gewicht des Griffes erhöhe. Eben wegen dem von Llewellian genannten Drehpunkt. Wenn mehr Gewicht im Zentrum der Drehung liegt, dann habe ich im Verhältnis weniger Masse außen udn kann besser abbremsen.

    Grüße,
    Alex

  7. #7
    Nathan
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    d.h. Bleiband am Griff empfiehlt sich dann, wenn man die Waffe besser ausbalancieren will.

    Die Axt ist 105cm lang und wiegt 525g (als Vergleich zu oben genannter Axt).

    Bei Schwerter ist der Schwerpunkt am Parier oder kurz drüber, aber wie ist das bei Äxten? Wo sollte da der Schwerpunkt liegen?

  8. #8
    stephan_harald
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    Zitat Zitat von Maffmaff
    Der 1hand Hammer den ich für meinen Freund baue wiegt knapp 2Kilo.
    Alle Schwerter die wir besitzten sind genau am Parier oder max. 10cm drüber ausbalanciert ( hoffe das ist richtig geschrieben).
    Sorry wenn ich das so sage, aber wenn ein 1 Hand Hammer 2 Kilo wiegt, dann dürftest Du den bei mir als SL eventuell gleich wieder ins Auto bringen.

    Nur zur Info: Ein einfacher Fäustel wiegt ca. 1-1,5 Kilo da halte ich ein Gewicht von 2 Kilo für einen Laprhammer für einfach zu viel. Da trifft einfach zu viel Wucht auf.

    Mich würden hierzu mal Details zu diesem Werkzeug sprich Bauart und Weise interessieren.

    Stephan

  9. #9
    Maffmaff
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    Das gewicht liegt alles im griff ( fast ) der kopf.So wurde der Hammer beim basteln eben schwer wog ohne Bleiband so 500 gramm.
    Hab dann den Griff ordentlich wickelt um den Schwerpunkt in den Knauf zu bekommen ( gefühlt1 kg. Bleiband)

    Aber mit Latexen und Isoflexen wird ja noch an gewicht zulegen.

    Das ein realer fäustel nur 1 kilo wiegt mag seien, aber der Kopf ist aucht nicht sehr groß.
    Bei ihm ist der relativ groß im verhältnis zu einer realen Waffe.

  10. #10
    stephan_harald
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    Zitat Zitat von Maffmaff
    Das gewicht liegt alles im griff ( fast ) der kopf.So wurde der Hammer beim basteln eben schwer wog ohne Bleiband so 500 gramm.
    Hab dann den Griff ordentlich wickelt um den Schwerpunkt in den Knauf zu bekommen ( gefühlt1 kg. Bleiband)

    Aber mit Latexen und Isoflexen wird ja noch an gewicht zulegen.

    Das ein realer fäustel nur 1 kilo wiegt mag seien, aber der Kopf ist aucht nicht sehr groß.
    Bei ihm ist der relativ groß im verhältnis zu einer realen Waffe.

    Reale Kriegshämmer hatten auch keinen besonders großen Kopf weil sonst der Stiel brechen würde.

    Aber 1 Kilo (!) Bleiband halte ich für mehr als überzogen. Ich halte die Waffe für absolut nicht sicher, gerade bei Hämmern bin ich da mittlerweile ser vorsichtig weil die Aufprallwucht doch anders empfunden wird als bei einem Schwert. Dazu kommt dass man einen 2 Kilo Hammer nicht mehr gescheit abremsen kann. Sorry aber Dein Hammer ist ein gutes Beispiel wie man es nicht machen sollte. Lass dich bitte von einem guten und erfahrenen Waffenbauer beraten bevor Du damit kämpfst (oder dein Freund, oder wer auch immer) mit so einem Ding kann man schnell auch mal einen Knochen brechen.


    Stephan

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