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  1. #1
    Hana
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    OT-Fremdsprachen in IT-Liedern und im deutschen LARP

    Oh, noch was bzgl. dem, was Alex geschrieben hat: Englische Lieder auf Cons finde ich eher störend, wenn sie nicht von Charakteren/Spielern gesungen werden, die auch englisch sprechen.
    Die wegzulassen wäre für mich also ein klarer Gewinn

    --------------------

    Auskopplung aus dem Thread http://www.inlarp.de/larp-forum/ausl...arp-t2300.html

    Grüße,
    Alex
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  2. #2
    Alex
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    Meinst Du "Englisch sprechen können" oder "Englisch als Muttersprache der Charaktere"? Ersteres setze ich voraus, sonst wird es komisch. Bei letzterem widerspreche ich einfach. Sonst müssten alle Barden ihre französischen, elfischen, gälischen oder "dialektdeutschen" (Ein Dialekt, den sie nicht sprechen können) Lieder rauswerfen. Schade drum.

    Grüße,
    Alex

  3. #3
    Cartefius
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    Sonst müssten alle Barden ihre französischen, elfischen, gälischen oder "dialektdeutschen" (Ein Dialekt, den sie nicht sprechen können) Lieder rauswerfen. Schade drum.
    Das Problem sehe ich aber ähnlich wie Hana: Solange es in der Hintergrundwelt kein England oder sonstige Gebiete gibt, in denen explizit englisch gesprochen wird, finde ich englische Lieder auch eher unpassend und würde als Barde auch keine englischen Lieder ins Repertoire aufnehmen. Aus dem gleichen Grund versuche ich z.B. als Gelehrter eigentlich normalerweise lateinische Ausdrücke zu vermeiden (und ja, es ist mir bewusst dass ich gerade an einem Con mit lateinischem Titel mitwirke! ;-) ), da es in den meisten Larphintergründen keinen Hintergrund gibt, der dem lateinischen entsprechen würde: Selbst das Altceridische wäre wohl eher mit dem Hebräischen zu vergleichen.

  4. #4
    Leander
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    Eigentlich müsste man ja sowieso eine ganz eigene Fandäsiesprache entwickeln, da es ja eigentlich auch kein "Deutsch" geben dürfte.
    Das ist jetzt kein ernst gemeinter Angriff oder so.
    Ich bin lediglich der Auffassung, dass man in einer nicht konsistenten Fantasy-Welt, wie sie im Larp nunmal vorherrscht (wenn man DSA-Cons oder so außen vor lässt), zwar versuchen kann Konsistenz zu schaffen (was durchaus wünschenswert sein kann), doch sehe ich das "Sprachenproblem" einfach etwas lockerer.
    Eigentlich müsste es nämlich in dieser Fantasywelt zig verschiedene Sprachen geben, die der Charakter nicht verstehen kann. Und wenn so etwas schon nicht gegeben ist, kann man durchaus auch davon ausgehen, dass es eben irgendwo diese entsprechende Sprache geben kann (die Logik ist eh dahin und wird dadurch eher noch etwas gerettet). Es muss mMn nicht alles im Hintergrund vorkommen, damit man damit spielen darf/kann.
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  5. #5
    Nount
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    Meinst Du "Englisch sprechen können" oder "Englisch als Muttersprache der Charaktere"? Ersteres setze ich voraus, sonst wird es komisch. Bei letzterem widerspreche ich einfach. Sonst müssten alle Barden ihre französischen, elfischen, gälischen oder "dialektdeutschen" (Ein Dialekt, den sie nicht sprechen können) Lieder rauswerfen. Schade drum.
    Genau das fände ich absolut großartig!
    Ich möchte eben KEINE englischen, französischen, elfischen oder dialektdeutschen Lieder von Barden hören, die ebenjene Sprache nicht als Muttersprache haben.
    Das empfinde ich als großen Ambientegewinn.
    Ich kenne mehr als genug Lieder, um 3 Stunden am Stück zu singen, ohne auf eine andere Sprache als Deutsch ausweichen zu müssen.

    Mein Problem mit der Sache ist, dass Englisch erstens absolute Modesprache ist (sprich: die meisten modernen Lieder sind englisch) und ich die Sprache eben erkenne. Ich hätte mit Sprachen, die ich nicht kenne und identifizieren kann (z.B. das oben genannte gälisch) kein Problem. Englisch ist mir zu verbreitet: Heutzutage beherrschen die meisten Leute Englisch als Zweitsprache - ich finde es unschön, wenn es bei Larpbarden genauso ist!

    Ich möchte nicht lauter globalisierte vielsprachige Barden herumlaufen haben. Das finde ich unpassend. Für mich ist das auf einer Stufe mit Charakteren, die sich aus zig Kulturen ein Stückchen herauspicken: Schottenkilt, römische Sandalen, Renaissance-Wams, slawischer Helm. Nämlich ein unpassendes Gemisch, das kein schönes Gesamtbild ergibt.

    Ich finde es gut, wenn jemand einen Charakter mit englischem Akzent spielt, der dann englische Lieder singt.
    Aber ich hätte gern, dass auch Barden ein einheitliches Charakterbild abliefern und nicht von allen anderen Spielern Konsequenz fordern, sich selbst aber aus allen möglichen verschiedenen Quellen bedienen.

    Edit: Ich bin da bei Liedern generell anspruchsvoll - ich meide selbst auch einige Fantasylieder. Zumindest, solange man noch IT ist Ich würde z.B. nicht Die Wolfsblume singen, weil Werwölfe nunmal in der Fantasywelt allgemein Ungeheuer sind und diese verklärt-romantische Sichtweise im Lied aus der heutigen Distanz zu solchen Sagengestalten entstanden ist. Bisschen schwer zu verstehen, was ich meine, glaube ich, aber vielleicht kommt ja so halbwegs rüber, was ich meine.

    Wichtig: Ich fordere nicht von anderen ein, dass sie das Ganze genauso sehen wie ich, aber ich freue mich sehr über jeden Barden, der sich Gedanken über seine Liederauswahl macht und nach dem Motto "Klasse statt Masse" nicht einfach jedes unschuldige Lied nimmt, das ihm über den Weg läuft, sondern sich, genau wie bei anderen Charakteren, überlegt, was zum Charakter passt.

    Nochmal edit: Vielleicht wäre es gut, den Thread dafür zu teilen?

    Mfg
    Stefanie

  6. #6
    Leander
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    Wäre es nicht eigentlich noch viel stimmiger, wenn sich ein Barde eben darum bemüht sein Repertoir auch in anderen Ländern, die er bereist hat, zu erweitern?
    Wenn man darüber nachdenkt, sollte ein Barde, der schon einiges gereist ist sogar Lieder aus anderen Ländern spielen können, da er mit diesen neuen Liedern, die nicht jeder kennt, eben auftrumpfen und im Wettbewerb mit anderen Barden (kein Bardenwettbewerb) eher bestehen kann.
    Wenn ein Barde in ein Land kommt, in dem irgendeine slawische Sprache gesprochen und dementsprechend auch gesungen wird, und er dort Kontakt mit anderen Barden hat (hat sich am Hof vorgestellt oder sonstwas), sollte er dann nicht das ein oder andere Lied auf dieser slawischen Sprache beherrschen?

    Aber "Klasse statt Masse" stimmt dennoch.
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Leander
    Wäre es nicht eigentlich noch viel stimmiger, wenn sich ein Barde eben darum bemüht sein Repertoir auch in anderen Ländern, die er bereist hat, zu erweitern?
    Na ja, da kommt für mich wieder das Problem ins Spiel, dass gewisse Dinge dadurch im Larp "unbrauchbar" werden, weil sie von zuvielen Leuten verwendet werden (weil sie billig oder sehr leicht erreichbar sind).

    Wenn ein Barde von vielen verschiedenen Sprachen je eine ungefähr gleiche Anzahl Lieder parat hat, okay.
    Aber meist ist es doch dann etwa so: 70 % Deutsch, 29 % Englisch, 1 % Rest (nicht auf die Zahlen festnageln bitte )
    Ergo hat so ziemlich jeder (!) Barde gaaaanz zufällig ganz viele Lieder in (nichtexistenten) englischsprachigen Ländern gelernt. Klar, die Larpwelt ist nicht konsistent, aber bei dieser "Übermacht" müssten doch eigentlich auch massig englischsprachige Charaktere herumlaufen. Und in nichtenglischsprachige Länder reist scheinbar auch kein Barde und wenn, gibt es in diesen Ländern nur ganz wenige Lieder ...

    Es sagt ja auch kein Barde dazu, dass er dieses englische Lied in einem fremden Land gelernt hat ...

    Und natürlich spricht auch jeder Barde völlig akzentfreies Englisch und kann problemlos wörtlich den Inhalt des englischen Liedes wiedergeben.

    Man kann das also schon irgendwie erklären, aber für mich passt das eben wiederum alles nicht recht zusammen. Mal abgesehen davon, dass ich es dann auch toll fände, wenn ein Barde ein paar Lieder hätte, die spezifisch für seine Heimat sind.

    Mfg
    Stefanie

  8. #8
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    Stefanie bringt es ja schon gut auf den Punkt: Es gibt in den meisten Larpwelten nunmal keine (mir bekannten) englischsprachige Länder und keine englischsprachigen Charaktere, selbst die ganzen Schotten und Pseudo-Schotten sprechen ja "Deutsch" (bzw. "die mittelländische Umgangssprache" , "Garethisch" oder für was auch immer Deutsch steht, denn Deutschland gibt es ja natürlich auch nicht).

    Halbwegs plausibel wäre es jetzt, ebenso wie man Deutsch auf die Umgangssprache "projiziert", andere Sprachen wie Englisch auf andere Fantasysprachen zu setzen, wie es schonmal mit "Englisch=Drowsprache" versucht wurde. Das Beispiel mit der Drowsprache illustriert aber auch gleichzeitig schön, wo hier das Problem liegt: Wenn diese Entsprechung nicht allgemeingültig festgelegt ist, kommt es zu jeder Menge Unstimmigkeiten, wie zum Beispiel der Frage, warum "Whisky in the Jar" anscheinend ein traditionelles Drow-Lied ist.

  9. #9
    Leander
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    Ich wollte auch eigentlich nur das "bitte alles außer Hochdeutsch (auch Dialekte) streichen" relativieren.
    Natürlich trägt jeder Barde mMn die Verantwortung dafür sich ein ordentliches, vielfältiges und stimmiges Repertoir an Liedern zusammenzustellen. Dabei sollte auch immer etwas sein, was aus der Heimat des Barden stammt und einige Lieder in diversen Sprachen, aber davon nach möglichkeit nur 3-4 pro Sprache, das fände ich auch wesentlich schöner.
    Es besteht aber leider das Problem, das so viele Lieder auf Englisch gedichtet werden und das man auch an alten/historischen Liedern eher Zugriff auf deutsche und englische Quelöen hat.
    Ich bin also durchaus für fremdsprachliches Liedgut, aber bitte sorgsam und stimmig ausgewählt.

    Davon Englisch mit der Sprache der Drow gleichzusetzen halte ich rein garnichts.
    Man könnte eben dazu übergehen Englisch als "Handelssprache", Latein als "Gelehrtensprache", Deutsch als "Gemeinsprache" usw. zu bezeichnen aber damit wäre auch nicht jeder glücklich und egal ob ich "Handelssprache" oder "Englisch" sage, es bleibt für mich doch immer als Englisch erkennbar.
    Ich würde dazu plädieren in verschiedenen Ländern verschiedene OT-Sprachen als Landessprache unter dem Namen des entsprechenden Landes einzuführen, aber dazu würden sich vermutlich die wenigsten bereiterklären.
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  10. #10
    Hana
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    Zitat Zitat von Leander
    Es besteht aber leider das Problem, das so viele Lieder auf Englisch gedichtet werden und das man auch an alten/historischen Liedern eher Zugriff auf deutsche und englische Quelöen hat.
    Nö, du findest im Internet problemlos alte Volkslieder in allen möglichen Sprachen. Beispiel: Sammlung russischer Volkslieder.

    Einen Barden, der kunterbunt Lieder in allen möglichen Sprachen mischt, fände ich gar nicht schlecht, dann dürfen auch ruhig englische Lieder drunter sein. Meist bleibt es aber bei der Popmusiksprache englisch, wenn es um fremdsprachige Lieder geht. Standard-Fantasy-Lieder in deutsch und Irish Folk in englisch ... gähn ... die ach so kreativen Larper ...

    viele Grüße,
    Annkathrin, die übrigens auch einen altenglischen Canon in ihrer Liedersammlung hat
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