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  1. #71
    stephan_harald
    stephan_harald ist offline
    Forenjunkie Avatar von stephan_harald

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    Zitat Zitat von Yezariael
    Dann sind die Schmiede bei dir Müll Stephan
    Das glaub ich eher weniger, meistens fängt es ja schon bei der Schmiede als solche an, geht über die verwendeten Eisensorten weiter..

    Ich glaube kaum, dass heute wirklich noch ein Schmied nach historischen Vorbild arbeiten kann (wo solle er auch das Erz so herbekommen), aber da können mich Fachleute auch gerne wiederlegen.

    Die Marktschmiede sind ja selten wirklich gelernte Schmiede sondern Hobbyisten die sich das so nebenbei ein wenig beigebracht haben. Mehr als das LARP übliche bringen die wenigsten zu stande. Ich glaube auch nicht dass es noch mehr als ein Duzend wirklicher Rüstungs- oder Schwertschmiede gibt, in Deutschland, die das nach alt hergebrachter Weise ausüben.


    Wenn ja wäre ich sehr an Adressen interessiert und nein ich meine nicht so nen Typen der mal nen Schaukampfschwert gebaut hat.

  2. #72
    Aeshma
    Aeshma ist offline
    Moderator Avatar von Aeshma

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    ist leider tot....

    Grüße
    Aeshma

  3. #73
    Llewellian
    Llewellian ist offline
    Alter Hase Avatar von Llewellian

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    Sagen wirs mal so:

    Es gibt bestimmt noch ein paar Schmiede die Rüstungen und Stahlwaffen exakt nach musealer realer Vorlage bauen könnten. Inklusive Zonenhärtung, unterschiedlich dick getriebenem Stahl und so weiter und so weiter.

    Das Ding ist nur: Niemand, absolut niemand ist bereit dafür zu bezahlen, um etwas zu bekommen, das ABSOLUT bis ins letzte Detail getreu ist.

    Ja, bestimmte bekannte Schmiede bauen Rüstungen (oder auch Schwerter), die dem schon sehr nahe kommen und eine dementsprechende Qualität haben. Aber absolut "historisch"... da kommt man in Geldbereiche.... hui.
    Zitatklau von Steve S: "Ich bin sooooo böse, ich schlafe sogar SCHLECHT"

  4. #74
    Freyfusz
    Freyfusz ist offline
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    Zitat Zitat von Alex
    Die Nachfrage nach informativen Mittelaltermärkten hält sich eher in Grenzen. Mal Hand aufs Herz: wenn die Dinger nur harte Fakten präsentieren würden, wie oft würde man dahin gehen?
    Beispiel aus Wacken (gell Olli? :wink: ):
    Im Medieval Market gab es grob 3 Fraktionen (Händler nicht mitgezählt):

    -Larper (Live Adventure machte noch ein bisschen Werbung fürs CoM)
    -GroMis (Filme sind Primärquellen)
    -Reenactors (Wikinger um genau zu sein)

    Die Larper haben einen dauerhaften Besucherstrom gehabt, Latexschwerter gab es auch zum Ausprobieren und jeden Tag eine kleine Demo was denn eigentlich Larp ist (imho aber ein wenig zu klein für das große Publikum und ein wenig konzeptlos). Kam aber durchweg positiv an.

    Die GroMis hatten 3 Programmhöhepunkte am Tag (Kämpfe, Feuershow und Bruchenball, letzteres zum mitmachen). Kämpfe kamen bei den Zuschauern immer gut an, Bruchenball war für die Metaller eine riesen Party, die folgenden Tage stellten sie sogar eigene Manschaften.
    Potentielle Jackasslarper waren meist um eine Folterbank herum zu finden, das Ding war im Dauereinsatz, auch abseits des Programms.

    Dann gab es noch die Wikingerreenactoren. Gewandungsmäßig deutlich vorne, gerade im Vergleich zu Larpern und GroMis. 2 Programmpunkte sind mir aufgefallen, einer davon war war eine Lehrstunde über A und so, vor allem, warum es keine Hörnerhelme gab. Man kann sich denken das diese lange nicht so gut besucht war wie der Rest des Programms, Metaller wollen ja auch eher Action und 10 - 11 Uhr morgens dürfte der Restalkohol noch nicht verflogen gewesen sein.
    Besser hatten es die Wikis mit ihren eigenen Kämpfen. Deutlich mehr Zuschauer und Gejubel (mit Pommesgabel). Deswegen wurden die Kämpfe im laufe der Veranstaltung immer mehr ausgebaut und auch witziger. :-)

    Wacken mag als Beispiel ein wenig extrem sein, aber ich denke schon, daß es sich auf die hier gescholtenen Märkte übertragen läßt. Die Leute wollen Action. Die lieben Sport und Gewalt! Und was machen wir? Wir geben ihnen was sie wollen! Wir sind die Nummer Eins, da.... Mift, Filmzitat, wer weis wo es herkommt? :teeth:

    Wer wirklich wissen will wie es war konnte ohne Probleme ins Wikilager gehen, dort wurde freundlich aufgeklärt. Und ich denke es werden genug Nerds gewesen sein. Jawohl, Nerds. Wer es so genau wissen will ist ein Nerd! Und wer A-Märkte haben will braucht eine Veranstaltung von Nerds für Nerds. Ohne Publikum. Und das ist dann wieder Larp.

    Und Nerd ist für mich kein Schimpfwort. :wink:

    LG

    Thilo - heute mal als Insider
    I AM A SEXY SHOELESS GOD OF WAR!!! -Belkar Bitterleaf

  5. #75
    Heimatloser
    Heimatloser ist offline
    Grünschnabel

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    7
    Ich geb' jetzt auch mal ganz dreist meinen Senf dazu...
    *weit aushol*
    Aaaaalso...
    ... den Mittelaltermarkt in Wacken - ganz ehrlich, wer zählt diesen wirklich? Abertausende von Headbangern, die eigentlich nur immer dieselbe Runde laufen (nämlich einmal im Uhrzeigersinn über den "Marktplatz) können nun wirklich nicht als "passendes Publikum" gezählt werden. Und wirkliche Stimmung kann auf so einem Markt einfach nicht aufkommen... ich meine, ich war noch nie auf irgendeiner LARP-Veranstaltung, aber trotzdem - DA wird auch dafür bezahlt, dass man diejenigen sieht, die viel Zeit, Mühe und/oder Geld in ihr Kostüm gesteckt haben.

    Auf dem WoA dagegen war der Plan in erster Linie, den Festivalbesuchern Unterhaltung abseits von den Bühnen zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich gab es dort (soweit ich mich erinnere), lediglich einen einzigen Stand, der Latexwaffen verkauft hat.
    Der Großteil der Stände waren die, die handgeschnitzten oder Handgeschmiedeten Schmuck (meistens nordischer Art) aus Horn, Holz, Gold und Silber (oder deren Ersatz) anboten. Dann folgten die "Mittelalterlichen Fressbuden", die sogesehen modernes Essen als mittelalterlich ausgaben... ich erinnere hier an die sogenannten "Käseklatschen", angeblich eine Art Pizza aus dem 14. Jahrhundert... und ansonsten?
    Hauptsächlich irgendwelcher Firlefanz, der ABSOLUT NICHTS mit irgendetwas mittelalterlichem zu tun hatte... am Rande seien hier die neuerdings so in Mode gekommenen Deko-Drachen, die unterschiedlichstes Zeugs festhalten, wie z.B. Brieföffner, Kerzen und Teelichter etc... . Abgesehen davon auch Holz-Sexspielzeuge, Keuschheitsgürtel (ja, richtig gelesen, die wurden in Wacken verkauft) und noch einigen Schund mehr.

    Die einzigen Stände, die ich persönlich sehr interessant fand, waren:

    Ein großes Badehaus im hinteren Teil des Marktes, kombiniert mit einer Taverne für diejenigen, die darauf warteten, dass die Wannen frei wurden. Bei meinem ersten Besuch dort hab' ich das Glück gehabt, den Auftritt einer Bardengruppe zu erleben, die die Gäste mit selbstkomponierten Liedern bei Laune hielten... in einem späteren Gespräch stellte sich heraus, dass diese Gruppe Festivalbesucher waren, die zwischen zwei Bands ihre Kostüme und Instrumente geholt hatten, um sich unter's Volk zu mischen.

    Und, die kurze Liste anderer Stände, die meiner Meinung nach akzeptabel waren:
    1. Die Stände, die Taschen und verschiedenste Fläschchen in allen möglichen Größen und Formen verkauften
    2. Die Stände, die sich damit beschäftigt hatten, tatsächlich etwas zu vermitteln. Beispielsweise der alternde Goldschmied, mit winzigem Hammer, Amboss, Feuerstelle etc., dessen Arbeitsergebnisse man auch käuflich erwerben - und sogar bei deren Herstellung zusehen konnte, oder diejenigen, die versuchten, den eher mäßig interessierten Besuchern etwas über das tatsächliche Leben damals vermitteln.

    Also... meine Güte, ich bin ins Schwafeln abgerutscht.
    Jedenfalls, diejenigen, die auf dem WoA in Kostümen oder Teilkostümen herumliefen, taten das wohl eher, um aufzufallen. Aber das eben auf eine andere Art als die zahllosen Flitzer und anderes.
    Und - wer auf diesem Mittelaltermarkt jemanden mit einer Latexwaffe gesehen hat - geht davon aus, dass diese Dinger vermutlich niemals benutzt werden, sondern einfach nur aus Spaß gekauft wurden, um zurück auf dem Campingplatz die "Mitbewohner" mit den "Gummiknüppeln" zu verhauen.

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