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  1. #1
    Harald Ösgard
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    Treue zur Gattung und Alianzen im LARP

    Es wurde ja schon vielfach betont, daß LARP sehr vom Klischee lebt. Die Zuneigungen / Abneigungen der verschiedensten Rassen / Klassen / Völker zueinander sind im Fantasie ja allgemein recht schwarz/weiß angelegt.

    Angeregt durch den Vorwurf aus AVATAR - das der Marine zum Verräter an seiner eigenen Rasse geworden wäre - hier nun meine Frage:

    Wie stark wird SPEZIELL im LARP diese Einigkeit / Erzfeindlichkeit ausgespielt?

    also die Diskussion über Kuschelorgs und Tavernenabende mit Drows usw. habe ich ja schon verfolgt.

    wie sieht es aber speziell mit ALIANZEN zwischen eigentlichen Erzfeinden aus? Also die klassische Elf+Zwerg Freundschaft aus HdR, aber auch Barbar + Magier oder sowas eben.

    Zweck-Alianzen zur gemeinsamen Bekämpfung eines noch größeren Feindes oder einfach echte Freundschaften, weil man dann letztlich doch ähnliche Vorlieben / Abneigungen hat.

    Ich verstehe den Ansatz, das Fantasy im Allg. und LARP im Speziellen von der Überspitzung und scharfen Kontrasten lebt. Es geht auch nicht darum, das jetzt alle Händchen halten sollen. Aber auch im richtigen Leben kann man nicht alle Verwandten gut leiden, kommt mit nem "Fremden" manchmal besser klar als mit der Sippe, ist einem das Haustier vielleicht doch persönlich wichtiger als irgend ein völlig fremder Mensch...

    Muss ich folglich im LARP alle anderen SCs gleicher Kultur / Rasse immer als Freunde betrachten, oder "darf" ich ggf. lieber "exotische" Freunde haben?

    Spielt jemand sowas? Wie wird das dann umgesetzt? Wie ist Eure generelle Meinung zu solchen "kurriosen" "Paarungen"?

    PS: ich kenn ne Menschen-Gruppe, die haben einen ORK als Hofdichter und Schreiber....

    // edited by the hand of god: Titel leicht geändert
    // Die Topics dieses Forums erscheinen relativ gut bei Suchmaschinen :-)
    // edit ende

  2. #2
    Ian
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    Treue zur Rasse
    Vielleicht etwas unglücklich formuliert. :wink:

    Ansonten weiß ich von Keltencons her, dass die Römer die bösen Buben sind mit denen man nichts am Hut haben mag. Aber scheinbar ist das auf den Großcons wieder etwas anders.

  3. #3
    Harald Ösgard
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    [quote="Ian"]
    Treue zur Rasse
    Vielleicht etwas unglücklich formuliert. :wink:

    Mann, das hier ist ein LARP Forum. Wenn man nicht mal mehr im Fantasy -"Rasse"- sagen darf.... außerdem ist das an - Zitat: "Na Jack, wie fühlt man sich als Verräter an der eigenen Rasse?!" (AVATAR)angelehnt. Und wenn das im Kino so durchgeht..... :wink:

    Ich könnte mir vorstellen, das solche "unerlaubten" Freundschaften zwischen eigentlich verfedeten Clans / Völkern / "Rassen" etc. manch netten Spielansatz generieren.... Jedenfalls basieren gefühlte 50% Hollywoodfilme und Romane auf diesem bewärten Spannungsfeld....

  4. #4
    Aeshma
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    Also ich halte das relativ strikt.
    Mein Charakter wird keine Freundschaft mit einem Ork oder einem Drow schließen. Zweckallianzen sind leider auf einigen Cons nicht vermeidbar, weil eben alle Kuscheln wollen und man "die Armen Drowspieler" ja nicht mobben darf -.-

    Ich bin definitiv FÜR mehr rassismus im LARP.

    Zumindest halte ich es mit meinem Charakter so;
    Was kein Mensch ist, wird anders behandelt.
    Geringschätzigkeit gegen jede Elfe, Abscheu gegen Orks... uswusw.

    Ich finde es schrecklich, dass alle sich immer liebhaben wollen...


    Edith

    Ich könnte mir vorstellen, das solche "unerlaubten" Freundschaften zwischen eigentlich verfedeten Clans / Völkern / "Rassen" etc. manch netten Spielansatz generieren.... Jedenfalls basieren gefühlte 50% Hollywoodfilme und Romane auf diesem bewärten Spannungsfeld....
    Nein das bietet garantiert keine interessanten Spielansätze, weil es einfach gang und gebe ist, dass sich alle liebhaben und der Elf mit dem Drow über die Wiese hoppelt...
    Keine gute Idee, wirklich nicht

    Feinde in "der eigenen Rasse" ist ja selbstverständlich. Ist ja nur Menschlich sich scheiße zu finden


    Grüße
    Aeshma, kein PvP spieler, aber Konfliktreich

  5. #5
    Justav
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    Re: Treue zur Rasse und Alianzen im LARP

    Zitat Zitat von Harald Ösgard
    Muss ich folglich im LARP alle anderen SCs gleicher Kultur / Rasse immer als Freunde betrachten, oder "darf" ich ggf. lieber "exotische" Freunde haben?
    Um das mit mal mit dem Bezug aufs echte Leben zu beantworten: Es gibt genug Menschen in diesem unseren Land, die den gleichen kulturellen Hintergrund wie ich haben (die Rassenanalyse lassen wir man lieber... ), mit denen ich aber so wenig wie möglich zu tun haben will. Und zu WM-Zeiten nimmt dieser Anteil auch noch rapide zu...

    Natürlich kann man andere Wesen der gleichen Rasse, Kultur etc. total scheiße finden; fraglich wäre für mich allerdings, warum sich ein Mensch aus Land X ausschließlich mit Elfen aus Wald Y abgeben will...

    Und zumindest den Rassismus gegen anerkannt "böse" Rassen (Orks, Trolle etc.), der gehört einfach dazu; mit IT-Orkfreunden kann ich gar nichts anfangen.
    So long

    Justav

  6. #6
    Klaufi
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    Ich sehe das ähnlich, aber so Sachen wie "Alle Zwerge, die ich bisher kennengelernt hab, waren immer nur grummelig und abweisend, warum du nicht?" dürften durchaus gehen. Ich möchte aber auch nur "gute" "Rassen" auf Spielerseite haben, der Rest sollte NSC machen. Wobei Cons, wo es anders herum ist, auch mal was hätten

  7. #7
    Mac
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    Naja ...da mein Charakter relativ misstrauisch ist,und es auch mit seinen geistigen Kapazitäten nicht weit her ist,ist mein Charakter doch sehr ,naja ,ich will nicht sagen rassistisch,aber er ist doch seeehr stark mit Vorurteilen behaftet.
    Allerdings gilt das in vielen Teilen auch für die eigene Rasse( Mensch ). Er misstraut allen Magiern denen er begegnet.Da ich aber noch ein relativer Neuling bin,weiß ich noch nicht genau in wie weit ich den ganzen Spaß realisieren kann.

    Ich halte es so,dass ich den ganzen Kram von meinem jeweiligen Charakter abhängig mache. Denke es muss da ein ganz guter Mittelwert gewahrt werden, es sollen sicher nicht alle mit jedem kuscheln,aber eine radikale,allgegenwärtige Verfolgung alles Nicht-Menschlichen ist sicher auch nicht nett. Soweit meine Meinung

    mfG Mac

  8. #8
    Harald Ösgard
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    Na mir gehts weniger um OT begründetes "Generalkuscheln". Mehr wie zB. in Avatar so eine plausible Entwicklung - wo einer zunächst nur die "blauen Affen" sieht und sich dann aber im Laufe der Ereignisse dann doch definitiv auf deren Seite schlägt.

    Keine Ahnung von einer LARP Entsprechung... aber wenn zB. irgendwelche Krieger beständig immer wieder irgendwo plündern gehen, dann könnte - theoretisch- der ein oder andere ja so seine Gewissenskrise haben und den Opfern helfen - oder so.

    von mir aus auch Verräter / Überläufer um des eigenen Vorteils willen oder so.

    Sonst wären ja immer alle nur genau das, was sie dem Ersten Anschein nach zu sein scheinen. Was allerdings naturgemäß genau die Bedeutung von "Klischee" ist... :wink:

    Ich stell mir das irgendwie ein bischen langweilig vor... so wie auf dem Bildschirm bei einem PC Game. Alle Blauen sind immer blau und alle Roten sind immer die Bösen... Bei jeder Annäherung wird automatisch in den Kampfmodus gewechselt.... :wink:

    Wobei ich schon verstehe, daß die vielen "Verbiegungen" infolge Stadtfrieden, Taverne etc. schon für so viele aufgezwungene "Schein-Alianzen" sorgen, daß da in der Realität eher der Wunsch nach ausgespielten Antipatien da ist als umgekehrt? Ist das so?

    OT habe ich (als eher Low Fantasy Mensch) so meine Berührungsängste mit allem möglichem Nicht-historischem Gekreuch und Gefleuch.... da sind auch schon machtigere Magier inbegriffen.... aber IT sollte man ja praktisch mit sowas aufgewachsen sein.

    Als Handwerker muss man ja ohnehin mehr nach Kundenzufriedenheit schauen und seine Vorurteile etwas hintenan stellen. Allerdings wäre es wohl IT konsequentes Spiel, wenn ich bestimmte Zeilgruppen definitiv NICHT bediene. Die Diskussion darüber sollte allein für sich schon ein bischen freies Spiel anbieten....

    Aber das sollte hier eher ein "Zuhör-Thread" werden..... ich lausche Euch also weiter gespannt....

  9. #9
    Leander
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    Ich halte Freundschaften zu Charakteren anderer Gattungen oder Arten (um biologisch korrekt zu bleiben), die man IT eigentlich verabscheut für problematisch. Der Charakter dürfte ja kein Problem haben, dass man weiterhin die Gattung oder Art ablehnt und er die einzige Ausnahme bildet. Das stellt den anderen Charakter dann vor ein gewisses Problem zu erklären warum er darin kein Problem sieht.

    Ich bin im Übrigen auch eher für mehr IT-Rassismus im Larp. Mein Magier selbst kann mit Charakteren eigentlich böser Rassen, und geben sie sich noch so nett, nichts anfangen und würde sie, wenn er könnte, sofort auf einen Scheiterhaufen stellen.
    Zwerge schätzt er nicht, da ein Volk, das so wenig magiebegabt ist, nicht sonderlich weit entwickelt sein kann, außerdem ist ihm ihre Art, der kriegerische und handwerkliche Aspekt zuwider und hält nichts von ihren Ess- und Trinkgewohnheiten.
    Waldelfen hält er für gemeingefährlich und für zu animalisch. Außerdem sind Elfen Naturliebhaber und zu weich gespült. Andere Elfenarten sind wenigstens nur gemeingefährlich auf Grund ihrer Art von Magie und haben kein Gespür für Kunst und Ästhetik.
    Und diverse andere Arten sind entweder nervtötend, nicht vertrauenswürdig oder einfach suspekt.
    Ich halte das also recht strikt. Natürlich interagiere ich mit Zwergen, Elfen und den anderen Arten, aber eben nur wenn es sein muss, der andere etwas von ihm will, oder mit der nötigen Distanz. Eine Freundschaft wird es da wohl nie geben. (Wobei er prinzipiell nur Magier so hoch achtet wie Magier.)
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  10. #10
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    Ich sehe das eigentlich anders. Meiner Meinung nach sind gerade Abneigungen, Vorurteile und das ganze sonstige Spektrum von Voreingenommenheiten hervorragend geeignet, um guten Spielstoff zu liefern. Gerade bei Charakteren, wo man normalerweise nur eine "Abneigung" erwartet, und nicht unauslöschbare Feindschaft bis aufs Blut, kann man da auch hervorragend eine Art Hassliebe spielen. Das ist meiner Meinung nach auch durchaus Klischeegetreu, sind doch gerade solche Beziehungen ein überaus klassisches Motiv nicht nur in der Fantasyliteratur:
    Der "Wilde" gegenüber dem "Zivilisierten", der "reiche Schnösel" gegenüber dem "Kind von der Straße", der "rauhbeinige Soldat" gegenüber dem "pazifistischen Forscher", der "Polizist" gegenüber dem "Verbrecher", oder auch die beiden Anhänger verfeindeter Parteien, all das finde ich sehr schön und im Larp auch gar nicht so häufig bespielt -egal ob man sich letztendlich zusammenrauft oder sich weiterhin angiftet.

    Hierbei sehe ich einen klaren Unterschied zu "alle sind gleich und sollten sich liebhaben", da gerade die Differenzen Reibungspunkte und damit Spielstoff liefern. Wichtig finde ich, dass man Charaktere und Wege findet, die Konfliktspiel erlauben, ohne es sofort bis zum Äußersten kommen zu lassen - Die typischen Larpdifferenzen beschränken sich leider viel zu oft darauf, das Partei A seit hunderten von Jahren Witwen und Waisen von Partei B abschlachtet.

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