Umfrageergebnis anzeigen: Habt ihr schonmal einen neuen Charakter mit Fertigkeiten für mehr Punkte begonnen, als Startpunkte i

Teilnehmer
68. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    9 13,24%
  • Nein, aber ich habe schon bei der Konvertierung in ein anderes Regelsystem geschummelt, um den Charakter nicht herabstufen zu müssen

    4 5,88%
  • Nein, obwohl ich schonmal das Gefühl hatte, zu wenig Startpunkte zur Verfügung zu haben

    14 20,59%
  • Nein, ich bin immer gut mit den Startpunkten ausgekommen und habe mir nicht mehr gewünscht

    24 35,29%
  • Ich gehe nicht auf Cons mit Punkteregelwerk

    17 25,00%
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Ergebnis 1 bis 10 von 17
  1. #1
    Hana
    Hana ist offline
    Forenjunkie Avatar von Hana

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    4.189

    Habt ihr schonmal bei der Charaktererstellung geschummelt?

    Im DragonSys3-Thread kam eine Diskussion über
    "Vorschusscharaktere" auf, also darüber, ob es okay bzw. ratsam ist, bei der Charaktererschaffung zu schummeln und sich Fertigkeiten für mehr Punkte aufschreibt, als einem Start-Charakter bei dem Regelwerk eigentlich an Punkten zustünden [sonstige Arten von Schummeln (z.B. während des Spiels) wollen wir hier mal außer Acht lassen ].

    Die Diskussion entwickelte sich dahingehend, dass man sich fragte: Sind aufstiegsbasierte Regelwerke nicht sinnlos, wenn es kein dichtes Kontrollnetz gibt? Hält sich dann überhaupt jemand dran?

    Ich behauptete, die meisten Spieler würden sich auch ohne Kontrollen daran halten und sich bei der Charaktererschaffung auf die vorgesehenen Startpunkte beschränken (ob nun aus Pflichtgefühl, Angst, erwischt zu werden oder befürchtetem schlechten Gewissen).

    Jetzt will ich doch mal überprüfen, ob meine Behauptung stimmt ... enttäuscht mich nicht

    viele Grüße,
    Annkathrin
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  2. #2
    Dennis
    Dennis ist offline
    Forenjunkie Avatar von Dennis

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    Nein, normalerweise schummel ich nicht und nutze nur die vorgegebenen Punkte.
    Allerdings bin ich kein Fan von punktebasiertem Aufstieg. Für meine Charaktere war das nie ein Problem, da ich meistens kämpferische SC oder Ambienterollen gespielt habe. Ob ich da jetzt einen Kämpferschutzpunkt mehr oder weniger hab, ist mir egal. Würde ich jetzt allerdings einen Magier spielen, sähe die Sache anders aus. Ich spiele tatsächlich genau deshalb keinen Magier. Als solcher würde ich persönlich einen Großteil meines Spielspaßes aus dem Zaubern ziehen und weniger aus dem drumherum und Magiergebabbel. Dafür sind mir dann allerdings die paar Punkte pro Tag am Anfang wirklich zuwenig. Ich hätte auch keine Lust, erst ewig Lehrling zu spielen und dann irgendwann mich einen Meisterrang "hochzukaufen" und so Späße.
    Also letztliche Antwort: Die Startpunkte reichen mir dicke für Rollen, die wenig oder keine regelseitig relevanten Fertigkeiten haben. Im Umkehrschluss heißt das dann wohl, dass mir zumindest in DSys die Punkte am Anfang zu wenige sind. Würde ich Magier spielen, würde ich auch schummeln.

    Wenn ich so drüber nachdenke, ist das ein ziemlich dicker Bug in Punktesystemen. Die Startpunkte sollen ja eigentlich sicherstellen, dass gleiche Startbedingungen herrsche und die SC zu diesem Zeitpunkt untereinander ausbalanciert sind. Faktisch ist dieser Zustand aber nicht gegeben, weil manche Klassen viel mehr Punkte investieren müssen als andere, um ein bestimmtes Niveau zu erreichen. Ich kann also durchaus mit meinen 70 Startpunkten einen Hauptmann/General/Kriegerkönig darstellen, wenn ich finanziell investiere. Um einen Erzmagier darzustellen, brauche ich aber massenweise Punkte bzw. Contage. Das ist blöd. Entsprechend müssten eigentlich entweder Kampffertigkeiten massiv verregelt werden oder die Magie massiv vereinfacht werden. Erstere Option halte ich für nicht wirklich machbar, die zweite Variante fände ich gar nicht schlecht. Zum Beispiel könnte man das Kaufen von Zaubern durch den Kauf von Magiepunkten ersetzen. Mit dem Vorrat an MP könnten Magierspieler dann jeden Zauber des Regelwerks wirken, bis eben die MP verbraucht sind.

    Jetzt bin ich allerdings vom Thema abgekommen. Entschuldigung dafür
    http://goblinbau.wordpress.com
    Manchmal blogge ich Pen&Paper Zeug

    ~zurück aus den larplosen Landen~

  3. #3
    Lainiell
    Lainiell ist offline
    Gelegenheitsschreiber Avatar von Lainiell

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    wenn ich mal so zurückdenke habe ich bei der Erstellung nicht geschummelt *nachdenk*
    Allerdings denke ich auch dass eine Orga eigendlich kein Problem damit hat, wenn der Startcharacter statt mit 70 EP bei Dsys mit 100 EP anfängt.
    Man braucht also eigendlich garnicht richtig schummeln, wenn man einige EP mehr haben will. Ehrlichkeit tuts auch.

    Ich bin im Moment aber die Stimme, die bei der Umkonvertierung gemogelt hat.

    Solange man nicht im großen Rahmen schummelt, find ich auch nicht schlimm.
    Störend finde ich es aber schon, einen Character mit 100 Contagen zu erstellen und dann alles zu können was man will ohne ihn je wirklich gespielt zu haben.

  4. #4
    Leander
    Leander ist offline
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    Wie dem anderen Thread zu entnehmen ist, kann mein Magier einfach fast keine Zauber und sein Wissen über Anatomie und Magie hat er einfach. Im Allgemeinen kann man Leander als Ambiente-Magier bezeichnen.
    Würde ich aber einen Anlass zum Schummeln haben, würde ich es auch sofort tun.
    Wie Dennis schon sagt, ist das Balancing nicht gegeben. Hinzu kommt, dass das Aufstiegssystem rein auf Vertrauensbasis beruht, die ich nicht als gegeben sehe. Aus diesen und anderen Gründe sehe ich das Aufsteigssystem auch als obsolet an, bis das System grundlegend geändert wird.
    Ich wüsste auch nicht wer mich dabei "erwischen" sollte. Wie sollte irgendjemand nachvollziehen können wie viele Punkte mein Charakter haben dürfte? Und nein, ein schlechtes Gewissen hätte ich auch nicht.
    Will ich meinen Leander mal mit mehr Fähigkeiten ausstatten, werde ich das auch tun. Ich denke aber auch, dass ich mich ausreichend selbst beschränken kann, was man an meinem Charakter wohl sehen dürfte.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  5. #5
    Ian
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    Meine ersten Cons habe ich noch mit Dragonsys bestritten und da habe ich auch immer ordentlich mit den Punkten gehaushaltet. Seit ca. 2 Jahren spiele ich aber komplett ohne Punkte. Bisher war ein Charakterbogen auch nie zwingend notwendig, da keiner meiner Charaktere Fähigkeiten besitzt, die er hätte kaufen müssen.

  6. #6
    Calenlyra
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    Gelegenheitsschreiber Avatar von Calenlyra

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    Püh... das Problem bei Punkteregelwerken ist, wie schon erwähnt, daß sie nur die Ehrlichen beschränken - den Schummlern ist es eh egal, was da steht.

    Irgendwie "schummel" ich schon, wenn ich mal auf ein Punktecon gehe, weil ich ehrlich gesagt kaum noch die Contage mithalte - und Conbestätigungen habe ich auch nicht (oder nur für echt heftige Artefakte, um die ich weitenstgehnst einen Bogen mache). Also schicke ich meinen DKWDDK-Bogen hin und fummel mir nur was zurecht, wenn die SL drauf besteht. Ergo: mir ist egal, ob das jetzt auf den Punkt stimmt, oder nicht, ich will einfach meinen Charakter weiterspielen.

    Ich finde, Charaktere sind im Larp halt keine Spielsteine, die man standardisiert "aufrüsten" kann. Wenn ich mit einer alten Hexe anfangen will, macht das keinen Sinn, wenn die nur Feuerfinger zaubern kann. Genausogut muß meine 50 Contage Streunerin nicht plötzlich Kämpferschutz 3 haben, weil sie nicht weiß, wohin sonst mit den Punkten...
    Calenlyra o nan-eldúne silmeié

    http://www.sternendaemmertal.de

  7. #7
    Alex
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    Ich habe gerade echt angestrengt drüber nachdenken müssen. Mein erster Charakter hatte aufgrund komischer Beratung durch die Orga, auf der ich mein erstes Spiel bestritt, ein seltsames Vor- und Nachteile-Paket. Das könnte man in die Richtung gehend sehen. Davon ab ist mir nie wieder passiert.

    Was das konvertieren angeht, haben die meisten meiner Charaktere zu viele freie Punkte, als das sich in die Enge käme, das was faken zu müssen. Meistens ist es beim konvertieren gerade Richtung Conquest etc so, dass ich auf einmal viel mehr Punkte zu verteilen hätte.

    Grüße,
    Alex

  8. #8
    Cartefius
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    Ich bin bislang immer mit meinen Punkten ausgekommen, ich spiele allerdings auch keine Magier. Ich habe bei mir selbst festgestellt, dass ich wenn ich mir einen Charakter nach einem neuen Regelwerk erstelle, oft am Anfang zu einer Art "Einkaufswagenmentalität" neige: Zu allen möglichen Fertigkeiten fällt mir, wenn ich sie lese, eine Verwendung ein, und wenn ich dann zusammenrechne reichen die Startpunkte vorne und hinten nicht.
    Auf den zweiten Blick, oder wenn ich den (mir vorher so arg eingeschränkt erscheinenden) Charakter dann das erste Mal gespielt habe, merke ich dann aber meist, dass viele der Sachen doch eher unnötig sind, und dass ich schnell ein paar Kerngebiete finde, die ich dann vordringlich im Spiel umsetzen möchte, und der Rest mir gar nicht mehr wichtig ist.

    Generell spiele ich schon recht lange am liebsten punktelos, weil ich bei Punktelarps ganz oft den Eindruck habe, dass die Leute die Fähigkeiten auf ihrem Charakterbogen nicht haben, um Spiel zu ermöglichen, sondern zu ersetzen. Wenn mich das Setting besonders anspricht, wage ich aber auch des öfteren mal Ausflüge ins "Punktereich", so geschehen in letzter Zeit bei zwei DSA-Larps. Hier fand ich aber insbesondere bei einem es wirklich nervend, dass einen die Orga erst durch alle möglichen Regewerks-Reifen springen ließ, während sich letztlich auf dem Con keiner mehr einen Deut um die im Vorfeld so vehement vetreidigten Regeln geschert hat.
    Vor diesen Cons war ich gerade zu dem Standpunkt gekommen, dass ich auch unter unsinnigen und unbequemen Spielregeln meinen Spaß haben kann, und dass es eine Sache des Anstandes ist, mich auf die Regeln der Leute einzulassen, mit denen ich spiele.
    Inzwischen macht sich bei doch hin und wieder die Einsicht breit, dass die meisten Punkteregelwerke einfach Grütze sind, und dass die ganzen Punktespieler, wenn sie sich schon selbst nicht an ihr Geschreibsel halten, doch bitte wenigstens auch mich in meinem Spiel damit verschonen sollen.

    Wenn ich so drüber nachdenke, ist das ein ziemlich dicker Bug in Punktesystemen. [...]Entsprechend müssten eigentlich entweder Kampffertigkeiten massiv verregelt werden oder die Magie massiv vereinfacht werden.
    Da stimme ich dir durchaus zu: Dass grundlegende Kampffertigkeiten in den meisten Punktesystemen umsonst sind ist meiner Meinung nach ein ziemlich klarer konzeptioneller Fehler, und beruht meiner Meinung nach auf der von den ersten Systemen wie DragonSys verbreiteten Spielmechanik "Entweder du kannst es real, oder du kaufst es mit Punkten!", die vom gamistischen Standpunkt aus kaum Sinn ergibt.

    Wenn ich heutzutage ein Punkteregelwerk schreiben müsste, würde ich auch auf jeden Fall die Fähigkeiten, Waffen zu benutzen und Rüstungen zu tragen, Punkte kosten lassen. Ebenso würde ich die Ebenen "Darstellen" und "mit Punkten kaufen" ganz klar trennen und unabhängig voneinander behandeln.

  9. #9
    Maria
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    Klar habe ich schon mal bei der Charaktererstellung für Punktecons geschummelt! Entweder weil ich einen Charakter spielen wollte, der z.B. als umgemodelter NSC auf einen Punktecon ging (und, weil das zweite Mal gespielt, eigentlich fast Startcharakter gewesen wäre) oder weil ich keine Punkte mehr zähle und dann Pi-mal-Daumen Fertigkeiten aufgeschrieben werden.

    Solange man keine Überfähigkeiten hat (unpassende wie z.B. hohe Regeneration bei Menschen, Großmeistermagie bei einem jungen Charakter) kräht da kein Hahn nach.

  10. #10
    Rraurgrimm
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    Ich halte es da ähnlich: grundsätzlich spiele ich hier oben im Norden eher nach irgendeinem punktebasierten Regelwerk - weil DKWD(D)K-Veranstaltungen seltener sind in dem von mir angestrebten Spieleumfeld (HighFantasy, eher Low- bis MidPower). Und bislang habe ich mich deutlich an die im Regelwerk basierten Vorgaben im Bezug auf das Erlernen neuer Fähigkeiten beschränkt - im Laufe der Zeit hatte mein Character ohnehin weit mehr Contage/EP als ich jemals an Fertigkeiten hätte kaufen wollen.
    Derzeit ist ein neuer Character geplant - und da gebe ich frei heraus zu, dass ich (sobald dieser konkreter wird) nötigenfalls auch über die Startpunkte hinausgehen werde. Ganz wie Cartefius werde ich dann aber im Spiel rasch feststellen, welche Fertigkeiten notwendig waren für die Darstellung der dann konkretere Form annehmenden Rolle - und mich wieder einschränken. Und ja, ich denke kaum, dass ich es übertreiben werde - schliesslich findet sich deutlich interessanteres Spiel, wenn man Dinge auch mal nicht kann und weiss und sich auf andere Charactere verlassen oder diese gar erst finden muss.

    IMHO ist die EP-Kauf-Variante unter anderem dafür eingeführt worden um zu verhindern, dass ein Neuling im LARP-Umfeld sich an spieltechnischen Besonderheiten versucht die man ihm in der Glaubwürdigkeit nicht abnimmt. Das - und der Umstand, dass die Punkteregelwerke auf Pen'n'Paper-Regelwerks-Variationen basieren welche ein Kauf- und Aufstiegssystem vorsehen um das Wachsen des Characters zu simulieren. Ein Balancing sehe ich nicht zwangsläufig als Ziel eines Punktebasierten Aufstiegssystems - es macht Charactere nur etwas "vergleichbarer" indem man sich anschauen kann, wieviele Contage mit entsprechend erworbenen Fähigkeiten man so vor sich hat.

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