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  1. #1
    Lorenz
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    Rüstungtragen auf Con

    Guten Morgen zusammen,

    ich gebs zu, ich bin bekennender "Nicht-Rüstungsträger", wenn keine unmittelbare Bedrohungslage über dem Con hängt. Was bedeutet, das mein Ritter außer zur Anreise/Endschlacht oder wenn ne Gruppe in den Wald begleitet, meist nur leicht gerüstet (15.JHd geschnürter Gambeson, vielleicht noch Beinschienen und mein Schild + Polsterhaube) oder gar nicht gerüstet herumläuft.
    Das geht sogar soweit, dass ich meinen Schwertgurt abgürte und im Arm trage anstatt an der Hüfte.

    Für mich bedeutet das tragen des Wappenrocks eigentlich immer, dass man in den Krieg oder eine grosse Schlacht zieht. Und wenn keine unmittelbare Gefahr (und damit sind nicht alle 2 Stunden mal nen Angriff gemeint) herrscht, lasse ich auch den Wappenrock aus. Ein Wappenrock ohne Rüstung geht auch schonmal gar nicht.

    Jetzt frage ich mich aber schon, ob das nicht kontraproduktiv ist in der Darstellung. Wenn ich mir meine "Kriegerkollegen" so anschaue, scheinen die keine Zivilkleidung und auch keine "Freizeit" zu haben, die trifft man immer im vollen Kriegsornat an. Ich könnte das auch, erachte es aber InTime als unnötig.
    Wie sieht das denn in der Aussenwirkung (ich kann anderen leider nicht in den Kopf gucken) aus, wenn einer meistens leicht gerüstet herumläuft, sich aber als Ritter vorstellt im Gespräch.

    Ich hätte halt gerne ehrliche Meinungen dazu, ob man als ausgemachter Kämpfercharakter besser immer in Rüstung anzutreffen und "Bereit zur Schlacht" ist oder ob es okay ist, die Rüstung abzulegen, wenns nicht unmittelbare Gefahren gibt?
    Basically... RUN!

  2. #2
    Konrad
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    Die Wahrheit liegt meiner Meinung nach irgendwo dazwischen.

    - Je nach Con, muss man eben auch ständig damit rechnen, in kriegerische Handlungen verstrickt zu werden - Man "lebt" an diesem Wochenende faktisch im Kriegsgebiet und es herrscht eben Kriegszustand. Von daher ist auf Cons, bei denen es dazu gehört, dass immer mal eine NSC-Welle oder Ähnliches reinschneit, durchaus angebracht gerüstet und mit Wappenrock bereits zu stehen.
    Da die Krieger unserer Gruppe inzwischen alle um die 25-30 Kilo Rüstzeug angesammelt haben, laufen wir auch nicht den ganzen Tag voll gerüstet umher (Stattdessen z.B. nur Gambeson und Helm) tragen aber zumeist den Wappenrock.

    - Der Wappenrock ist für viele Gruppen auch ein Zusammengehörigkeitsmerkmal. Abends in der Taverne/ Stadt sind wir dann in "zivil", also ohne Kriegsausrüstung und Wappenrock unterwegs.

    - Charaktere, die ständig voll gerüstet umherlaufen, tun dies meines Erachtens hauptsächlich aus zwei Gründen
    1) Der Spieler ist Anfänger und fühlt sich noch voll cool, wenn er voll gerüstet in der Taverne sitzt
    2) Der Spieler ist Anfänger und besitzt so gut wie keine Gewandung, da er nur in Rüstzeug investiert hat.
    (Über Sinn und Unsinn kann man streiten, aber nicht jeder beginnt seine Larp-Karriere in den einschlägigen Foren - Bei mir war es auf den ersten beiden Cons jedenfalls so)

  3. #3
    Aeshma
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    Jetzt frage ich mich aber schon, ob das nicht kontraproduktiv ist in der Darstellung. Wenn ich mir meine "Kriegerkollegen" so anschaue, scheinen die keine Zivilkleidung und auch keine "Freizeit" zu haben, die trifft man immer im vollen Kriegsornat an. Ich könnte das auch, erachte es aber InTime als unnötig.
    Wie sieht das denn in der Aussenwirkung (ich kann anderen leider nicht in den Kopf gucken) aus, wenn einer meistens leicht gerüstet herumläuft, sich aber als Ritter vorstellt im Gespräch.
    Ich glaube bei den meisten liegt es einfach am Fehlen einer gescheiten Zivielgewandung.

    Ein Ritter ist für mich in erster Linie ein Adeliger.
    Ich finde es sogar GUT, wenn ein Ritter diesen Teil seiner Darstellung in den Vordergrund rückt (ich gehe davon aus, dass deine Zivielgewandung ensprechend ist )

    Immer gerüstete Ritter finde ich weniger schön, als "deine" Variante.

    Grüße
    Aeshma

  4. #4
    Chevalier
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    Wer will denn beim Frühstück schon im Kettenhemd rumsitzen?

    Wappenrock...also wenns son Wappenlappen ist: den kann man ja theoretisch zu allem tragen. Dient ja meist dem Erkennen des Charakters bzw. seines Wappens. Ansonsten habe ich an meiner zivilen Kleidung allein durch Farben, des ganzen Wappens aufgenäht an der Kleidung oder Wappenteile (wie meine goldenen Herzen auf rotem Stoff), eine Halskette mit silbernen Löwenanhänger etc. den gleichen Wiedererkennungswert.
    ...
    Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)

  5. #5
    Lorenz
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    Naja, hier mache ich es aber auch ein wenig anders, meine Zivilkleidung hat zwar die gleiche Farbe wie meine Wappenfarbe, aber das wars dann auch. Mein Wappen findet sich nur auf meinem Schild und auf den Scheinärmeln meines Wappenrockes.
    Ich muss nicht überall und immer mein Wappen jedem unter die Nase halten, find ich auch immer etwas übertrieben.

    Ich meine, man sollte durch RP seinen Stand vermitteln und nicht dadurch, dass das eigene Wappen überall "draufgetackert" ist
    Basically... RUN!

  6. #6
    Gerwin
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    Nana, dass sind aber schon üble Vorurteile ~da mal eingreifen muss~.

    Ich denke es kommt letzten Endes auf die Rüstung und die Art des Kriegers an.

    Ich glaube bei den meisten liegt es einfach am Fehlen einer gescheiten Zivielgewandung.
    Zivilgewandung ist in mehrfacher und recht hübscher Ausfertigung vorhanden, wenn auch nicht die eines Ritters *mag daran liegen dass ich keinen Ritter spiele, aber darauf war die Frage ja nicht beschränkt*. Dennoch halte ich eine gewisse Grundrüstung meistens für sinnvoll. Die würde in meinen Augen aus Kettenhemd und einer entsprechenden darunterliegenden Gambeson/Unterkleidung bestehen. Der für mich und meinen Chara positive Vorteil: Man gewöhnt sich dran. Inzwischen ist es auch möglich einen Botengang bzw ein Botenrennen aus der belagerten Burg zu machen und dabei auch mal 4-5 Pfeiltreffer einzustecken was eben ohne Rüstung und Helm zu entsprechenden ableben führen würde.

    Wie sieht das denn in der Aussenwirkung (ich kann anderen leider nicht in den Kopf gucken) aus, wenn einer meistens leicht gerüstet herumläuft, sich aber als Ritter vorstellt im Gespräch.
    Finde ich OT und fände ich auch IT voll und ganz in Ordnung. Ein Ritter hat zwar in meinen Rollen einen starken "Kampfaspekt", dennoch gibt die Rolle eben mehr als den Kampf her. Schöne Frauen beeindruckt man eben nur schwer in der "dicken Vollplatte" sondern im Fall eines Klischeeritters eher als charmanter Kavalier und auch eine gewisse Diplomatie kann zur Ritterrolle gehören. Beim Tavernenbesuch hätte der Ritter vielleicht IT am besten seine zwei grimmig aussehenden Spießträger dabei die vor der Taverne im Kettenhemd warten während der Chef zecht. Gerwin hat sich zwar nach einigen Räuberüberfällen (eigenartigerweise immer direkt nach dem Tavernenbesuch, die machen dass wohl mit Absicht) gewöhnt sein Kettenhemd und den Helm mitzunehmen, legt dieses aber meist beim Besuch selbst ab und danach wieder an. Je nach Bedrohung fände ich aber auch ein völliges im Lager lassen der Rüstung in Ordnung.

    Letzten Endes kommt es wohl echt auf die Rolle und die Art der Rüstung an. Gerade bei einen Ritter sind wohl Plattenrüstteile angebracht. Eine halbwegs komplette Plattenrüstung dürfte aber den ganzen Tag lang nicht ohne Einschränkungen tragbar sein. Das tragen nur einzelner Rüstteile (am besten der Schultern für "breite Schultern") finde ich dann eher lächerlich, so dass ich einen Ritter durchaus auch in schöner Zivilgewandung als Ritter ernstnehmen würde. Zum Nordmann z.B.: gehört dann in meinen Augen schon eher Kettenhemd und Helm an den Körper wenn er nicht gerade "gänzlich unbedroht ist". Und dass wäre man als Nordmann selten, schöne Beute für den nächsten Kriegszug liegt schließlich oft unverhofft auf der Straße.

    Gruß

    Gerwin

  7. #7
    Konrad
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Inzwischen ist es auch möglich einen Botengang bzw ein Botenrennen aus der belagerten Burg zu machen und dabei auch mal 4-5 Pfeiltreffer einzustecken was eben ohne Rüstung und Helm zu entsprechenden ableben führen würde.
    Guck an - und ich hätte schwören können, das nach gängiger Larp-Konvention "4-5" Pfeiltreffern auch bei Gambeson und Ringpanzer zum Ableben führen würden... *hüstel*


    Für mich ist die Grundlage schlicht das Gefährundpotenzial - Im Kriegsgebiet, sprich auf Cons bei denen ständig mit Angriffen gerechnet werden muss, ist das Tragen eines gewisssen Rüstschutzes angebracht. In "befriedeten Gebieten", also zum Beispiel der abendlichen Taverne hingegen völlig unpassend - Wer Zeit und Muße hat sich zu betrinken, rechnet wohl nicht mit einer baldigen Schlacht, sondern will sich entspannen. Dabei ist das Tragen einer Rüstung ja meist eher hinderlich.

  8. #8
    Gerwin
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    Guck an - und ich hätte schwören können, das nach gängiger Larp-Konvention "4-5" Pfeiltreffern auch bei Gambeson und Ringpanzer zum Ableben führen würden... *hüstel*
    Anders der Kettenpanzer aus flachen und voll vernieteten Ringen.
    Zunächst drei Volltreffer aus kurzer Distanz vermochten das Geflecht nicht zu
    durchdringen, die Pfeile prallten regelrecht vom Material ab. Erst ein vierter Schuss
    zerbrach die Vernietung und der Pfeil drang dann durch den Panzer in die
    Zielscheibe.
    Von: http://german.gdfbglobal.com/durchsc...aft-pfeile.pdf

    Wenn an diesen Punkt die gängige Larpkonvention darauf hinausläuft dass auch ein Kettenhemd dass diesen Namen verdient keinerlei (!) Schutz gegen Pfeiltreffer verdient und letzten Endes ein Plattenpanzer die einzige Lösung ist dann ist diese Konvention gelinde gesagt falsch. Man mag sich nun über den Versuchsaufbau streiten, bei entsprechenden Interesse kann man dass aber gerne mal mit einen Stück anständigen Kettengeflecht, einen 50 Pfund Bogen und einer Melone nachspielen. Da nehme ich mir persönlich dann schon das recht raus nicht beim ersten Treffer gegen das Hemd zu Boden zu gehen.

    Sonst gänzlich deiner Meinung.

  9. #9
    ro'gosh
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Von: http://german.gdfbglobal.com/durchsc...aft-pfeile.pdf

    Wenn an diesen Punkt die gängige Larpkonvention darauf hinausläuft dass auch ein Kettenhemd dass diesen Namen verdient keinerlei (!) Schutz gegen Pfeiltreffer verdient und letzten Endes ein Plattenpanzer die einzige Lösung ist dann ist diese Konvention gelinde gesagt falsch. Man mag sich nun über den Versuchsaufbau streiten, bei entsprechenden Interesse kann man dass aber gerne mal mit einen Stück anständigen Kettengeflecht, einen 50 Pfund Bogen und einer Melone nachspielen. Da nehme ich mir persönlich dann schon das recht raus nicht beim ersten Treffer gegen das Hemd zu Boden zu gehen.

    Sonst gänzlich deiner Meinung.

    Wenn du schon mit Reallismus anfängst solltest du aber auch beachten dass "reale" Kettenhemden vll. gegen Pfeile schützen = MINDESTENS vernietet wenn nicht sogar Flachring, diese Larp-Billigkettenhemden haben genau 0 Schutzwirkung gegen nen Pfeil, der geht da einfach durch wie durch ne Lage Stoff...

    Wenn du nen vernietetes hast nem ich alles zurück, ansonsten ist dein Argument leider Schwachsinn.

  10. #10
    Gerwin
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    Es ist eine Mischung aus vernieteten Rundringen und gestanzten Flachringen im extremkleinen Durchmesser.
    Und dass unter anderen gerade UM sich entgegen den Larpstandard das Recht herausnehmen zu dürfen Pfeile auch mal zu ignorieren.

    Detailaufnahme des ganzen:

    http://www.bilderspace.de/bild.php/1...05jpgUAUDI.jpg

    also kein Grund zur Besorgnis, wenn Schutz dann richtig

    Grüße

    Gerwin

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