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  1. #1
    Schwannis
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    Gibt es überhaupt soetwas wie "Taktik" im Larp?

    Gibt es überhaupt soetwas wie "Taktik" im Larp? Mir ist nähmlich aufgefallen das in allen Kämpfen/Schlachten die ich bis jetzt gesehen habe, als Formation nur der berühmte Schildwall zum Einsatz kam. Deshalb wollte ich hier einfach mal rumfragen ob ihr auch der Meinung seit dass das Repertoire des 0815 Larpers über den Schildwall hinausreicht.


    M.f.G
    Schwannis
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  2. #2
    Ian
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    Ja, man schickt die Musketen gegen die Spießer und freut sich dann, wie schnell der Igel Stacheln verliert. :wink:

    So an sich ist mir im Larp noch nie eine richtige Taktik aufgefallen die mehr war als Schildwall oder Hinterhalt.

    Soweit ich weiß, wurden auf dem UAF ein paar Vorgehensweisen eingeübt.

  3. #3
    Trekke
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    Ich seh das Hauptproblem irgendwie in den 203984 Anführern, die die 3 verlorenen Soldaten befehligen. Wem soll man da denn noch zuhörn wenn alle brüllen "Vor! Vor! Vor!"
    Beim UAF hats ja geklappt, weil da sowas wie eine Heerführung gab.^__^

    lg
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  4. #4
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    Ich konnte einmal richtig schöne Schlachten beobachten und das war auf den Manövertagen. Von den Kämpfen dort schwärmen unsere Krieger immernoch.
    Insofern: Ja, es kann Taktik geben, die über das langweilige Schildwallgekloppe hinaus geht.
    Ich glaube, das scheitert im Allgemeinen daran, dass man natürlich keine ausgebildeten Soldaten da rum laufen hat, sondern Lehrer, Handwerker, Ärzte usw... Wobei mit genug Wille ist das machbar, aber der Wille fehlt. Der Wunsch nach Taktik und "wir folgen einem Anführer bis in den Tod"-Spiel besteht bei den wenigsten und zu viele Charakter wollen sich keiner Hierarchie unterordnen.
    Und gerade bei so kurzer Zeit (3-5 Tage) und oft nur mangelhaften Bedrohungsambiente fällt es selbst dem charismatischsten Anführer schwer völlig Fremde zu einer Gruppe zu einen UND sich auch noch gegen ein dutzend anderer Möchtegern-Anführer durchzusetzen.

    Auf NSC-Seite konnte ich das dagegen schon öfters beobachten. Wahrscheinlich weil man sich da im NSC-Bereich OT abspricht und mehr ein Wir-Gefühl aufkommt, weil man gemeinsam gegen die SCs vorgehen will.

  5. #5
    Gerwin
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    Ich glaube, das scheitert im Allgemeinen daran, dass man natürlich keine ausgebildeten Soldaten da rum laufen hat, sondern Lehrer, Handwerker, Ärzte usw.
    Was bedeuten würde dass 1. jeder Soldat ein ausgebildeter Taktiker ist und 2. Berufssoldaten wenig Probleme damit hätten sich in ihrer Freizeit in ein entsprechendes Gefüge einzufügen.

    Meiner subjektiven Erfahrung nach ist beides in der Allgemeinheit falsch..es gibt sowohl taktisch agierende, körperlich fite und sich einfügende Soldaten als auch das krasse Gegenteil. ~musste nur mal die Ehre der Nichtsoldaten hochhalten~

    Die Sache ist aber halt das Taktik in erster Linie mal Disziplin voraussetzen würde. Was bringt all die Planung des Heerstabes wenn der Soldat zur verabredeten Zeit lieber schläft, würfelt oder flirtet? Und Menschen gerade auf einer größeren Veranstaltung ist es schwer den Teilnehmern klar zu machen das Larp eben nicht nur entspannend sondern auch schlafentziehend, psychisch anstrengend und vielleicht sogar schmerzhaft sein kann.

    Was übrigens eine in letzter Zeit für mich immer öfter zu beobachtende Taktik ist ist die "Zermürbungstaktik" (welche ich mir durchaus historisch vorstelle) : Man schickt einfach über die Nacht in regelmässigen Abständen kleine Gruppen einfach so nah ans Tor bis jemand "ANGRIFF AUF DAS LAGER!" schreit. Dann zieht man sich langsam wieder zurück. Nach den fünften mal raus aus dem Schlafsack, gerüstet im Schnellverfahren, gekleidet aber ohne Schuhe noch schnell die Axt gegriffen und raus aus dem Zelt hatte selbst ich beim großen Angriff keine Lust mehr was auch an der OT-Reaktion einiger Spieler zuvor "Idiot brüll nicht so, ich will schlafen" liegt.

    Da es jedoch wohl eher um taktische Manöver geht, auch die habe ich inzwischen öfter wenn auch im kleinen Maßstab beobachtet. Flankenangriffe auf die Seiten des Schildwalls mit leicht gerüsteten zum Beispiel. Oder das Druck ausüben an einer Stelle um dann an einer ganz anderen durchzubrechen.

    Vom regelmässigen "Wir folgen unseren Anführer bis in den Tod" halte ich übrigens generell nur relativ wenig. Dafür sind mir meine Charaktere dann doch OT zu teuer und zu wichtig geworden. Und da ich weder etwas auf "magische Wiederbelebung" noch auf "Friedhofsspiel alla WoW" gebe ziehe ich mich in entsprechenden Fällen dann doch lieber zurück.

  6. #6
    Chevalier
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    Der Spießerwall™ funktioniert auch ohne Schilde. Es ist halt meist eine Frage der Übung und des wollens, wie schon gesagt. Leider fallen auch praktisch Pfeilhagel weg, ebenso wie Kavallerieangriffe.

    Es gibt so nur wenige Taktiken wie Flanken umgehen, Plänkler/leichte Truppen den Feind locken lassen (der alte "Oh der Feind flieht, renne ich doch kopflos hinterher!"-Trick) und mit der schweren Infanterie Engpässe gegen Übermacht halten o.ä.
    ...
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  7. #7
    Konrad
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    Taktik gibt es meiner Meinung nach durchaus - Auf Großcons hat man dann auch tatsächlich mal auf Spielerseite 40+ motivierte Kämpfer, die die Anordnungen eines einzelnen Anführers gut umsetzen und die Gruppe so deutlich mehr ausrichten kann, als sie nach reiner Kopfzahl eigentlich könnte. Da funktionieren dann auch mal (kleinere) Taktiken wie Flankenangriff, Öffnen der Reihe für eine anstürmende Brechereinheit usw.
    Auf kleineren Cons ist dann aber meist doch das Problem, dass die 40 Kämpfer in 15 verschiedene Gruppen eingeteilt sind, und sich alle nicht recht einem Kommando unterwerfen wollen. Was ja meistens der Hauptgrund ist, warum die, nicht diesen Einschränkungen unterliegenden NSC mit den SC den Boden aufwischen jönnten, wenn sie es wollten.

    Wie schon aufgeführt wurde, sind auch meiner Meinung nach die mangelnde OT-Disziplin und bei nicht wenigen immer noch der Wunsch den unbeeindruckbaren harten Hund zu spielen, ist sicherlich das größte Problem, zusammen mit der Überzahl an Leuten die glauben was zu sagen zu haben im Verhältnis zu denen die sich IT auch mal was sagen lassen.





    Zitat Zitat von Gerwin
    Was übrigens eine in letzter Zeit für mich immer öfter zu beobachtende Taktik ist ist die "Zermürbungstaktik" (welche ich mir durchaus historisch vorstelle) : Man schickt einfach über die Nacht in regelmässigen Abständen kleine Gruppen einfach so nah ans Tor bis jemand "ANGRIFF AUF DAS LAGER!" schreit. Dann zieht man sich langsam wieder zurück. Nach den fünften mal raus aus dem Schlafsack, gerüstet im Schnellverfahren, gekleidet aber ohne Schuhe noch schnell die Axt gegriffen und raus aus dem Zelt hatte selbst ich beim großen Angriff keine Lust mehr was auch an der OT-Reaktion einiger Spieler zuvor "Idiot brüll nicht so, ich will schlafen" liegt.
    Huiiii, das klingt ja nach einer richtigen Menge Spielspaß - zumindest für masochistische Brachialkonsequenzler
    OT zu wissen und auszunutzen, dass die Leute nach dem 5. Mal einfach keine Lust mehr haben, weil sie OT wissen, dass es hier nicht um Leben oder Tod sondern um eine Spielspaß-Wochenende geht, halte ich für eine ziemlich derbe OT-Taktik, vor allem in Kombination mit einem nicht-angreifbaren NSC-Lager, nur 50 OT-Meter entfernt.
    Nichts gegen Nachtwache und erhöhte Aufmerksamkeit, das kann trotz Schlafmangel und Anstrengung wirklich viel Spaß machen. Aber das gesamte Lager einfach um den Schlaf zu bringen und sich darüber zu freuen, dass der Gegner nun keine Lust mehr hat zu kämpfen, ist wohl eher eine Sache für ziemlich erfolgs- und effizienzorientierte "Spieler".

  8. #8
    Chevalier
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    ..besonders wenn die NSC dann lachend selbst ins Bett gehen können und ausgeruht am nächsten Morgen erscheinen...und dann merken sie irgendwann am nächsten Tag, dass es vielleicht auch Scheiße ist gegen LARPer zu kämpfen, die nicht ausgeruht sind, gestresst, sauer und deswegen ein eher ungewollt eingeschränktes Urteilsvermögen haben, was die Stärke und vor allem die Koordinierungsfähigkeit ihrer Schläge auf die NSCs angeht...
    ...
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  9. #9
    Gerwin
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    OT zu wissen und auszunutzen, dass die Leute nach dem 5. Mal einfach keine Lust mehr haben, weil sie OT wissen, dass es hier nicht um Leben oder Tod sondern um eine Spielspaß-Wochenende geht, halte ich für eine ziemlich derbe OT-Taktik, vor allem in Kombination mit einem nicht-angreifbaren NSC-Lager, nur 50 OT-Meter entfernt.
    Ich denke sooo arg OT ist die Situation gar nicht, um ehrlich zu sein. Auch Soldaten werden sicher bei Schlafentzug unruhig und brauchen auf Dauer länger um sich anzuziehen. Ich persönlich mag solche Spiele fast schon, problematisch sind nur 2 Punkte. Erstens führt die OT-Übermüdung wohl wirklich bei dem ein oder anderen zu einer unsicheren Kampfweise. Spätestens ab 30 Stunden ohne wirklichen Schlaf hatte ich auch schon Gedanken die Axt in die Hand zu nehmen. Das andere ist eben so eine Sache von verschiedenen Vorstellungen für ein gutes Con. Ganz böse gesagt kann ich mir als Student regelmässig nach einen 4 Tage-Dauerstreßcon zwei Tage Auszeit nehmen in denen ich mich erhole, langsam wieder anständig zu essen anfange, die blutende Füße versorge etc. Wenn jemand nun arbeitet, eine Familie hat (oder sogar mit Familie auf Larp fährt) kann ich die OT-Aggression nach dem dritten Alarmruf verstehen. Ob man darauf als Spieler/NSC Rücksicht nehmen muss ist eine andere Frage.

    Auf kleineren Cons ist dann aber meist doch das Problem, dass die 40 Kämpfer in 15 verschiedene Gruppen eingeteilt sind, und sich alle nicht recht einem Kommando unterwerfen wollen. Was ja meistens der Hauptgrund ist, warum die, nicht diesen Einschränkungen unterliegenden NSC mit den SC den Boden aufwischen jönnten, wenn sie es wollten.
    Sehe ich in Teilen anders. Zumindest auf größeren Veranstaltungen (und wohl auch auf kleineren Cons) haben NSCs einmal den wirklich großen Vorteil eines nicht angreifbaren NSC-Lagers aber häufig auch die entsprechende SL-Unterstützung. Dass ist nun keinesfalls negativ gemeint...aber gerade von größeren Veranstaltungen in denen ein gewisser Punkt "gehalten werden muss" sind mir durchaus SL-Funksprüche alla "Die Spieler werden jetzt langsam müde, wachablösung nicht in Sicht..macht euch bereit" bekannt. Anders wäre ein Verhältnis von 4 Spielern pro NSC welches auf manch einer Veranstaltung herrscht aber wohl auch kaum zu bewältigen.

    Gut finde ich immer für eine gemeinsame Taktik eine gemeinsame IT-Lageransprache und ein (im Idealfall rund um die Uhr) besetztes Wachzelt in dem an sich Informationen über geplantes Vorgehen abholen kann (oder bei Bedarf mitplant). Oft fehlt es meiner Erfahrung nach nämlich nicht nur an unterordnungswilligen Spielern sondern auch an einer gemeinsamen Aktion der man sich unterordnen kann. Wäre dies gut umgesetzt hätten (hoffe ich) die wenigsten Spieler ein Problem damit ihre Grüppchen und OT-Streitigkeiten erstmal niederzulegen um sich unter ein gemeinsames, taktisch organisiertes Banner zu vereinen.

    Vielleicht sehe ich dass aber auch zu idealistisch.

  10. #10
    Benutzer755
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    Mhm, irgendwie sind mir eure Probleme fremd. Daher mal ne Frage: Wie komt es in anderen Lagern auf Großcons zu einem "Sprecher" des Lagers? Bei uns heißt der Heerkönig und die Wahl findet direkt nach dem IT-Gehen an. Bisher sind da recht gute bei rausgekommen und auf die wird gehört, wenn sie etwas sagen. Ist auch noch nicht vorgekommen, daß wir seine Aktionen so blöd fanden, daß wir nicht mitgemacht hätten. Hm. Ob das jetzt daran liegt, daß sich das GH besser untereinander kennt, keine Ahnung.
    Die Sache ist, denke ich, wenn ein Lager einem Sprecher folgen täte, dann wäre auch Taktik nicht das Problem, wenn ich mir allerdings vorstelle, daß jede Fisselaktion ewig lang mit allen Gruppenanführern diskutiert wird, dann hab ich womöglich auch keinen Bock mehr irgendwas für das gesamte Lager zu tun. Warten macht mürbe.

    Aber irgendwas muß das GH ja gut machen, sonst hätte sich beim CoM in der Endschlacht nicht eine Gasse für uns gebildet, als wir mit Schlachtruf ausrückten. (So ein geiles Bild....und das Meer teilte sich...woahhh)

    LG
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