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  1. #1
    Gerwin
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    Toleranz: Notwendigkeit oder "Spaßbremse"?

    Moin allerseits,

    nach einigen Threads in denen die Wattebäuschlein ja schon eher Wurfäxtchen ähnlich sahen und Erfahrungen auf den letzten Cons drängt sich mir eine Frage auf:

    Wie tolerant seid ihr eigentlich gegenüber Spielweisen/Kleidungsstillen oder sonstigen Verhaltens/Kampfweisen die nicht ganz in euer "Larpbild" passen.

    Gemeint ist hier erst einmal die OT-Toleranz (bei bedarf gerne auf IT-Toleranz erweiterbar). Toleriert ihr als Großconbesucher das Katzenwesen in Leopardenstrumpfhose und entsprechenden Oberteil? Akzeptiert ihr die Träger schlecht sitzender Platten, auch wenn sie euch selbst nicht in den Kram passen? Nimmt ihr hin dass der 40 Kilo Asiate neben euch einen mächtigen Barbaren darstellt (auch wenn euer Bild eines Barbaren doch minimal anders aussieht)? Versucht ihr selbst dann mit dem Hauptmann des Söldnertruppes zu spielen wenn dieser irgendwie gar nicht nach "Hauptmann des Söldnertruppes" sondern eher nach "der letzten Metalldisco entsprungen und ein wenig Leder und Fell übergeworfen" aussieht?

    Die Beispiele sind nur um zu verdeutlichen worum es ungefähr geht gemeint, gerne kann jeder seine persönlichen Beispiele einfliesen lassen. Würdet ihr derartigen für euch unstimmigen Konzepten aus den Weg gehen/versuchen doch irgendwie mit ihnen zu agieren/sie im Zweifelsfall versuchen durch IT (oder OT) Aktionen "umzuerziehen"?

    Meine persönliche Meinung ist da eigentlich gerade im Aufbruch. Während ich zu Beginn meiner Larpzeit versucht habe eigentlich zumindest auf jedes anspielen in "irgendeiner Weise" zu reagieren (und dass meist nicht destruktiv um meinen gegenüber ein Spiel zu ermöglichen) hat sich mit wachsender Conerfahrung die Spielweise hin zu ignorieren wir es einfach gewandelt und inzwischen einen Grad von "Machen wir IT doch mal ein bisschen Ärger, vielleicht fällt dann der gewünschte Groschen" fast erreicht. Katzenwesen mit Öhrchen am Stirnreif, Gothichalsband um und kurzen Röckchen dürfen zum Beispiel wenn ich Torwache habe besonders lange warten, müssen fünf mal erklären was sie genau sind (und warum sie kein Dämon sind) und kommen im Extremfall nur mit "Frauchen/Herrchen" der für sie bürgt ins Lager. Grund für den Sinneswandel (und Mitgrund für einige OT-Streitigkeiten im nachhinein) ist bei mir einfach die Erfahrung dass solche Konzepte sich 1. weiter ausbreiten und 2. verschlimmern wenn man sie nicht ein wenig "unattraktiv" macht. Die schlecht gemachte Katze kommt dann zum Beispiel nächstes Jahr als WoD-Garou wieder (wer es nicht kennt, Werwölfe im weitesten Sinne mit 5 wandelbaren Gestalten (eine davon meist über 400 kg schwer, eine andere ein normaler Wolf)...im Larp so gut wie nicht darstellbar.

    Zugegeben, ein gewisses schlechtes Gewissen bleibt immer...und auch manchmal ein Bruch in der Schlüssigkeit (auf dem CoM erlebt als dummerweise DIREKT nach einen wirklich miesen Katzenwesen dass gut in eine Gothicdisco gepasst hätte und entsprechend "geärgert wurde" ein gut gemachtes Katzenwesen mit Vollmaske, Fellanzug und Tatzen ins Lager wollte). Deshalb die Frage..wie haltet ihr es mit OT-Toleranz gegenüber Dingen auf Cons die euch OT nicht in den Kram passen?

    Gruß

    Gerwin

    P.S.: Die Ähnlichkeit zum Schlüssigkeitsthread ist dem Verfasser klar. Man könnte es als eine Art "Fortsetzung" sehen für die Fälle in denen ein Konzept subjektiv nicht schlüssig ist.

  2. #2
    Lorenz
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    Sehr tolerant, solange ein Mindestmaß an Gewandung und Darstellung erkennbar ist, immerhin will ich an dem WE auf dem Con Spaß haben und nicht zur eigenen Spaßbremse werden, indem ich 50%+ der Konzepte für mich als "mag ich nicht, ignoriere ich" ausblende.
    Ich mag solche Intoleranzler auch gar nicht, die nur über alles und jeden lästern und sonst nix produktives (spielterisch gesehen) zu Wege bringen.

    Nix gegen Konfliktspiel, sehr gerne, aber aus OT-Gründen (und das sind alle genannten Gründe von Gerwin) ablehnend dem Spieler gegenüber zu werden ist OT-charakterlich sehr schwach.

    Aber ich steh wahrscheinlich mit meiner Meinung allein auf weiter Flur und halte mich an kölsche Grundsätze:
    Lävve und lävve losse
    Et hätt noh immer jot jejange
    Jeder Jeck is anders

    Hat bisher immer gepasst, ist halt ne Lebenseinstellung von mir.
    Basically... RUN!

  3. #3
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    Bitte nicht "Tolerieren" mit "Akzeptieren" durcheinanderwerfen.

    Tolerieren tue ich so ziemlich jeden, sofern es nicht gerade das absolute Nerv-Konzept ist, akzeptieren aber eben nicht unbedingt.

    Das schlechte Katzenwesen soll eben seinen Spaß haben, aber ich muß es ja nicht unbedingt anspielen...bzw. beim angespielt werden daraus eine Lebenslange IT-Freundschaft machen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  4. #4
    Gerwin
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    Vermischt sich an diesen Punkt nicht automatisch "Toleranz" mit "Akzeptanz"?

    Oder bedeutet "Toleranz" soviel wie "mag ich nicht, lass ich aber dennoch leben?". Und Akzeptanz dann schon eher "mag ich zwar nicht, spiel aber dennoch mit".

    Nix gegen Konfliktspiel, sehr gerne, aber aus OT-Gründen (und das sind alle genannten Gründe von Gerwin) ablehnend dem Spieler gegenüber zu werden ist OT-charakterlich sehr schwach.
    In gewisser Weise ist dass "des Pudels Kern". Es bleibt aber ansonsten nur ignorieren (was meiner Meinung nach hinten losgeht....sie Garou und so nette Sätze wie: Hat sich ja keiner beschwert letztes Jahr), oder eben irgendwie versuchen das "Unlustgefühl" IT zu bearbeiten. Natürlich gäbe es noch die Alternative zum Katzenwesen zu gehen und es OT darauf aufmerksam zu machen dass es vielleicht ausserhalb seiner Gruppe mit dem Konzept nicht "ganz so gut ankommt wie es meint"...aber dass wiederrum wäre nicht meine Art. Natürlich spielen da immer OT-Gründe ins IT-Verhalten mit rein...aber wenn man mal ehrlich ist gibt es genug "IT-Tierwesenhasser" (und ich meine damit einen Hass auf ALLE Tierwesen) die auch OT derartige Konzepte "nicht ganz so spielbereichernd" finden.

    Ob eine derartige Einstellung in Ordnung ist...bleibt mal der Diskussion vorbehalten .

  5. #5
    Aeshma
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    Bitte nicht "Tolerieren" mit "Akzeptieren" durcheinanderwerfen.

    Tolerieren tue ich so ziemlich jeden, sofern es nicht gerade das absolute Nerv-Konzept ist, akzeptieren aber eben nicht unbedingt.

    Das schlechte Katzenwesen soll eben seinen Spaß haben, aber ich muß es ja nicht unbedingt anspielen...bzw. beim angespielt werden daraus eine Lebenslange IT-Freundschaft machen.
    Danke Kelmon =)

    Grüße
    Aeshma, klaut einfach Kelmons Antwort

  6. #6
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    Lustig ist, dass ich als Beginner mit Piratenhemd und LKederhose zu BW-Stiefeln ganz schnell intolerant wurde...und mittlerweile wieder dazu neige mit jedem zu spielen, weil ich merke, dass jemand der sich gutwillig zeigt eher zum Vorbild geeignet ist, als jemand, der jemanden IT ignoriert/disst bzw. OT spottet. Und Personen, die von anderen schräg angeguckt werden neigen auch eher dazu Leuten, die sie als gute Spieler mit guter Gewandung kennegelernt haben UND die mit ihnen auch spielen, als jemand der gut spielt und gut aussieht, aber NICHT mit ihnen spielt, nachzueifern was Spiel und Gewandung angeht.
    ...
    Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)

  7. #7
    Cathal
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    Hm, also generell toleriere ich schon fast alles. Ob ich es gut finde ist was anderes. Auch ich möchte hier den Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz betonen.
    Gut, es gibt einige Sachen, da muss man sich schon sehr zusammenreißen, ist mir persönlich aber eigentlich kaum unter gekommen. Vielleicht bin ich auch einfach noch nicht Großcon-geschädigt
    Nächste Con: t.b.a

  8. #8
    ro'gosh
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    Kommt immer aufs Konzept an, Dinge die ich einfach OT nicht mag ignorier ich einfach, Sachen die mich aber nerven z.B. Kender werden auf der Stelle umgeschnetzelt oder von anderen beseitigen gelassen.

  9. #9
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    Also ich bin da zeimlich tolernat. Liegt aber vll daran, dass ich ziemlicher Anfänger bin. Solange es passt und nicht zuuu wild ist, stört es mich nicht viel. Gut, ich rolle dann öfters innerlich die Augen, lass den Leuten aber auch ihren Spaß, solange sie micht nicht direkt stören.

    z.B. Ich mag Piraten nicht sonderlich. Aber lass denen ihren Spaß. Oder den 16jährigen Palladin von letzten Con. Ziemlich lächerliche Darstelllung, aber was solls.

    Wenns gar zu wild wird, zB Gothicklamotten und als Charakter "Finstere, missverstandene Hexe" und ähnliche Pannesamtauswüchse, dann ignoriere ich sie einfach. Aber nicht total. Ich spiel solche Leute einfach nicht von selbst an. Wenn die mich anspielen, dann reagiere ich schon, sit ja nicht so, dass ich sie dann komplett ausblende.

    Nervkonzepte mag ich OT und auch IT nicht. Und dass verstecke ich IT auch nicht. Wer einen Nervkender spielen will, muss damit rechnet, dass mal ein "Hau ab, Diebespack!" fällt.

    Aber sonst, hm, ich würde mal sagen, recht tolerant. Aber vielleicht liegt es daran, dass ich noch nie eines dieser sog. "Katzenwesen" gesehen habe.

  10. #10
    Cathal
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    "Nervkender"... Ich mag Kender, habe bislang zwei live erlebt und die fand ich wirklich gut. Klar, die machen auch gewisse Probleme, aber es macht Spaß mit ihnen zu spielen.
    Nächste Con: t.b.a

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