Seite 3 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 65
  1. #21
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

    Beiträge
    16.690
    Die Schadenswirkung bei einen größeren, schwereren Menschen dürfte vielleicht 1/4 bis 1/5 mehr umfassen (gefühlt durch die Beobachtung des "Hau den Lukas"..hat mich damals mal interessiert).

    Natürlich kann dieses Viertel entscheidend sein, da gebe ich dir recht. Gerade wenn es um das "zerschlagen" einer Rüstung geht ist dass "Viertel mehr" teilweise sogar notwendig. Im Allgemeinen gilt aber meiner Erfahrung nach, je martialischer die Waffe umso weniger hat ihr Einsatz mit der Konstitution des Schlägers zu tun. Ein "Fussstreithammer" baut schon alleine über seine Konstruktion eine Wirkung auf welche nicht zu unterschätzen ist, auch bei schwächeren Menschen. Um jemand allerdings mit einer Machete einen Arm abzuschlagen bedarf es schon einer ordentlichen "Kraft". Aus diesen Grund haben sich ja im asiatischen Bereich auf viele Kampfkünste mit Stangenwaffen gerade für Frauen herausgebildet, durch die entsprechende Technik wird ein Minus an Kraft ausgeglichen.

    Dass dieser Ausgleich nie vollständig sein kann ist logisch, von daher ist es ja auch jeden selbst überlassen wie er auf einen entsprechenden Treffer reagiert. Beachtet man allerdings den großen Kraftunterschied beim Boxen oder in Waffenbereichen wo es eindeutig eher auf eine Kraft des "Schlägers" ankommt und vergleicht diesen mit dem Unterschied bei Langwaffen dürfte der Unterschied eher gering sein. Auserdem stellt sich natürlich die Frage ab wann man seinen gegenüber mit der Waffe ernst nimmt (für einen Footballspieler wirken wir wahrscheinlich alle lächerlich, und eigenartiger Weise setzen viele Larper ,inklusive mir teilweise, die Untergrenze für einen ernstzunehmenden Gegner meistens bei sich selbst an).

    Gerade in Anbetracht der historischen Tatsache dass (auch wenn es blöd klingt), die kleinen, schmalen unter uns wahrscheinlich eher den historischen Bild eines "Kämpfers" entsprechen dürften als große, muskelbepackte "Modelathletenlarper", und gerade in Anbetracht der Tatsache dass unsere deutlich kleineren Vorfahren mit einen Rabenschnabel durchaus verherrende Wirkungen erzielt haben dürften sollte man da die Auswirkung des Körpers nicht überbewerten.

    Letzten Endes macht es aber (abseits von dieser Glaubensfrage) eine gewisse Cineastik vielleicht gerade aus dass man auch zusammenklappt wenn der gegenüber auf Grund körperlicher Voraussetzungen vielleicht eher weniger Wirkung erzielt hätte. Zum Beispiel war für mich das fesselnde am Herr der Ringe (insbesondere an den Filmen) gerade die körperliche Unterlegenheit der Hobbits. Dennoch gelang es ihnen einige Orks zu besiegen, und gerade dass führt doch zum Mitfiebern der Zuschauer und zu einen netten "Effekt". Stellt man sich nun vor dass die Orks von den Schauspielern der Hobbits gespielt würden und die Hobbits von den Orks wäre der Film nur halb so "mitreißend" weil sich eben jeder sofort innerlich sagen würde "klar gewinnen die Hobbits."

    Der gleiche Effekt tritt in der Realität beim beobachten eines Boxkampfes zwischen einen dieser 2,19 Riesen und einen "normalgroßen Boxer" ein. Schon der "normalgroße" ist im Vergleich zum normalen Menschen ein Hüne. Dennoch solidarisiert sich das Publikum automatisch eher mit David als mit Goliath. Effektiv (und vielleicht auch realistisch) wäre es somit wohl die Treffer bis zu einer gewissen Größe des gegenübers einfach zu "ignorieren" oder an der Rüstung runterzuzählen (mach ich selbst subjektiv manchmal noch zu oft). Gerade der Effekt eines schweren Treffers durch eine eigentlich "unterlegene" Person geht dann eher in den cineastischen Bereich...kann aber sowohl für die Zuschauer als auch für die "Teilnehmer" in der richtigen Situation durchaus passend sein.

    Gruß

    Gerwin

  2. #22
    Aeshma
    Aeshma ist offline
    Moderator Avatar von Aeshma

    Ort
    Pfälzer Entwicklungshelfer im Saarland
    Beiträge
    6.829
    "Deshalb würde ein trainierter Asiate auch im Schwertkampf mit den meisten was sich so "historischer Schwertkämpfer" nennt den Boden wischen "
    Klar muss ja so sein, immerhin hat's Galileo getestet!

    Du glaubst das Net wirklich oder...? troll

    Grüße
    Aeshma
    Moderative Eingriffe werden als eben solche gekennzeichnet

    Bei Problemen gebt uns bitte im Thread "Meldungen an die Mods" Bescheid. In wirklich dringenden Fällen (oder Dingen die nicht öffentlich sein sollen) bitte auch per PM. Wir kümmern uns dann ASAP.

  3. #23
    Leander
    Leander ist offline
    Forenjunkie Avatar von Leander

    Ort
    Berlin
    Beiträge
    4.505
    Also wenn wir von wirklich trainierten Kampfsportlern sprechen und dem Großteil der Leute, die heute "historischen Schwertkampf" betreiben, gebe ich ihm Recht.
    Dieser Vergleich ist aber mehr als nur ungerecht.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  4. #24
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

    Beiträge
    16.690
    Ich hätte den Vergleich vielleicht etwas genauer beschreriben sollen.

    Gemeint ist nicht dass ein asiatischer Krieger einen europäischen von der Technik oder von seiner Ausrüstung generell überlegen war (keine Ahnung ob dass in Galileo so rüberkam..hab keinen Fernseher). Betrachtet man heute aber die Menschen welche "historischen Schwertkampf" betreiben so setzten sich die meisten (eigentlich alle die ich kenne) höchstens 2-3 mal die Woche mit dem Thema auseinander. Es ist eben lediglich ein Hobby wie Amateurfussball. In Asien hat diese Art Kampfkunst/sport allerdings eine lange Tradition behalten während bei uns der Schwertkampf lange Zeit weitgehend "untergegangen" war. Von daher trainieren dort Kendokämpfer/Betreiber ähnlicher Sportarten manchmal 5-6 Tage die Woche und sind von daher ihren heutigen europäischen Kollegen im Regelfall stark überlegen. Dazu kommt dass die Überlieferung asiatischer Schwertkünste soweit ich weiß recht lückenlos ist während man als Europäer vielleicht einige Quellen für den Kampf mit den Anderthalbhänder hat...beim Kampf mit Schwert und Schild hört es aber bis auf ein einziges, sehr spezielles Fechtbuch meist schon auf. Der Vergleich sollte lediglich "zeigen" dass eine Waffe die körperliche Überlegenheit eines Kämpfers relativieren kann (!) und war nicht in Richtung einer generellen Überlegenheit gemeint.

    Wie ein Kampf zwischen einen europäischen und einen asiatischen Kämpfer in der entsprechenden Epoche ausgegangen wäre ist zwar eine interessante Frage, aber ich denke dass kann man aus der Retrospektive nie gut beurteilen.

    Gruß

    Gerwin

    *mag eigentlich keine asiatischen "Mythen".

  5. #25
    Awatron
    Awatron ist offline
    Hardcore Poster Avatar von Awatron

    Ort
    Salzburg
    Alter
    35
    Beiträge
    5.569
    Wie nie gut beurteilen? Wofür gibts denn Deadliest Warrior?

  6. #26
    salogel2
    salogel2 ist offline
    Erfahrener User

    Ort
    Neu-Anspach (Frankfurt)
    Beiträge
    290
    keine ahnung, ob ich das jetzt heir richtig postet, oder nicht

    ich und meine Freunde wussten zuerst gar nicht (bis vor nem halben jahr), dass man vor dem Treffen der gegnerischen Waffe (oder des gegnerischen Körpers) abbremsen muss! seitedem wir es jetzt aber wissen (und auch umsetzen) kommen mir die Kämpfe wesentlich langweiliger vor, vorallem, weil es ofet mal vorkommt, das wir durch diese "vorsige Schalge" (falls ihr wisst, was ich meine) manchmal auch die Waffe des Gegners verfehlt, oder so! und die Kämpfe werden auch viel unflüssiger und so!
    "Viele, die leben, verdienen den Tod, und manche, die sterben, verdienen das Leben. Also gehe nicht so leichtfertig mit dem Todesurteil um."

  7. #27
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

    Beiträge
    16.690
    Ich versteh was du meinst, nur die Sicherheitsbedenken bei einer durchgezogenen Larpwaffe sind einfach zu groß. Natürlich werden die Kämpfe dadurch langsamer. Natürlich gelingt dem Gegner auch dass ein oder andere "wegducken" welches er vielleicht bei einer durchgezogenen Waffe nicht geschafft hätte. Es mag auch stimmen dass du und deine Freunde mit einer durchgezogenen Waffe noch nicht viel Schaden anrichten. Je schwerer und kräftiger..aber auch je geübter..ihr mit der Waffe werdet umso mehr Schaden richtet ihr allerdings auch an. Ich selbst bin auch kein Freund von extrem abgestoppten Kämpfen, inzwischen überwiegt aber einfach eine Mehrheit an Spielern die es mit guten Gründen so will. Gerade beim Larpkampf hilft es von daher dass ganze weniger als eine Art "Kampf(sport)" anzusehen sondern eher als eine Art "Improvisationstheater" in welchen es eben mehr darauf ankommt mit einen Gegner zu kämpfen als gegen diesen.

    Natürlich verliert dadurch auch der ein oder andere Charakter an Wert und abgestoppte Streichelkämpfe haben mich zumindest einen meiner heißgeliebten PvP Charaktere "gekostet". Aber dass ist ein Preis denn man eben heute für die Sicherheit UND die Meinung der Mehrheit zahlen muss.

    Gruß

    Gerwin

    *findet Larp sehr basisdemokratisch*

  8. #28
    Cartefius
    Cartefius ist offline
    Hardcore Poster Avatar von Cartefius

    Ort
    Göttingen
    Alter
    37
    Beiträge
    7.344
    "vorsige Schalge" (falls ihr wisst, was ich meine)
    Tut mir leid, keine Ahnung. Es könnte helfen, deine Beiträge nochmal durchzulesen, bevor du sie abschickst.

  9. #29
    Awatron
    Awatron ist offline
    Hardcore Poster Avatar von Awatron

    Ort
    Salzburg
    Alter
    35
    Beiträge
    5.569
    Na ja, das kommt immer auf den Gegner an. Bei Unbekannten bremse ich natürlich ab und kämpfe vorsichtig. Aber ich kenne auch Leute, die wie ich es im Kampf etwas härter mögen. Und durch Rüstungen gut geschützt wird dann aufeinander eingedroschen. Schaut für die Umstehenden eigentlich immer recht nett aus.

  10. #30
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

    Beiträge
    16.690
    Dass Problem an "bei Bekannten schlag ich fester zu" ist dass gleiche wie "bei Bekannten geh ich in den Infight". Es gibt sowas wie Aussenwirkung, mal davon abgesehen dass Aussenstehende betroffen sein könnten (zumindest in einer Schlacht). Wirklich durchgezogene harte Schläge dürften auch eine Standardrüstung recht schnell überwinden bzw. auch durch sie Folgen hinterlassen. Alles in allen kann man "realistisch-megaharte" Kämpfe in meinen Augen schöner ausserhalb des Larpes haben . Hat dann auch den Vorteil dass man sich moderner Schutzausrüstung bedienen kann die im Vergleich zu einer anständigen Larpplatte einfach wesentlich günstiger ist. Auserdem gehen an dem Punkt ja auch Holz/Kendoschwerter und ähnliches was die Larpwaffe schont .

Seite 3 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. "Geistkrieger" bzw. "Schamanenpaladin"
    Von Yendor im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 51
    Letzter Beitrag: 10.04.2013, 16:10
  2. Mein Genre heißt "Fantasy" und nicht "histori
    Von Ralf Hüls im Forum LARP - Allgemein
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 06.09.2012, 18:23
  3. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.04.2012, 17:24
  4. Kämpfen gegen Kinder
    Von Aeshma im Forum LARP - Allgemein
    Antworten: 111
    Letzter Beitrag: 01.10.2010, 11:04
  5. "Soldat" ohne "Söldner"
    Von Dennis im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 27.01.2008, 12:06

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
  • BB-Code ist an.
  • Smileys sind an.
  • [IMG] Code ist an.
  • [VIDEO] Code ist an.
  • HTML-Code ist an.
(c) mit Unterstützung von Trollfelsen.de