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  1. #21
    Harald Ösgard
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Bis auf dass die Magd, wenn sie gut gespielt ist ja gerade in der Menge unter geht. Eine gut dargestellte Magd steht (ausser sie will gerade etwas verkaufen) nicht im Vordergrund, anders als zum Beispiel der Ritter in glänzender Rüstung. Insofern wäre eine Magd welche zumindest auf einer Veranstaltung mit tausenden Teilnehmern in Erinnerung bleibt nicht gut, sondern gerade schlecht gespielt .
    Aber dass schweift wohl vom Thema ab
    Ich finde eher, das trifft das Thema recht deutlich an der Wurzel:
    Anerkennung / Aufmerksamkeit WOFÜR?
    Wenn die Magd als OT Mensch eine sympathische oder sogar atraktive Ausstrahlung hat und dann auch noch gut und routiniert spielt, dann wäre die aber definitiv deutlich mehr in meinem Focus als irgend ein Typ, der viel Geld am Körper trägt und von sich aus definieren will, daß er jetzt gefälligst wichtig wäre.
    Hingegen kann es natürlich auch sein, daß ich den einfach nur so dasitzenden Ritter, der stumm sein Bier trinkt und in Gedanken oder im Spiel mit seinen Leuten ist, so dermaßen faszienierend finde, daß mir die gut gebaute, gut leicht gewandete - aber aufdringliche Bauchtänzerin grad mal so dermaßen völlig am Arsch vorbeigehn könnt... (wenn sie denn endlich mal gehen könnt...)

    Generell ziehe ich es vor, meine Aufmerksamkeit / Anerkennung gefühlt frei und selbstbestimmt zu vergeben. Das ist so mit das Einzigste und gleichzeitig Wertvollste, das ich wirklich zu vergeben habe. Klar kann man mich manipulieren. Klar gibt es Eyecatcher....
    Aber für so dreistdummes Bildzeitungs-Niveau - "jetzt findet mal bitte alle das und das ganz toll und das da gaaaanz dolle doof" - dafür fühle ich mich schlicht zu arrogant und geistig überlegen. :wink:
    Da würde ich schon aus reinem Prinzip lieber in die Schmollecke gehen. Mit den provokanten Worten: "Ihr seid doch alle doof und soooo leicht zu manipulieren!!!" natürlich. Wenn ich da dann eine ganze Weile ganz alleine hocken würde, DANN würde ich mir ein geistiges Konstrukt basteln, das mir ermöglicht das Selbe zu tun wie alle anderen - AAAABER mit einer total anderen Begründung natürlich.

  2. #22
    Gerwin
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    Aber das Grundthema hatte doch letzten Endes gar nichts mit Aufmerksamkeit zu tun. Wenn ich mehr Aufmerksamkeit haben wollen würde, gleichgültig ob auf Foren oder beim Larpen selbst, würde ich ein Thema mit dem Titel eröffnen "Gerwin will mehr Aufmerksamkeit, was tun?". Das Thema Aufmerksamkeit war lediglich ein Versuch der Erklärung warum gewisse Rollen in meinen Augen immer noch beliebter sind als andere Rollen. Und wie man vielleicht dafür sorgen kann dass jede Rolle ein Stück vom "Kuchen" abbekommt. Das Grundthema war für mich aber eher die Frage ob sich Larper im kleinen oder etwas größeren Still auf das "Experiment Stufen/klassengesellschaft" einlassen würden. Der Gedanke kam wie gesagt aus den Beratungsthreads und am Rande aus einer Diskussion über "Ausbalancieren der Chancengleichheit" im Magierthread. Eine Gesellschaft wie die vorgeschlagene würde zum Beispiel dass erschaffen eines Magiers auf recht hohen Machtniveau ermöglichen welcher aber recht "friedlich" neben der einfachen Torwache mit dem Spieß in der Hand existieren könnte ohne dass die Torwache Angst haben muss beim ersten blöden Spruch sich in Rauch aufzulösen (oder mit einen entsprechenden anderen Spruch belegt zu werden).

    Ziel war auch nicht irgendjemanden vorzuschreiben wen er seine Aufmerksamkeit/Anerkennung schenken soll. Warum auch? Und selbst wenn irgendjemand dieses Ziel verfolgen würde wäre er wohl schon vom Anfang an durch die diversität von Vorstellungen zum "scheitern" verurteilt.

    Wir können gerne ein anderes mal darüber diskutieren warum viele Menschen (auch im Larp) immer nach Verbesserung ihres Charakters suchen. Für mich ist dass meist ,neben den Wunsch selbst ein gewisses Niveau zu erreichen, auch der Wunsch nach externer Anerkennung durch die Mitspieler. Denn wenn meine Umwelt mich anerkennt geht sie erfahrungsgemäß auch auf mich zu und so habe ich mehr Spielansätze (und Spielansätze will hier wohl jeder.) Selbstverständlich gibt es Umstände die alles ins Gegenteil verkehren (die absoluten Eyecatcher wie du sie nennst würde ich zwar wohl bewundern, aber wahrscheinlich rein aus "Schüchternheit/Zurückhaltung" oder wegen Bedenken der hunderste zu sein nicht ansprechen).

    Soviel nur um klarzustellen ...der Thread verfolgt(e) keinerlei Hintergedanken das Verfassers. Vielleicht versteh ich dich falsch..aber irgendwie hatte ich beim Lesen den Eindruck du willst hier mehr Manipulation unterstellen als beabsichtigt ist.

    Gruß

    Gerwin

  3. #23
    Harald Ösgard
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    Nee, also "ausnahmsweise" wollte ich Dir mal garnichts unterstellen.

    Der Thread war nur recht schnell an dem Punkt wo gesagt wurde: "gibts doch schon."

    Und dann kam die These, das es wohl mehr Kandidaten für die "schimmernden" Charaktere geben würde als für die Unspektakulären.
    Das hat mich dazu bewegt mal laut zu überlegen, warum bestimmte Leute einfach lieber was unauffälliges spielen würden.

  4. #24
    Schlachtross
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    1. Nein, ich hab real genug mit Regelungen etc zu tun da muss ich mir nicht noch im Hobby Schranken aufdrücken.

    2. Nein. Als Gewerkschafter / Angestellter muss ich wenigstens in einem bereich meines lebens darauf hoffen können aufzusteigen..

    just my 2 Cent
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
    Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
    Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
    Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"

  5. #25
    Vargsang
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    Vielleicht hat es ja damit zu tun, dass man mitunter einfach nur glaubt, durch Bespielen eines IT "höher gestellten" Charakters sich die Aufmerksamkeit/Anerkennung zu sichern?

    Aufmerksamkeit/Anerkennung (nehmen wir mal die Magd *g*) gewinnt man ja nicht, indem man sich selbst in den Vordergrund drängt. Aber gut gespielt bleibt sie demjenigen, der aktiv mit ihr zu tun hatte, garantiert irgendwo im Gedächtnis - auch, wenn sie IT vielleicht nur ganz bescheiden ihren Job gemacht hat. Vielleicht sogar mehr als der "Protz", der aufgemotzt daher kommt, dessen Spiel aber langweilig oder unschön ist.


    Irgendwie scheint mir, ist das wieder ein perfektes Thema für einen Harald-Spezial-Philosophie-Thread ...



    @Ian

    Ne, dieses Jahr war es da schon anders, in sich einiger - und laut Aussagen der "Veteranen" wohl auch deutlich besser.
    Liegt vielleicht auch daran, dass man sich untereinander und das Konzept der Con schon besser kannte.
    Und Kämpfe untereinander gab es gar nicht, lediglich ein paar Bestrafungsszenen - zumeist aber an den Unterführern, nicht an den Soldaten. Die haben gepasst.



    Grüße,
    Varg

  6. #26
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    Ich sehe darin auch kein großartig neuartiges Konzept.
    Für mich hört sich das einfach nur nach Ständegesellschaft an, die schon bespielt wird und für viele im Larp erstrebenswert scheint.

    Harald: Das hört sich so an als könnte dir das hier helfen.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  7. #27
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    Ich denke, es ging darum, daß das Ständespiel gehalten wird, nicht daß es ein solches nicht gibt. Wenn mit einem Ständespiel eingestiegen wird, ist es doch trotzdem so, daß der ein oder andere aufsteigen möchte. Nicht mehr nur Magd oder Knecht sein. Problem dabei ist, daß irgendwann keine Mägde/Knechte mehr da sind. Und da fängt das Problem an. Oh, und keiner will König werden, ist auc so ein Problem. Baron oder Freiher oder ähnliches vielleicht, aber daß sich jemand um den Königsposten schlägt, hab ich noch nie gehört.

    Und ja, mit höherem Stand darf man hübsche Klamotten tragen. Endlich Perlenstickereien, weil man sich als Magd keine Glasperlen (besonders blaue) nicht leisten kann. Endlich Schmuck tragen dürfen usw. Tschuldige, aber jemand der mit Schmuck nur so behangen ist, ist für mich kein Knecht/Magd. Ich denke, daß geht Männern mit Rüstung ebenso, wenn nicht sogar auch mit Klamotten.

    LG
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  8. #28
    Gerwin
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    Bisher, ich betone bisher, fehlte mir in der bespielten "Ständegesellschaft" halt immer die "Basis". Auserdem waren Gruppen mit Ständegesellschaft oft mit zahlreichen Freidenkern, Individualisten und Menschen vom Schlag eines Galileo durchsetzt welche unbedingt behaupten müssen dass ein seid Jahrhunderten funktionierendes System durchbrochen werden sollte (bildlich dargestellt, kein Anspruch auf historische Richtigkeit). Dieser Eindruck mag einfach daran liegen dass es an länger Larperfahrung mit derartigen Gruppen meinerseits fehlt.

    ABER...es ging auch nicht darum ein genial-neues Larpkonzept zu entwickeln Diese Entwicklung halte ich zumindest im Fantasybereich auch für unmöglich..da es inzwischen von der Steinzeitfamilie bis über die antike Gruppierung bis hin zum aufklärerischen Ketzer sowie einmal quer durch die Fantasyliteratur alles schonmal gegeben haben dürfte. Die Frage ist also weniger: "Wie kann ich das Larp neu machen?" sondern "gibt es eine Möglichkeit bereits vorhandenes ein Stück weit zu verbessern...bzw. wenn ihr alle schon im Zug setzt ...heh, wer zum Teufel hat meine Fahrkarte?!"

    Aufmerksamkeit/Anerkennung (nehmen wir mal die Magd *g*) gewinnt man ja nicht, indem man sich selbst in den Vordergrund drängt. Aber gut gespielt bleibt sie demjenigen, der aktiv mit ihr zu tun hatte, garantiert irgendwo im Gedächtnis -
    Tut sie? Dann läuft in meinen Gehirn was falsch. Denn irgendwie kann ich mich nie an das Gesicht der netten Heilerin erinnern die einen nach dem heilen noch freundlich angelächelt hat. Das Gesicht der Heerführerin welche ,wenn auch nach subjektiven Eindruck schlecht gespielt, ihre Soldaten übers Schlachtfeld scheucht bleibt dann schon deutlich eher in Erinnerung.

    Irgendwie scheint mir, ist das wieder ein perfektes Thema für einen Harald-Spezial-Philosophie-Thread ...
    und irgendwann werde ich auch noch mal Philosophie studieren in der Hoffnung dann endlich den Gedankengängen einiger Forenmitglieder folgen zu können.

  9. #29
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    Wobei ich übrigens die eingangs beschriebene "Notwendigkeit von Gefolge" in der Form für übertrieben halte.

    Nein, nicht jeder Ritter braucht einige Priester, 10 Soldaten und zig Handwerker und sonstige Bürgerliche in seinem Gefolge.

    Wer sich mir so als "einfacher Ritter" vorstellt, dem muß ich dann sagen, daß er seine Darstellung versemmelt hat. Genauso wie ein Bettler mit Brokatkleidung.

    Ich habe kein Problem, wenn jemand den besseren "berittenen reichen Bauern mit Ritterschlag" mit eigenem Großhof und einem Knappen und einem Knecht spielt.

    Tut sie? Dann läuft in meinen Gehirn was falsch. Denn irgendwie kann ich mich nie an das Gesicht der netten Heilerin erinnern die einen nach dem heilen noch freundlich angelächelt hat. Das Gesicht der Heerführerin welche ,wenn auch nach subjektiven Eindruck schlecht gespielt, ihre Soldaten übers Schlachtfeld scheucht bleibt dann schon deutlich eher in Erinnerung.
    Ich sehe da auch keinerlei Korrelation zwischen "dran erinnern" und "IT-Rang". Wenn ich mit Person A mehr Spiel habe als mit B, dann erinnere ich mich besser an A. Egal, ob A König oder Bettler ist.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  10. #30
    Vargsang
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    @Gerwin

    Tut sie? Dann läuft in meinen Gehirn was falsch. Denn irgendwie kann ich mich nie an das Gesicht der netten Heilerin erinnern die einen nach dem heilen noch freundlich angelächelt hat. Das Gesicht der Heerführerin welche ,wenn auch nach subjektiven Eindruck schlecht gespielt, ihre Soldaten übers Schlachtfeld scheucht bleibt dann schon deutlich eher in Erinnerung.
    Naja, freundlich anlächeln hat ja nix mit gutem Spiel zu tun, oder?

    Und ein Heerführer, der seine Soldaten übers Schlachtfeld schickt, drängt sich ja nicht explizit in den Vordergrund - er ist ja irgendwo schon von vorne rein "herausragend" aus der Masse, auch wenn er nur ganz trocken seine Rolle spielt. Aber ob das wirklich Aufmerksamkeit nach sich zieht oder einfach nur: "Gesicht XY, Heerführer, dadrauf hören" - und das bei jedem, der gescheucht werden darf?

    Ich kann mich hinterher meist an die Spieler erinnern, mit denen ich auf irgend eine Weise besonders in Kontakt gekommen bin - meist durch gutes Spiel, bzw etwas, wo man eben dasteht und sagt: boah geil, das gefällt mir richtig gut / will ich auch können. Und wenn da noch 50 um mich rumspringen und wichtiger/pompöser aussehen!
    Da kann es sogar eher sein, dass ich mir die schöne Waffe/Rüstung etc merken konnte, aber keinen Plan mehr hatte, welchen Menschen ich dazu packen muss.




    und irgendwann werde ich auch noch mal Philosophie studieren in der Hoffnung dann endlich den Gedankengängen einiger Forenmitglieder folgen zu können.
    Und du glaubst echt, das hilft?



    Grüße,
    Varg

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