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  1. #21
    Gerwin
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    Asiatische Rüstung: Ohne nun ein Experte für asiatische Rüstungen zu sein...denke ich dass du da historisch recht hast. Das Ding war auch eher als eine Art "alternativer Rüstvorschlag" für Charaktere die normalerweise keine Rüstung tragen gedacht. Eine sinnvoll gebaute Holzrüstung (über den Sinn des konkreten Teiles kann man streiten) fände ich zum Beispiel bei einen Druiden wesentlich schöner als ein "Standardlederteil".

    Das funktioniert nicht (oder nur in kleinen Dimensionen).
    Von mir waren auch kleinere Dimensionen gemeint, also etwas dass so in Richtung 3-5 cm Umfang geht. Auch dass kann vor allem wegen Hals und Gesicht schon recht eng werden...ist mir bewusst. Aber alleine ein stabiler Gambeson unter der Rüstung mit ein paar Schultern welche gut dazu passen dürfte schon viel bewirken während diese Rüstung zum Beispiel ihren Träger wohl eher schmaler erscheinen lässt als er eh schon ist.

    Mal ganz davon abgesehen, dass breiter vs. schmaler Körperbau nicht automatisch mehr bzw. weniger Kraft/Körperbeherrschung/usw. bedeutet.
    Ich stimme dir voll und ganz zu im Bezug auf die Körperbeherrschung. Aber ein Kampf in Rüstung ist realistisch gesehen nun weder Karate und erst recht kein Ballet. Einigt man sich darauf dass (gleiche Kenntnisse und Körperbeherrschung vorausgesetzt) wohl ein gutes Kraft/Ausdauertraining für einen Berufskrieger Voraussetzung ist hilft ein einfacher Blick auf jene Leute die dieses Training noch heute (und teilweise auf sehr traditionelle Art und Weise) betreiben. Mittelstreckenschwimmen, Rudern, die meisten Kontaktkampfsportarten und sogenannte "Fitnesssportler" dürften eine recht gute Vergleichsgruppe bilden. Von denen ist eigentlich keiner wirklich schmal..wenn auch nicht breit wie ein "Bauernschrank".

    Ob man diese Erkenntnis nun auf Rüstungsträger generell oder auf Rüstungsträger im Larp überträgt ist natürlich jeden selbst überlassen...nur dass Argument "Kraft/Ausdauer schlägt sich nicht auf die Statur wieder" ist zwar immer wieder gerne gebraucht, nur eigentlich ziemlich hinfällig.

    Wobei man dazu sagen muss, je höherrangiger der Rüstungsträger umso "gleichgültiger" stehe ich seiner Statur gegenüber. Der Heerführer darf ruhig ein "halbes Hemd" sein oder nen Bauch vor sich her tragen. Der muss ja vor allen Kopf und Charismaarbeit leisten

    Gruß

    Gerwin

  2. #22
    Leander
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    Holz hat schon einen Sinn als Material für Rüstungen.
    Auch bei späteren Yoroi, die nicht mehr durch Bambus schützen sollten, wurde Bambus eingesetzt, damit sich die Klinge darin verkeilt (nur als abnehmbares Teil auf der eigentlichen Rüstung im Schulterbereich).
    Einen Thread zu Holzrüstungen hatten wir aber schon, weshalb ich es für wenig sinnvoll erachte das Thema hier komplett neu zu diskutieren.

    Sportler: Je nachdem in welchem Bereich wir uns befinden sind die Leistungssportler durchaus "schmal", wenn auch gut trainiert. Muskulös zu sein bedingt eben einfach keine breiten Schultern, das eine geht auch ohne das andere.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  3. #23
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    Zitat Zitat von Gerwin
    nur dass Argument "Kraft/Ausdauer schlägt sich nicht auf die Statur wieder" ist zwar immer wieder gerne gebraucht, nur eigentlich ziemlich hinfällig.
    Du hast mich falsch verstanden:
    Ich sagte nicht, dass Kraft/Ausdauer nichts mit der Statur zu tun habe.
    Ich weise darauf hin, dass es Leute gibt, die von Natur aus extrem schmale oder extrem breite Schultern habe - das liegt am Körperbau und hat grundsätzlich rein gar nichts mit Muskeln zu tun. Manche haben in sehr trainiertem Zustand schmalere Schultern als andere in völlig untrainiertem.

    (zumal das ja auch von der Körpergröße abhängt, und die kann ich nicht künstlich vergrößern)

    Mfg
    Stefanie
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    Entspanne dich.
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  4. #24
    Gerwin
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    Einen Thread zu Holzrüstungen hatten wir aber schon, weshalb ich es für wenig sinnvoll erachte das Thema hier komplett neu zu diskutieren.
    Solllte es ja auch nicht werden keine Angst. Die Holzrüstung war nur eines der wenigen Materialien welche ich für einen Alternativcharakter begrüßen würde. Irgendwo gab es angeblich noch Papier und Seiderüstungen wobei ich zumindest den Schutzwert der letzteren anzweifle.

    Manche haben in sehr trainiertem Zustand schmalere Schultern als andere in völlig untrainiertem.
    Gut..mein Fehler. In sdem Fall gebe ich dir recht, ich ging nur davon aus dass wir bei Rüstungsträgern im allgemeinen eher von trainierten Menschen sprechen. Mag aber auch ein Irrglaube aus dem glorifizierten Mittelalter sein.

    Die Größe eines Rüstungsträgers dürfte tatsächlich schwer zu ändern sein. Wobei ich da inzwischen fast nur noch auf tolerante Spieler treffen. So lange ein Helm getragen wird hat denke ich niemand auch nur optische Schwierigkeiten mit kleinen Rüstungsträgern.

  5. #25
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    Wer nun was tragen sollte sollte letzlich Jedem selber überlassen werden. Hängt ja nun auch vom eigenen Hintergrund ab.

    Wichtig ist mir eigentlich nur das es stimmig aussieht. Was das angeht bieten sich halt diverse Vorlagen am ehesten an. Historisch geht eigentlich immer, weils halt real geschützt hat, und dadurch dann eben auch funktionsfähig wirkt. Wobei ich zumindest da ein wenig einschränke, da ja nun auch die Rüstungen im Laufe der Zeit Moden unterworfen waren, und einige davon halt nicht wirklich doll aussehen.

    Gute Fantasyvorlagen gehen sicher auch. Wobei meine Erfahrung ist das gute Fantasyvorlagen meist wiederum historische Vorlagen haben, und diese allenfalls leicht abwandeln.

    Selber kreativ werden ist natürlich immer die Königsklasse, aber mal ehrlich, was die Form angeht ist da relativ wenig Spielraum, da bleibt eigentlich nur Material und Verzierung.

    Ansonsten stimme ich Hana zu. möglichst individuelle Rüstung wäre toll. aber Rüstung ist ein teurer Spass. Für mich zumindest gilt da Modularität als oberstes Gebot. Wenn ich Teile einer Rüstung anderweitig verwenden kann habe ich den maximalen Nutzen.

  6. #26
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    Zitat Zitat von Gerwin

    Aber seit wann müssen LARP Rüstungen historisch sein?
    Müssen sie in meinen Augen nicht. Sie SOLLTEN nur funktionieren. Und eben dass tut eine Rüstung mit Zwischenräumen zwischen den Platten für gewöhnlich nicht. Der Pfeil/Schwertschlag "sucht" sich seinen Weg in eben diese Zwischenräume, und vorbei ist der Rüstschutz.

    Gerwin
    Ach komm. Jack Chains sind auch suuuuuper historisch und authentisch, und da ist mehr Loch als Platte. Aber die sind voll ok, während Fantasyrüstungen mit Lücken drin es nicht sind?

  7. #27
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    Meinst du sowas mit Jackchains oder "nur" die Ketten. So wie ich dass sehe sind da zumindest die Ellenbogengelenke gut geschützt. Ob die "Verbindungskette" den Arm einen zusätzlichen Schutz gewährleistet vage ich nicht zu beurteilen. Dafür müsste man sich mal mit der Kampfweise bzw dem was darunter getragen wurde intensiver auseinandersetzen.

    Alles in allen bin ich aber kein Freund von Jackchains im Larp, eben da sich mir bisher noch nicht erschlossen hat wie diese Art Rüstung OHNE Unterteil/dicken Gambeson wirklich funktionieren soll. Da ich aber kein Experte für Rüstungen dieses Zeitalters bin wissen andere sicher mehr.

    Und zum "einfach mal tragen" ist sicher auch ne Larpstandardbrigantine in Ordnung. Ist halt nur schade da die Dinger mit knapp 150 Euro im Schnitt recht "teuer" sind und man sich am Ende ärgert nicht gleich auf was sinnvolles gesetzt zu haben. Ging zumindest mir so.

  8. #28
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    Na gut, dieses Beispiel hat wenigstens solide Ellenbogenkacheln. Die meisten haben nichtmal das, sondern nur so eine Scheibe am Ellenbogen.

  9. #29
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    Naja Jack Chains sind nunmal auch nicht erste Wahl sondern eher was für Leute denen das Geld für Armzeug fehlte soweit ich weiß. Afaik waren die recht günstig, und bieten tatsächlich mehr Schutz als keine. Die kommen ja nun aus Zeiten wo man eher kein Schild mehr hat, und da bieten die sich tatsächlich an. Sie sorgen dafür das nicht gleich der ganze Arm abgehackt wird wenn man einen Schlag abbekommt. Und nicht zu vergessen, sie Schützen nur die Arme. Mit nem abgeschlagenen Arm kann man halt deutlich besser leben als mit nem tiefen Schnitt in der Brust oder im Bauch.

    Um mal zur Brigantine zurück zu kommen, wenn man sich sowas hier anschaut:

    http://www.armourarchive.org/patterns/brig/15thBrig.jpg

    dann siehts tatsächlich so aus als würden die Platten nicht überlappen. Ist aber meines erachtens in diesm Fall eher unnötig. Soweit ich weiß trägt man drunter ein Kettenhemd. D.h. das Ding ist eher da um die Wucht von Schlägen abzufangen, und Pfeilen oder Stichwaffen vor dem Auftreffen aufs Kettenhemd einen Teil der Wucht zu nehmen.

    Larpvarianten bei denen die Abstände zwischen den Platten allerdings eher in Zentimetern gemessen werden wirken dann leider gleich nicht mehr so doll. Es fällt halt auf das Lücken drin sind.

    Disclaimer: Alle Vermutungen zur Wirkungsweise der Rüstteile sind ausschließlich meinem kranken Hirn entsprungen und in keinster Weise von mir belegbar

  10. #30
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    Die Dinger sind billig und bieten den Armen einen recht guten Schutz. Im Prinzip stimmt einfach das Preis/Leistungs Verhältnis.
    Gerade wenn man in größeren Spießformationen kämpft gehen die Schläge eben am häufigsten auf die Arme.

    Ist sicher bei weitem nicht so gut wie geschlossene Armröhren, aber ist ja auch ein eher knechtiges Rüstungsstück.

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