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  1. #1
    Nutz
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    Fingerwundschreiber

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    Optikvorlieben.

    Hallo Zusammen,

    am letzten WE habe ich eher zufällig kurz hintereinander erst Ivanhoe und dann Solomon Kane gesehen. Da ist mir dann mal wieder aufgefallen, das sich der Look der Darstellung in Filmen doch derbe verändert hat. Heute ists anscheinend unter Filmemachern Usus, "mittelalterliche" Settings sehr düster und freudlos darzustellen, das war ja zu Ivanhoezeiten doch deutlich anders.

    Aber was bevorzugt ihr?

    Um meine Antwort gleich vorweg zu nehmen, mir liegt der Ivanhoelook fürs Larp deutlich mehr, denn wenn wir mal annehmen das eine filmmässige Optik erreicht werden könnte, dann würde mir tatsächlich die Darstellung auf Dauer aufs Gemüt schlagen.
    Dazu kommt das ich OT gedeckte Farben bevorzuge, und auch finde das diese bei den meisten Leuten überwiegen, da wirkt kunterbunt dann gleich fremder.
    Wobei natürlich grad in den neuen Filmen ja nicht nur die Kleidung Trist ist, der ganze Hintergrund wird ja meist sehr elend dargestellt.

  2. #2
    Gerwin
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    Sehe ich einerseits Rollen, andererseits aber auch geschlechtsspezifisch. Es gibt wenige Rollen zu denen sehr bunte Kleidung immer passt (Landsknecht, Barde etc). Bei meinen Wikinger arbeite ich dann doch lieber großflächig mit Farbe so dass sich veilleicht 4-5 Farbeinheiten mischen es aber nicht "zu bunt" wirkt.

    Bei Frauen darf und sollte es aber in meinen Augen durchaus etwas mehr Farbe sein als bei Männern (die achten ja schon immer mehr auf Mode). Dieser verzweifelte Versuch einen Papagei dazustellen wie er bei einigen Qualitätslarpern in Abgrenzung zur "dark ist beautiful" Gewandung unternommen wird scheitert aber selbst bei den meisten Frauen in meinen Augen.

    Ob ein Setting eher düster oder eher freundlich von den SCs sein sollte kommt auf das Setting an. Bisher hätte ich immer gesagt eher freundlich. Seid ich allerdings die Regenbogengnome beobachten "durfte" tendiere ich stark in eine andere Richtung.

  3. #3
    Rufus
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    Naja, ich bin schon eher ein Fan des "dreckigen" Mittelalters.

    Ritter der Kokosnuss:


    Das Siebente Siegel:


    Henry V:


    Ronja Räubertochter:



    Ist also keine Erfindung der Neuzeit, und benötigt auch keinen Hyper-Realismus.

  4. #4
    profoss
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    Ich mag bunt. Allerdings ohne pink, giftgrün etc (obwohl das auch mit natürlichen Farben anscheinend geht).
    Einfache und ganz einfache Charaktere sollten eher Brauntöne tragen (der Sklave bei den Wikingern, der Unfreie Knecht oder einfacher Bauer im MA, der Fanatsy-abgerissene Bauernsohn)
    Je reicher, desto hochwertigere Stoffe, und gerne auch desto bunter, ohne zu knallig zu werden. Ivanhoe und Ritter der Tafelrunde sind schon schöne Vorlagen (Aufgrund des Kontrastest zu den Schwarz-weiss-Filem sind sie sehr überkoloriert, aber das muss man ja nicht ganz so extrem übernehmen)

    wenn man sich den Turniertageband ansieht: so mag ich mein LARP

  5. #5
    Calenlyra
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    Ich stehe definitiv mehr auf den unbunten Look aka "Robin of Sherwood", garniert mit einer leichten Schlammborte.

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  6. #6
    Hana
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    Kommt natürlich aufs Setting an. Beim Standard-"Abenteuer im Mittelalter"-Setting gern BUNT; gedeckt dann, wenn Ärmlichkeit, Elend, Düsternis das Setting ausmachen sollen (aber auch dann kann man das Bunte ja durch Dreck gedeckter machen ...)

    Bunt ist überhaupt immer gut!
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  7. #7
    Leander
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    Mit dieser "Robin of Sherwood"-Variante könnte ich nichts anfangen.
    Das liegt vermutlich daran, dass ich einen Magier spiele, der edler wirkende Kleidung trägt, gerne auch in kräftigen Farben.
    In der "fies und dreckig"-Variante könnte ich meinen Magier nicht mehr so spielen, wie er ist, und müsste ihn einstampfen.
    Außerdem empfinde ich die Atmosphäre der "schön und bunt"-Version als angenehmer. Larp soll mir Spaß machen und Erholung bieten, da will ich einfach keine Stimmung haben, wie sie durch ein solches Design hervorgerufen wird.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  8. #8
    Hana
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    Hm, Nachtrag: Wenn ich so drüber nachdenke, den düstersten Larp-Szenen, die ich so erlebt habe, tat die bunte Kleidung keinen Abbruch. Per se schafft bunte Kleidung keine fröhliche und gedeckte Kleidung keine triste Athmosphäre - aber bunt finde ich interessanter, gedeckt langweiliger. Bunt zieht mehr Blicke auf sich.

    In "bunten" Filmen gibt es ja auch die Figuren oder auch ganze Gruppen, die gedeckte Farben tragen; einer Gruppe Männer im Kerker würden wohl die wenigsten knallig bunte Farben zuordnen. Da hat man mehr Möglichkeiten für Abstufungen (zwischen "gedeckt braun" und "gedeckt bunt" liegen halt weniger Nuancen als zwischen "gedeckt braun" und "knallig bunt", nech ). Ich mag Abwechslung, Kontraste (!), daher empfinde ich das vielleicht als interessanter?
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  9. #9
    Justav
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    Ich empfinde das deutlich charakter-abhängig. Ritter u.a. Adlige, Krieger in Farben allgemein, Magier, Gelehrte, Priester etc. dürfen bzw sollen gerne "sauber" auftreten; Wanderpriester außen vor gelassen. Da ich viele auf einem Schwarz-weiß-Look basierende Outfits (mit aktzentuierenden Farbtupfern) kenne und auch sehr nett finde muss es nicht knall-bunt sein, kann es aber (Grundfarben vorausgesetzt, nicht rosa oder türkis!).

    Wird aber auch "das Volk" bespielt (also fast immer abseits reiner Hofhaltungs-Cons) so muss der "Dreckig"-Faktor einfach vorhanden sein, sonst fehlt ganz deutlich etwas. Um den sauberen/bunten Vögeln eine Leinwand zu geben sollte er idR sogar mehr oder minder deutlich überwiegen.
    So long

    Justav

  10. #10
    Calenlyra
    Calenlyra ist offline
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    OK, das hatte ich nicht explizit gesagt: ich meinte in der Tat mehr das "Setting", einzelne Charaktere können und müssen sich davon natürlich abheben. Aber knallebunt a la gelb-blau-rot finde ich trotzdem einfach "bäh". Aber das ist Geschmackssache, definitv.
    Calenlyra o nan-eldúne silmeié

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