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  1. #1
    Thomeg Atherion
    Thomeg Atherion ist offline
    Gelegenheitsschreiber

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    119

    Larp mit Hüftschaden

    Das ist jetzt vielleicht ein bisschen böses Thema. Ich stelle es in Vertretung von meiner Freundin, die nicht so auf Foren steht...

    Auf jeden Fall: Sie hat seit Geburt eine Hüftdisplasie und darf somit nicht groß rennen und nicht springen.
    Nach unserem kleinen Gartenlarps hat ihr nach einem Tag schon die Hüfte weh getan. Sie würde aber unheimlich gerne auf ein Großcon. Jetzt ist die Frage: Wie gut kann man sich da schonen. Das es einige Pazifisten gibt, hab ich ja schon gehört, aber wie sieht es mit sonstiger Anstrengung aus. Sind häufig lange Wege zu überwinden?

    Um es vielleicht leichter zu machen: Sie will entweder eine Heilerin oder Alchemistin spielen. Um mal so ein Anhaltspunkt zu geben.

    Und noch eine Sache: Sie wird in einem Jahr operiert, danach sollte alles wieder gehen. Also wenn ihr hier ein klares Nein sagt, dann zerstört ihr nicht alle Träume sondern schiebt sie nur nach hinten:-)
    A scout smiles and whistles through all difficulties!
    - Robert Baden-Powell

  2. #2
    WrinkledEyes Spearmind
    WrinkledEyes Spearmind ist offline
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    Klar geht das!

    Auf den Großcons ist das sicher noch einfacher, denn als Alchemistin kann sie sich da häuslich in einem der Lager einrichten und halt tun was Alchemisten so tun.

    So lange sie nicht kämpfen will...alles geht. Das ginge wahrscheinlich auch, aber ungleich schwieriger
    Um das Interesse der Leute zu wecken muss man einfach mal was machen, und nicht nur immer Hintergrund schreiben.
    (Cartefius)
    LARP im Orient? http://www.heimat-des-windes.de

  3. #3
    Alex
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    So lange sie mit den Umständen (Hitze, zelten, etc.) klar kommt, ist das kein Problem. Es gibt einige dort, die OT so weit eingeschränkt sind, dass sie nicht alles mitmachen können. Die meisten übernehmen das einfach IT und werden dann eben entsprechend behandelt bzw. sprechen das an, wenn sich eine ungünstige Situation ergibt. Und dann nimmt man darauf eben Rücksicht.

    Grüße,
    Alex

  4. #4
    Drogoth
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    Mit der richtigen Rolle und der ein oder anderen Vorkehrung klappt das.
    Auf meiner ersten Con wars z.B. so, dass die Sl bei der Ansprache gefragt hat, wer aufgrund von Verletzungen u.Ä. nicht angegriffen werden will und hat das dann den Nscs gesagt.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  5. #5
    Gerwin
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    Kommt drauf an...ganz so einfach wie die anderen sehe ich dass nicht unbedingt. Gerade auf einen Großcon muss man oft etwas längere Strecken überwinden. Zur Stadt hin und wieder zum Lager kann schon mal ein knapper Kilometer inklusive Steigung auf einen zu kommen (in Extremfällen). Da haben schon manche Menschen mit normalen "Fitnessproblemen" zumindest in der Mittagshitze ihre Schwierigkeiten.

    Hat sie aber kein Problem damit im Lager zu bleiben und sich dort um verletzte zu kümmern, alchemistische Tränke zuzubereiten oder ähnliches zu tun sollte das kein Problem sein. Da sie den Schaden ja von Geburt an hat weiß sie wohl auf der konkreten Veranstaltung am besten was auf sie zukommt. Als wichtig (und leider schon anders erlebt) würde ich es jedoch bezeichnen sich generell von jeglichen Kämpfen fernzuhalten. Fernhalten bedeutet hier eine Entfernung aus welcher man OFFENSICHTLICH weder in den Kampf direkt eingreifen..noch jemanden heilen kann. Inzwischen sind doch einige Spieler (und auf dem DF um das es wohl geht kämpft man ja vor allem gegen Spieler) dazu übergegangen auch Heiler anzugreifen (was durchaus logisch und sinnvoll ist). Die Ansage an die NSCs dass gewisse Leute nicht angegriffen werden wollen halte ich auf einen kleineren Con für möglich, auf einen Großcon aufgrund der Teilnehmerzahlen und der manchmal aufkommenden "Hektik" im Kampf jedoch für ausgeschlossen..ausser man sieht deiner Freundin OT auf den ersten Blick an dass Kämpfe für sie gefährlich sind.

    Aber mit dem entsprechenden Charakter und ein wenig Vernunft (von der ich ausgehe) sehe ich keine Probleme.

  6. #6
    Kelmon
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    Sowohl Heilerin als auch Alchemistin stelle ich mir dennoch schwierig vor, wenn man sich vornimmt, nur im eigenen Lager zu bleiben.

    Für die Heiler fallen auch mal Verwundete im Lager an, wenn eine Belagerung stattfindet oder die Leute reingetragen werden, der Großteil aller Wundversorgungen dürfte aber am Schlachtfeldrand oder gar direkt an der Front stattfinden.

    Alchemist ist schon eher möglich, nur zumindest auf dem Drachenfest ist man dann daran gebunden, daß andere Leute die Versorgung mit Ingredienzien übernehmen, sei es diese im Wald zu suchen oder sie von irgendwo (z.B. der Alchemistengilder der Stadt) zu kaufen. Beim Epic Empires als DKWDDK-Con entfallen vorgegebene Zutaten, hier kann man als Alchemist seine Zutaten auch einfach im Gepäck haben.

    Und natürlich eben was schon Gerwin sagt - man will sich ja mitunter mal waschen, andere Lager sehen oder die Stadt besuchen, was dann im Normalfall über sehr unsicheres Terain führt.
    Abhilfe würde hier schaffen, daß man sich direkt an oder in einer Stadt niederläßt. Als Anfänger ist in der Stadt auf dem Drachenfest vermutlich nicht möglich, da die Plätze eher an erfahrene/gut ausgestattete Gruppen vergeben werden, allerdings wird traditionell das Gewinnerlager direkt an der Stadt positioniert - in diesem Fall das Rote Lager. Hier könnte sie auch eine (jung-)Heilerin im Lager spielen, die einen Großteil der Zeit in der städtischen Heilergilde verbringt - zum IT wie OT lernen des LARP-Heilerhandwerkes.
    Für das Epic Empires ist wohl das Pilgerlager wieder Teil der Stadt, nur ist das als privat organisiertes Lager auch wieder nicht für jedermann. Zum Conquest kann ich leider nichts sagen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  7. #7
    Gerwin
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    Conquest sind die Entfernungen oft (gefühlt) etwas kürzer als auf dem DF, und man läuft (gefühlt) etwas weniger Gefahr überfallen zu werden (mein letztes DF war allerdings 200.

    Was mir noch eingefallen ist: Ich würde halt am besten deinen Charakter und ihren Charakter IT eng miteinander verbinden. Da ist alles möglich, von langjährigen Reisegefährten bis hin zur IT-Verlobten (letzteres ist nicht jedermanns Sache bei der OT-Freundin). Der Vorschlag liegt darin begründet DASS sie eben nicht alles mitmachen kann. Nicht jeder findet (sofort) viel Anschluss im Lager, und alleine da sitzen während der Avespriester draußen Abenteuer erlebt kann sehr frustrierend sein. Gehst du mit ihr mit kannst du potenzielle "Angreifer" auch noch (zusätzlich zu ihr) auf ihre Verletzung hinweisen. Als jemand der eigentlich gerne "Spieler gegen Spieler" Situationen mag kann ich nur sagen dass ich euch beide wohl einfach aus irgendeinen Grund "links liegen" lassen würde. Ich denke dass gilt auch für die meisten anderen Spieler, denn niemand von uns kämpft gerne gegen jemanden bei dem er Gefahr läuft eine Verletzung hervorzurufen. Das Problem ist erfahrungsgemäß nur dass gerade Anfänger sich selten trauen OT entsprechend energisch auf eine Verletzung hinzuweisen. Wenn ihr zu zweit seid geht dass schon leichter.

  8. #8
    Harald Ösgard
    Harald Ösgard ist offline
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    Meine Freundin hat auch eine angeborene Hüftdisplasie. Und sie war letztes Jahr beim Drachenfest dabei. Sie hat sich eine "Rolle" ausgesucht, in der sie keinerlei Verpflichtungen hatte. Sie war eben "die Frau vom Handwerker". Ist mal ein bischen mit den Heilern mitgelatscht, mal in der Stadt rumgelaufen... je nach Laune eben.

    am meisten Spaß hat ihr das "Steine" schmeißen vom Tor gemacht.

    Ansonsten hat sie sich aus allem weitesgehend rausgehalten, viel fotografiert (zur Freude aller) und sich bei Bedarf mal eben ein bischen hingelegt.

    Ihr ist eigentlich die Qualität der Schlafstätte und das Schuhwerk das wichtigste. Wenn das paßt, dann hat sie auch keine Schmerzen tagsüber.

    Rennen ist natürlich nicht ihr Ding. Ein paar Kilometer Wandern ohne Last geht aber schon. Daher waren die Laufwege zur "Stadt" usw. jetzt nicht so arg weit.

    Ich hoffe das hilft ein wenig.

  9. #9
    Llewellian
    Llewellian ist offline
    Alter Hase Avatar von Llewellian

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    Chris ist Tretraplegiker, zu 60% irregulär verteilt gelähmt und kann keine 500 m ohne Rollstuhl laufen. Und larpt trotzdem.

    Und bei uns in der Mythodea Orga ist jemand mit Hüftdysplasie sogar SL. Sie kann halt nicht weit gehen, und wenn sie watschelt dann dauert das halt... aber egal.

    Gleiches gilt auch für mehrere NSCs und Spieler mit Kinderlähmung. Jupp, sie sind gehbehindert. Und weiter? Das hält sie nicht auf und Mitleid ist das letzte das sie wollen. Sie selbst bestimmen jederzeit wie weit das Spiel für sie geht, sie kennen ihre Grenzen und wenns nicht mehr geht, ist für sie halt Schulz. Meckert auch keiner.

    Und auf einigen Cons, dem DF und auf dem Mythodea laufen auch Kriegsversehrte aus den letzen Einsätzen im Irak, Yugoslavien und Afghanistan rum. Nervenschäden, Metallsplitter im Schädel und dem Brustkorb, zum Teil so zusammengeflickt das Frankenstein neidisch auf die Narben werden könnte... etc pp. Sie bestimmen ihren Level, sie bestimmen wie weit sie mitspielen... alles kein Problem.


    Sie alle tragen kein Schild um den Hals, keiner fordert Rücksicht, sie halten sich halt selbst zurück und bestimmen selbst, wieviel Spiel sie wollen...
    Zitatklau von Steve S: "Ich bin sooooo böse, ich schlafe sogar SCHLECHT"

  10. #10
    Ephelion
    Ephelion ist offline
    Grünschnabel

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    29
    Hallo,

    Kenne mich zwar nicht so mit Larp und den Anfoderungen auf 'ner Con aus...
    Dafür aber mit Gehbehinderungen und Hüftdisplasie... springen is bei mir auch so 'ne Sache, und wenn ich mein Tempo erhöhe (was durchaus möglich ist) siehst wohl recht amüsant aus...
    Aber trotzdem... mal den einen oder anderen Kilometer laufen, ist eigentlich eher kein Problem und auch als ich meine Displasie noch hatte (bin 2001 operiert) worden hab ich mit Freunden draußen getobt... und ja, auch gekämpft...
    Also ich denke eher, dass sowas klappen müsste... Aber ich denke hin und wieder müsste man kleinere Schmerzen in Kauf nehmen...

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