Seite 1 von 8 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 74
  1. #1
    Shirii
    Shirii ist offline
    Grünschnabel

    Beiträge
    1

    Hemmungen/Ausspielen

    Hi

    Ich war dieses Jahr auf meinem ersten Larp (DF) und war ganz erstaunt wie sehr die Leute aus sich herausgegangen sind... kreischend zusammengebrochen, durchgedreht, um sich getreten oder andere Sachen. War teilweise echt beeindruckend.

    Eigentlich bin ich ziemlich selbstbewußt aber ich konnte mich nur schlecht überwinden so richtig Emotionen zuzulassen (wie das klingt ) ... bin ja auch keine professionelle Schauspielerin und ich denke mir wenn ich es dann mache, kommt es halt in etwa so "überzeugend" rüber wie das Schauspiel der Leute bei Frauentausch, Barabara Salesch oder Brennpunkte im Irgendwas... wie auch immer das heisst.

    Habt ihr Tipps wie man seine Hemmungen im Larp abbauen oder überwinden kann vor allem vor vielen Menschen? Hat das bei euch auch etwas länger gedauert euch zu überwinden oder gings von Anfang an?

    grüße, shirii

  2. #2
    WrinkledEyes Spearmind
    WrinkledEyes Spearmind ist offline
    Erfahrener User

    Ort
    Lüneburger Heide
    Beiträge
    415
    Der Weg dahin war...länger. Mit der Zeit gewöhnst Du Dich aber irgendwie dran tatsächlich in Deine Rolle einzutauchen. Und dann kommt das ganz allein.
    viel Spaß im Hobbie
    Um das Interesse der Leute zu wecken muss man einfach mal was machen, und nicht nur immer Hintergrund schreiben.
    (Cartefius)
    LARP im Orient? http://www.heimat-des-windes.de

  3. #3
    Drogoth
    Drogoth ist offline
    Forenjunkie Avatar von Drogoth

    Ort
    Emden
    Alter
    29
    Beiträge
    2.668
    Seltsam ich habs gewaltig mit dem Selbstbewusstsein und trotzdem konnte ich auf einmal problemlos ausspielen und auf Leute zugehen
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  4. #4
    Awatron
    Awatron ist offline
    Hardcore Poster Avatar von Awatron

    Ort
    Salzburg
    Alter
    37
    Beiträge
    5.569
    Wenn die Immersion da ist, klappts auch mit dem Ausspielen.
    Intoleranter Besserlaper (Harter Kern)

  5. #5
    Nount
    Nount ist offline
    Moderator Avatar von Nount

    Ort
    Beckum
    Alter
    34
    Beiträge
    3.452
    Uns wird von klein auf anerzogen, dass es schlecht ist, Emotionen rauszulassen - man soll sich gefälligst zusammenreißen, man soll möglichst cool rüberkommen, man soll sich immer schön beherrschen; Weinen und das Zeigen von Schwäche oder Angst gilt als peinlich ...

    Klar ist das dann schwierig auszuspielen. Man ist es ja gewohnt, das gerade nicht zu tun. Und eine Menge Leute haben, gerade am Anfang, Probleme damit. Vielleicht wollen deshalb so viele Leute gerne furchtlose, schmerzimmune Helden spielen.

    Probiere es einfach mal aus, wenn du gerade nicht von dreißig Leuten umringt bist. Und erstmal nur ein bisschen, du musst ja nicht gleich in die Vollen gehen. Wenn man erstmal die grundsätzlich vorhandene Hemmschwelle überwunden hat, wird es immer leichter. Und Übung macht den Meister.

    Viel Erfolg!

    Mfg
    Stefanie
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  6. #6
    Aeshma
    Aeshma ist offline
    Moderator Avatar von Aeshma

    Ort
    Pfälzer Entwicklungshelfer im Saarland
    Beiträge
    6.832
    Probiere es einfach mal aus, wenn du gerade nicht von dreißig Leuten umringt bist. Und erstmal nur ein bisschen, du musst ja nicht gleich in die Vollen gehen. Wenn man erstmal die grundsätzlich vorhandene Hemmschwelle überwunden hat, wird es immer leichter. Und Übung macht den Meister.
    Nount trifft es ganz gut.

    Einige (auch ich) müssen das wirklich lernen.
    Einfach mal langsam rantasten und sich an das Gefühl gewöhnen. Wenn man sich sicher fühlt, kann man dann beim nächsten mal schon ein bisschen weiter gehen. Man muss ja nicht immer gleich "in die Vollen gehen"

    Nur Mut. Im LARP wird eben genau das zeigen solcher Emotionen als positiv angesehen, im Gegansatz zum alltag.
    Wenn man sich das mal vor Augen führt, wirds vielleicht schon einfacher

    Grüße
    Aeshma

  7. #7
    luthien368
    luthien368 ist offline
    Hardcore Poster Avatar von luthien368

    Ort
    Geisenheim (<-- no lie)
    Beiträge
    7.431
    Ich schließe mich dem an. Was mir hilft: Eine Gewandung, die sich so gut wie möglich von dem, was ich trage, abhebt - ein Kleid (trage ich ot kaum), Hut, lange Gewänder wie Umhang etc. lassen mich mehr in die Rolle schlüpfen.

    Und wer es ganz krass mag, baut sich ein Tierwesenkostüm mit Vollmaske - in keiner Rolle kann ich so gut und locker spielen Man sieht den Leuten nicht mehr direkt ins Gesicht und weiß, dass sie einen eh nicht erkennen. Hinzu kommen, wie oben beschrieben, die ungewohnten Dinge, die dich selbst verändern - Klauen, seltsame Beine, etc.

    Aber auch ohne diesen Aufwand gewöhnt man sich daran, zu schauspielen. Einfacher fällt es natürlich, wenn auch die Spielerschaft außenrum schön ausspielt, dann ist man selbst nicht mehr "so albern".

    Was auch helfen kann ist, einen Charakter zu spielen, der deinem eigenen ähnlich ist. Für meinen Anfang habe ich mir einen schüchternen Charakter ausgesucht, der nicht laut rumbrüllen und pöbeln muss. Auch die eigenen Charakterzüge zu spielen und extremer darzustellen (noch schüchterner, noch unsicherer, etc) kann weit einfacher sein als Dinge darzustellen, die dir momentan peinlich erscheinen.


    DeviantArt YouTubeMeine Blogs

    Nächste Cons: 06.-09.09.12 Temporia

  8. #8
    Calenlyra
    Calenlyra ist offline
    Gelegenheitsschreiber Avatar von Calenlyra

    Ort
    Braunschweig
    Beiträge
    173
    In den Charakter hineinversetzen hilft da auch ungemein. Alles was es dir leichter macht, selbst zu "spüren", wie sich der Charakter in dem Moment fühlt, hilft dabei. Irgendwie ist es schon immer ein wenig Schauspielerei, das kann der eine besser, der andere weniger. Taste dich an deine Möglichkeiten ran, keiner erwartet ein perfektes Darstellen auf Con. Irgendwann hast du den Grad an "Realismus" beim Ausspielen erreicht, der dir angenehm ist. Allerdings sollte die Granze zwischen "ich spiele traurig" und "ich bin traurig" nicht überschritten werden... zu viel Identifikation mit dem Charakter ist auch nicht gesund.
    Calenlyra o nan-eldúne silmeié

    http://www.sternendaemmertal.de

  9. #9
    Maria
    Maria ist offline
    Alter Hase Avatar von Maria

    Ort
    Aachen und Nordeifel
    Beiträge
    1.273
    Mein Rat wäre auch: Rantasten.

    Erstmal sich selbst oder etwas, das nahe dran ist, spielen. Und keine Angst vor Versuchen haben, selbst hölzerne Schauspielkunst wird keiner mit Ausbuhen quittieren.

    Ich habe mich zu Beginn meiner Larpzeit immer sehr unwohl in solchen Situationen wie "Ritual, das man mit Würde und mit Pathos durchführen muss", "Wutrede", "Motivations-Rede" etc. gefühlt, das ist am Anfang normal, da man sich selbst noch mit den Augen von Außen-Zuschauern sieht und sich lächerlich vorkommt.

    Bis heute kann ich richtig expressive, lautstarke Emotionen nicht so gut zeigen, wie z.B. auf Leute einreden, eine Gruppe selbstbewußt anführen, laut bedrohen, andere aufrütteln, Brandreden führen, Respekteinflössend oder große Bösewichte spielen. Das ist eine Gruppe von Emotionen/bzw. emotional geladenen Handlungen, mit denen man im Spiel eine Wirkung bei ANDEREN erwirken will. Diese funktionieren also nur, wenn man wirklich überzeugend und charismatischer sein kann.

    Im Allgemeinen funktionieren daher zuerst mal "passive", leisere, selbstbezogene Emotionen besser: Also Trauer, Wut, Verbitterung, gekränkter Stolz, Eiseskälte, Schmerz.

    Die zweite, immer noch einfachere, Stufe sind dann Dinge wie wahnsinnig, verrückt, durchgedreht, Berserk, rasend vor Wut oder Schmerz etc. Diese Emotionen sind zwar deutlich expressiver, aber immer noch selbstbezogen. D.h.du spielst etwas lautes, in der OT-Welt eigentlich Verpöntes, aber was andere daraus machen, ist Ihnen überlassen. Und hierbei gibt es kein Richtig oder Falsch, da es solche Extreme sind, dass es auch bei realen Gefühlen keine "Standardform" gibt. Verzeiht also Unsicherheit auch noch ganz gut.

    Und im Allgemeinen gilt: Wenn man einmal gelernt hat, wirklich so laut wie man kann, zu brüllen, also dieses Tabu geknackt hat, wird es einfacher...

    Was auch hilft: Sich vorher mental selbst in die Stimmung zu versetzen, d.h. an etwas Trauriges/Ärgerliches/Schönes denken. Musik hilft auch, gibt es aber nicht auf allen Cons.

  10. #10
    luthien368
    luthien368 ist offline
    Hardcore Poster Avatar von luthien368

    Ort
    Geisenheim (<-- no lie)
    Beiträge
    7.431
    Nachtrag: Als NSC konnte ich früher schön üben, da hier "falsche" Reaktionen sich nicht negativ auf den vielleicht liebgewonnenen Charakter bezogen werden. Natrlich nimmt niemand es einem übel, wenn man zu laut oder leise weint, aber man denkt unterbewusst oft wohl so.


    DeviantArt YouTubeMeine Blogs

    Nächste Cons: 06.-09.09.12 Temporia

Seite 1 von 8 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Naginata Ausspielen
    Von Vonka tril Lyavel im Forum LARP - Allgemein
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 07.09.2011, 13:32
  2. Ausspielen.
    Von salogel2 im Forum LARP - Allgemein
    Antworten: 89
    Letzter Beitrag: 19.08.2010, 10:44
  3. Frage zum Ausspielen von Verletzungen
    Von Akorahil im Forum LARP - Allgemein
    Antworten: 50
    Letzter Beitrag: 18.05.2010, 12:17
  4. Gewicht ausspielen - aber welches?
    Von Konrad im Forum LARP - Allgemein
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 15.07.2009, 22:30
  5. Magier - Ausspielen von Magie in DKWDK
    Von Schneemann (Archiv) im Forum Diverses LARP
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 18.09.2004, 18:44

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
  • BB-Code ist an.
  • Smileys sind an.
  • [IMG] Code ist an.
  • [VIDEO] Code ist an.
  • HTML-Code ist an.
(c) mit Unterstützung von Trollfelsen.de