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  1. #1
    Hana
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    Welche Qualität müssen/sollten NSC-Klamotten haben?

    Im Bastelthread kam das Thema auf, das ich sehr interessant finde, ich zitier mal ein paar Sätze:
    Zitat Zitat von Kelmon
    Da ich dieses fest ins Hirn vieler LARPer eingebrannte "als NSC darf ich ruhig jeden Dreck tragen, bloß keine Mühe geben" wirklich verachte, kann ich die Einstellung nur loben.
    [...]
    Ich bereite mich auf NSC-Auftritte schon sehr gründlich vor - andererseits bin ich aber auch nur sehr selten NSC, eben gerade weil mir das zuviel Arbeit ist. Eben "ganz oder gar nicht". Das schöne ist natürlich, daß das neue Zeug dann eben auch den Fundus bereichert, und man doch das meiste immer noch irgendwo anders gebrauchen kann.
    und
    Zitat Zitat von Morvan Staubhand
    Ok, das man sich auch nicht für jedes Con als NSC eine komplett neue Gewandung zulegt ist aber auch verständlich...
    MMn muss man erstmal unterscheiden, ob es sich um eine Festrolle handelt oder um einen 5-Minuten-Auftritt, um DIE Hauptfigur oder irgendeinen Kämpfer, zweiter von links in der fünften Welle.

    Ich finde auf jeden Fall, dass zentrale Figuren nach was aussehen müssen, und zwar auch dann, wenn sie nur kurz auftreten. Ansonsten finde ich es aber überzogen, eine Klamotte zu fordern, deren Herstellung deutlich länger dauert als der Auftritt (Hose, Oberteil, Schuhe, ggf. Waffe mal als vorhanden vorausgesetzt)

    Das Problem ist ja, wenn jeder nur NSC macht, wenn er eine super Klamotte dafür hat, kann man Cons mit NSCs wohl in die Tonne treten. Schon ohne diesen Anspruch mangelt es ja häufig an NSCs.
    Natürlich kann man sich dann auf Larp-Konzepte beschränken, die mit sehr wenigen NSCs oder völlig ohne solche auskommen, für mich wäre das aber ein ziemlicher Verlust. Oder die Orga könnten mehr Geld für Kostümfundus ausgeben, was Cons aber teurer und/oder für die Orga deutlich arbeitsintensiver machen würde. Beide Alternativen sind für mich keine Lösung (mir machen Cons mit hohem NSC-Anteil sowohl als NSC als auch als SC deutlich mehr Spaß), da lebe ich lieber mit mäßig kostümierten NSCs.

    Bei den Kostümen für Einmal-Rollen, die ich bisher so gemacht habe (für andere NSCs, nicht für mich), denke ich im Nachhinein oft: Das wird jetzt nie wieder getragen und hat Zeit und Geld gekostet, hätte es etwas weniger nicht auch getan? Das finde ich einfach so schade; je schlampiger ichs mache, desto weniger bedauere ich es im Nachhinein. Zukünftige NSC-Ritter mit 5-Minuten-Auftritt (buchstäblich) werden daher keine applizierten Wappen mehr bekommen, sondern aus Filz aufgeklebte, und ob ich den Wappenrock wirklich füttere, werd ich mir dann auch überlegen.
    Also pro Schlamp

    Anmerkung: Es soll hier mehr um den Mindestanspruch gehen als um Idealvorstellungen - dass es toll ist, wenn jeder NSC ein hollywoodreifes Kostüm trägt, steht ja außer Frage
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  2. #2
    Kelmon
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    Es steht wohl außer Frage, daß man eben auf vorhandenes zurückgreifen sollte, wenn dies passend und in guter Qualität vorhanden ist.

    Wenn ich, wie zuletzt, einen reichen Händler geben soll, dann packe ich eben eine passende edle Klamotte ein, baue noch gewisse Händler-Paraphernalia, und gut ist.

    Das kann ich, weil ich eben eine passende Klamotte habe. Hätte ich keine solche Klamotte würde ich also entweder
    a) Eine anfertigen oder eben
    b) keinen reichen Händler spielen.


    Auch darf man bei der Sache nicht vergessen, daß letztendlich kein NSC in irgendeiner Bringschuld ist - will die orga einen reichen Händler, dann ist es zwar schön, wenn jemand schon entsprechende Ausrüstung hat, aber hat dies keiner ist es an der Orga
    a) Die (gute) Klamotte für den reichen Händler zu stellen oder
    b) den Händler aus dem Plot zu schreiben.


    Mein ursprünglicher Beitrag richtete sich gezielt gegen jene, die eben eine ganz bestimmte Rolle übernehmen wollen (und sowas wie "ich bringe Gewandung dafür mit"), und dann meinen, mit 0-Aufwand diese dann super darzustellen, was aber letztendlich schlecht auf den Con und schlecht auf die Orga zurückfällt.
    Als Beispiel will mir da ein NSC-"Adeliger" mit Lederhose und Leonardo-Carbone-Tunika auf einem Con einfallen, der der Orga scheinbar vorher schriftlich vorgaukelte, er "hätte da was edles".


    Das ist aber auch nur ein Teil von dem, was ich mit der ursprünglichen Aussage ansprechen wollte. Generell geht es hier um die (scheinbar weit verbreitete Ansicht), daß ein NSC irgendwie "weniger" als ein Spieler ist, und darum auch weniger stimmig rüberkommen darf. Warum? Er ist genauso ein Teil der Welt wie jeder Spieler, und kann genauso das Ambiente bereichern - oder runterziehen. Ich wehre mich vehement dagegen, daß "Ich werfe mir mal schnell eine Decke über und bin die alte Kräuterfrau" gute LARP-Praxis ist.
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  3. #3
    Gerwin
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    Ich würde spontan sagen "es kommt darauf an".

    Motorradhandschuhe, BW-Stiefel oder die gängigen NSC-Deals auf einen beliebten Großcon sehen auch an NSCs weitgehend scheiße aus. Da würde ich ganz ehrlich sagen dass man von so etwas eher Abstand nehmen sollte. Um mal ein Beispiel zu bringen siehe hier

    Ich halte es nun nicht für schlimm wenn die Wappenröcke von zahlreichen NSC-Soldaten eines größeren Heeres aus Baumwolle und nicht aus Schurwolle sind, wenn man das Wappen einfach aufnäht oder wenn der NSC-Ritter vielleicht eine Rüstung trägt die an einen SC-Ritter nicht wirklich gut ankommen würde. Generell würde ich es für wichtig halten dass die "Masse der NSC" einen Gewandungsstandard zwischen "Ja sie gut aus" und dem nötigen "so viel darf es aber nicht kosten" schafft. Jeder NSC sollte aber zumindest (!) eine IT-Hose, ein IT-Oberteil sowie eine IT-Kopfbedeckung besitzen...wenn er kämpfen will auch zwangsweise einen Helm (Exoten hier ausgenommen). Der Versuch des abtarnens oder das basteln aus alten OT-Kleidungsstücken geht meiner Meinung nach zumindest bei Männern in 9 von 10 Fällen schief. Wenn mir nun aber das falsche Material/ein schlechter Schnitt/ die Unbrauchbarkeit nicht sofort ins Auge springt fände ich die Kleidung bei einen NSC brauchbar...auch wenn sie mich an einen SC stören würde.

    Generell finde ich es auch in Ordnung für die erste NSC-Rolle weitgehend auf generische Kleidung zu setzen (von mir aus auch erste Nähversuche oder die für 3 Euro bei Ebay gekaufte Carbonehose). Bespielt man einen NSC länger (zum Beispiel immer wieder einen Soldaten der Stadtgarde, wenn auch nicht immer den gleichen) sollte man sic hals NSC aber auch immer weiter an das Spielerniveau annähern.

    Gruß

    Gerwin

  4. #4
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Bespielt man einen NSC länger (zum Beispiel immer wieder einen Soldaten der Stadtgarde, wenn auch nicht immer den gleichen) sollte man sic hals NSC aber auch immer weiter an das Spielerniveau annähern.
    Was ist denn dieses "Spielerniveau", das scheinbar über dem "NSC-Niveau" steht?

    Ich kann ja als Spieler irgendwas zwischen "ausreichend" (Sagen wir mal Anfängergewandung mit ersten ausgemerzten groben Fehlern)" bis "hervorragend" (selbsterklärend) gewandet sein. Würdest Du jetzt sagen, daß eine Gewandung, die als Spieler eben ausreichend ist, an einem NSC schon "gut" wäre? Oder daß eine "gute" NSC-Gewandung an einem Spieler schon "hervorragend" ist?

    Letztendlich sehe ich da eine andere Person, mit der ich Spiele. Was da in Sachen Ambiente zählt, ist eben die Ausrüstung am Mann. Und da schaltet mein Kopf bei einem als solcher erkannten NSC nicht mal den Anspruch 3 Stufen runter. Wenn es doof aussieht, sieht es doof aus. Wenn es das Ambiente stört, stört es das Ambiente.

    Das bedeutet für mich, daß ich auch von NSCs "ausreichende" Gewandung fordere - wenn man so will, auf "für Spieler ausreichend"-Niveau. Sowas sollte ohnehin jeder im Schrank haben.
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  5. #5
    Gerwin
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    Das Spielerniveau ist das Niveau an Mühe dass ich persönlich von einen Spieler erwarte um überhaupt in Kommunikation mit ihm zu treten (nein...nicht das "Gerwin-Niveau" dass viele hier übertrieben finden..). Generell wirken NSC eben häufig anders als Spielercharaktere. Der einzelne NSC-Krieger wirkt nicht so stark über seine Gewandung sondern eher über die Masse der NSC-Krieger. Wenn es einer Orga nun gelingt ein Heer aus 200-300 einheitlich gewandeten NSC-Kriegern aufzustellen wirken diese Leute wenn sie aufmarschieren alleine schon dadurch auf mich persönlich beeindruckend so dass es nicht mehr sooo wichtig ist ob die Leute nun einen etwas flattrigen Wappenrock tragen, ob der Eisenhut nicht ganz so ideal passt oder ob die getragene Hose eigentlich schon seid 200 Jahren out ist. Sollte es einer Spielergruppe gelingen ein derartiges Massenkonzept aufzustellen dass noch halbwegs gut aussieht lege ich an diesen Punkt automatisch einen etwas niedrigeren Maßstab als an den Ritter mit dem statistischen 0,8 Knappen und vielleicht noch einen Knecht.

    Bei Rollen wie dem Händler oder der Festrolle eines einzelnen Adligen sieht die Sache ein wenig anders aus. Hier wäre natürlich ein gewisses höheres Niveau wünschenswert. Andererseits stellen sich hier zwei entscheidende Fragen:

    1. Soll das Niveau so hoch sein dass es irgendwann überhaupt keine NSC-Adligen mehr gibt?

    Sein wir ehrlich...nicht einmal unter SCs die ihren Charakter ja immerhin oft über Jahre bespielen ist ein gut wirkender Adliger die Regel. Ich würde spontan behaupten das weit mehr als die Hälfte der Adelsspieler ein normales Niveau nicht erreichen. Letzten Endes ist dass in meinen Augen ein gleichberichtigtes Zusammenspiel aus fehlenden Wissen, Geld und handwerklichen Geschick. Kaum jemand (ich sage mit Absicht nicht niemand) mit einer gut wirkenden Adelskleidung wird sich für einen 5-10 minütigen NSC-Auftritt in Schale schmeißen. Entweder man setzt nun den Maßstab für einen NSC Adligen etwas tiefer an (weil man Adelsrollen gerade bei NSCs braucht/will und es oft anders nicht geht) oder man streicht NSC-Adelsrollen ganz weg oder (und hierbei mag es sich um den Königsweg handeln) man macht derartige Rollen auch für die Leute attraktiver die eine entsprechende Kleidung besitzen. Möglich wäre hier zum Beispiel eine Langzeit-Festrolle oder ein gewisser Fundus der Orga um die bereits vorhandene Kleidung noch einmal aufzumotzen (schon ein langer roter Samtumhang mit Hermelinfell besetzt hat eine Wirkung auf den Rest der Kleidung die zu meiner Verwunderung nicht zu unterschätzen war)

    2. Wie stark sollte sich eine Orga die Adelsrollen/Händlerrollen will selbst in die Pflicht nehmen?

    Die Schuld für teilweise schlecht dargestellte NSC-Rollen würde ich nicht alleine bei den NSCs suchen. Wenn eine Orga eine besondere Rolle will..dann muss sie diese eben entweder vorher wirklich casten und sich nicht auf Gelabere (jaja, ich hab besondere Kleidung) verlassen..oder sie muss die Grundausstattung für diese Rolle selbst besitzen. Um bei der Händlerrolle zu bleiben. Wenn eine Orga so etwas will wäre es zum Beispiel schön wenn sie einen entsprechenden Bauchladen selbst besitzt oder herstellt (so lange er nicht sicher beim Spieler vorhanden ist). Alleine über diese Kleinigkeiten ist ja schon viel gewonnen.

  6. #6
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    Ich sehe das auch relativ locker, weil meiner Erfahrung nach zusammenimprovisierte NSC-Gewandung oft ein notwendiges Übel ist. Klar, wenn ich meine Rolle als Festrolle spiele und schon 6 Monate im voraus weiß, was ich spiele, dann suche ich mir gerne was aufwändigeres zusammen oder bastele vielleicht auch was nettes. Auf vielen Cons ist es aber häufiger so, dass man erst sehr spät von seiner Rolle erfährt, zwischen diversen hin- und herwechseln muss oder erst auf dem Con erfährt, dass man schnell für jemanden einspringen muss, so dass man sich schnell im NSC-Raum irgendwas zusammenborgt, was ein halbwegs stimmiges Bild ergibt. Da bin ich dann als NSC oder SL oft wirklich überrascht und heilfroh, wenn da was tolles bei rauskommt, als SC drücke ich aber auch gerne mal ein Auge zu.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Kelmon
    Das kann ich, weil ich eben eine passende Klamotte habe. Hätte ich keine solche Klamotte würde ich also entweder
    a) Eine anfertigen oder eben
    b) keinen reichen Händler spielen.
    Wenn die Orga einen reichen Händler will/braucht, sollte zumindest (sei es vom Spieler oder der Orga) EIN Gewandungsteil dafür da sein, z.B. eine Brokatweste (völlig willkürliches Beispiel), dazu vielleicht auch noch ein Samthut. Für mich reicht es dann aber auch - Hose und Oberteil müssen m.M.n. für NSCs da nicht auch noch aus teuer aussehendem Stoff sein.

    Mein ursprünglicher Beitrag richtete sich gezielt gegen jene, die eben eine ganz bestimmte Rolle übernehmen wollen (und sowas wie "ich bringe Gewandung dafür mit"), und dann meinen, mit 0-Aufwand diese dann super darzustellen, was aber letztendlich schlecht auf den Con und schlecht auf die Orga zurückfällt.
    Als Beispiel will mir da ein NSC-"Adeliger" mit Lederhose und Leonardo-Carbone-Tunika auf einem Con einfallen, der der Orga scheinbar vorher schriftlich vorgaukelte, er "hätte da was edles".
    Das fällt mir bei vielen adligen NSC-Festrollen auf. Aber das ist wohl keine böse Absicht (à la "wozu mir Mühe geben als NSC?"), sondern eher Unkenntnis darüber, was edel und adlig wirkt und was doch eher 08/15-Klamotte ist.
    Da ist es sinnlos, einen höheren Kostümstandard zu fordern; sinnvoll wäre es hingegen, als Orga zu fragen, was derjenige denn genau anzubieten hätte als Gewandung. Wer vorher Ommas alten Bettlakenumhang getragen hat, findet eine LC-Tunika vielleicht edel, weil die doch so eine schöne satte Farbe hat und da ist sogar noch Borte dran und womöglich glitzert die sogar!

    Das ist aber auch nur ein Teil von dem, was ich mit der ursprünglichen Aussage ansprechen wollte. Generell geht es hier um die (scheinbar weit verbreitete Ansicht), daß ein NSC irgendwie "weniger" als ein Spieler ist, und darum auch weniger stimmig rüberkommen darf. Warum? Er ist genauso ein Teil der Welt wie jeder Spieler, und kann genauso das Ambiente bereichern - oder runterziehen. Ich wehre mich vehement dagegen, daß "Ich werfe mir mal schnell eine Decke über und bin die alte Kräuterfrau" gute LARP-Praxis ist.
    Ich halte diese Ansicht für vollkommen vertretbar.
    Kelmon, ich habe keine Ahnung, wieviele Cons du bereits kostümtechnisch ausgestattet hast (bei mir waren es bisher ungefähr 10, glaube ich).
    Als Spieler muss man einen Charakter ausstatten, der bestimmt auf zig Cons gespielt wird.
    Als Orga muss ich dann ggf. 50 oder mehr Charaktere ausstatten, von denen eine große Zahl auf nur einem Con auftritt. Teilweise für wenige Minuten - wenn der Auftritt eine oder mehrere Stunden dauert, ist das schon viel.

    Weshalb sollte ich für den 5-Minuten-Auftritt der Kräuterfrau 3 Stunden Zeit investieren plus x € für eine Klamotte, die dann nur noch im Schrank rumliegt oder im Fundus und 5 Cons später wieder für einen 5-Minuten-Auftritt gebraucht wird?

    Wenn an NSC-Gewandungen die gleichen Ansprüche gestellt werden wie an Spieler-Gewandungen, gäbe es fast nur noch Bauern-NSCs. Einen einzelnen Charakter ausstatten ist nicht soo viel Arbeit, aber wenn man das verfünfzigfacht (und nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung hat - vergiss nicht, dass SCs oft über Jahre an ihrem Kostüm basteln!), ist es schlicht notwendig, die Ansprüche zu senken.

    Also, mein Fazit:
    Ich habe lieber 60 mäßig gut und 5 gut ausgestattete NSCs als 5 super ausgestattete oder einen Con, der gar nicht stattfindet.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Generell wirken NSC eben häufig anders als Spielercharaktere. Der einzelne NSC-Krieger wirkt nicht so stark über seine Gewandung sondern eher über die Masse der NSC-Krieger.
    Also ich sehe da in keinster Weise einen zusammenhang. Du vergleichst ein NSC-Heer mit einem Ritter plus Gefolge, also wirklich sprichwörtlich Äpfel mit Birnen.
    Der Knackpunkt ist: Sollte der NSC-Ritter plus Knappe etwa mieser aussehen als der SC-Ritter mit Knappe? Dafür sehe ich keine Rechtfertigung. Den hypothetische Fall, daß ein Spieler ein Heer von x-Hundert anderen Spielern um sich schart, kann man ja dann gerne mit dem NSC-Heer vergleichen. Mag sein, daß es hier die Masse macht. Aber dann reicht es eben auch für die Spieler des Heeres, eben gleichermaßen nur "ausreichend" gewandet zu sein.


    1. Soll das Niveau so hoch sein dass es irgendwann überhaupt keine NSC-Adligen mehr gibt? [...] oder (und hierbei mag es sich um den Königsweg handeln) man macht derartige Rollen auch für die Leute attraktiver die eine entsprechende Kleidung besitzen.
    Eben das würde ich als die ideale Lösung ansehen. Aber wenn wir mal davon ausgehen, daß sich partout niemand mit entsprechender Klamotte finden läßt, und die Orga eben keine herstellen kann => Ja, dann schreibe ich eben keine Adeligen in meinen Plot, auch wenn das heißt, daß heißen sollte, daß eine Orga nie Adelige darstellen kann (was aber höchst unwahrscheinlich ist).
    Es ist doch letztendlich nur die konsequente Weiterführung der inzwischen doch recht allgemein akzeptierten Vorgehensweise, keine Kaiser, keine fliegenden Magier oder einen Himmel, der sich Purpur verfärbt auf seinem Con zu haben - weil man es eben nicht sinnvoll darstellen kann.

    @Nutz:
    Ich habe lieber 60 mäßig gut und 5 gut ausgestattete NSCs als 5 super ausgestattete oder einen Con, der gar nicht stattfindet.
    War klar, daß das wieder mißverstanden wird... *seufz*

    Niemand sagt hier, daß NSCs super ausgestattet sein müssen. Ich sagte "ausreichend". Was konkret ausreichend ist, ist diskutabel, aber immerhin so hochwertig, daß...
    Zitat Zitat von Kelmon
    (Sagen wir mal Anfängergewandung mit ersten ausgemerzten groben Fehlern)
    Sprich: Alles, was für einen Spieler ausreicht, um an einer Con teilzunehmen.

    Als Orga muss ich dann ggf. 50 oder mehr Charaktere ausstatten, von denen eine große Zahl auf nur einem Con auftritt. Teilweise für wenige Minuten - wenn der Auftritt eine oder mehrere Stunden dauert, ist das schon viel.
    Und nein, man muß als Orga keine 50 Charaktere ausstatten. Man nimmt es sich vielleicht vor. Wenn man das nur unzureichend (s. obige Definition von "ausreichend") kann, dann hat man als Orga planungstechnisch versagt.
    Also etwa so, wie wenn ich es mir in den Kopf setze, einen Sportwagen zu kaufen, und es mich nicht interessiert, was gerade auf meinen Konto ist.

    Nebenbei glaube ich es Dir hier nicht so ganz, daß Du "50 Leute ausgestattet hast", was für mich eine Komplettgewandung impliziert, und nicht vielleicht bloß einen Wappenrock o.ä. In dem Sinne habe ich auch schon NSCs ausgestattet - wenn ich mich recht entsinne 12 Wappenröcke und 16 Dörflergewandungen.
    Hier gilt aber ebenfalls: Wer soviel Kleidung anfertigt, die nur einmal einsetzbar ist, sollte lieber mal seinen Plot überdenken, statt auf "möglichst simpel und billig" zu schalten.
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  9. #9
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    Aus dem Bauthread:
    So ist das ja nicht, dass NSCs nur Mist tragen. Meist hat man ja nen eigenen Fundus, aus dem man schöpfen kann oder kombiniert einfach mit SC-Kram. "Schlimm" find ich's, wenn man extra für NSC GEwandungen macht, die einem SC würdig sind. Habt ihr denn zu viel Zeit und Geld? *heul*
    Ich habe nicht behauptet, daß NSCs "nur Mist" tragen, sondern daß es Leute gibt (=!= alle Leute), die aber "Mist zu tragen" für NSCs für völlig in Ordnung und gerechtfertigt halten.

    Sehe nicht, was da "schlimm" daran ist. Schlimmstenfalls habe ich den Con durch gute NSC-Gewandung aufgewertet, bestenfalls habe ich eine neue SC-Klamotte oder sinnvolel Fundusteile.
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  10. #10
    Leopoldt
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    Wie schon oben erwähnt wurde, finde ich die Einsatzzeit generell als wichtigste Variable für ein NSC-Kostüm.
    Für einen Wellen NSC reichen im im besten Fall (also Nachts) auch Leonardo Carbone Sachen und BW-Stiefel, wenn der zweimal aus dem Wald gerannt kommt um sich umknüppeln zu lassen.
    Bei Festrollen, welche unter Umständen den ganzen Tag mit den Spielern unterwegs sind gilt das natürlich nicht mehr. Hier fände ich einen guten Spieler-Standart für angebracht.
    NSC sollen m.E. nach abhängig von der Gesamteinsatzzeit einer Rolle mit dem gleichen Maßstab gemessen werden, wie der zu erwartende Durchschnittsspieler.

    Bei Cons an denen ich entweder mitgeplant habe oder NSC war, hab ich die Erfahrung gemacht, dass sich die größten NSC-Kostüm-Probleme durch gutes Haushalten mit Stamm-NSC lösen lassen.
    Sobald es an die Conplanung geht, wird abgecheckt wer als NSC dabei ist. Durch die Spielercharaktere der Leute kennt man ja den persönlichen Fundus derer. Wenn dann noch Rollen gebraucht werden, kann man evtl. anfangen zu nähen oder frühzeitig den Plot anpassen.

    sofa, so good
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