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  1. #1
    Gerwin
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    Handwerker, Bauer, Philosophen und andere Sondersc

    Nach haralds Beitrag im Nachbarthread und einigen Charakterberatungen drängt sich für mich eine Frage auf.

    Brauchen wir mehr "ungewöhnliche" Charaktere wie Handwerker, Bauern, Philosophen und ähnliches im Larp? Als "Pen and Paperlarper" im Gegensatz zum "Simulationslarper" würde ich eher nein sagen. Ein Charakter der nebenbei noch ein Handwerk betreibt sich aber auch in die klassischen "Rollenspieldreiteilung" (Magie, Kampf, Heilung) drücken lässt ist in meinen Augen fast sinnvoller als ein reiner Handwerker/Schreiber/Bote/Philosoph und ähnliches. Gerade weil (im Gegensatz zu Sondersc) ein Charakter welcher der Dreiteilung entspricht auf jeden Con seinen Platz finden wird.

    Von daher würde ich eher dazu tendieren jeder Charakter der nicht einer Pen and Paper-Klasse im entferntesten entspricht (am besten das klassische Dungeons and Dragonssystem) einer intensiveren Prüfung zu unterziehen.

  2. #2
    Cartefius
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    Kommt klar auf den Con an. Auf Cons mit entsprechend differenziertem Aufgabenspektrum und hohen Ambienteanteil halte ich solche Charaktere für eine willkommene Bereicherung, auf dem D&D-Dungeoncrawl sind sie hingegen recht überflüssig.

  3. #3
    Dennis
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    Ebenso kommt drauf an.
    MMn macht es für klassischen Abenteuerplot durchaus Sinn, auch mal in solchen Kategorien zu denken. Daher würde ich auf Cons, die explizit Abenteuer, vllt. auch Dungeoncrawling beinhalten, also die typischen Abenteurer Cons nichts spielen, was sich nicht in Kämpfer, Waldläufer, Magier einordnen lässt.
    Aber so ein Plot ist ja nicht das einzige, was sich in der Larplandschaft findet. Für große Cons oder Cons, die eben nicht nur plotten, sondern viel Ambiente aufbauen wollen, finde ich diese ganzen anderen Rollen toll. In ihrer Reinform sind sie nur nicht meins.

    Gruß
    Dennis
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    Manchmal blogge ich Pen&Paper Zeug

    ~zurück aus den larplosen Landen~

  4. #4
    Letho
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    Grünschnabel

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    Re: Handwerker, Bauer, Philosophen und andere Sondersc

    Zitat Zitat von Gerwin
    Ein Charakter der nebenbei noch ein Handwerk betreibt sich aber auch in die klassischen "Rollenspieldreiteilung" (Magie, Kampf, Heilung) drücken lässt ist in meinen Augen fast sinnvoller als ein reiner Handwerker/Schreiber/Bote/Philosoph und ähnliches.
    Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass das nicht in diese Richtung gehen sollte, aber trotzdem sollte man aufpassen, dass man nicht zu viele Fertigkeiten vermischt. Ich denke da z.B. gleich an die "Ich bin ein Superheld und kann prinzipiell alles!" Powergamer. Wenn alle alles selber können, nimmt man anderen die Möglichkeit sich in diesen nicht typischen Abenteurerfertigkeiten zu spezialisieren und es kostet einen bestimmt das eine oder andere wirklich schöne Charakterspiel.

    Solche SonderSC haben für mich Ihre ganz eigene Berechtigung und tragen meiner Erfahrung nach überdurchschnittlich oft erheblich zu einem gelungenen Ambiente bei. Gerade, weil die Rolle eben nicht als 100.000ster Held geschrieben ist. Es muss doch auch "normale" Leute geben. Das macht eine Larpwelt in meinen Augen deutlich interessanter. Und für die Helden unter uns bieten diese SonderSC viele schöne Spielansätze. Wie soll man z.B. die größzigigkeit eines Ritters darstellen, wenn es keinen Bettler gibt, dem man ein paar Münzen geben kann und keinen Handwerker, den man für seine guten Dienste ansehnlich bezahlen kann? Oder die Pflicht, das einfache Volk zu beschützen?

    Klar auf Abenteuercon XY passt so ein Charakter halt nicht immer, aber auch da habe ich (passiv) schon positive Erfahrungen gemacht.

    Ich finde SonderSC jedenfalls super und freu mich über ausgefeilte Spartencharaktere, die mal nicht nur kämpfen, heilen und zaubern.

  5. #5
    EricPoehlsen
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    Recht interessant ließe sich das in Cartefius' Regelansatz widerspiegeln.

    Ich würde aber die Klassen nicht zu eng begrenzen - sondern einfach sagen, es gibt Fertigkeitsgruppen in die man sich spezialisieren kann (was kampfbezogene Aspekte betrifft, da spielt es ja die größte Rolle)
    Was der Charakter sonst noch ist, das ist ja eher eine Frage der Darstellung und der Ambientesituation und oft weniger Plotrelevant

  6. #6
    Mortimer
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    Re: Handwerker, Bauer, Philosophen und andere Sondersc

    Zitat Zitat von Gerwin
    Ein Charakter der nebenbei noch ein Handwerk betreibt sich aber auch in die klassischen "Rollenspieldreiteilung" (Magie, Kampf, Heilung) drücken lässt ist in meinen Augen fast sinnvoller als ein reiner Handwerker/Schreiber/Bote/Philosoph und ähnliches.
    Bitte nicht. Ich komme zwar auch aus der Pen-and-Paper-Ecke, verzichte aber auch da gerne und dankend auf die immer gleichen Stereotypen, die wir hier haben.

    Ich bin davon überzeugt, dass man auf den absolut meisten Cons - ebenso wie in den meisten Pen-and-Paper-Rollenspielen - auch seinen Spaß haben kann, wenn man weder etwas mit Magie, noch mit Kampf oder Heilung am Hut hat. Kommt natürlich auch auf den Typ Spieler an, der man ist...

    In diesem Sinne plädiere ich für mehr ungewöhnliche (sprich eigentlich gewöhnliche aber selten gesehene) Charaktere, wie Bauern, Handwerker und anderes Gesocks...

  7. #7
    Kelmon
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    Ich sehe ehrlichgesagt nicht, was jetzt an einem reinen Handwerker bedenklicher/problematischer sein sollte als an einem "Krieger, der "zufällig" auch Waffenschmied ist". Wie schon meine Vorredner sagten ist je nach Con das eine oder eben das andere eher ein "problematisches Konzept".
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  8. #8
    Gerwin
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    Mehrere Dinge sind da in meinen Augen problematischer:

    1. Ein Waffenschmied mag vielleicht noch gehen. Aber wie sieht es mit 10 Waffenschmieden aus die eigentlich nichts können außer eben Waffen schmieden? Bei einen Con dass stimmig auf den Bewohnern einer Stadt aufbaut finde ich es in Ordnung wenn sich Handwerksbude dicht an Handwerksbude drängt. Im üblichen "Feldlagerszenario" eher nicht.

    2. Der Krieger der nebenbei noch Waffenschmied ist hat etwas zu tun. Er ist eben primär Krieger der nebenbei einige handwerkliche Kunstgriffe beherrscht. Dass heißt jetzt nicht dass dieser Krieger in der Lage sein soll eine gotische Vollplattenrüstung herzustellen oder auch nur eine gute Brustplatte zu fertigen. Dennoch ist ein gewisses handwerkliches Talent für mich bei Kriegern dann doch recht stimmig.

    Ich bin davon überzeugt, dass man auf den absolut meisten Cons - ebenso wie in den meisten Pen-and-Paper-Rollenspielen - auch seinen Spaß haben kann, wenn man weder etwas mit Magie, noch mit Kampf oder Heilung am Hut hat. Kommt natürlich auch auf den Typ Spieler an, der man ist...
    Auch hier gilt, der einzelne kann vielleicht noch mitgeschliffen werden. Damit er aber überhaupt mal etwas zu tun bekommt muss man das entsprechende Szenario schon deutlich anpassen. Natürlich ist es auch möglich sich die Welt eines beliebigen Pen and Paperrollenspieles zu nehmen und daraus eine Stadt/Wirtschaftssimulation zu basteln. Dass kann sogar Spaß machen wie vielleicht auch ein derartiges Larp Spaß machen kann. Es hat aber nur noch recht wenig mit klassischen Pen and Paper zu tun...und zumindest auch wenig mit klassischen Larpszenarien wie ich sie kenne. Wem es wie gesagt gelingen mag eine Stadtsimulation zu errichten wo auch wirklich jeder in größeren Mengen seinen Platz hat der hat mich sofort auf seiner Seite.

    Gruß

    Gerwin

  9. #9
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    Zitat Zitat von Gerwin
    1. Ein Waffenschmied mag vielleicht noch gehen. Aber wie sieht es mit 10 Waffenschmieden aus die eigentlich nichts können außer eben Waffen schmieden? Bei einen Con dass stimmig auf den Bewohnern einer Stadt aufbaut finde ich es in Ordnung wenn sich Handwerksbude dicht an Handwerksbude drängt. Im üblichen "Feldlagerszenario" eher nicht.
    Mal davon abgesehen, daß dieses Szenario komplett unrealistisch ist sehe ich da nicht das Problem. Zumindest nicht mehr ein Problem wie "nur 10 Magier", "nur 10 Paladine" oder "nur 10 Diebe".
    Der Einzelne hat ohnehin keine Kontrolle darüber, als was die anderen 9 Spieler kommen. Sollten sich mal ausschließlich Waffenschmiede in einem Spielerlager einfinden (was von der Wahrscheinlichkeit her "Tod-durch-Meteoriten"-ähnlich ist), ist das trotzdem kein Problem mit dem Konzept, da der einzelnen Waffenschmied nicht unpassend ist. Wenn überhaupt ist es dann ein Versagen der Orga, sofern diese Charakterchecks durchführt.

    2. Der Krieger der nebenbei noch Waffenschmied ist hat etwas zu tun. Er ist eben primär Krieger der nebenbei einige handwerkliche Kunstgriffe beherrscht. Dass heißt jetzt nicht dass dieser Krieger in der Lage sein soll eine gotische Vollplattenrüstung herzustellen oder auch nur eine gute Brustplatte zu fertigen. Dennoch ist ein gewisses handwerkliches Talent für mich bei Kriegern dann doch recht stimmig.
    Was sollte daran stimmig sein? Es ist im LARP üblich, aber in der Regel an den Haaren herbeigezogen á la "mein Vater war Schmied, darum kann ich das". Dazu war dann die Mutter eben Kräutertante, weswegen man auch Wunden verbinden kann.
    Interessanterweise reicht ja dieses "ich kann es nur ein klein bisschen" immer voll und ganz, um Regelwerksrelevante Effekte zu erzeugen. Oder wieviele Wunden brechen auf, wieviele Rüstungen fallen auseinander, nachdem solch ein "Hobbybastler" da dran war?

    Realistisch gesehen dürfte der "Standardkämpfer" in Sachen Handwerk folgendes wissen:
    - Auslaufendes Blut ist nicht so gut
    - Löcher in Rüstungen sind schlecht.
    Das macht ihn aber weder zu einem Feldarzt noch zu einem Schmied.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  10. #10
    Gerwin
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    Du willst damit behaupten dass es üblich (!) war in Armeen einen Schlachter für die leckeren Würstchen, einen Schreiner zum herstellen von Stühlen und Kästchen, einen Töpferer um das entsprechende Geschirr welches zu ersetzen war zu ersetzen usw. auf eine Menge an primären Kämpfern mitzunehmen (sagen wir auf 100 einen jeder Berufsgruppe)? Hier muss ich sagen...sieht meine Vorstellung dann doch etwas anders aus.

    Natürlich ist es auch für einen nicht gelernten Schmied mit ein wenig Talent möglich manch eine Rüstung wieder auszubessern. Selbst jemand mit zwei linken Händen kann mit viel Geduld lernen vernietetes Kettengeflecht herzustellen..zumindest um kleinere Beschädigungen auszubessern (was ja auch geschah). Wenn eine Plattenrüstung jedoch so beschädigt ist dass sie ihren Träger nicht mehr schützt (der typische Larpeffekt wenn die Rüstpunkte auf null sind) dürfte auch so manch ein ausgebildeter Schmied im offenen Feld erst einmal seine Probleme haben.

    Interessanter Weise beschränken wir uns aber relativ auf dem Schmied. Da muss ich dir recht geben...aber drehen wir das Ding mal ein wenig weiter. Was haben wir denn hier...einen doch recht gut befestigten Wachturm der Römer. Die hatten da wie wir alle wissen einige von. Nun hat sich mit Sicherheit jemand dieses Ding mal ausgedacht der Ahnung von dieser Arbeit hatte. Mit Sicherheit sind wir uns alle einig dass die Römer aber (angesicht der Masse an Türmen, Mauern, Gräben und ähnlichen) nicht ein ganzes Handwerksheer in die Provinzen gekarrt haben um das aufzubauen. Eigenartiger Weise werden auch heutige Rekonstruktionsversuche nur selten nur von Schreinermeistern und ähnlichen vorgenommen, sondern eher von Leuten die berufsbedingt nicht gerade eine handwerkliche Ausbildung haben (natürlich unter Unterstützung von Fachmännern).

    Von daher gesehen halte ich es durchaus für sehr realistisch dass unsere Vorfahren ein wenig mehr über handwerkliche Fähigkeiten verfügten (einfach weil man auch nicht alles wegwerfen oder reparieren lassen konnte) als wir heute.

    Selbstverständlich macht einen dass nicht zum Schreinermeister, Maurer, Feldarzt oder ähnlichen. Es gibt einen aber Fähigkeiten die für vieles noch genügen. Der Rüstungsschmied mag da wie gesagt vielleicht eine Ausnahme sein. Wenn nun aber ein Larpkrieger sein "Hobby" anständig bespielt, die entsprechende Ausrüstung mitschleppt und das ganze gut darstellt halte ich dass ganze für absolut zufriedenstellend. Natürlich hast du recht...im Regelfall bleibt es bei der Darstellung auf dem Papier oder im besten Fall den rumklopfen mit einen Hammer auf der Rüstung .

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