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  1. #1
    Thomeg Atherion
    Thomeg Atherion ist offline
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    Kampf mit Bidenhänder

    Ich bin gerade dabei mir ein Claymoreschwert zu bauen. Habe jetzt mal mit einem Bidenhänder von 'nem Freund gekämpft und da hab ich mir gedacht, wie man damit eigentlich "wirklich" kämpft.

    Um das mal präziser zu gestalten. Ich kämpfe damit halt nicht viel anders als mit einem Einhänder, außer, dass ich halt 2 Hände benutze. Das Schwert sehr dramatisch schwinge und darauf bedacht bin Abstand zu waren.

    Allgemein seh ich so ein bisschen aus wie der Kerl in Gothic 2.

    Rein von der Effektivität war das saudoof. Er hatte ein Schild und hat mich damit einfach unterlaufen.

    Jetzt zwei Fragen:

    1. Wie kämpfe ich mit einem Bidenhänder effektiv (sind hier irgendwelche Schaukampfleute, damit man mal realistische Gewichtsbezüge usw. hat)

    2. Gibt es alte Kampftechniken. Ein Freund von mir lernt mittelalterlichen Schwertkampf mit Einhänder und der hat mir was von der "Halbschwerttechnik" erzählt. Ich hab auch etwas darüber nachgelesen und finde das irgendwie lustig...

    Die Technik ist ja eigentlich eine Stechtechnik, aber hat jemand einen Vorschlag, wie man das Larpmäßig nutzen kann.

    Ich hoffe ich hab mich jetzt nicht zu kompliziert ausgedrückt.
    A scout smiles and whistles through all difficulties!
    - Robert Baden-Powell

  2. #2
    Drogoth
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    Ich habe im Zuge einer Diskusion auch mal von Stechtechniken gehört, halte diese aber nicht für Larpbar.
    Jedoch habe ich etwas von Stechspitzen gehört, die man an Speeren verwenden kann, aber ob das auch bei Schwertern klappt?

    Im realistisch ausgeführten Larpkampf müsste ein Treffer auf einen Schild entsprechend ausgespielt werden. Ich glaube nicht, dass jemand einfach so einen Sclag einer Zweihandwaffe mit einem Arm abfängt und weiter läuft (ich habe kich auch schon weggeworfen, als ich aus Reflex einen Hieb mit einem Streitkolben mit dem Schild abgefangen habe. Dazu bräuchte man schon mindestens alle beide)

    Ich habe noch keine Praxiserfahrung im Kampf mit meinem 1,1/2 Händer, aber ich versuche beim üben in Bewegung zu bleiben, sprich ich kombiniere meine Angriffe mit verschiedenen Schlagrichtungen und Winkeln, sowie Seiten und Ausfallschritten, um auch an Verteidigungen vorbei empfindliche und ungerüstete Stellen treffen zu können.
    Außerdem sollte man den Schwung der Waffe darstellen, indem man ruhig auch flüssige Bewegungen durch umlenken der Kraft erzeugt (Aber kein Fuchteln oder hirnloses Schleudern)
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  3. #3
    Gerwin
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    Bidenhänder: Erst einmal, ein Bidenhänder ist kein Anderthalbhänder. Ob diese Dinge (wir reden hier von wirklichen Landsknechtbidenhändern oder einer Claymore) jeweils wirklich großflächig im Kampf eingesetzt wurden ist zwar recht sicher...aber dennoch nicht ganz unumstritten.

    Eine Halbschwerttechnik (die eigentlich für einen Anderthalbhänder gedacht ist) läuft eigentlich immer entweder auf zustechen oder auf ein Handgemenge hinaus. Ausnahmen wären hier Paraden mit den halben Schwert welche zum Beispiel gegen den Mordhau unter anderen anwendbar sind.

    Ein schöner Kampfstill mit den Bidenhänder entsteht (rein subjektiv) durch recht lange, weit ausholende Schläge aus dem Oberhau (sprich von oben herab). Schön zu sehen ist hier bei den ersten Schwertkämpfer von rechts wie dieser weit über die Schulter vor dem Schlag ausholt.

    Bidenhänder sind zwar im Ergebnis nicht soooo schwer wie manche denken und durchaus effektiv...dennoch kann es beim Posing durchaus helfen das Gewicht (vielleicht sogar etwas übertrieben) schwer auszuspielen. Du musst nun nicht vor Anstrengung stöhnen wenn du das Teil nach einen fehlgegangenen Schlag wieder in die Oberhauposition bringst...aber sich ein wenig Zeit lassen kann für das Posing durchaus schön sein. Auch können Paraden schon mit 2,5 kg durchaus in die Arme gehen (auf Dauer..gerade wenn da jemand mit Wucht dagegen schlägt und nicht wie beim Larpkampf vorher abbremst).

    Für die üblichen Paraden und Schläge (meist mit den Anderthalbhänder) gibt es im Internet genug recht brauchbare Anleitungen. Wichtig ist hier dass Schläge nicht (wie bei leichteren Waffen durchaus möglich) aus dem Handgelenk kommen und sondern aus den Armen...am besten in Kombination mit einen Schritt nach vorne bzw zurück und einer Drehung des Oberkörpers um weitere "Wucht" aufzubauen. Dass ist aber schwer zu erklären und wird im Kampf auch von den wenigsten Larpern beachtet. Wenn du mehr wissen willst frag am besten auf einen Con mal jemand der in deinen Augen schön mit dem Zweihänder kämpft ob er dir ein bisschen was zeigt.

    Nur mal zu den Schildtreffern:

    Das kommt doch deutlich auf die Zweihandwaffe, den Schild und die Wucht dahinter an. Den Hieb eines Bidenhänders mit einen Schild abzufangen ist (auch bei einen durchgezogenen Schlag) ohne weiteres möglich. Bei absoluten Wuchtwaffen wie dem Hammerkopf eines Rabenschnabels wäre ich da je nach Gegner vorsichtig.

    Edit: Zur Illustration, hier eine Halbschwerttechnik. Links versucht er zu stechen und das rechts ist der Mordschlag. Zumindest dieser dürfte im Larp theoretisch möglich sein, aber ich denke die wenigsten Mitspieler wüssten damit was anzufangen. Die Schwerter sind aber wohl eher Anderthalbhänder.

  4. #4
    Drogoth
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    Also ich habe jetzt den Anderthalbhänder nicht mit dem Bihänder gleichgesetzt, ich meinte nur zum Vergleich ,da beide länger als ein Einhänder sind und in Normalfall auch zweihändig geführt werden.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  5. #5
    Gerwin
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    Dass war jetzt auch keinesfalls als Kritik an deiner Antwort gemeint. Das schwierige ist nru dass wir über die Kampftechniken mit dem Anderthalbhänder zumindest aus "sportlicher" Hinsicht durch Fechtbücher recht viel wissen während die Fechtbücher die sich mit dem "klassischen Zweihänder" beschäftigen ziemlich dünn sind. An diesen Punkt muss einfach jeder selbst wissen was seiner Meinung nach die schönste Kampfweise ist. Das gleiche Problem hat man zum Beispiel bei der zweihändigen "Wikinger-Dänenaxt". Wir wissen eben nicht genau wie so ein Teil geführt wurde und können wenn überhaupt nur Rückschlüsse von anderen Waffen ziehen. Vieles ist da eben Geschmack/persönliche Ästhetik und somit nicht zu "verallgemeinern".

    Gruß

    Gerwin

  6. #6
    Bregon
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    Ich vreweise an dieser Stelle mal auf Youtube - dort findet man zu dem Thema recht viel.
    http://www.youtube.com/watch?v=HC5FIyfI8TA
    http://www.youtube.com/watch?v=Kj4Ng...el_video_title

    Die Videos sind mMn recht interessant.

  7. #7
    Aeshma
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    Mal ohne recheriert zu haben:

    Bidenhänder waren doch hauptlächlich durch eine Formation gedeckt, oder der Träger aber so weit gepanzert, dass ihm viele gegnerischen Treffen einfach "egal" sein konnten oder irre ich da.

    Ich denke ansonsten sind die Vorteile eines Bidenhändern entgegen der weitläufigen Meinung eher gering.

    Grüße
    Aeshma
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  8. #8
    Jocke
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    @Bregon: Die Videos helfen aber keinem für den Kampf mit einem Claymore oder Bidenhänder, sonder sind eben aufs Lange Schwert (Von vielen als Anderthalbhänder bezeichnet) gemünzt.
    Halbschwerttechnik hilft ebenfalls nur beim Langen Schwert (Wobei ich mit meinem Einhänder auch schon Halbschwert gekämpft habe), ist aber hauptsächlich für Hebel, Windungen, Griffe und Würfe interessant... in einem LARP Ritterturnier/Duell funktioniert das bei Absprache vorher super... im normalen LARPkampf kommt der Gegner Wahrscheinlich mit den Techniken nicht zurecht.

    Das Problem beim Claymore und Bidenhänder ist, das es keine Waffe für den Einzelkämpfer ist, sondern eher eine "Support-Waffe", wärend der Landsknecht Doppelsöldner mit seinem Bidenhänder die Stangenwaffen zur Seite schlägt, holt der Schotte mit seinem Claymore Reiter vom Pferd.
    Der Zweihänder wurde durch Pen & Paper und PC Rollenspiele so gehyped und falsch Dargestellt, das die Leute auf nem LARP denken, das wär die Ultimative Waffe, aber dann wird man eben mal Ruckzuck unterlaufen und dann wars das dann.
    Also, solltest du nicht als Support in einem Spießhaufen stehen wirst du aus Wettkampf Sicht im LARP keine Chancen haben... wenn du jedoch Gegner hast die gerne Posen und niedergeposet werden wollen, dann kann der Bidenhänder durchaus Spaßig sein, mit viel übung und viel Cineastischem Spiel.

    MfG
    der Jocke

  9. #9
    Bruder Leonhardt
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    Halbschwerttechnik ist im Larp grundlegend nicht verkehrt, dabei aber den Ort absenken und den Knauf etwa auf Kopfhöhe halten, in seitlicher Stellung. Dadurch lassen sich die meisten Angriffe recht gut parieren, und man kann mit der Vorderseite des Schwerts durch die Hebelwirkung auch glaubhafte Angriffe durchführen, ohne dass man voll ausholen muss (und dann unterlaufen wird).

  10. #10
    Bregon
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    Oh, ich dachte es geht um Anderthalbhänder.
    Das Ort in die Augen zu richten ist immer gut, das Erschwert das Einschätzen der Länge der Waffe.
    Der Trick ist jedoch aus einer Hut in die nächste zu wechseln, ohne dabei eine Blöße zu zeigen und dabei einen Hieb/Stich auszuteilen.
    Was im Larp jedoch nicht so gut dargestellt werden kann, ist das winden der Schwerter umeinander, da das Latex doch recht "klebrig" ist.

    Es gibt da diverse Bücher drüber, allerdings muss man, glaube ich, auch zwischen Bloß- und Harnischfechten unterscheiden.

    So far for this night, Bregon

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