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  1. #1
    Gerwin
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    Die Wahl der Qual (ambientiges Foltern für Anfänger)

    Zunächst:

    Hierbei handelt es sich nicht um einen Scherzthread (sonst wäre er in der Laberecke) sondern um ein durchaus ernstes Problem. Man stelle sich nun vor Informationsträger X wurde auf Con Y gefangen genommen. Leider will Informationsträger X seine Informationen natürlich nicht freiwillig herausgeben. Die letzte Pappna...ähhhh der letzte Magier mit Wahrheitszauber hängt leider gelyncht am Baum. Alles drohen nutzt leider nichts...also muss man irgendwann einmal zur Tat schreiten.

    Da Grundrechte im Spiel selbstverständlich generell ausgeschaltet werden () gibt es da eine einfache Methode die über Jahre sehr erfolgreich war. Folter. Doch wie?

    Ich habe da zwar meine ganz eigene Vorstellung..würde jedoch gerne mal eure hören. Gedacht ist an ein Con für über 18 jährige. Und selbstverständlich ist nichts gemeint was den Opfer reale Schmerzen oder Schäden zufügen könnte/kann oder auf ähnliches abzielt (ganz so weit wollen wir uns von den Grundrechten ja doch nicht entfernen). Wie weit darf an diesen Punkt ein Spiel gehen..oder langt die Aussage "ehhh wir foltern dich jetzt mal..ne halbe Stunde. Bitte schrei..wir spielen nebenbei Doppelkopf"?

    Gruß

    Gerwin

  2. #2
    luthien368
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    Hm, interessantes und kontroverses Thema. Frage ich mich selbst: Wie würde ich gerne Folter, wie würde ich gerne gefoltert werden?

    Zu diesem Thema hat mich letztens der Film "Unthinkable" ziemlich geprägt. Wirklich viel mehr, abgesehen vom Besuch des Rüdesheimer Foltermuseums kenne ich mich nicht wirklich aus in diesem BEreich. Also mal muter drauf lostheoretisiert:

    Folter besteht aus mehreren Ebenen:

    1. Erniedrigung. Etwas, was man recht vorsichtig ausspielen sollte. Keiner möchte nackt durch ein Lager gezerrt werden. Jedoch mitten im Lager ausgestreckt angekettet zu sein, so dass einen jeder verspotten kann, ist ein gutes "Warm-up", führt aber wahrscheinlich auf kürzere Zeit gesehen nicht zu einem Geständnis

    2. Unangenehme Situationen, die VOR dem Schmerz passieren. Eiskaltes Wasser, Schlafentzug, dauerhafte, nervige Zustände (Wassertropfen, Klopfen etc). Auch eigentlich nur bedingt ausspielbar, es sei denn, das Wasser ist normal temperiert und es herrscht Sommer Dann ist der gefolterte vielleicht sogar dankbar .

    3. Schmerzen. Favorite of all. Hier kann man so ziemlich alles tun, solange es nicht unter Punkt 1 fällt (Genitalien abschneiden, glühende Eisen einführen o.ä.). Irgendwann würde es wohl auch albern.

    Dabei sollte aber auch das gesamte Potential ausgenutzt werden, ein bisschen Erniedrigung und "vor Augen halten der ausweglosen Situation", das "Präsentieren der Werkzeuge", vielleicht eine Demonstration an einer Lederhaut oder so, ... Überlegenes Getue halt.

    Und dann eben leichte, oberflächliche Verletzungen, die nicht lebensgefährlich oder stark einschränkend wären. Peitschen (da gibt es wohl sehr weiche, z.B. aus Schaumstoff oder weichem Leder, muss ja auch nicht mit voller Wucht gefüht werden), glühende Eisen auf den Körper halten, Schnittwunden, leichte Stiche und das Messer darin drehen, selbst (vorsichtig) an den Haaren packen, den Kopf hin- und herreißen, das bietet beides sowohl dem Folterer als auch dem Gefolterten Spielraum. Hier kann dann schon ein bisschen mit Blut und Wundschorf rumgepantscht werden.

    4. Verstümmelung: Klar, da gehört auch Schmerz dazu, aber eben auch die Angst, behindert und verkrüppelt weiter leben zu müssen.

    Nicht schön fände ich, wenn jemand nach und nach unkreativ geschnetzelt oder in Scheiben geschnitten wird. Auch muss hier wieder dargestellt werden, wie plötzlich Körperteile fehlen. Bei Fingern kann man ein blutiges Tuch umlegen, bei einer Hand oder einem Arm wird es schon schwieriger.

    5. Androhung von Folter an andere, Zerstörung von einem wichtigen Dingen etc. Dafür braucht man halt Hintergrundwissen um diejenige Rolle. Hat er Frau / Mann, Geliebte/n, Freunde, ... Und hat man diese auch erwischt? Warum sollte man denjenigen nicht direkt foltern, sondern den Umweg über andere gehen? Ein weiteres Druckmittel oder muss derjenige unversehrt bleiben?

    So far - Gruß Annika - wurde erst zweimal gefoltert, beide Male leider sehr fantasielos :/


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    Nächste Cons: 06.-09.09.12 Temporia

  3. #3
    Drogoth
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    Foltermethoden bezogen auf den Physischen Schmerz:
    - glühendes metall
    - Auspeitschen
    - Gliedmaßen brechen
    - sonstiges Geschnippel

    mit psychischem Aspekt:
    - mit Salz voll stopfen und außerhalb eines Gefäßes mit Wasser anketten... noch ein paar Leute daneben setzen, die sich genüsslich ab und zu ein paar Schlucke genehmigen.

    Das wären jetzt so die Methoden, die mir so einfallen.
    Halte ich alles für ausspielbar, wenn richtig gemacht.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  4. #4
    Pedro
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    Grundsätzlich kommt es auf die mitspieler drauf an. Wenn mir auch nur einer der anwesenden ot sagt "ne is nich" dann läufts halt auf das schreiend beim kartenspiel hinaus ansonsten könnte man sich z.b. sehr gut an der hochnotpeinlichen Befragung orientieren, also stufenweise den grad der Folter erhöhen (erst drohen dann Foltergeräte zeigen und "probe" -lauf damit machen und dann erst wirklich foltern)
    Sachen die auch leicht ins OT übergreifen könnten lasse man aber tunlichst ganz weg - darunter würde für mich zum beispiel jegliche form von erniedrigung fallen, egal ob nun durchs lager schleifen oder am Schandbaum festmachen.
    Powergamer durch Anwesenheit - DAS nenne ich Macht

  5. #5
    Cartefius
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    Folter im Larp ist ein etwas heikles Thema, bei einigen Spielern unterliegt das wohl einem ähnlichen Tabu wie Vergwaltigung, so dass ich eine kurze OT-Absprache mit dem Opfer vorher für sinnvoll halte.

    Ich persönlich habe damit eigentlich keine Probleme, würde aber aus Gründen der Spielkonsequenz grundsätzlich darauf verzichten, Foltermethoden anzuwenden, welche den Charakter dauerhaft verstümmeln oder sichtbar vernarben. Unter dieser Prämisse gibt es dann aber natürlich eine Menge "klassische" Foltermethoden, die ziemlich gut darstellbar sind, ohne das Opfer OT in Bedrängnis zu bringen. Das fängt bei einem gespieltem "Zusammenschlagen" an, geht über Daumenschrauben und Streckbänke (welche man entweder nicht fest anzieht oder mit versteckten "Blockaden" ausführen könnte, so dass man ordentlich Anziehen kann, die Kraft aber nicht auf das Opfer übertragen wird) oder Brandeisen (entweder nur in der kalten Ausführung, oder echt auf einem Stück Grillfleich oder ähnlichem appliziert) bis hin zu exoterischen oder ausgedachten Verfahren wie der "chinesischen Wasserfolter", wie man sie aus Karl-May-Büchern kennt. ich persönlich würde es auch bei solchen einigermaßen abstrakten "Hollywoodfoltern" belassen, und nicht zu wirklich bestialischen (realistischen) Foltermethoden greifen, das wäre mir persönlich ein bisschen zu viel.
    An solchem Ausspielen finde ich gut, dass der gefolterte so immer Spiel hat und einschätzen kann, wie weit sein Charakter gehen würde.
    Ich würde aber immer schauen, dass er sich jederzeit OT selbst befreien kann, da alleine der Kontrollverlust schon je nach Person eventuell überraschend unangenehm sein kann. Ganz interessant finde ich eigentlich die Idee aus einigen psychologischen Rollenspielen, mit Codewörtern zu arbeiten, welche entweder "Alles ok, leg ruhig mal eine härtere Gangart ein" oder "Das wird mir zu viel, fahr mal ein bisschen runter" signalisieren, ohne dass man die Szene unterbrechen muss.

    Was ich allerdings schwer abschätzen kann ist, wie die Charaktere IT auf solche Situationen reagieren, ich könnte mir vorstellen, dass da eine Menge "ultraharte Hunde" dabeisind, die auch bei der schlimmsten Bedrängnis keinen Ton sagen, auf diese Situation sollte man ggf. entsprechend vorbereitet sein, und das ganze dann eventuell IT abbrechen, indem man den Gefangenen erstmal wieder wegschafft, um ihn "weichzukochen".

  6. #6
    Harald Ösgard
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    Wende Dich mal an die TurbanTypen vom Drachenfest..... (komm gerade nicht auf den Namen) die hatten einen hübschen Foltertisch in ihrem Zelt (ich hab den persönlich lasiert! )

    Die können sicher was dazu sagen, welche realen Erfahrungen auf Con die mit diesem Spielkonzept so gemacht haben....

    Bei Interesse kann ich aber auch den Kontakt herstellen, über das DF Forum...

  7. #7
    Drogoth
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    oder besser, man foltert nur Nsc´s
    Auspeitschen z.b. habe ich bisher nur auf freiwilliger Basis bei ner Truppe Sigmariten gesehen und als Bestrafung eines Sc nach einem Mordversuch.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  8. #8
    Chevalier
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    Nur so als Hinweis aus Erfahrung: jemand die Zunge rausschneiden, der nicht schreiben kann oder einem Stummen die Finger brechen kann eine doofe Idee sein...

    Es kommt halt immer auf das Opfer an. Mit dem einen kann man auch paar reale Dinger tun oder andeuten, mit anderen gehts gar nicht. Da muss man wirklich sehr vorsichtig sein auch wenns ein eindeutiger ü18-Con ist.
    ...
    Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)

  9. #9
    Schlachtross
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    Egal wie Folter, nur nach sehr genauer OT Absprache!
    Ich bin oft NSC und hab schon ein paar Foltererfahrung hinter mir...
    Zwischen "war ziemlich gut abgesprochen und daher eigendlich lustig" bis hin zu "Stop!! SL!" war da einiges dabei.

    Das A und O ist da die Absprache und OT vertrauen zwischen "Opfer" und "Täter"
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
    Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
    Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
    Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"

  10. #10
    Vonka tril Lyavel
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    Zitat Zitat von luthien368
    So far - Gruß Annika - wurde erst zweimal gefoltert, beide Male leider sehr fantasielos :/
    :eek: OT oder IT? :lol:
    Stay Cool!

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