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  1. #1
    Gerwin
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    Die besten Unterscheidungsmerkmale für Larpgruppen

    Da ich Aeshmas Sonnenquell-Projekt nicht für eine Grundsatzdiskussion missbrauchen will:

    Das wäre absolut nicht der Fall. Ich wundere mich nämlich, warum "wir wollen keine Frauen als Ritter" oder "Krieger erst ab 1,80 m und 100 kg" bessere Merkmale sein sollen.

    Mal abgesehen davon, dass ich "Rollenverbote" aufgrund von OT-Eigenschaften sehr heikel finde. Innerhalb der eigenen Gruppe, okay, aber ich würde mich davor hüten, bei einem Konzept, in dem Männer keine Heiler sein dürfen oder Personen unter 1,65 m keine Krieger, das auf andere Mitspieler zu übertragen. Letzteres würde mich OT nämlich ziemlich ankotzen. Und ich denke, auch viele weibliche Ritter haben OT wirklich keine Lust, sich rechtfertigen zu müssen.
    Vielleicht etwas aus der Hüfte geschossen, aber ich würde diese Erkennungsmerkmale durchaus als "unterscheidungsfähiger" bezeichnen als das was im Moment so rumläuft. Selbstverständlich nicht für jede Gruppe, selbstverständlich nicht für jeden Spieler...und selbstverständlich nur wenn man sich vom "Ach was, die haben doch alle keine Ahnung" Gedanken llösen kann.

    Die Gründe dafür sind vielfältig (und werden hier nur kurz zusammengefasst, der Rest ist ja im Sonnenquellthread nachzulesen:

    1. Unsere Larpcharaktere stehen auf verschiedenen Entwicklungsstufen. Während man sich ursprünglich Gedanken darüber machen musste warum der Wikinger nicht zur Plattenrüstung greift hat sich dieses "Problem" längst verschoben in Richtung "warum greifen wir nicht alle zu Musketen/Kanonen und anderen Dingen". Aber darum geht es hier nicht. Der soziale, kulturelle und entwicklungstechnische Standard unserer Charaktere sollte eigentlich ein unterschiedlicher sein, denn nur so gewinnen die verschiedenen Charaktere auch zunehmend an Tiefe.

    2. Leider ist er dass häufig nicht. Viele (ich würde sogar behaupten die meisten Gruppen) spielen im sozial-kulturellen Einheitsbrei ohne jegliche aussagekräftige Unterscheidung. Deshalb klammern sich viele Gruppen (meiner Erfahrung nach) an rein äusserlichen Merkmalen und Dingen fest die eigentlich Kleinigkeiten darstellen (Dialekt, gewisse Rituale usw.)

    a) Warum dass in (meinen) Augen schlecht ist

    In meinen Augen nimmt so etwas viel Tiefe und Rollenspielpotenzial. Wenn der Wikinger von seinem Weltbild her sich eigentlich genau so verhält wie der Mensch aus dem 17 Jahrhundert....wenn der Barbar eigentlich ähnlich denkt wie der Palladin nähern wir uns (provokativ ausgedrückt) wirklich einen Einheitsbrei bei dem die einzige Art der Unterscheidung optische Eindrücke und ein Spiel mit Begrifflichkeiten ist.

    b) Was in meinen Augen anders laufen könnte

    Ich persönlich würde behaupten dass es im Einheitsbrei schon genügend Larpgruppen gibt. Alle dieser Gruppen machen Spaß. Mit allen kann man auf Con fahren. Ausser dem Aspekt "ich will aber eine Gruppe in meiner Gegend" oder "ich will aber nur mit meinen Buddys auf Con fahren" sehe ich keinerlei Grund für die Gründung von neuen Larpgruppen/Ländern/Religionen so lange sich der Unterschied auf "Mein Wappenrock ist aber pissgelb anstelle von rosa" oder "In meiner Heimat werden wir aber von Kräutern angegriffen, deswegen finde ich Kamile volllll scheiße" beschränkt. Derartige Gruppen/Länder haben natürlich dennoch ihren Reiz. Ebenso hätte aber die Gruppe die sich (möglichst streng) am historischen Mittelalter orientiert/eine Orientgruppe die sich an dem orientalischen Volk XY orientiert oder die Xenya-Amazonengruppe ihren Reiz (Darstellbarkeit vorausgesetzt). Hier wäre (und ist so weit derartige Gruppen bereits existieren) eine Unterscheidung im Spielstill durchaus vorhanden so dass sich eine Neugründung lohnt.

    c) Aber warum lohnt die sich?

    Ganz einfach. Es gibt (was mir mehrfach bestätigt wurde) genug Larper draußen die gerne mal "was neues" ausprobieren wollen. Natürlich sind darunter auch jede Menge Larper denen es genügt mal in ein anderes Kostüm zu schlüpfen und kulturelle Unterschiede nur an der Oberfläche zu kratzen. Wem es im Larp hauptsächlich um Kampf oder um Plotjagd geht für den ist es egal ob der Samurai sich nun anders verhält als der Landsknecht. Aber ist das wirklich (für jeden) Larper alles? Wenn ich persönlich (nur) kämpfen will dann gehe ich zum Kampfsport. Von Plotjagd halte ich im allgemeinen nicht viel, und ich glaube da bin ich nicht der einzige.

    d) Führt dass nicht zu Problemen mit anderen Gruppen?

    Hier würde ich gerne das Beispiel von oben aufgreifen. Muss sich ein weiblicher Krieger rechtfertigen wenn er auf eine Gruppe trifft die keine weiblichen Krieger akzeptiert?

    Erst einmal..niemand MUSS sich für irgendetwas rechtfertigen. Der Zwei-Meter-Zwerg muss nicht rechtfertigen wenn er eingecheckt wird. Der "etwas füllige Elf" nicht, und der Carbone-Adlige auch nicht.

    Was aber wenn die Kriegerin nun auf die "nicht Kriegerinnen Gruppe" trifft? Hier ist doch erst einmal die Frage in wie weit man versucht dem gegenüber die eigene Spielweise aufzuzwingen. Natürlich enthält eine derartige Konstellation "Zündstoff". Dass aber nun in Land X Frauen nicht als Kriegerin akzeptiert werden heißt ja noch lange nicht dass dieses Land X nun auch aktiv versucht in andere Länder seine Meinung zu expandieren. Wie weit sich die fiktive Kriegerin nun persönlich angegriffen fühlt wenn ihr gesagt wird: "Also in MEINER Heimat dürfen Frauen keine Waffen tragen...und zwar aus folgenden Gründen" ist der Kriegerin natürlich selbst überlassen.

    e) Ich halte aber zum Beispiel nichts von einer Unterscheidung nach OT-Merkmalen:

    Erstmal..ich sage nicht dass man sich an OT-Merkmalen festklammern muss. Es gibt andere Merkmale oder kulturelle Unterschiede die man aufgreifen könnte (für Beispiele bin ich dankbar...kann aber auch gerne ein paar selbst raussuchen).

    Und selbst bei OT-Merkmalen: Niemand zwingt jemanden mitzuspielen...andererseits gibt es genug Beispiele an denen bereits OT-Merkmale aufgegriffen werden: Amazonen, Zwerge, Elfen, Trolle usw.
    Wo läge denn überhaupt letzten Endes das Problem. Am Ende steht es ja jeden offen eher den Mainstream zu bespielen...oder auch nicht.

    f) (um einen Argument vorweg zu greifen) Gerwin..willst du damit nicht eher eine OT-Lebenseinstellung ins Larp übertragen ?

    Nein. Definitiv. Ich habe kein Problem damit sämtliche Naturgesetze für so etwas umzudrehen, ich habe kein Problem damit mit Red Sonja Amazonen zu spielen...oder in einer orientalischen Welt nach Alladin zu spielen (die mit Sicherheit nicht meiner OT-Lebenseinstellung entsprechen). Ich sehe nur wenig Sinn in einer Gruppenneugründung die schon 9 mal da ist......gerade wenn 8 der Gruppen sich auf neue Mitspieler freuen.

  2. #2
    Chevalier
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    Wo ist der Mehrwert für das LARP an einer Gruppe, z.B. bei der Gruppe die keine Frauen als Krieger akzeptiert, so wie du es beschrieben hast? Wenn ich eine Frau wäre und Kriegerin..mit den leuten würde ich halt nichts zu tun haben wollen. Fertig. Und wenn die den Frauen anderer Länder ncihts vorschreiben wollen: warum dann überhaupt so spielen, ausser man will OT verhindern, das Frauen im Land Krieger spielen, warum auch immer?

    Auch sehe ich darin keinen kulturellen Unterschiedungsmehrwert zu Ländern, wo Männern das Bartragen verboten wird oder ähnliches. Solche Hintergrundtechnischen Details sind eben das: Details. Sie füren nicht zu einer WIRKLICH neuartigen Spielweise, die begeistert.

    Nenne mir mal was, was dich als Mann betrifft, was so toll und kulturell super wäre, dass es im LARP noch nicht gibt und unbedingt eingeführt gehört als Hintergrund.
    ...
    Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)

  3. #3
    Gerwin
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    Nenne mir mal was, was dich als Mann betrifft, was so toll und kulturell super wäre, dass es im LARP noch nicht gibt und unbedingt eingeführt gehört als Hintergrund.
    Ich ersetze mal noch nicht gibt durch "im Moment noch in vielen Larpumgebungen deutlich unterbespielt ist" (sonst findet wieder irgendwer das Gegenbeispiel in Hintertupfingen):

    Kulturell wäre für mich zum Beispiel mal ein wirklich barbarisches Barbarenvolk sehr interesant. Ich meine damit nicht die häufig bespielten Dummbarbaren sondern Barbarenstämme die sich von unseren sozialen Regeln entfernt haben. Die keine Schwierigkeiten mit einer Herrschaft des stärkeren haben, für die ein "Rittergesellschaft" in der jeder unabhängig von seiner körperlichen Überlegenheit Ritter werden kann wenn er nur lange genug Knappe ist (und eine entsprechende Charaktergeschichte besitzt).

    Als Gegenzug fände ich (gerade auf Großcons) auch mal einen wirklichen Amazonenstamm interesant. Betrifft mich in gewisser Weise ja auch als Mann...und ich hätte keine Probleme mit ihnen zu spielen oder das ganze auch mal als "Mitglied" zu beschnuppern.

    Schon eher bespielt (aber in meinen Augen noch sehr unterbespielt) wären in meinen Augen exotische Völker. Von mir aus (als Beispiel) die Asiaten die auch ein wenig der fernöstlichen Mystik mit einbringen...bei denen eben auch zusätzlich zur (notwendigen) guten Ausrüstung ein wenig Fremdheit im Verhalten und in der Weltanschauung mitbringen. Ich müsste mich nun mit fernöstlicher Mystik beschäftigen um zu erklären was genau ich meine.

    Und wenn die den Frauen anderer Länder ncihts vorschreiben wollen: warum dann überhaupt so spielen, ausser man will OT verhindern, das Frauen im Land Krieger spielen, warum auch immer?
    Für mich ist ein Unterschied zwischen "ich versuche meine Spielart jeden aufzudrücken" und "ich lege es zwar tendenziell auf einen möglichen Konflikt an...weiß aber auch wann mein gegenüber OT-genervt ist..und lass es dann halt sein".

  4. #4
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    Meiner Meinung nach hadelt es sich hierbei um ein Künstliches Problem.
    Wer mal mit den "Blackhand Orks" oder der "Yak Tarr Nay" gespielt hat dürfte wissen das es alleine im bayrischen Raum genug Gruppen gibt die sich deutlich voneinander unterscheiden.
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
    Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
    Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
    Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"

  5. #5
    Chevalier
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    Barbaren..gabs ja noch nie...
    Also deine Definition von "unterbespielt" teile ich zumindest in keiner Hinsicht.

    Abgesehen davon, dass ein barbar, für den es in meinen Augen typisch ist sich eben barbarisch zu benehmen auf normalen Cons keine Freude haben wird, wenn ein Ritter beschließt, dass er keine Lust hat sich von dem stinkenden Halbnackten beleidigen zu lassen. Dann kann man als Spieler entweder weggehen und fortan den dummen Barbaren wie heiße Luft beandeln, oder ihn ernst nehmen und von seinen Gefolgsleuten in die Schranken weisen lassen. Sowas endet nie zufriedenstellend udn ist von daher auch höchstens in einer entsprechenden Umgebung spielbar. Ich vermisse so ein Konzept jedenfalls in keiner Hinsicht.

    Und in JEDER Rittergesellschaft muss man natürlich die körperliche und geistige Eignung haben, um Ritter zu werden. Darum geht es in der Ausbildung. Die wird dann nicht einfach erteilt nach dem Motto "So du bist 18, morgen wirst du zum Ritter geschlagen." Ein jeder Ritter müsste sich schämen, wenn so jemand den Schlag erhielte, nachdem er bei ihm ausgebildet wurde.
    ...
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  6. #6
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    Barbarische Gruppen, die das Recht des Stärkeren verwenden, gibt es garantiert haufenweise.
    Gruppen, die Diktaturen anerkennen, ebenso.
    Vielleicht ist das bei dir im Umfeld nicht der Fall. Neu wäre das aber nicht.

    Mit der "fremden Weltsicht" ist das so eine Sache - das kriegen ja meistens nicht mal die Fantasyrassenspieler hin.
    Es ist extrem schwierig, sich wirklich neue Verhaltensweisen zu überlegen, die man auch umsetzen kann. Das "mittelalterliche Siedlungsleben" ist ggf. sehr stark auf eine mittelalterliche Siedlung angewiesen und verliert fast jede Umsetzbarkeit, wenn keine mittelalterliche Siedlung als Grundlage vorhanden ist.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  7. #7
    Gerwin
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    Und in JEDER Rittergesellschaft muss man natürlich die körperliche und geistige Eignung haben, um Ritter zu werden. Darum geht es in der Ausbildung. Die wird dann nicht einfach erteilt nach dem Motto "So du bist 18, morgen wirst du zum Ritter geschlagen." Ein jeder Ritter müsste sich schämen, wenn so jemand den Schlag erhielte, nachdem er bei ihm ausgebildet wurde.
    Dass das in der Theorie so sein sollte...da gebe ich dir recht. Jetzt schau dir aber mal so einige Larpritter an, und dann beantworte die Frage noch einmal . Offenbar ist die Auswahl ja scheinbar nicht "nur wer körperlich geeignet ist wird auch Ritter" sondern ähnlich "jeder kann nähen" "Jeder kann Ritter werden".

    Dagegen spricht im Endeffekt auch nichts...im Gegenteil.

    oder ihn ernst nehmen und von seinen Gefolgsleuten in die Schranken weisen lassen.
    Und hier stoßen wir an die Grenzen sozialer Interaktion:

    "Wenn mein Charakter nun einmal aus einen Land kommt in dem Frauen keine Kriegerinnen sind kann er den Fakt dass sein gegenüber Kriegerin ist (und weiblich) entweder ignorieren...oder sie umhauen und ihr die Waffen abnehmen damit die verzogene Fremdländerin endlich mal sieht was ihr blüht".

    Natürlich sind solche Spielweisen möglich. Ob es die einzige Möglichkeit ist lasse ich hier mal offen.

    Wer mal mit den "Blackhand Orks" oder der "Yak Tarr Nay" gespielt hat dürfte wissen das es alleine im bayrischen Raum genug Gruppen gibt die sich deutlich voneinander unterscheiden.
    Orks (gerade mit eigenartig klingenden Anglizismen) lasse ich mal deutlich aussen vor. Die dienen wie die meisten anderen "wilden Fremdrassen" eh auf den meisten Cons lediglich als NSC. Die zweiten sagen mir nichts? Ist sowas hier gemeint? Wenn ja..siehe Orks. Ich würde das gerne auf rein menschliche Gesellschaften beschränken...der Rest ist in meinen Augen wieder ein Sonderfall.

    Dass er hier aber genauso denkt wie er hier (Beispiele willkürlich und schnell gewählt) ist für mich wenig nachvollziehbar.

    Aber ich seh schon, ausser "Du hast eh keine Ahnung..bei uns ist alles viel besser" kommen wir hier nicht weiter .

    edit: Mir sind durchaus Barbarengruppen bekannt. Auch gut gemachte Barbarengruppen. Aber keine Gruppe die das Konzept bis zum Ende durchzieht (von einer "Dummbarbarengruppe" auf dem CoM mal abgesehen). Mir sind ja auch asiatische Gruppen bekannt..aber kaum eine die das Asienkonzept bis zum Ende weiter verfolgt.

    Aber stimmt schon. Ist schwierig. Auch wenn ich die Problematik im Moment eher im Unverständnis der Mitspieler als in der fehlenden mittelalterlichen Siedlung/Barbarendorf usw. sehe

  8. #8
    Chevalier
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    Zitat Zitat von Gerwin

    Dass das in der Theorie so sein sollte...da gebe ich dir recht. Jetzt schau dir aber mal so einige Larpritter an, und dann beantworte die Frage noch einmal . Offenbar ist die Auswahl ja scheinbar nicht "nur wer körperlich geeignet ist wird auch Ritter" sondern ähnlich "jeder kann nähen" "Jeder kann Ritter werden".

    Dagegen spricht im Endeffekt auch nichts...im Gegenteil.
    UND? Was willst du jetzt hören? dass ich dir sage, dass deine Barbaren dann bitte auch alle mindestens einen Mr.Universum in der Tasche haben müssen, um akzeptabel zu sein?
    Abgesehen davon, dass Ritter zu 96% ihrer Lebensspanne sicher nicht kämpfen müssen und in Zivilisationen auch der Geist gefragt ist...im gegensatz zu irgendwelchen Dummbatzbarbaren..aber auf die Diskussion will ich lieber gar nicht näher eingehen, weil da bloß wieder dahin gelangt wird, was DU für einen Ritter erachtest und was kein Ritter mehr sei (hier bitte Link zu einem Ritterausstatter einfgen, der absolut authentische Ritterrüstungen nach Gerwin-Zertifizierung anfertigt).


    Und hier stoßen wir an die Grenzen sozialer Interaktion:

    "Wenn mein Charakter nun einmal aus einen Land kommt in dem Frauen keine Kriegerinnen sind kann er den Fakt dass sein gegenüber Kriegerin ist (und weiblich) entweder ignorieren...oder sie umhauen und ihr die Waffen abnehmen damit die verzogene Fremdländerin endlich mal sieht was ihr blüht".

    Natürlich sind solche Spielweisen möglich. Ob es die einzige Möglichkeit ist lasse ich hier mal offen.
    Nein, das läßt nicht offen, sondern erklärst bitte mal, was andere Möglichkeiten sein sollen. das hast du bisher nämlich noch nirgends erwähnt.
    Und für mich spricht tatsächlich diese altbackene Begründung "Aber Frauen gehören doch nunmal wirklich nur an den herd...da smuss doch jeder begreifen" heraus...unbeachtet der Tatsachen, dass Frauen auch im Mittelalater sich selten aber dennoch hochgearbeitet haben als Handwerker oder anerkannte Landesregentinnen...und womöglich gar keine Lust hatten zu Kämpfen, wenn ihnen die Gesellschaft die Möglichkeit gibt das auf die Männer abzuschieben.


    Orks [...] dienen wie die meisten anderen "wilden Fremdrassen" eh auf den meisten Cons lediglich als NSC.
    Also entweder liest du in diesem Forum nicht mit und gehst vollkommen ignorant durch die LARP-Landschaft oder ich weiß nicht wie solche hanebüchenen Aussagen entstehen können. In Deutschland gibt es mittlerweile eine seeehr große Ork-Spielergemeinde; so groß dass die auf Großveranstaltungen eigene Spielerlager bekommen haben.
    Es mag immer noch genügend Cons geben wo Orks nur die dummen NSCs sind, aber es gibt inzwischen genügend Orks und andere Fremdrassen, die Spieler sind. Oder siehst du Luthiens Ziege oder ERlas Draan auch als NSC-Projekt an?


    edit: Mir sind durchaus Barbarengruppen bekannt. Auch gut gemachte Barbarengruppen. Aber keine Gruppe die das Konzept bis zum Ende durchzieht (von einer "Dummbarbarengruppe" auf dem CoM mal abgesehen). Mir sind ja auch asiatische Gruppen bekannt..aber kaum eine die das Asienkonzept bis zum Ende weiter verfolgt.
    Und ICH kenne wenig High-Fantasy-Larper, die das Konzept eines Highfantasy-Landes so konsequent durchziehen, dass sie mit bekannten Vorbildern so vergleichbar wären, inklusive völliger Gleichberechtigung, Städten, Magie, Fremdrassen etc...ist da jetzt vielleicht doch eine Unterbesetzung des Highfantasy-Königreichs nach Vorbild ABC vorhanden...oh vielleicht vielleicht...

    Also ich sags mal wie es ist, Gerwin. Du bist jünger als ich, aber nciht so viel jünger, als dass du dir eigentlich noch erlauben könntest teilweise so blind Aussagen aufzustellen, die an der Realität vorbeigehen oder so bar eines Fundaments aus (bitte vorher) anzustellenden Recherchen sind, dass man nur von Weltfremdheit sprechen kann. Ich glaube zukünftig spare ich mir es deine Beiträge zu lesen, wenn sich da nicht ein gewisses Maß an Einsicht zeitigt, wo du doch eigentlich in letzter Zeit häufiger in diversen Themen die Erkenntnis erworben haben müsstest, dass deine Sicht zielstrebig an der Vernunft vorbeigeht.

    Ich will dir jetzt nicht absprechen, hier Beiträge zu eröffnen zu entsprechenden Themen, aber vielelicht wäre es nicht schlecht deine Meinungen und Ansichten einmal zu überdenken bevor du sie äußerst. Mich schaudert jedenfalls häufig, wenn ich sie lese.
    ...
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  9. #9
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    [quote="Gerwin"]
    Die zweiten sagen mir nichts? Ist sowas hier gemeint?
    Das ist ein Mitglied vom Corps der Tränen aus Almessa... ich glaube nicht das so einer gemeint ist...

  10. #10
    Gerwin
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    UND? Was willst du jetzt hören? dass ich dir sage, dass deine Barbaren dann bitte auch alle mindestens einen Mr.Universum in der Tasche haben müssen, um akzeptabel zu sein?
    Abgesehen davon, dass Ritter zu 96% ihrer Lebensspanne sicher nicht kämpfen müssen und in Zivilisationen auch der Geist gefragt ist...im gegensatz zu irgendwelchen Dummbatzbarbaren..aber auf die Diskussion will ich lieber gar nicht näher eingehen, weil da bloß wieder dahin gelangt wird, was DU für einen Ritter erachtest und was kein Ritter mehr sei (hier bitte Link zu einem Ritterausstatter einfgen, der absolut authentische Ritterrüstungen nach Gerwin-Zertifizierung anfertigt).
    Um ehrlich zu sein...mir ist ziemlich egal (bzw. ganz recht) was Ritter so anstellen. Die machen dass schon richtig...und ein rein mit hochmittalterrittern bespieltes Land zu gründen dass sich nun "was neues" einfallen lässt halte ich für (fast) ausgeschlossen. Zumindest wenn man meine Definition von was neues anlegt.

    Und ich spreche hier eigentlich nicht von Dummbatzbarbaren. Aber dass würde zu weit führen.

    Und für mich spricht tatsächlich diese altbackene Begründung "Aber Frauen gehören doch nunmal wirklich nur an den herd...da smuss doch jeder begreifen" heraus...unbeachtet der Tatsachen, dass Frauen auch im Mittelalater sich selten aber dennoch hochgearbeitet haben als Handwerker oder anerkannte Landesregentinnen...und womöglich gar keine Lust hatten zu Kämpfen, wenn ihnen die Gesellschaft die Möglichkeit gibt das auf die Männer abzuschieben.
    Ich gebe dir insoweit recht dass es sich eine Gruppe für gewöhnlich nicht erlauben kann ein Geschlecht alleine in Statistenrollen zu verbannen. Sollte jetzt wieder kommen "Aber dass passiert doch"...bitte mit brauchbaren Beleg einer bespielten menschlichen (!) Gesellschaft. Die Geschlechterdiskussion war vielleicht unnötig provozierend gewählt..aber letzten Endes geht es gar nicht darum. Auch wenn sich mir nicht ganz erschließt was gegen eine Gruppe spricht in der (von mir aus) Männer generell nicht kämpfen dürfen...und Frauen generell keine Magie wirken. Es gibt ja schließlich genug Männer die nicht kämpfen wollen, und genug Frauen die nichts mit Magie am Hut haben (andersrum wird natürlich genauso ein Schuh draus).

    Also entweder liest du in diesem Forum nicht mit und gehst vollkommen ignorant durch die LARP-Landschaft oder ich weiß nicht wie solche hanebüchenen Aussagen entstehen können. In Deutschland gibt es mittlerweile eine seeehr große Ork-Spielergemeinde; so groß dass die auf Großveranstaltungen eigene Spielerlager bekommen haben.
    Es mag immer noch genügend Cons geben wo Orks nur die dummen NSCs sind, aber es gibt inzwischen genügend Orks und andere Fremdrassen, die Spieler sind. Oder siehst du Luthiens Ziege oder ERlas Draan auch als NSC-Projekt an?
    Ich muss jetzt zugeben dass mein letztes mal auf einer Nicht Großcon Veranstaltung oder Großconspinoffveranstaltung 2-3 Jahre her ist. Zur damaligen Zeit hatte man aber noch eher große Probleme auch mit einen gut gemachten Ork auf einer kleineren Veranstaltung akzeptiert zu werden. Wenn ich hier die Charakterberatung teilweise mitlese habe ich nicht den Eindruck dass sich daran viel geändert hat (ausser auf speziellen Orkveranstaltungen). Ist für mich als Nicht-Orkspieler aber auch erstmal uninteressant, zumindest bis Halborks akzeptiert werden .

    Zur Ziege und Draen kann ich wenig sagen (da ich mit derartigen Konzepten generell weniger am Hut habe). Sollte so etwas inzwischen auf jeden 08/15 Con zugelassen werden..fände ich es gut. Sollten die Charaktere IT das halten was ihr aussergewöhnliches aussehen verspricht...wäre ich sogar begeistert. Sollte die Kultur wieder zu wenig Abweichungen (aus meiner Sicht) von der Larp-Standard-Kultur zeigen wäre es eben für mich ein interessantes Bastelprojekt und eine schöne Bereicherung für Fantasycons, der letzte Schliff würde aber fehlen. Dass kann man jetzt sehr gerne anders sehen.
    Mich schaudert jedenfalls häufig, wenn ich sie lese.
    Und ICH kenne wenig High-Fantasy-Larper, die das Konzept eines Highfantasy-Landes so konsequent durchziehen, dass sie mit bekannten Vorbildern so vergleichbar wären, inklusive völliger Gleichberechtigung, Städten, Magie, Fremdrassen etc...ist da jetzt vielleicht doch eine Unterbesetzung des Highfantasy-Königreichs nach Vorbild ABC vorhanden...oh vielleicht vielleicht...
    Bei völliger Gleichberechtigung kenn ich nen Haufen Leute. Die Gruppen die nicht völlig gleichberechtigt sind kann ich hingegen an einer Hand abzählen (und darunter wären 2 Kurzbekanntschaften bei denen die Gruppe per definition rein weiblich war). Auch Gruppen mit jeder Menge Fremdrassen sehe ich zumindest im Mythodeabereich eher häufiger. Die Darstellung langt dann von "Wow....finde ich wirklich gut" bis hin zu "ist dass wirklich noch Larp? Najaaa..vielleicht bin ich zu kritisch". Zugegeben..eine bespielte Stadt ist mir noch nie begegnet. Sollte es jemanden gelingen eine anständige High-Fantasygruppe mit mindestens mittelwertigen Charakteren zu gründen..fände ich dass persönlich zwar nicht ganz so aussergewöhnlich aber von meiner Seite auch lobenswert.

    Mich schaudert jedenfalls häufig, wenn ich sie lese.
    Mich schaudert es auch wenn ich den Eindruck gewinne dass das vorhandensein (oder fehlen) einer Kriegerakkademie nun wichtiger ist als der sozial-philosophische Entwicklungsstand einer Gruppe. Mag sein dass du mehr Erfahrungen gesammelt hast und mehr Gruppen kennst. Mag AUCH sein dass ich im Herbst auf Con fahre und merke "Heh Gerwin..alles was du hier angesprochen hast ist ja längst vorhanden...wie dumm".

    Wer weiß.

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