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  1. #101
    Turis
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    Ich habe bisher fast jeder Orga ein Foto von mir / meiner Gruppe zugeschickt und auf unsere Page hingewiesen. Daraufhin kam dann eine klare Antwort, ob wir dazu passen oder nicht.

    Ich fände es gut, wenn eine Orga verlangt, dass man (ggf zum Charakterbogen) ein Charakterfoto per Mail schickt. Besitzt doch eh jeder oder es ist in Zeiten von Fotohandy & Co eben schnell gemacht.
    Wenn jemand schon viel Zeit und Aufwand betreibt eine tolle Con zu organisieren, dann darf man ruhig von den Teilnehmern erwarten, dass sie ein Foto vorab schicken.

    Wenn jemand auf eine Hochzeit oder Beerdigung etc geht, dann zieht man sich ja auch den Umständen ("dem Setting") entsprechend an. Da braucht man kein Foto vorher schicken, weil jeder Erwachsene weiß, was da erwartet wird. Im Larp muss halt der Organisator bewerten, was passt, weil es keine bekannte Norm gibt.

    Klar, dass kann zu Diskussionen führen, aber das kann es auch, wenn man den Charakterbogen erhält und sagt "Den Zauber... das Artefakt... die Fähigkeit... das geht bei uns nicht!".

  2. #102
    Cartefius
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    Woran erkennst du im Vorfeld auf welche der drei Alternativen du dich einlässt.
    Das ist halt die Frage, da muss ich mich auf die Aussagen, die die Orga über ihren eigenen Con trifft, verlassen, auf Bilder oder Conberichte alter Cons der selbern Orga, auf Erfahrungsberichte aus meinem Bekanntenkreis.

    Braucht es z.b. in der Ausschreibung
    - Immersion hoch
    - SL in Gewandung
    - Gewandungslevel hoch (bitte ungebdingt mit SL absprechen)
    Ich finde solche "Gut/Schlecht"-Einteilungen immer problematisch, denn wer schreibt schon, dass ihm das Ambiente auf seinem Con schnurzpiepegal ist?
    Wenn einem aber zum Beispiel ein hohes Immersionslevel wichtig ist, hilft es, das in der Ausschreibung zum Thema zu machen, klare Richtlinien an das Setting zu formulieren, und dementsprechend auch an die Spieler und NSC, was sie brauchen, um sich einzufinden. Das ganze kann ja auch durchaus freundlich und hilfsbereit sein, z.B. verbunden mit dem Angebot, bei Fragen oder Problemen mit Hilfe oder Fundusmaterial auszuhelfen. Wenn aber z.B. die Turniertage-Orga schreibt, dass sie sich ein klassisches Ritterturnier wie im Hollywoodfilm wünschen, und Richtlinien für die Helmschau oder ähnliches definieren, dann weiß ich, dass Immersion und Atmosphäre eine große Rolle spielen werden.

    Das ganze geht natürlich auch umgekehrt: Wenn das Regelwerk zum Beispiel vorsieht, dass die Hälfte aller spielrelevanten Fertigkeiten umgesetzt werden, indem man Rücksprache mit einer SL hält, die einem sagt, ob man das Schloss knacken oder die Spuren lesen kann, dann ist realtiv klar, dass Immersion eher nicht so weit oben auf der Charta der Orga stand.

    wie würde hier die Ausschreibung aussehen müssen?
    Selbsternannte Gewandungsnazis wüssten dann, was auf sie zu kommt.
    Naja, wenn da etwas von lockerem, gemütlichen Zusammensein mit Juggerturnier steht, bei dem jeder willkommen ist der sich friedlich verhält, dann schließe ich, dass da nicht gerade eine Zeitreise in frühmittelalterliches Dorfleben auf dem Plan steht.

    Mein Anspruch jeder Spieler möge sich doch bitte immer an die ORGA und SL wenden, erfüllt sich nicht. Oder es folgen ihm immer die falschen Teilnehmer
    Dass das häufig die falschen Teilnehmer trifft ist leider wahr... erinnerst du dich an den Thread hier zu eurem Quidditch-Con? Da hatte ich ja ehrlich überlegt, ob ich komme (was dann leider aus Zeitgründen nicht geklappt hat), hatte mir gerade Gedanken zur Gewandung gemacht, und wie ich da vielleicht mit einer Mischung aus Alltags- und Larp-Klamotten was passendes hinbekommen könnte. Dann habe ich deinen Beitrag gelesen:
    Nur, Muggelkleidung mögen wir nicht.
    Es stört den erwachsenen Geist sich kindlich ins Potterversum zu träumen. Und schaut auf den Fotos nicht schön aus.
    "Ho, hoppla, vielleicht gehe ich viel zu locker an die Sache heran? Schließlich tragen die meisten Figuren im Film ja tatsächlich in ihren Zaubererrollen maßgefertigte Kostüme, ist das etwa Voraussetzung? klingt restriktiv, aber auch reizvoll!"
    Das heißt, die Formulierung hätte mich unter Umständen etwas abgeschreckt, hat aber vermutlich viele andere Spieler, die eigentlich viel eher Zielgruppe gewesen wären, überhaupt nicht erreicht. Das gleiche Problem hatten sie wohl auf den oben bereits erwähnten Turniertagen, wo sich verschreckte Spieler gemeldet haben, sie hätten diese oder jene Klamotte, von der sie nicht sicher wären, ob sie den hohen Reenactment-Ansprüchen gewachsen wäre, ob sie denn damit kommen könnten. Dabei war das völlig in Ordnung, ebenso wie aus Veranstaltersicht auch völlig unhistorische Mittelaltermarkt-Kleidung ok gewesen wäre, solange sie sich einigermaßen in das "bunte Burgenromatik"-Bild einfügt.

    Dazu kommt, dass das, was unterschiedliche Orga-Mitglieder sagen, sich stellenweise stark unterscheidet, weil die ja auch Individuen mit unterschiedlichen Spielvorlieben sind, und die Gesamtmeinung der Orga muss wiederum lange nicht der Gesamtmeinung der Spieler entsprechen. Das treibt mich aktuell bei einigen DSA-Larp-Veranstaltern in den Wahnsinn, da werden teilweise Spielauffassungen und Ansprüche formuliert, die sich diametral entgegenlaufen, und auf dem Con wird es dann wieder nochmal ganz anders gehandhabt.

    Ist es akzeptabel, von haus aus zu wissen, wann ich mit 20 Minuten Teile zusammensuchen auchreichend vorbereitet bin und wann ich wochenlange Bastelarbeiten in kauf nehmen muss, wenn die ORGA/SL es in der Ausschreibung ausdrücklich einfordert?
    Das kann man glaube ich so nicht quantifizieren. Wenn der Kleiderschrank umfangreich genug ist, und ich ein Gott an der Nähmaschine bin bekomme ich mit 20 Minuten Suchen, oder einer alten Gardine und einer halben Stunde Näharbeit ein tolles Kostüm hin, während andere Leute wochenlang irgendwelches Zeug zusammenschustern, am Schluss aber doch aussehen wie Power Rangers meets Altkleidersammlung. Sinnvoller fände ich da vielleicht ein "Wie soll's denn am Ende aussehen?", optimalerweise mit Umsetzungsbeispielen auf unterschiedlichen Niveaus.

    - Was heißt "immersion hoch"? Ich glaube, da keine Orga von sich sagen würde, daß die Immersion auf ihren Cons niedrig ist, wäre eine solche Angabe überflüssig. Ist damit das Vorhandensein von OT-Elementen gemeint? Schwierig. Ich denke da kann die Orga ihre Wünsche nur in Form von Verboten äußern, z.B. "keine Plastikzelte, keine sichtbaren OT-Verpackungen im Lager erlaubt".
    Ich habe mir, nachdem ich vorher immer Immersion als quasi selbstverständliches Qualitätsmerkmal gesehen habe, im Verlauf der letzten Cons vermehrt Gedanken drum gemacht, dass das gar nicht so klar ist wie man immer denkt. Meiner Meinung nach geht die Frage nach Immersion nämlich über Colaflaschen und Plastikzelte hinaus, sondern betrifft auch knallhart Dinge, über die man sich was den Spielstil angeht im klaren sein muss.

    Wenn ich mir unsere letzten beiden "Verushkou"-Cons ansehe, so würde ich zum Beispiel sagen, dass Immersion nicht das wichtigste und bestimmendste Merkmal unserer Spielweise ist, sondern eher etwas was ich vielleicht als "Dramaturgie" bezeichnen würde. Wir spielen z.B. meiner Auffassung nach ein sehr plotlastiges, szenenbasiertes Spiel, bei dem viel über feste Handlungsabläufe, geskriptete Szenen und Inszenierungen läuft, und haben einen realtiv festen Ablaufplan, also ein Spielstil, der oft negativ als "Railroading" bezeichnet wird. Die Stärken einer solchen Spielweise würde ich darin sehen, dass man da gut Drama und Tempo vermitteln kann, plötzliche Wendungen einführen, die Spieler mitreißen, vor Entscheidungen stellen oder unter Druck setzen kann.

    So ein Spielstil geht aber zwangsläufig auf Kosten der Immersion: Wir können die SL zwar gewanden, aber eine SL in Rolle geht bei uns nicht, weil die SL stark in die handlungsabläufe involviert ist: Da müssen verschiedene Ereignisse über Funk koordiniert werden, NSC-Gruppen für die nächste Szene gebrieft, Spieleraktionen überwacht und weitergegeben werden. Ebenso benutzen wir häufig Technik, also z.B. Szenenausleuchtung, eine Soundanlage (ja, auch manchmal für die kontrovers diskutierte Musikuntermalung von Szenen), Pyroeffekte, und auch das Equipment dafür steht trotz aller Bemühungen es zu tarnen OT in der Gegend herum, und erfordert hektische SL, die im Laufschritt mit einer Flasche Nebelfluid über den Burghof hasten, um noch schnell die Nebelmaschine auf Touren zu bringen, bevor der Todesengel auftaucht.

    Auch im spielerischen bedeutet das, dass relativ häufig große Mengen NSC den Spielbereich für Briefings oder Rollenwechsel verlassen müssen, oder dass manchmal die Spieler angehalten werden, sich nicht frei und ungebunden zu verhalten, sondern auch OT-Überlegungen ins Spiel mit einfließen zu lassen, indem sie z.B. auf das Drängen einiger NSC gesammelt die Burg verlassen, damit wir bei ihrer Rückkehr eine Szene für sie vorbereiten können.

    Das bedeutet natürlich nicht, dass wir uns nicht trotzdem Mühe geben schöne Kulissen und lückenloses Ambiente zu schaffen, aber das ist eben nicht der erste Fokus. Die Frage ist natürlich trotzdem, wie man so etwas möglichst eindeutig an die Spielerschaft kommuniziert...

  3. #103
    Cartefius
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    Nachtrag zum Bewerten von Cons auf Skalen:

    Das GNS-Modell kenne ich auch, ich finde es aber für Larps irgendwie nicht ganz passend. Das S steht da allerdings nicht für Storytelling, was unter Narrativismus fiele, sondern für "Simulationismus".

    Das von Luthien gepostete Modell sagt mir ebenfalls nicht so richtig zu, erstens, weil ich die "Ambiente"-Skala für etwas seltsam halte: "Ambiente" heißt für mich eigentlich "Immersion", während die Frage nach Feiercon oder Plotjagd für mich eher zwischen freiem und geleitetem Spiel unterscheiden würde, und zweitens, weil ich die darunterstehenden Spielinhalte für wenig informativ halte.

    Ich persönlich mag eigentlich Klassifizierungen am liebsten, bei denen man sich entscheiden muss, und nicht einfach alle Regler auf "Toll" stellen kann. Ich hatte ja immer mal die Idee, ähnlich wie bei dem alten Computerspiel "Ultima VI" eine Art Quiz zu machen, bei dem man sich bei vielen Fragen jeweils zwischen zwei widersprüchlichen "Tugenden" entscheiden muss, und am Schluss herauskommt, welche einem am wichtigsten sind.

  4. #104
    Dennis
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    Tatsächlich, das ist Simulationism. Wie komm ich denn dann all die jahre auf storytelling oO

    Naja, was solls. GNS ist nicht der Weisheit letzter Schuss, aber man kann von da ausgehend durchaus mal sich selbst, seine Cons und sein Umfeld betrachten.
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  5. #105
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    hmm das bringt mich jetzt aber wieder genau dahin zurück, wo ich den Beitrag gestartet hab.

    Ich als Spieler suche nach für mich passenen Cons. Lege meinen Massstab an allem an und lass es gleich bleiben, wenn nicht alles passt.

    oder

    Ich passe mich an die ausgeschriebenen Cons an und weiss spätestens nach der zweiten Teilnahme, dass ich da nicht mehr buche.


    Bei den meisten lese ich raus, dass sie sich Fotos anschauen, die Spielerberichte lesen, Teilnehmer früherer Cons befragen und ggfs mit der ORGA Kontakt aufnehmen. Genau das, was ich auch mach oder mir wünsche.

    Verstehe ich richtig, dass mehr Information durch die ORGA das "sichzutodebasteln", "sichselbstdurchvermeindlichesunvermögenabschrecken lass" verhindern könnte?

    Andererseits, scheinen Formulieren ebenso missverständlich zu sein, wie das Fehlen von Information.

    "Muggelkleidung mögen wir nicht" und "schwarze Hose, schwarzes Shirt als Kadettenuniform" schrecken dann aber doch eher ab?

    Passt denn "je weniger du es auf der Straße tragen kannst, umso eher ist es für die Zauberwelt geeignet" ergänzt durch gute Fotos besser?

    und
    die ORGA schreibt "Jeans, Holzfellerhemd, Spielzeugpistole und Lederhut" als Minimalanforderung aus, was abschrecken würde. Dem stehen Fotos von der genialen Location und sich vor Lob überschlagende Kritiken, würde das umstimmen?

    BTW, ich bin vermutlich auch einer der wenigen Küchenhelfer, der sich einen Tag lang mit den anderen über die Gewandung abspricht ;-)

  6. #106
    Dennis
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    Es gibt eben kein Universalrezept.

    Verstehe ich richtig, dass mehr Information durch die ORGA das "sichzutodebasteln", "sichselbstdurchvermeindlichesunvermögenabschrecken lass" verhindern könnte?
    Ich glaube nicht oder nur teilweise. Denn du gehst (scheinbar?) immer noch von dem Gedanken aus, dass dieser Aufwand im Voraus aus der Angst heraus geborden wird, nicht den Ansprüchen der Orga oder der Teilnehmer zu genügen. Es ist aber ganz oft anders: Die jeweiligen Spieler haben Ansprüche an sich selbst. Die wollen schlicht nicht unter einem gewissen darstellerischen Level einsteigen, ganz unabhängig von dem, was die Orga für angemessen hält. Und wenn dieses Level nicht erreicht werden kann, lassen sie es eben sein. Den anderen Teil kann man evtl. ködern, ja. Da wir aber ja nicht über Anfänger sprechen, halte ich den ersten Teil eigentlich für größer.
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  7. #107
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    Zitat Zitat von Tala_Pran
    Verstehe ich richtig, dass mehr Information durch die ORGA das "sichzutodebasteln", "sichselbstdurchvermeindlichesunvermögenabschrecken lass" verhindern könnte?

    Andererseits, scheinen Formulieren ebenso missverständlich zu sein, wie das Fehlen von Information.
    Ich würde es so sagen: Die Menge an Informationen bestimmt, wie weit man sich auf Vorgaben einstimmen kann, die Qualität der Informationen bestimmt, wie nahe man in der Einstimmung der tatsächlichen Situation auf einer Con kommt.

    Beides sollte vorhanden sein, da das eine vom anderen lebt, bzw. ein Fehlen des einen das andere entwertet.

    Beispielsweise nützt es nichts, wenn ich einen 400-Seitigen Hintergrund der Spielwelt vorlege, nur um dann im Nachbarskönigreich zu spielen. (Viel Info, aber komplett nutzlose)
    Genausowenig nützt es was, wenn meine Hinweise sinngemäß lauten "Wir spielen in einem Königreich. Dort leben Wesen. Die Tragen Kleidung". (Faktisch korrekt, aber nicht ausführlich genug)
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  8. #108
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Tala_Pran
    Verstehe ich richtig, dass mehr Information durch die ORGA das "sichzutodebasteln", "sichselbstdurchvermeindlichesunvermögenabschrecken lass" verhindern könnte?

    Andererseits, scheinen Formulieren ebenso missverständlich zu sein, wie das Fehlen von Information.
    Ich würde es so sagen: Die Menge an Informationen bestimmt, wie weit man sich auf Vorgaben einstimmen kann, die Qualität der Informationen bestimmt, wie nahe man in der Einstimmung der tatsächlichen Situation auf einer Con kommt.

    Beides sollte vorhanden sein, da das eine vom anderen lebt, bzw. ein Fehlen des einen das andere entwertet.

    Beispielsweise nützt es nichts, wenn ich einen 400-Seitigen Hintergrund der Spielwelt vorlege, nur um dann im Nachbarskönigreich zu spielen. (Viel Info, aber komplett nutzlose)
    Genausowenig nützt es was, wenn meine Hinweise sinngemäß lauten "Wir spielen in einem Königreich. Dort leben Wesen. Die Tragen Kleidung". (Faktisch korrekt, aber nicht ausführlich genug)


    Es ist natürlich schwierig, hier als Orga beides gut den Spielern zu vermitteln.
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  9. #109
    Cartefius
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    "Muggelkleidung mögen wir nicht" und "schwarze Hose, schwarzes Shirt als Kadettenuniform" schrecken dann aber doch eher ab?
    Passt denn "je weniger du es auf der Straße tragen kannst, umso eher ist es für die Zauberwelt geeignet" ergänzt durch gute Fotos besser?
    Ich würde sagen, die Wirkung beider Formulierungen ist ähnlich. Allerdings ist das auch nicht nur "abschreckend": Für mich wäre z.B. auf einem HP-Con das Ambiente ein sehr wichtiger Faktor, weil die Atmosphäre der Bücher und vor allem auch der Filme für mich durch eine sehr gelungene Beschreibung bzw. künstlerische Umsetzung der "Zaubererwelt" bestimmt wird. Eine Beschreibung, die den Eindruck erweckt, als würde dieses Thema völlig ausgeklammert, würde also für mich vermutlich am abschreckendsten wirken.

    Ich glaube, am zielführendsten würde ich da tatsächlich Fotos und Anleitungen sehen, gerade bei HP, wo der richtige Stil tatsächlich sehr subtil und mit viel Fingerspitzengefühl ausgewählt werden muss, und man sogar zwischen den unterschiedlichen Filmen Änderungen in Design und Atmosphäre findet. Das könnte dann eine Mischung aus Filmfotos, Umsetzungen, und vielleicht auch dem einen oder anderen "Negativbeispiel" (optimalerweise gestellt, um niemanden bloßzustellen) sein, um auf Details hinzuweisen.


    Verstehe ich richtig, dass mehr Information durch die ORGA das "sichzutodebasteln", "sichselbstdurchvermeindlichesunvermögenabschrecken lass" verhindern könnte?
    Das könnte sie, aber das ist natürlich auch die hohe Kunst: Man möchte ja vermutlich die Leute, die was auf die Beine stellen, die inspiriert werden, die sich vor dem Con freudig die Nacht um die Ohren schlagen, um nochmal zwanzig Fanwimpel für die Lieblings-Quidditchmannschaft zu bemalen. Auf der anderen Seite will man natürlich nicht, dass die Leute das als lästige Pflicht empfinden, und sich davon abschrecken lassen: "Ich wollte eigentlich nur spielen, wenn ich im Fanartikel-Sweatshop arbeiten will, gehe ich nach China!"
    Ich glaube, dafür muss man den Leuten im Optimalfall Ziele anbieten, die attraktiv sind, aber auch in ihrer Reichweite liegen, und auch auf die Gruppendynamik hoffen. Eine Conausschreibung ist da nicht das richtige Medium, aber in Foren z.B. kann so etwas durchaus gut funktionieren. Zum Beispiel gab es von dem Peak7, einem Degenesis-Con von einer Orga, die neu in dem Genre war, ein gut besuchtes Forum, in dem sich die Leute ausgetauscht haben, in dem die Orga und die Spieler ihre Meinungen zu Hintergründen und Umsetzungsideen gepostet haben, und in dem sich natürlich auch Spieler mit tollen Kostümen und Requsiten gegenseitig angestachelt und Lust gemacht haben. Auf dem Con selbst habe ich dann, obwohl viele Spieler ihren Charakter zum ersten Mal gespielt haben, eine Auswahl an kreativen und liebevollen Umsetzungen gesehen, wie selten zuvor.

  10. #110
    Hana
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    Kleidungsvorgaben fände ich für Nischencons, für die ich eh einen neuen Charakter machen muss, interessant, für allgemeine Cons eher abschreckend, weil ich mich da mit Fantasy-Charakteren schwer einordnen könnte. "Mischungen zwischen Magierklische und mongolischer Tracht" sind in Kleidungs-Guides einfach so selten aufgeführt

    Deshalb bleibe ich im Folgenden mal bei den Sparten, beim Fantasy ist es einfach komplizierter.

    Zitat Zitat von Tala_Pran
    "Muggelkleidung mögen wir nicht" und "schwarze Hose, schwarzes Shirt als Kadettenuniform" schrecken dann aber doch eher ab?

    Passt denn "je weniger du es auf der Straße tragen kannst, umso eher ist es für die Zauberwelt geeignet" ergänzt durch gute Fotos besser?

    und
    die ORGA schreibt "Jeans, Holzfellerhemd, Spielzeugpistole und Lederhut" als Minimalanforderung aus, was abschrecken würde. Dem stehen Fotos von der genialen Location und sich vor Lob überschlagende Kritiken, würde das umstimmen?
    Ehrlich, wen "Schwarze Hose plus schwarzes Shirt" oder "Jeans plus Holzfällerhemd" als Minimalanforderung abschrecken würde, ist der überhaupt bereit, sich zu verkleiden?

    "Muggelkleidung mögen wir nicht" fände ich sehr unpräzise, da weiß ich nicht, was alles darunter fällt - in den Filmen tragen ja auch die "vollblütigen" Schüler normale Kleidung, die Weaslys bekommen von ihrer Mutter Pullis gestrickt statt Roben genäht und Remus Lupin trägt Anzug. Zählt das jetzt zu Muggelkleidung? "Je weniger du es auf der Straße tragen kannst" als Richtlinie fände ich schon besser, aber auch da würde ich mir mehr Erklärung wünschen.

    MICH würde es viel mehr abschrecken, NICHT zu wissen, was ich brauche, als ein paar Mindestanforderungen, mit denen ich dann sicher bin, hinterher nicht als einziger großer Ausrutscher dazustehen
    Bei Harry Potter speziell käme für mich dazu, dass die Mode da so durcheinander geht, dass ich mir überhaupt nicht sicher bin, was erwünscht ist: Eine einheitliche Zauberer-Mode scheint es nicht zu geben, der Zauberer von Welt trägt altmodische Roben, moderne schlichte Roben oder Pulli plus Hose und wenn ich so überlege, bin ich mir nichtmal sicher, wann die Schüler Roben, wann Schuluniformen und wann Alltagskleidung tragen, obwohl ich grad die Bücher (wieder) lese und vor kurzem mehrere der Filme geschaut habe.
    In den Filmen funktioniert das Durcheinander, weil das Kostümdesigner aufeinander abgestimmt haben, für Cons fände ich schön, wenn man das etwas mehr eingrenzen würde. Fürs Quiddich-Turnier z.B. hätten es nicht unbedingt für jedes Team die kompletten Film-Quiddich-Outfits sein müssen, aber man hätte z.B. sagen können "Jedes Team das gleiche Outfit, ob das nun 4 Roben oder 4 identische Shorts-Shirt-Sets sind". Noch das von Kelmon verlinkte Bild mit dem Team in orangen T-Shirts im Kopf? Da hätten 4 einheitliche Sporthosen zwar noch kein Film-Quiddich-Team draus gemacht, aber immerhin eine Sportmannschaft. Ich weiß nicht, hätte das die Spieler abgeschreckt, für 5€ eine Sport-Shorts kaufen zu müssen?

    Für Uniformen-aber-dennoch-Einsteiger-nicht-abschrecken böte sich vielleicht eine abgestufte Liste an, sowas habe ich mal für unsere Ordenskriegergruppe gemacht:

    Ausstattung von Ordenskriegern:

    Minimum für Einsteiger:

    Ordens-Wappenrock mit Stola
    Kleidung möglichst in weiß, grau, schwarz gehalten, ansonsten gedeckte Farben
    Waffe
    (Ausleihen aus dem Fundus möglich)

    Der Standard:
    Ordens-Wappenrock mit Stola
    weiße Bundhaube (oder Polsterhaube), optional mit schwarzem Futter
    Kleidung möglichst in weiß, grau, schwarz gehalten, ansonsten gedeckte Farben
    Hauptwaffe, wenn möglich mit Klinge (Schwert/Haumesser/Axt)
    optional ein Schild, möglichst weiß mit schwarzer Sense
    Einhandaxt als Seitenwaffe
    Dolch
    Helm, wenn möglich ein offener Schaller
    Rüstung, eher Metall als Leder

    Für Streber:
    Ordens-Wappenrock mit Stola
    weiße Bundhaube (oder Polsterhaube), optional mit schwarzem Futter
    Kleidung möglichst in weiß, grau, schwarz gehalten, ansonsten gedeckte Farben
    weiße Beinwickel
    Hauptwaffe, wenn möglich mit Klinge (Schwert/Haumesser/Axt)
    optional ein Schild, möglichst weiß mit schwarzer Sense
    Einhandaxt als Seitenwaffe
    Dolch
    Helm, wenn möglich ein offener Schaller
    weißer oder schwarzer Gambeson
    Rüstung, eher Metall als Leder, eher Platte als Kette
    Feldflasche, Nadel und Faden, Verbände, immer am Mann
    Holz/Metallkraxe, ggfs. schwarz-weiß lackiert
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

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