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  1. #1
    Corvax
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    Fremde Gruppen im eigenen Hintergrund

    -oder: was tun, wenn sich andere Spielergruppen den eigenen Landeshintergrund zu eigen machen?

    Vor eben diesem Problem stehen wir momentan und wie es scheint, verstehen bzw. ändern die "Kuckuckskinder" diesen Punkt nicht. In ihrer Landesgeschichte steht -für alle zugänglich- ein direkter Bezug auf unseren Spielhintergrund.

    Um es noch einmal zu betonen: nichts davon wurde abgesprochen, es wurde keine Zustimmung gegeben und bislang hat sich auch nach mehreren Gesprächen daran auch nichts geändert.

    Was kann man also -als eingetragener Verein- da tun?

    Ich lasse bewusst Namen aus dem Spiel -mir ist hier nicht nach Schlammschlacht
    „Ich bestehe ohne Essen, laufe ohne Fuß, verwunde ohne Kraft und bin schwerer zu bekämpfen als zu töten. Was bin ich?“

  2. #2
    Kelmon
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    Naja, so ins Blaue hinein: Der selbsterfundene Landeshintergrund sollte geistiges Eigentum sein, konkret unter das Urheberrecht fallen. Kommt natürlich darauf an, wie gut sich belegen läßt, daß es euer Landeshintergrund ist, der da verwendet wurde - in FantasyLand schwirren ja viele generische Namen rum, teils sogar "Doppel", wenn man mal an die gefühlt 700 Gruppen mit Wolf im Wappen,"Stein" im Namen und Schwarz als Farbe denkt.

    Es wäre natürlich sehr bedauerlich, wenn da eine Orga rechtliche Schritte gegen eine andere einleiten würde, weil das natürlich irgendwo als Präzedenzfall in die Szenengeschichte eingehen könnte - und plötzlich traut sich niemand mehr, sich in der gleichen Kampagne zu bewegen.


    Daß sich andere auch nach Aufforderung, das zu ändern, nicht darum scheren ist natürlich sehr ärgerlich. Wenn da alle normalen Wege ausgereizt sind und ihr nicht glaubt, daß denen mit weiteren Gesprächen beizukommen ist, wäre der Rechtsweg wohl letztendlich der nächste Schritt.
    Oder wahlweise noch - auch wenn ihr dem aus dem Weg gehen wollt - zu versuchen, daß der Fall genug Aufmerksamkeit in der Szene erfährt, und die anderen irgendwann einfach nicht als "doofe Ideenklauer" vor allen dastehen wollen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Konrad
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    Ich kann Verärgerung und Empörung des TE nachvollziehen, möchte aber zwei Frage stellen (eher an Kelmon). Die Fragen sind auch nicht rhetorisch gemeint, sondern ehrliches Wissensdefizit bei mir, mangels juristischer Bildung.

    Wenn wir uns schon auf eine rechtlichen Ebene befinden: Ab wann handelt es sich um "Geistiges Eigentum" und ab wann wird geklaut?

    1. Reicht es schon, sich - in diesem Falle als eigentragener Verein - eine Geschichte auszudenken, um im rechtlichen Sinne "geschütztes geistiges Eigentum" zu kreieren?

    2. Klaut man dieses Eigentum bereits, wenn man sich, wie in diesem Falle, nicht-kommerziell darauf bezieht, bzw. es verwendet?

    Ich frage das vor allem deshalb, weil ich eine Parallele zu all den Charakter- und Landesgeschichten sehe, die sich konkret auf DSA, Tolkien, Warhammer etc. beziehen - wo ja ganz offensichtlich geschütztes geistiges Eigentum vorliegt und auch gegen illegale Verwendung vorgegangen wird.



    Ohne juristische Sachkenntnis zu haben, frage ich mich deshalb, ob man hiergegen tatsächlich gerichtlich vorgehen könnte. Es scheint mir, in Verbindung mit der weit verbreiteten Nutzung anderer Hintergrundgeschichten, eher eine moralische Sauerei, als ein Rechtsbruch zu sein.
    Mir scheint das Denunzieren und Öffentlichmachen dieses Vorgehens der erfolgversprechendere Weg zu sein - auch wenn man dann natürlich durch die Schlammschlacht muss.

  4. #4
    Turis
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    Das ist wirklich äußerst ärgerlich!

    Die Frage ist: Warum will jemand gegen den Willen des Erfinders dessen Hintergrund benutzen? Dass das Stress verursacht sollte jedem klar sein und daher muss man einen guten (?) Grund haben diesen zu akzeptieren. Faulheit? Verbundenheit zum Hintergrund - z.b. weil man den schon Jahre bespielt hat?

    Ich würde mich zudem fragen: Wie groß wäre der Schaden, wenn derjenige einfach damit weiterspielen würde? Geht der vielleicht nur 1-2 mal im Jahr auf irgendwelche Großcons? Spielt der vielleicht einfach nur Bauer X aus dem Land und wird dann sowieso kaum (falsche) Infos verbreiten?

    Grüße

  5. #5
    Corvax
    Corvax ist offline
    Neuling Avatar von Corvax

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    Zitat Zitat von Turis
    Das ist wirklich äußerst ärgerlich!
    Ich würde mich zudem fragen: Wie groß wäre der Schaden, wenn derjenige einfach damit weiterspielen würde? Geht der vielleicht nur 1-2 mal im Jahr auf irgendwelche Großcons? Spielt der vielleicht einfach nur Bauer X aus dem Land und wird dann sowieso kaum (falsche) Infos verbreiten?
    Die Probleme hierbei sind aus meiner Sicht: wenn wir zulassen, dass das einer darf -wie lange dauert es, bis andere sich das Gleiche herausnehmen wollen und wir dann letztendlich überrannt werden?

    Und: ja, die andere Gruppe hat schon massiv in unseren Hintergrund eingegriffen, indem sie falsche politische Zustände bzw. Ereignisse beschrieben haben. Und das nicht gerade mit einem Bauerncharakter, wie von dir als Beispiel angeführt, sondern als Baron.

    Demnach können wir hier nicht mehr von Toleranz reden.
    „Ich bestehe ohne Essen, laufe ohne Fuß, verwunde ohne Kraft und bin schwerer zu bekämpfen als zu töten. Was bin ich?“

  6. #6
    Tala_Pran
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    Alter Hase Avatar von Tala_Pran

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    Zitat Zitat von Kelmon
    Naja, so ins Blaue hinein: Der selbsterfundene Landeshintergrund sollte geistiges Eigentum sein, konkret unter das Urheberrecht fallen.
    Das Problem ist die Frage, liegt ein Werk vor, wurde das Maß der Schöpfungshöhe erfüllt.

    Im Alltag gibt es eine nicht überschaubare Vielzahl von Werken und Gestaltungen, bei denen unklar ist, ob ein Gericht die Schöpfungshöhe bejahen würde. Da es breite Grauzonen gibt, kann ein Laie die Grenze zwischen Urheberrechtsschutz und gemeinfreier Gestaltung so gut wie nie zuverlässig bestimmen, was zu einer sehr großen Rechtsunsicherheit führt. Auch die gewissenhafte Lektüre der umfangreichen Fachliteratur und der Rechtsprechung erlaubt es selbst erfahrenen Rechtsanwälten nicht, den Ausgang eines Gerichtsverfahrens vorherzusagen.
    http://www.geistiges-eigentum.eu/def...s_eigentum.php
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pfungsh%C3%B6he

    Emotional kann ich den Ärger sehr gut nachvollziehen. Wenn du es nicht auf einen Rechtsstreit rauslaufen lassen möchtest, könntest du dich in eurer Landesgeschichte ausdrücklich von jenen distanzieren, die sich unerlaubt bedient haben.

  7. #7
    Romarik v. Tauenrank
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    Ich habe mir über das Thema schon reichlich Gedanken gemacht, weil man in diesem Hobby eigentlihc primär auf die Gutmütigkeit der Leute angeweisen ist, dass sie einem nicht Schaden und nichts wegnehmen wollen. Leider bin ich auf keine gute Lösung für ein solches Problem gestoßen, wo die eine Partei sich einer Vermittlung oder einem Kompromiß verschließt. Es gibt schlichtweg keine Sanktionsmöglichkeiten. Den Gang zum Gericht empfände ich persönlich als lächerlich. Das hat etwas von Sandkastenspielen.

    Ich würde es am ehesten versuchen konstruktiv zu lösen, soll heißen, dass man sich in der Realität auhc nicht aussuchen kann, wer zum eigenen Land gehört, und wer nicht. Ja, sie haben zu unrecht euren Hintergrund geentert (aber wahrscheinlich mögen sie ihn einfach, was ja wieder ein Kompliment darstellt). Versucht wenigstens einen Konsens über die gemeinsame Geschichte zu erreichen, stempelt sie als peronas non gratas im eigenen Land ab und behandelt das Problem vor allem im IT. Ja, ich würde das auch nicht wollen, aber ´wie soll man die Kontrolle en zurückbekommen. Wir haben auch immer wieder Leute, die unseren Hintergrund nicht so bespielen, wie wir das wollen. Die Gefahr besteht immer, und manchmal schlägt das auch höhere Wellen, wenn der Gruppenruf mit dem Auftritt der anderen Gruppe verschandelt wird. Aber nun echt mal: Was will man denn machen? Die haben eure (liebevoll entwickelten) Backfömrchen geklaut. Wenn man seine nciht besiegen kann, verbünde Dich mit ihnen, sprich nehmt sie auf und agiert mit ihrer Existenz als ausgestoßene oder aufmüpfige Baronie (solange die Provinz nicht doppelt bespielt würde, was noch viel katastrophaler wäre).

    Ist nich schön, aber praktisch. Die moralischen Sieger wäret ihr.

    Allerdings wenn jemand eine Lösung für das Problem kennt, würde mich das auch interessieren. Aber eine gerichtliche Lösung kann es doch nciht sein, oder?

    Gruß,
    Björn
    Bespielte Charaktere:
    + Romarik von Tauenrank – galladoornischer Baron
    + Giskard von Gramswald - Knappe bei Herrn Leomar
    + Konstantin Zweischneid - Landsknecht
    + Mikahel Yowanuk – Husar "Die Sieben Säbel" (NSC)
    + Iwan Kirvanoff – Werwolf (NSC)

  8. #8
    Gerwin
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    Ein Landeshintergrund erreicht für gewöhnlich nicht die Stufe bei der man von geistigen Eigentum sprechen kann. Und da 99 Prozent aller Landeshintergründe eh irgendwie zusammengeklaut sind...habt ihr da rechtlich gesehen sehr schlechte Chancen. Akzeptiert es...oder löst das Problem auf kommunikativer Ebene. Ansonsten lass ich mir demnächst "angreifende Bäume" als Markenzeichen sichern und verklage Danglar .

  9. #9
    Corvax
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    Na, dass mir hier aber bitte nicht in den Mund gelegt wird, ich wolle ein gerichtliches Verfahren anstreben. Ich frage lediglich nach Möglichkeiten; ganz wertfrei.
    „Ich bestehe ohne Essen, laufe ohne Fuß, verwunde ohne Kraft und bin schwerer zu bekämpfen als zu töten. Was bin ich?“

  10. #10
    Gerwin
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    Die Möglichkeiten gehen gegen null. Wenn man sich nicht einigen kann...empfehle ich ignorieren. Wo dass nicht möglich ist..(so schwer dass fällt) den eigenen Hintergrund ändern. Idioten gibts eben überall.

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