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  1. #1
    Vonka tril Lyavel
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    Naginata Ausspielen

    Wie man hier in Österreich so schön sagt: Mir langts oder auch I kriag an Vogel. Seit Sonntag durchforste ich das Netz und komme nicht wirklich zu einem zufrieden stellenden Schluß. Nun möchte ich euch, nach eurer Meinung fragen.

    Am Wochenende durfte ich auf einem Live zwei Kämpfe mit einem Naginata bestreiten. Mir hat das sehr gut gefallen. Ach so, ja, ich suchte mir natürlich auch Gegner mit Stangenwaffe aus. Damit es auch Sinn macht!

    Jetzt zum Punkt. Ich möchte den Kampf mit dem Naginata so gut wie möglich ausspielen. Dafür habe ich wie ein blöder versucht das Gewicht eines Originals raus zu finden. Da sowohl die Gesamtlänge als auch die Klingenlänge sehr unterschiedlich damals waren, schreibt keiner ein Gewicht dazu.

    Habe dann die beiden gefunden:

    http://www.swords-and-more.com/shop1...ta-p-8142.html

    http://www.bujinkan-shop.de/product_...roducts_id=343

    Echtes Holz, echtes Metall. So weit so gut, ein paar hundert Jahre dazwischen, aber dann gehe ich jetzt mal von rund 2 kg aus.

    Gewichtmäßig näher bei einem Schwert oder Streitkolben, die etwas leichter sind, als bei einer Streitaxt, Morgenstern oder Hellebarde, die teilweise erheblich schwerer waren.

    Dann wird es noch eine Rolle spielen, ob ich ein 140cm oder 180cm langes nehme, bzgl. dem ausspielen der Fliehkraft.

    Wenn Ihr mir jetzt mit einer "schwereren" "massiveren" Stangenwaffe gegen überstehen würdet, wäre es für euch akzeptabel bzw. ITmäßig gesehen nach voll ziehbar wenn ich mit meinem "schlanken" "zarten" Naginata anderthalb oder doppelt so schnell spiele als Ihr?

    Voraussetzung ist natürlich das wir beide uns bemühen Gewicht und Fliehkraft auszuspielen. Darf ich davon ausgehen, das einigen oder vielen Stangenwaffenkämpfern bewußt ist, das ein Gewichtsunterschied bei den Waffen vorhanden ist. Oder soll Stangenwaffe gegen Stangenwaffe gleich ausgespielt werden egal ob eben ein 140cm schlankes Naginata auf eine 2m Riesenaxt trifft?

    Mir ist auch klar, das ich nie wissen kann, wie mein momentaner Gegenüber das sieht. Aber da ich mich bemühe, gehe ich mal (vermutlich viel zu) optimistisch davon aus, das mein Gegner sich auch bemüht.

    Oder sehe ich das falsch, das ein Naginata bei den Stangenwaffen zu den leichteren gehört? Sollte ich mehr "Gewicht" ausspielen?

    Wäre toll wenn jemand schon Erfahrungswerte damit hat und mir die weitergeben würde.

    Alle anderen Ideen, Meinungen und Anregungen sind auch herzlich willkommen!
    Stay Cool!

  2. #2
    EricPoehlsen
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    Das mit dem Gewicht ist so eine Sache. Die meisten Riesenäxte wären real kaum führbar, da sie selbst schlank geschmiedet noch auf gut zehn Kilogramm kämen. mancher Fantasyhammer würde, aus Stahl gefertigt, wohl sogar die Zentnergrenze durchbrechen.

    Eine Naginata besteht aus einem Schwert und einem Stab, das heißt, je nach Gestaltung/Größe der Klinge und dem gewählten Holz sind 1,5 - 2,5 kg definitiv ein realistischer Rahmen. Man kann eine solche Waffe natürlich im Prinzip auch mit einem Gegengewicht am stumpfen Ende versehen und damit den Schwerpunkt vom Schwert weiter nach innen ziehen, dann kann man von ca. 2-3 kg ausgehen.

    'Realistischer Kampf' wird mit dieser Waffe aber im LARP kaum zu erreichen sein, weil die Naganita geradezu danach schreit auch zum stoßen/stechen eingesetzt zu werden...

  3. #3
    Gerwin
    Gerwin ist offline
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    'Realistischer Kampf' wird mit dieser Waffe aber im LARP kaum zu erreichen sein, weil die Naganita geradezu danach schreit auch zum stoßen/stechen eingesetzt zu werden...
    Tut sie dass? Woher sollte das kommen? Ich habe zwar nur wenige Trainingsstunden mit der Naginata gehabt und mich da mal aus eigenen Interesse in einen der wenigen Vereine der heute tatsächlich mit so etwas kämpft informiert....aber da waren Stiche und Stöße (mit der Waffe) doch recht selten. Der Kopf einer Naginata ist doch noch am ehesten mit einen Säbel und nicht mit einen Schwert im klassischen Sinne zu vergleichen, und mit einen Säbel sticht man ja auch nicht.

    Im allgemeinen ist das Gewicht so einer Naginata mit anderen, realistischen Stangenwaffen zu vergleichen. Wenn du die Möglichkeit hast rate ich dir am ehesten dazu dir mal ein entsprechendes Training anzusehen. Tatsächlich ist eine Naginata in der Tat schneller zu führen als eine Dänenaxt. Erfahrungsgemäß ist das Verständnis der "Spiel das Gewicht aus" Radikalen für solche überlegungen jedoch eher gering, und legt sich auch nicht wenn man ihnen zeigt wie schnell eine derartige Waffe real geführt wird. Aus der ursprünglich sinnvollen "Gewicht ausspielen" Diskussion ist eben inzwischen eine Art nicht mehr denkender Fanatismus geworden. Aber das wäre genug Stoff für ein anderes Thema.

    edit: Zur Naginata im allgemeinen

    Men: Ein vertikaler Schnitt durch den Kopf
    Soku Men: Ein diagonaler Schnitt durch den Kopf unter einem Winkel von
    Tsuki: Ein Stich zur Kehle
    Kote: Ein vertikaler Schnitt durch das Handgelenk
    Dô: Ein horizontaler Schnitt durch den Rumpf
    Sune: Ein diagonaler Schnitt durch den Unterschenkel
    Wir sehen, ein einziger Stich zur Kehle, sonst nur Schnitte die mit einen Schlag zu vergleichen sind. Die Hälfte davon larptauglich.

  4. #4
    Pedro
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    habe selbst zwar noch nie mit einer Naginata , aber schon häufiger gegen solche bzw ähnliche konstrukte gekämpft und meiner erfahrung nach tut sich das nicht viel ob das Ding nun Ot 3kg oder 4kg wiegen würde - stangenwaffen werden in der regel mit beiden Händen an der Waffe geführt und da macht ein Kilo mehr oder weniger nicht so viel her. Wichtiger wäre für mich dass du die Waffe vernünfig führst und bewegst und nicht nur winzige " kraftsparende" Angriffe machst. mir wurde zwar schon x mal erzählt dass auch damit üble verletzungen entstehen würden... schöner kampf sieht trotzdem anders aus und ich für meinen teil spiele solche "Verletzungen" aus protest nur noch als Kratzer aus.

    PS: um deine eigendliche Frage zu beantworten, auch wenn das nochmal in die gleiche ecke geht: Wenn du eine eindeutig leichtere Waffe führst, also du die naginata und dein gegenüber eine 10kg axt, ist es eigendlich kein thema dass du deine Waffe schneller führst also der andere - wenn sich das aber nicht mehr so leicht feststellen lässt würde ich davon aber absehen - es könnte nämlich sein dass jemand so wie du im internet gesucht hat etwas sehr leichtes gefunden hat und nun mit einer nicht exakt danach gearbeiteten waffe kämpft... und das gibt nur unnötig ärger von wegen "spiel mal das gewicht deiner Waffe aus - meine wäre nur x kg schwer ich darf das."
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  5. #5
    Ajax
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    Eine Naginata wiegt nicht unendlich mehr als ein Langstab (Bo) Der Schaft ist gekürzt , damit ein Wakizashi (die kurze Einhändige Version des Katana) oder etwas anderes dran passt.
    Ansonsten benutz es wie es gedacht war, als verlängertes Schwert, die Letzte gefährliche Bastion zwischen Plünderern und der zu beschützenden Familie. Stiche sind wie mit einem Katana nur selten zu führen, da dies eine Schneidewerkzeug ist und somit zum schneiden benutzt wird.
    Kurz und knapp: Schau dir bei Youtube den ein oder anderen Bo-Kämpfer an, damit du dir das Gewicht mal näher bringen kannst (nicht die Alu-Bo variante,sondern aus Holz oder gleich eine/n Naginata-kämpfer/in). Schon kannst du in etwa abschätzen wie viel diese Waffe wiegt. Ich selbst würde es zwischen 3-4 Kilo ansetzen.
    Im grunde kommt es einfach auf die technik an. Gute Technik + Schnelligkeit = Glaubhafte Führung "trotz mangelnden Gewichts"
    schlechte Technik + Schnelligkeit = Gefuchtel, also lieber langsam führen, auf die technik achten. Schon kommt ein gewissen Gewicht rüber

    Also im Grunde kommt es auf dich an und wie "schön" es anzusehen ist.
    Mit den Worten von Alice Cooper
    "Alles eine Frage der Technik"
    Homo hominis Lupus est! - Der Mensch ist des Menschen Wolf

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