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  1. #1
    Gerwin
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    Hexenverfolgung, eine gute Idee?

    Mal wieder was aus Gerwins interessierter (Langeweile)feder.

    Wir haben uns ja in diversen Threads darauf "geeinigt" dass es besser ist Konfliktpotenzial auf Grund von IT-Gründen zu suchen. Das Musterbeispiel wäre hier ja die Hexenverfolgung, und es gibt ja dank Warhammer auch immer mehr Hexenjäger.

    Andererseits bewegt sich die Hexenjagd in meinen Augen immer auf einer Grenzlinie. Die Merkmale an denen man Hexen erkennt sind zumindest klischeemässig auch OT vorhanden (rote Haare, entsprechende Nase, Buckel usw. für nähere Belege kann mittelalterliche Literatur sicher nachgelegt werden).

    Auch wenn ein "Hexen/Magierverfolgender" Chara in meinen Augen mal was interessanteres, andererseits halte ich es logisch betrachtet für schwierig Hexenverfolgung in einer Welt zu begründen in der Magie scheinbar so normal ist wie das Schwert in der Hand (und eben nicht was "aussergewöhnliches" wie im Mittelalter).

  2. #2
    Schwannis
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    andererseits halte ich es logisch betrachtet für schwierig Hexenverfolgung in einer Welt zu begründen in der Magie scheinbar so normal ist wie das Schwert in der Hand (und eben nicht was "aussergewöhnliches" wie im Mittelalter).
    Klassische Magie mit Hexerei zu vergleichen halte ich für schwierig. Bei der Hexerei buhlt man mit Dämonen und macht allerlei schmutzige Dinge. Da ist Magie irgendwie "sauberer". Und die Häufigkeit von magie muss kein Grund sein Hexen nicht zu verfolgen, das gibbet in DSA ja auch und trotzdem werden Hexen teilweise verfolgt.

    Aber ich finde Hexenverfolgung aufgrund von Körpermerkmalen doof, wenns die Buckelhexe mit dem Spitzhut und dem Besen ist, ok dann ists so gewollt und sie provoziert es damit auch. Allerdings jede Rothaarige als Hexe zu diffamieren ist mMn destruktives Spiel hoch drei.

    M.f.G
    Schwannis
    Schwannis vult!

  3. #3
    Valien
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    Guter Ansatz, darüber habe ich auch schon des öfteren nachgedacht. Mit kamen, wenn ich an Hexen dachte eigentlich eher die mittelalterlichen Hexenvorstellungen in den Sinn. Also Frauen und Männer die böse Flüche aussprechen, die die Milch sauer werden lassen, die Männer impotent werden lassen, die die Brunnen vergiften und sich mit Teufeln und Dämonen einlassen.
    Alles übernatürliche hat man auch damals nicht verteufelt, immerhin hat der Sohn Gottes ja auch das ein oder andere Wunder vollbracht laut Bibel. Von daher halte ich es zumindest für stimmig wenn Gläubige oder Magiebegabte Jagd auf dunkle finstere Gestalten machen die die Macht, den Äther, die Magie, Alchemie, Kräuterkunde oder was auch immer missbrauchen.

    Im Warhammeruniversum (40K) heissen die "guten" Magier auf Imperiumsseite ja auch Psioniker, und auf der Chaosseite "Hexer". Für mich ist die Bezeichnung Hexe oder Hexer also nur ein Indiz dafür das man selbst mit deren Verhalten und Taten im übernatürlichen Sinn nicht einverstanden ist.

  4. #4
    Gerwin
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    Und die Häufigkeit von magie muss kein Grund sein Hexen nicht zu verfolgen, das gibbet in DSA ja auch und trotzdem werden Hexen teilweise verfolgt.
    Dass es in DSA vorkommt ist ja noch kein Grund für eine gewisse Logik. Hexenverfolgung entstand ja im wesentlich daraus dass Menschen sich vor fremd(artigen) fürchten (deshalb kam ja auch die Frau bei der Hexenverfolgung nach Hexenhammer nicht gut weg). Verliert aber Magie ihrer Mystik und ihren "Unruhefaktor" ist es entweder nur logisch Magier im allgemeinen zu verfolgen oder von einer Verfolgung abzusehen. Auch das Mittelalter geht nur sehr sporadisch und alles andere als "stringent" von "heller Magie" aus.

    Mit der generellen Verfolgung (wenn auch nicht verbrennung) rothaariger (welche übrigens auch historisch gesehen oft als Sündenböcke dienten) hätte ich dank Möglichkeiten wie Perücken oder Kopfbedeckungen auch weniger Probleme. Aber...dass ist nen eigenes Thema.

  5. #5
    Schwannis
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    Mit der generellen Verfolgung (wenn auch nicht verbrennung) rothaariger (welche übrigens auch historisch gesehen oft als Sündenböcke dienten) hätte ich dank Möglichkeiten wie Perücken oder Kopfbedeckungen auch weniger Probleme.
    Das das für mich Quatsch ist steht völlig ausser Frage, wenn jetzt jeder Rotschopf seine Haare bedecken muss, wo kommen wir dann hin? Am Ende müssen sich alle Leute mit verschiedenfarbigen Augen Kontaktlinsen kaufen damit sie ihre Ruhe haben.


    Verliert aber Magie ihrer Mystik und ihren "Unruhefaktor" ist es entweder nur logisch Magier im allgemeinen zu verfolgen oder von einer Verfolgung abzusehen.
    Wie gesagt, Magie und Hexerei sind zwei verschiedene paar Schuhe, so wie Armbrustschützen und Bogenschützen. Beide verschiessen Pfeilförmige Dinger die wehtun,aber das war es auch schon.

    Eine Hexe ist für mich ein altes weib das im Wald haust und Männer impotent macht, das zu verfolgen ist völlig legitim. Ein Magier macht Männer nur selten impotent, sondern wirft mit Feuerbällen rum und bedient sich einer völlig anderen "magischen Mechanik".
    Schwannis vult!

  6. #6
    Cartefius
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    Ich denke, das kommt stark auf den bespielten Hintergrund an. Im Standard-Fantasylarp, wo jeder zweite Landstreicher irgendeinen Zauber im Repertoire hat, ist eine Hexenverfolgung irgendwie albern.

    In Settings, bei denen Magie selten, gefährlich und misstrauisch beäugt ist, macht hingegen Hexenverfolgung durchaus Sinn. Auf der anderen Seite scheinen Hexenjäger im Larp gerade einen regelrechten Boom zu erleben, und das ist meiner Ansicht nach auch kontraproduktiv: Diese Figuren leben meiner Ansicht nach davon, selten, mächtig und geheimnisumwoben zu sein, und verlieren stark an Reiz, wenn sie inflationär auftreten.

    Als dritter Punkt bliebe noch die Frage, was die Hexenspieler eigentlich wollen. Ich habe den Eindruck, dass das auch häufig etwas schizophren ist: Irgendwie möchte man schon mit dem Reiz des Verruchten, Verbotenen kokettieren, mit der Rolle als Ausgestoßener und unschuldig Verfolgter, auf der anderen Seite möchten die wenigsten Leute im Larp ständig angegiftet werden oder auf dem Scheiterhaufen landen.

    Ich persönlich habe eigentlich die besten Erfahrungen mit Low-Fantasy-Settings gemacht, bei denen Hexenjäger und Inquisitoren gezielt und mit viel Fingerspitzengefühl auftraten, so dass auf beiden Seiten endgültige Konfrontationen umschifft werden können.

  7. #7
    Primrose
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    DSA Hexenverfolgung folgt einem gewissen Reglement und ist nicht unlogisch, werter Gerwin. :P
    Mager werden in den meisten Landstrichen geduldet, da ihre Magie geschult und in gewissen Bahnen gerichtet wurde. Aber wehe dem unklugen Magier, der in dunklen Gassen allein ist in Städte, wo Magie-hassende Menschen leben oder ein großer Anteil zumindest schon mal.

    Hexen hingegen bedienen sich ungeschult und ungerichtet der Magie, sprechen Flüche aus (und die können seeeeehr gemein sein ) und dürfen in den meisten Gebieten Aventuriens verfolgt werden, da ihnen das Akademie-Siegel fehlt. Ihre magischen Künste entsprechen halt keinem anerkannten Weg und damit darf auch jeder Praiot offen sagen, dass sie das Böse seien.

    Solch eine Verfolgung ins Larp zu bringen, denke ich jedoch, wäre extrem schwer bis unmöglich.
    Eine allgemeine Verfolgung von Rothaarigen fände ich ganz und gar nicht gut! Aber da wäre ich ja auch persönlich betroffen.
    Mal angefeindet werden oder misstrauisch beäugt, weil der Verdacht besteht, das kann das Rollenspiel sicher bereichern.
    Aber meiner Meinung nach muss eins eben sein: Alles in Maßen. (Und damit meine ich nicht das Bier! )
    Ich bin Künstler ich darf psychopathologische Abweichungen haben.

    Finden Analphabeten Buchstabensuppe genau so lustig wie wir?

    Unfreundlich? Ich nenne das ehrlich und direkt.

  8. #8
    Gerwin
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    Ich persönlich habe eigentlich die besten Erfahrungen mit Low-Fantasy-Settings gemacht, bei denen Hexenjäger und Inquisitoren gezielt und mit viel Fingerspitzengefühl auftraten, so dass auf beiden Seiten endgültige Konfrontationen umschifft werden können.
    Das würde aber voraussetzen, dass vor allen Hexen Opfer der Hexenverfolgung werden. Dass ist blöd. Der Spaß an Hexenverfolgung ist ja gerade dass sie auch unschuldige an Hand von Vorurteilen trifft (Nach dem Muster: Habt ihr dass gesehen? Die rothaarige da stand eben auf der Pallisade, und 10 Minuten später kamen die Untoten!!! Auf sie ! )

    Mal angefeindet werden oder misstrauisch beäugt, weil der Verdacht besteht, das kann das Rollenspiel sicher bereichern.
    Geht ja nicht darum nun jede rot/schwarzhaarige zu verbrennen. Selbst die historische Inquisition endete in den seltensten Fällen tödlich.

    wenn jetzt jeder Rotschopf seine Haare bedecken muss, wo kommen wir dann hin?
    Zu nen verdammt guten Larpambiente? Gerade bei gefärbten Haaren (aber eigentlich bei allen Haaren).

    Am Ende müssen sich alle Leute mit verschiedenfarbigen Augen Kontaktlinsen kaufen damit sie ihre Ruhe haben.
    Ist erstens verdammt selten (so dass es wirklich auffällt) und zweitens weit weniger auffällig.

  9. #9
    Primrose
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Das würde aber voraussetzen, dass vor allen Hexen Opfer der Hexenverfolgung werden. Dass ist blöd. Der Spaß an Hexenverfolgung ist ja gerade dass sie auch unschuldige an Hand von Vorurteilen trifft (Nach dem Muster: Habt ihr dass gesehen? Die rothaarige da stand eben auf der Pallisade, und 10 Minuten später kamen die Untoten!!! Auf sie ! )
    Das stelle ich mir hin und wieder ganz lustig vor, wenn es zu solchen Spekulationen kommt und dem daraus vielleicht resultierenden Misstrauen. Muss ja wirklich nicht sein, dass dann gleich die schlimmsten Situationen draus erwachsen.
    Aber Aberglaube und daraus resultierende Handlungen fände ich spannend, wenn es dann nicht nur noch so ist, dass man angeklagt wird, Hexe zu sein.

    Bei diesen Hexenjägern aus Warhammer, wie ist da eigentlich die Reaktion, wenn man da wen anschwärzt Hexe zu sein? So zum Beispiel der Gerwin als Hexer angeklagt wird?
    (Ich kenne mich mit Warhammer null aus.)
    Ich bin Künstler ich darf psychopathologische Abweichungen haben.

    Finden Analphabeten Buchstabensuppe genau so lustig wie wir?

    Unfreundlich? Ich nenne das ehrlich und direkt.

  10. #10
    Xram
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    Jemanden als HexeR zu "verteufeln", nur weil er/sie eineN Buckel/Hakennase/Warze etc. hat, halte ich auch für Quatsch.

    In dem Land, dass ich mit einem Character bespiele gibt es bspw. legale Magier mit (von der SL vergebenen) Lizenz, zaubert jemand und kann auf Verlangen die Lizenz nicht vorlegen, so gilt er als illegaler Magier und wird gerichtet bzw. vom Pöbel "gerichtet". Diesen Ansatz finde ich gut.

    Ansonsten bin ich auch der Meinung, grad im Fantasy-Larp wo Magie eben Gang und Gäbe ist, dass Hexen/-r nur diejenigen sind, welche wie schon erwähnt böse Flüche aussprechen, anderen damit - nicht im Kampf - schaden, Milch sauer und Herzöge impotent machen.

    Grüße,
    Xram

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