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  1. #1
    Julia
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    Frage an Veranstalter zum Thema Versicherungen

    Hallo Leute,

    gemeinsam mit einem Bekannten veranstalten wir hier im Umland immer mal so kleine Mini-Larpis. Manchmal nur einen Abend, manchmal ein ganzes Wochenende.
    In der Regel gibt es keinen oder nur einen kleinen Plot, es geht eher um ein nettes Beisammensein.
    Da sind auch nur im seltensten Fall mal Leute dabei, die wir nicht gut kennen.
    Das Gelände mieten wir meistens gegen Umkostenbeitrag für kleines Geld an, manchmal dürfen wir auch kostenlos dort spielen.

    Lange Rede ...
    bisher war uns nie richtig klar, bzw wir haben uns wenig Gedanken dazu gemacht, dass wir da offiziell als Veranstalter auftreten, für uns war das immer nur ein Beisammensein im privaten Rahmen mit Freunden. Es meldet sich ja niemand offiziell an, niemand unterschreibt irgendwas, meistens zahlt auch niemand was.

    Aber es reicht ja scheinbar schon ein Aufruf im Internet á la "wir machen da was, kommt doch vorbei" und schon stehen wir in der Schuld, sollte irgendwas passieren.

    Nun steht uns eine Vereinsgründung bevor, um solche Sachen abdecken zu können. Aber das ziiiiiiieht und zieht sich

    Die geplante kleine Veranstaltung (wiederum nur mit Freunden) in vier Wochen scheint dadurch zu kippen, denn wenn man sich des Risikos erst mal bewusst ist, mag man so eine Sache ohne Veranstaltungshaftpflicht eigentlich nicht mehr machen. Ging immer gut bisher, muss ja aber nicht dabei bleiben.

    Nun gibt es ja aber auch Veranstalterhaftpflichversicherungen, die man einmalig für eine Veranstaltung abschließen kann. Die sind dann recht teuer und man muss übertrieben genau ins Kleingedruckte gucken

    Also, um es dann doch mal auf den Punkt zu bringen:
    kennt jemand eine gute Versicherung, die eine solche Veranstaltung vernünftig versichert?

    Danke schon mal im Voraus!

  2. #2
    stephan_harald
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    Alsoooo.....

    es gibt Veranstalterhaftpflichtversicherungen nur für Vereine und Gewerbetreibende. Das was mal für Privatpersonen angeboten wurde (und wohl auch noch teilweise wird) ist das Papier nicht wert.


    Wichtig ist folgendes: Wann greift die Haftpflicht, und wann nicht?
    Sind Flurschäden mit versichert?
    Wie sieht es mit Pyro und ähnliches aus?

    Das sind eigentlich die Dinge die interessieren und wichtig sind. Die werden aber meines Wissens nach nicht von Einzelversicherungen abgedeckt.

    Was also tun?
    Wenn Ihr alles nur Freunde seit, und euch wirklich einige sollte die private Haftpflicht ausreichen. Wenn ihr einen wirklichen Con macht (also mit Fremden dabei) müsst ihr halt das Risiko abwägen.

    Beispiel: Fremdling A parkt sein Auto am Waldrand, aus diesem läuft Öl aus. Nach dem Con fährt er nach Hause, der Förster merkt das einen Tag später und lässt den Bagger anrollen. Die Kosten stellt er irgendeinem als Veranstalter in Rechnung. Dieser weiss nicht mehr wer dort gepartk hat und bleibt auf den Kosten sitzen.

    Das ist mal ein konstruierter Fall, zeigt aber schnell wo eine Veranstalter Haftpflicht (mit Flurschäden) sinnvoll sein kann.

    Ich habe ja schon einige Cons gemacht, bisher ist ausser mal einer Tür, nem Tisch oder einer Lampe wenige kaputt gegangen. Irgendwann wollte mal ein Verwalter uns einen Sessel, einen Tisch und 2 Stühle in Rechnung stellen die angeblich in einem Zimmer fehlten, der selbe Verwalter hatte aber auch mal versucht uns 2 mal eine Dielensanierung in Rechnung zu stellen (die nie gemacht wurde) ....

    Fazit: Entweder ihr zieht es noch mal durch, oder wartet bis ihr ne gescheite Veranstalerhaftplicht habt. Eine Personenbezogene ist Unfug.

    Stephan

  3. #3
    Gerwin
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    bisher war uns nie richtig klar, bzw wir haben uns wenig Gedanken dazu gemacht, dass wir da offiziell als Veranstalter auftreten, für uns war das immer nur ein Beisammensein im privaten Rahmen mit Freunden. Es meldet sich ja niemand offiziell an, niemand unterschreibt irgendwas, meistens zahlt auch niemand was.

    Aber es reicht ja scheinbar schon ein Aufruf im Internet á la "wir machen da was, kommt doch vorbei" und schon stehen wir in der Schuld, sollte irgendwas passieren.
    Nur mal am Rande. Eine Veranstalterhaftpflicht macht zwar durchaus Sinn (sogar großen Sinn) du musst aber bei weiten nicht für allen Mist haften denn deine Mitspieler so anstellen. Haften tust du im Regelfall nur für Vorsatz und Fahrlässigkeit...und zwar für deinen eigenen Vorsatz und deine eigene Fahrlässigkeit. Das Beispiel mit dem Öl wäre ein gutes Beispiel indem du (meistens) nicht haftest.

    Ansonsten hat harald aber voll und ganz recht. Aber nen Verein ist doch recht schnell gegründet. Wenn ihr dabei Probleme habt könnt ihr gerne mal ne Nachricht schicken, rechtlich zumindest geht das sehr schnell und sicher.

    Grüße

    Gerwin

  4. #4
    Alex
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    Das Beispiel mit dem Öl wäre ein gutes Beispiel indem du (meistens) nicht haftest.
    Auch nicht, wenn der Verursacher nicht festgestellt werden kann?

    Grüße,
    Alex

  5. #5
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    Kurz gesagt...Nein.

    Lange gesagt: Es kommt drauf an. Du müsstest im Mietvertrag für das Gelände eine Gefährdungshaftung abgeschlossen haben welche einer rechtlichen Überprüfung stand hält. Vielleich tbin ich nicht auf den neusten Stand, aber normalerweise (!) kann ein Veranstalter dafür sorgen dass er nicht haftet in dem er die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergreift UND kontrolliert. Stelle ich zum Beispiel auf einer größeren Veranstaltungen Einweiser an den Parkplatz und achte darauf dass niemand wild im Wald parkt oder auf das Gelände fährt...hafte ich nicht wenn es (beispielsweise nachts) doch einer tut.

    Sollte da aber wirklich Interesse am Thema bestehen würde ich jemanden fragen der sich damit besser auskennt. Denn das ganze würde dann doch das Thema sprengen (und höchstwahrscheinlich viele Leute davon abhalten Cons zu veranstalten).

    Grüße

    Gerwin

  6. #6
    Alex
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    Ich denke, es reicht für die Sache, dass es einem dennoch angelastet werden könnte. Wohl gemerkt: Könnte. Danke Dir.

    Grüße,
    Alex

  7. #7
    Julia
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    Danke Leute! Das beruhigt mich jetzt etwas.

    Man wird ja mit der Zeit wirklich unsicher.

    Mitverträge gab es für unsere Gelände nie. Da hat man einfach den sehr geringen Pauschalbetrag beim Besitzer der Hütte in den Briefkasten geschmissen und gut wars.

  8. #8
    stephan_harald
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Kurz gesagt...Nein.

    Lange gesagt: Es kommt drauf an. Du müsstest im Mietvertrag für das Gelände eine Gefährdungshaftung abgeschlossen haben welche einer rechtlichen Überprüfung stand hält. Vielleich tbin ich nicht auf den neusten Stand, aber normalerweise (!) kann ein Veranstalter dafür sorgen dass er nicht haftet in dem er die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergreift UND kontrolliert. Stelle ich zum Beispiel auf einer größeren Veranstaltungen Einweiser an den Parkplatz und achte darauf dass niemand wild im Wald parkt oder auf das Gelände fährt...hafte ich nicht wenn es (beispielsweise nachts) doch einer tut.

    Sollte da aber wirklich Interesse am Thema bestehen würde ich jemanden fragen der sich damit besser auskennt. Denn das ganze würde dann doch das Thema sprengen (und höchstwahrscheinlich viele Leute davon abhalten Cons zu veranstalten).

    Grüße

    Gerwin

    Ich behaupte mal stumpf du irrst ein wenig. Ich glaube nicht dass in vielen Mietverträgen mit Gelände eine Haftung des Mieters ausgeschlossen wird, eher im Gegenteil. Habe leider gerade keinen aktuell vorliegen. Dazu kommt, dass gerade bei meinem Beispiel ja noch nicht mal ein Vertrag vorhanden sein muss. Gerade bei Cons parken Larper ihre Autos ja gerne auch mehr oder weniger Wild in der Gegend vor allem wenn die vorhandenen Parkplätze nicht ausreichen und ich glaube nicht, dass da jeder Grundstücksbesitzer vorher gefragt wird oder gar ein Vertrag mit Haftungsübergang geschlossen wird.

    Lt. meiner Kenntniss ist es in der Tat so, dass der Veranstalter, wenn der Verusacher nicht ermittelt wird mit in die Haftung genommen wird. Dies gilt auch und vor allem für seine Erfüllungsgehilfen und ja es gibt durchaus Juristen die schon NSCs als solche ansehen.

    Hier auch ein Beispiel eines Schützenvereines: Wenn beim Vogelschiessen einer danebenschiesst und trifft sagen wir mal eine Fensterscheibe im Wohngebiet 750m weiter trifft, und der Schütze kann nicht ermittelt werden, tritt auch der Verein mit seiner Haftplficht ein. Dabei ist lt. meines Wissens nicht erheblich ob das Grundstück auf dem die Schiessanlage dem Verein gehört oder jemand anders (gerade in ländlichen Gebieten steht so was auch gerne mal bei irgendwem auf der Wiese oder im Wald.

    Und wer schon mal beim Vogelschiessen war, der weiss, das dort eingewiesenes Personal rumsteht, Absperrungen etc. getroffen werden und und und.

    Die Frage ist einfach, kann ich besser schlafen wenn ich so eine Versicherung habe oder nicht. Wie gesagt wir haben unsere schon ab und an mal bemühen müssen und waren froh eine zu haben. Ob man das dann auch mit einer priv. Haftpflicht hätte abdecken können wenn man jemand Schuldigen gefunden hätte ist mir dann zunächst mal egal, wenn ich keinen fand.


    Stephan

  9. #9
    Wagenbrecht
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    Ich hatte mich vor kurzem schlau gemacht, weil wir mit beinahe dieser Konstellation (Flurschaden ohne Verursacher und ohne Verschulden) gerade konfrontiert sind:

    In Mietverträgen ist es formularvertraglich (also in AGB) nicht möglich, dem Mieter eine verschuldensunabhängige Haftung aufzubürden. (arg. 307 II Nr. 1) Anders sieht es aber bei Leihverträgen aus- hier ist es ohne weiteres möglich, weil die entgeltlose Überlassung des Geländes eine andere Vereinbarung hinsichtlich der Haftung rechtfertigt. Kommt also letztlich auf den Nutzungsvertrag an. Gerwin hat somit recht- allerdings ist die Haftung nicht ausgeschlossen, sondern von Haus aus nicht drin und kann auch nicht eingeschlossen werden, wenn das Gelände "gemietet" wurde und nicht "geliehen".

    Die anderen Fälle weichen ja davon etwas ab (Schützenverein, parken auf einem Grundstück, das gerade nicht überlassen wurde, etc), weil da gerade kein Vertrag besteht. Hier sehe ich es aber letztlich so, dass so lange der Veranstalter genug Parkplätze ausgewiesen hat/die Schießbahn so eingerichtet hat, dass unter gewöhnlichen und vorhersehbaren Umständen kein Fenster getroffen werden kann, eine Haftung eigentlich auch ausscheiden müsste.

    Schöne Grüße

    Stefan
    "Wir könnten den Schädel zertrümmern!" *Schlag mit der Axt - Massenfurcht* "Ich denke wir müssen fester zuschlagen" *Schlag - Massenfurcht* "Einmal sollten wir es trotzdem noch versuchen" *Schlag - Massenfurcht*

  10. #10
    Gerwin
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    Die Frage ist einfach, kann ich besser schlafen wenn ich so eine Versicherung habe oder nicht. Wie gesagt wir haben unsere schon ab und an mal bemühen müssen und waren froh eine zu haben. Ob man das dann auch mit einer priv. Haftpflicht hätte abdecken können wenn man jemand Schuldigen gefunden hätte ist mir dann zunächst mal egal, wenn ich keinen fand.
    Deshalb ist eine Veranstalterhaftpflicht ja auch sinnvoll. Habe ich ja auch nie bestritten. Alleine schon weil vielleicht versucht wird den Veranstalter haftbar zu machen, und alleine das ist für einen Privatmenschen schon viel Ärger.

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