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  1. #1
    Eowyn
    Eowyn ist offline
    Gelegenheitsschreiber Avatar von Eowyn

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    Gewandete auf Mittelaltermärkten - auch Larper ?

    Meine Freundin meinte letztens dass die Gewandeten auf Mittelaltermärkten in gewisser Weise auch LARP betreiben . Natürlich nicht so wie man es klassischerweise macht , aber die stellen ja auch jemanden aus einem pseudomittelalterlichen Hintergrund dar . Sie sind quasi Larper ohne Hintergrundgeschichte .
    Würde gerne eure Meinung dazu hören .

  2. #2
    Ascan
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    Erfahrener User Avatar von Ascan

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    Meine eigene Meinung: Diese Leute machen kein LARP, sondern verkleiden sich (oftmals) und lungern OT auf den Mittelaltermärkten herum. Sie verkörpern keine eigene Rolle, noch gibt es eine Spielleitung oder Orga, die ein Konzept vorgibt. => Keine LARPER... gibt schön genügend Leute mit Schnürhemd und Lederhose...

  3. #3
    Section31
    Section31 ist offline
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    Ich sehe das genauso wie Ascan.

    Gruß,

    Section31
    In God we trust, the rest we monitor

    USS Atlas - Star Trek LARP - www.uss-atlas.de
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  4. #4
    Irian
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    Solange sie keine Rolle spiele, betreiben sie kein Role Playing, folglich kann es auch schonmal kein LARP sein.

  5. #5
    Gerwin
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    16.931
    Kommt am Ende drauf an. Der durchschnittliche Myttelaltermarktbesucher mit Schnürhemd, Hangeklapper, "oh holde Lady" Gefassel und Co betreibt sicher kein Larp. Die wirklich gewandeten (sprich: Reenactoren mit eigenen Lager, festen Gruppenhintergrund usw.) schlüpfen am Ende meist auch in eine Rolle und betreiben so häufig Larp wie Larp sein sollte.

  6. #6
    luthien368
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    Diese Leute spielen sehr oft eine Rolle, haben einen Charakternamen, eine Herkunft, eine Geschichte... nur haben sie keinen Plot, sondern nur ein Setting, in dem sie spielen und sich einfügen, zudem sie immer wieder von "Muggeln" aus dieser Welt gerissen werden. Sie machen Rollenspiel, wenn man Spaß hat, könnte man es als LARP vergleichen. Kommt aber drauf an, in welcher Beziehung.


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  7. #7
    Kelmon
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    In der Tat, manche nehmen mittelalterliche Rollen an - eine Praxis, die ich nicht gutheiße, da wohl kaum jemand die Gedankenwelt eines mittelalterlichen Menschen nachempfinden könnte, wodurch dem Besucher ein falsches Bild von Verhalten und Gesellschaft vorgespielt wird.

    Nur als Beispiel: Ich habe schon live miterlebt, wie ein historisch verbürgter Charakter von einem anderen ebensolchen "getötet" wurde. Zwei Leute, die nicht einmal ein Jahrhundert teilten. Und tatsächlich herrschte ein Einverständnis der Beteiligten, daß der "tote CHarakter" ja nicht mehr auf Märkten bespielt werden dürfe.

    So etwas gehört nur ins LARP. Sonst kommt es zu genau solchen Albenrheiten.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  8. #8
    Cartefius
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    Meines Wissens nach ist es aber generell auf Märkten und im Reenactment- und Living-History-Bereich eher unüblich, eine durchgehende Rolle zu spielen, ein Grund, der wohl auch diverse Leute dazu bringt, von dort zum Larp zu wechseln. Die meisten Leute sind wohl doch meistens entweder ohne Charakter da oder schlüpfen nur kurz für die Inszenierung einer bestimmten Szene in die Figur.

  9. #9
    Kelmon
    Kelmon ist offline
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    @Cartefius: Es kommt wohl auf die Veranstaltungsart an. Diese Pseudo-LARP-Geschichte dürfte eher auf den Gromi-Märkten und "hystorysch' Spektakula" grassieren als auf ernstzunehmenden historischen Veranstaltungen. Dort ist mir so etwas auch noch nie aufgefallen.

    In der Tat, manche erkennen irgendwann, daß das, was sie eigentlich interessiert, in wirklichkeit LARP ist. Andere machen sich über LARP lustig, und merken gar nicht, daß sie eben genau das in einem unpassenden Umfeld spielen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  10. #10
    Maria
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    Von Szenarien wie z.B. der Belagerung von Soest, wo halt ein Teil der Geschichte durch "Schauspieler" dargestellt wurde, während die Living History-Leute die Truppen machten oder Shows wie Satzvey abgesehen, kenne ich persönlich keine Märkte oder Veranstaltungen mit Rollenspiel.

    Die Mittelaltergruppen, die ich kenne, haben keine Charaktere, der einzige Teil der Darstellung, wo das Leben eines mittelalterlichen Menschen nachgestellt wird, ist "Beruf" oder "Alltagsarbeiten" - und selbst da sind die Leute sozusagen OT, sprechen also als moderner Mensch, um Erklärungen zu liefern.


    Ich weiß aber auch, dass es Bereiche gibt, die sich stark mit dem Larp überschneiden. Einige englische und amerikanische Living History-Museen wie Plimoth Plantation oder Kentwell - wo die Angestellten 24h in Rollen aus dem 16. und 17. Jhd. schlüpfen, um Besuchern das Leben "vorzuspielen" - und eben die SCA, wo jeder sich eine Persona machen muss, samt Hierarchie-Spiel und Hintergrundgeschichte.

    Finde ich schwierig, aus den Gründen, die Kelmon nennt.
    1) Einfühlen ins Vorstellungswelt
    2) Sehr hoher Anspruch, alles richtig zu machen, wenn man es ernsthaft als "könnte historisch so gewesen sein" präsentieren will.

    Und wenn man sieht, dass selbst die Teilnehmer an Hinterweidenthal sich darüber zoffen, wie weit man diese Darstellung treiben soll ("Christliche Messen, ja oder nein?", "Morgenapelle") - funktioniert das von Gerwin genannte "Larp wie es sein sollte" wohl doch nicht so gut.

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