Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 25
  1. #1
    Hana
    Hana ist offline
    Forenjunkie Avatar von Hana

    Ort
    zw. Mannheim und Heidelberg
    Beiträge
    4.189

    Höhere Kleidungsansprüche für "besondere" Charakte

    Ausgelagert von hier

    MMn hat er aber Recht damit - solange die Kleidung nicht modern aussieht, sind billige Baumwollklamotten okay fürs Larp, auch wenn man damit nicht den Larper-Schönheits-Contest gewinnt. Für einen Adligen o.ä. reicht das nicht aus, aber für "einfache" Rollen wie den Heiler von nebenan ist das okay, wenn einem das ausreicht.
    Man darf halt dann nicht mit Begeisterungsstürmen rechnen, wenn man seine Klamotte präsentiert, aber das ist ja auch nicht jedem wichtig.
    Da diese Aussage ja doch einiges an Diskussion verursacht hat, führe ich das mal weiter aus:
    Je höher gestellt ein Charakter ist, je "besonderer" die Rolle, desto besser muss mMn die Klamotte sein. Woher dieser Anspruch? Ein solche Charakter fordert oft etwas ein, ein entsprechendes Verhalten (er will respektert, hofiert oder gefürchtet werden), er steht mehr im Mittelpunkt als der nette Bauer von nebenan - dafür wird er mMn kritischer beurteilt.

    Daher reicht m.E. für "kleine Durchschnittsrollen" die Leonardo-Carbone-Standardausstattung aus (heißt nicht: ist etwas besonders Tolles dafür), für den Ritter/Baron/König/Hexenjäger/Magiergroßmeister aber nicht. Wer eine Rolle spielt, die sich abheben soll, muss sich auch optisch abheben.
    Ich hatte diese Ansicht bisher für allgemein verbreitet gehalten, also ... seht ihr das komplett anders?

    Ich rede damit NICHT vom Material; wenn die Klamotte hinterher entsprechend gut und passend aussieht, ist es mir wurscht, ob das Wolle, Leinen, Baumwolle oder Polyester ist (üblicherweise muss man bei günstigem Stoff mehr Aufwand mit Verzierungen betreiben als bei hochwertigem Stoff, der schon für sich alleine wirkt).
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  2. #2
    Nount
    Nount ist offline
    Moderator Avatar von Nount

    Ort
    Beckum
    Alter
    34
    Beiträge
    3.452
    Zitat Zitat von Kelmon
    Zitat Zitat von Nount
    Ich behaupte mal, der Standardlarper kann Baumwolle kaum von Leinen unterscheiden und auf 99% der Cons fällt kaum wem der Unterschied zwischen Baumwolle und Leinen auf.
    Daß Leinen mehr knittert als Baumwolle ist für jeden erkennbar und hat nichts mit Wissen um Stoffkunde zu tun.
    ... und ist den meisten Leuten gar nicht bekannt. Weswegen sie den Unterschied eben nicht erkennen.
    Mal abgesehen davon, dass dünne feine Baumwolle genauso sehr knittert wie Leinen.

    Zitat Zitat von Nount
    Baumwolle ist auch nicht IT unlogischer als alle anderen Aspekte im Larp. Ich würde sogar behaupten, von der IT-Logik her das allergeringste Problem
    Dann gib mir mal eine plausible IT-Erklärung dafür, daß im Land X alle Bettler, Bürger und Handwerker mit fein gewebter Baumwolle rumlaufen, während der Adel mit gewöhnlicher, vergleichsweise grober Wolle rumläuft.
    Feiner = Mehr Arbeit = teurer. Das dürfte universell auch in jedem "Wir machen Fantasy"-Land richtig sein, abseits von irgendwelchen absurden, magischen Phänomenen, also selbst wenn wir mal historische Probleme mit Färbung, Verwebung und Anbau mal völlig außen vor lassen.
    Völlig irrelevant. Erklär mir erstmal, wie all die Leute sich ihre Schwerter und Rüstungen leisten können. Wer sich das leisten kann, kann sich auch das Baumwollhemd leisten. Zudem sind gerade die Standardlarpsachen eben NICHT aus sehr feiner, sondern aus eher grob gewebter Baumwolle.

    Ansonsten zitiere ich Gerwin:

    Entweder man setzt auf eine in sich schlüssige Spielwelt (und dann ist Baumwolloberkleidung nun einmal tabu) oder man vergisst die Schlüssigkeit (dann kann auch der Adlige in Baumwollkleidung auftauchen). Das man sich für eine einfache Rolle weniger Mühe geben muss/sollte als für einen hoch gestellten Charakter ist eben nicht richtig.
    Auf 99% der Cons ist die Schlüssigkeit des Kleidermaterials vollkommen irrelevant. Und trotzdem ist dort Kleidung aus Baumwolle keine gute Adelskleidung, weil nicht-08/15-Charakter keine 08/15-Kleidung tragen kann, ohne negativ aufzufallen.
    Denn für eine einfache Rolle muss man sich weniger Mühe geben als für eine besondere Rolle.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  3. #3
    Kelmon
    Kelmon ist offline
    Forenlegende Avatar von Kelmon

    Ort
    Göppingen
    Alter
    39
    Beiträge
    11.122
    Zitat Zitat von Nount
    ... und ist den meisten Leuten gar nicht bekannt. Weswegen sie den Unterschied eben nicht erkennen.
    Du verstehst wohl nicht, worauf ich hinauswill. Ein Charakter läuft zerknittert rum, der andere nicht. Wer wirkt wohl "edler"?
    Und das sogar gerade eben für den in Stoffkunde unerfahrenen.

    Völlig irrelevant. Erklär mir erstmal, wie all die Leute sich ihre Schwerter und Rüstungen leisten können. Wer sich das leisten kann, kann sich auch das Baumwollhemd leisten. Zudem sind gerade die Standardlarpsachen eben NICHT aus sehr feiner, sondern aus eher grob gewebter Baumwolle.
    Willst Du jetzt ernsthaft damit argumentieren, daß ein Mißstand in Ordnung ist, weil andere Mißstände stillschweigend geduldet werden?
    Ich sehe es nicht als irrelevant an, daß der Bettler u.U. mit IT besserem Stoff rumläuft als der Ritter.

    Auf 99% der Cons ist die Schlüssigkeit des Kleidermaterials vollkommen irrelevant. Und trotzdem ist dort Kleidung aus Baumwolle keine gute Adelskleidung, weil nicht-08/15-Charakter keine 08/15-Kleidung tragen kann, ohne negativ aufzufallen.
    Der Bettler, Handwerker oder Bürger in Baumwolle fällt auf der entsprechenden Veranstaltung genauso negativ auf wie der Adelige/Reiche, der mit solchem Stoff ausgestattet ist. Zumindest in meinem LARP. Wer solche Rollen natürlich primär als NSC-Pausenbespaßung in Kampfpausen von Abenteuercons (die zusammengewürfelte Dorfbevölkerung) erlebt könnte das u.U. anders sehen. Der ist eben darauf trainiert, daß an diese Rollen ausrüstungstechnisch keine großen Ansprüche gestellt werden (teils Funduskram), wichtig sind da die Söldner, Magier, Helden.

    Denn für eine einfache Rolle muss man sich weniger Mühe geben als für eine besondere Rolle.
    Definiere "besonders". Ich zumindest ging davon aus, das wir hier von Arm/gesellschaftlich unwichtig vs. Reich/mächtig reden. Und hierfür ist das, was Du sagst, sicherlich falsch. Das dürften Dir viele bestätigen können, die sowohl einfache Leute als auch Adelige bespielen.


    Zitat Zitat von Hana
    Daher reicht m.E. für "kleine Durchschnittsrollen" die Leonardo-Carbone-Standardausstattung aus (heißt nicht: ist etwas besonders Tolles dafür), für den Ritter/Baron/König/Hexenjäger/Magiergroßmeister aber nicht. Wer eine Rolle spielt, die sich abheben soll, muss sich auch optisch abheben.
    Ich hatte diese Ansicht bisher für allgemein verbreitet gehalten, also ... seht ihr das komplett anders?
    Das geht aber in meinen Augen schon in eine ganz andere Fragestellung hinein - nicht nach Qualität, sondern nach Individualität.
    Grundsätzlich will jede Gewandung als individuell wahrgenommen werden, was eben bei Stangenware je besser funktioniert, desto weniger Leuten man begegnet, die diese Stangenware erkennen können. Das gelingt "Ich bin Plotmittelpunkt!"-Spieler nunmal weniger gut als "Ich stehe hier mal in dieser Ecke rum"-Spieler, Also braucht ersterer wohl eine individuellere Gewandung als der 7. Bauer von links.

    Ungeachtet davon fällt mir aber (um auf die eigentliche Frage zurückzukommen) der Bauer in Leonardo-Carbone-Ware im Zwiegespräch mit ihm nicht positiver oder negativer auf als der Großmagier in einer völlig individuellen Gewandung aus ähnlichem Stoff.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  4. #4
    Dutch
    Dutch ist offline
    Alter Hase Avatar von Dutch

    Ort
    München
    Alter
    48
    Beiträge
    1.252
    Es ist nicht allein die Optik. Eine Gewandung aus Baumwolle oder Leinen ist auf Dauer nicht zweckmäßig, weil es eine reine Schönwetter-Gewandung ist. LARP-Gewandung muss auch kühles Wetter, leichten Regen oder auch "verwundet-in-der-Wiese-liegen" mitmachen und angenehm zu tragen sein. Allein aus diesen praktischen Gesichtspunkten würde ich einem LARP-Aufsteiger nahe legen, Gewandung aus Schurwolle vozuziehen. Speziell für heiße Tage kann man immer noch ein paar leichte Kleidungsstücke aus Leinen oder Baumwolle im Fundus haben.

    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  5. #5
    Nount
    Nount ist offline
    Moderator Avatar von Nount

    Ort
    Beckum
    Alter
    34
    Beiträge
    3.452
    Zitat Zitat von Kelmon
    Du verstehst wohl nicht, worauf ich hinauswill. Ein Charakter läuft zerknittert rum, der andere nicht. Wer wirkt wohl "edler"?
    Und das sogar gerade eben für den in Stoffkunde unerfahrenen.
    ... und dem fällt das nicht auf.
    Es ist ja nicht so, dass auf einer Knitterskala von 1-10 Baumwolle auf 1 und Leinen auf 10 stünde. Der Unterschied ist da, aber nicht so wahnsinnig groß wie du behauptest.

    Willst Du jetzt ernsthaft damit argumentieren, daß ein Mißstand in Ordnung ist, weil andere Mißstände stillschweigend geduldet werden?
    Ich sehe es nicht als irrelevant an, daß der Bettler u.U. mit IT besserem Stoff rumläuft als der Ritter.
    Nein, ich will damit argumentieren, dass es unsinnig ist, sich über einen unwichtigen Missstand aufzuregen, aber so zu tun, als seien wichtige Missstände dagegen völlig in Ordnung. Du suchst dir einen Punkt raus, der sonst so ziemlich allen egal ist und hängst dich dran auf, weil du ein Argument gegen Baumwolle haben willst
    Es interessiert auf 99% aller Cons eben niemanden, ob der 08/15-Charakter eine Baumwoll- oder Wolltunika trägt.
    Die Nischenveranstaltungen, von denen du redest, sind für mich im Zusammenhang dieses Threads vollkommen irrelevant, es geht um die breite Masse in der Larprealität und nicht um Ausnahmen.

    Denn für eine einfache Rolle muss man sich weniger Mühe geben als für eine besondere Rolle.
    Definiere "besonders". Ich zumindest ging davon aus, das wir hier von Arm/gesellschaftlich unwichtig vs. Reich/mächtig reden. Und hierfür ist das, was Du sagst, sicherlich falsch. Das dürften Dir viele bestätigen können, die sowohl einfache Leute als auch Adelige bespielen.
    Ich gehe von "Abenteurer vs. Adliger" aus. Klar KANN man in eine 08/15-Rolle extrem viel Aufwand investieren, es geht aber um den Mindestaufwand und der ist meiner Erfahrung nach für eine besondere Rolle um ein Vielfaches höher als bei einer einfachen Rolle.

    Im Übrigen widerspreche ich nicht, dass Wolle wetterfester ist als Baumwolle, aber sehr viele Larper in BW-Klamotte tragen ja einen Wollumhang drüber. Argument passé

    Das geht aber in meinen Augen schon in eine ganz andere Fragestellung hinein - nicht nach Qualität, sondern nach Individualität.
    Die Fragestellung ist m.M.n. die gleiche: LC hat keine hohe Qualität und keine hohe Individualität.

    Denn Anlass zur Diskussion war ja die Behauptung:
    "Aber kein Konzept ist mit "mal eben alles von der Stange kaufen" erledigt."
    Und dem widerspreche ich. Genau darum geht es mir. Denn die Larprealität ist: Jemand kauft sich ein paar Klamotten von der Stange. Das Outfit ist dann nicht besonders toll oder individuell, aber für die meisten Larper ist die Ausstattungsfrage an dieser Stelle vom Tisch.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  6. #6
    Dutch
    Dutch ist offline
    Alter Hase Avatar von Dutch

    Ort
    München
    Alter
    48
    Beiträge
    1.252
    Man könnte die Frage auch anders herum stellen: Liegt einem Charakter, der "Von der Stange" eingekleidet wird, ein Konzept zugrunde?

    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  7. #7
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

    Beiträge
    16.931
    Ich denke wir reden hier aneinander vorbei.

    Ja..es ist richtig dass man einen einfachen Charakter auch bei Carbone ausstatten kann.

    Ja es ist richtig dass das bei einen Adligen Chara nicht ohne weiteres liegt.

    NEIN dies liegt in meinen Augen nicht an der Stoffwahl.

    Für viele Larper ist die Stoffwahl völlig irrelevant, gleichgültig ob ich nun Bettler X oder Ritterin Y spiele. Richtig ist, bei Carbone bekomme ich eher was zum versauen für Bettler X als etwas schönes für Ritterin Y. Ich könnte aber ebenso gut nun zu einer Schneiderin gehen und mir ein Adelsgewand aus Baumwolle oder Kunstfaser nähen lassen. Die meisten Larper würden (entsprechend fähige Schneiderin vorausgesetzt) sagen "welch schönes Gewand" und nicht "das gehört aber aus Leinen, Schurwolle oder Seide".

    Und genau da liegt der Knackpunkt. Wer sich an Baumwolle stört, der stört sich im Regelfall an der modernen Optik und der wenig schlüssigen Erklärung für das vorhandensein von Baumwollkleidung. Und dort genauso beim einfachen Soldaten-SC wie bei der Ritterinnentrulla. Somit ist die Aussage "für einfache Charaktere darf es auch Baumwolle sein" schlichtweg so nicht richtig.

    Das wäre genauso wie die Aussage: Bei einen einfachen Soldaten darf es auch ein unvernietetes Kettenhemd sein. Entweder ich akzeptiere dass sich Leute mit nicht wirklich schützenden Teilen behängen (und dann ist es egal ob Ritter oder einfacher Nordmann) oder ich will das Rüstung auch tatsächlich schützt (und dann gibt das unvernietete Kettenhemd sowohl am Ritter als auch am Nordmann wenig Sinn).

    Aber ganz ehrlich: So lange noch viele Ritter mit unvernieteten Günstigkettenhemden und Plattnereyrüstung raumlaufen, bringt es (zumindest auf kampflastigen Cons) wenig über so etwas zu diskutieren. Jeder am Ende eben wie er will.

  8. #8
    Hana
    Hana ist offline
    Forenjunkie Avatar von Hana

    Ort
    zw. Mannheim und Heidelberg
    Beiträge
    4.189
    Zitat Zitat von Kelmon
    Das geht aber in meinen Augen schon in eine ganz andere Fragestellung hinein - nicht nach Qualität, sondern nach Individualität
    Ne, da wir über Billig-Stangenware reden, ist die Fragestellung identisch, denn Billig-Stangenware bietet weder Qualität noch Individualität.

    Es geht einfach um die Mindestansprüche an eine Rolle. Und die sind bei "besonderen" Rollen einfach höher als bei "einfachen" Rollen.
    Natürlich wird der Kopf-bis-Fuß-LC-Bauer/Bürger/Heiler auf einem Ambientecon mit hohem Kleidungsniveau evtl. negativ auffallen, aber ich rede selbstverständlich von 08/15-Cons, ich hoffe, das tust du auch?

    Stell mal einen Bauer/Bürger/Heiler in LC-Stangenware aus einem beliebigen Reseller-Sortiment auf ein 08/15-Con - über den wird vermutlich nicht ob seiner miesen Klamotte getuschelt.
    Jetzt stell einen Baron/Hexenjäger/Großmeister in LC-Stangenware aus einem beliebigen Reseller-Sortiment auf ein 08/15-Con - ich behaupte, da wird es einen Unterschied geben.

    Da geht es nur z.T. um Individualität - LC dürfte durchaus Kleidungsstücke haben, die thematisch zum Großmeistermagier passen (oder zumindest zum weiblichen Gegenstück?) - auch da sieht man aber den Unterschied zwischen "billiger Massenanfertigung" und "selbst nachgenäht, aber aus Wollstoff/Samt/edel und nicht künstlich aussehendem Polystoff und mit dezenter Stickerei", mit demselben Schnitt und den gleichen Farben.

    Da geht es nicht um Baumwolle oder Leinen, sondern darum, ob das Kostüm was hermacht.
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  9. #9
    Dossmo
    Dossmo ist offline
    Alter Hase Avatar von Dossmo

    Ort
    München
    Beiträge
    1.546
    Hmm, ihr verkopft das wieder so sehr...

    Akzeptiere ich jemanden, der sich hier grade als Graf Wüterich von Pöbelhausen vorstellt nun oder nicht? Sieht der Mönch auch in Bomull gut aus oder brauchst dafür einen 1A dicken gammeligen Wollfetzen ala der Rosen Name?

    Ich bin ja mittlerweile als Hardliner bekannt, was Darstellung angeht und ich halte es wie oben beschrieben. König Carbone, Graf Gruselig von Pannesamt und Baron Knitterich von Baumwoll wird ebenso behandelt wie die Mühe, die er in seine Darstellung gesteckt hat. Bin ich allein vom Outfit schon hin und weg, wird der Kniefall enorm tief, sehe ich dann die schnürlederne, ist der Respekt dahin. Und mal ehrlich, die Diskussion "Low-Budget Ritter geht einfach nicht" ist mittlerweile so alt, dass alle Argumente schön gehört wurden.
    Ich bleibe bei meinem Wesen: haut's mir die Immersion in Scherben, geh ich weg. Ich finde es einfach unfair, dass so viele gute Spieler Unsummen und Mühe jenseits von Gut und Böse in ihren Kram stecken und Sir Hinterhalt von Kampfstiefel dieselben "Oh's und Ah's" erwartet. Und ja, erspart mir das Argument: "Nur weil du an dich selbst so hohe Ansprüche stellst, stelle sie nicht an andere." Doch, tue ich. So egoistisch zu sein nehme ich mir heraus.

    D.

    edit: was mir grade auffällt ist, dass ich wieder nur von Adligen spreche. Das gilt natürlich für alle Charaktere. Auch Bürger, Händler, Zwerge, Elfen, Magier (vor allem die zahllosen Großmeisteriche) und alles andere.
    [Haralds Mutter]
    [Hat den Plan]
    [fumtioniert]

  10. #10
    Nount
    Nount ist offline
    Moderator Avatar von Nount

    Ort
    Beckum
    Alter
    34
    Beiträge
    3.452
    Ich mag deine Namensbeispiele, Dossmo :lol:

    Stimmt schon, es läuft darauf hinaus, ob man praktisch (!) jetzt mit diesen Leuten spielt (und vielleicht auch noch "ganz gerne" und nicht "gezwungenermaßen, weil es unhöflich ist, Zisch ab! zu sagen").

    Es geht nicht darum, ob individuelle Kleidung nicht toller ist als LC (ist sie)
    Sondern darum, ob Stangenware akzeptabel ist oder nicht. (Und für welche Rolle)

    Und das ist sie m.M.n. Ein Abenteurer/Soldat/Magiergeselle/Kleriker kann in Hose+Tunika+Gugel (als Beispiel) bzw. Robe+Hut/Gugel (ebenfalls Beispiel) problemlos an einem 08/15-Con teilnehmen. Ebenso die Heilerin/Streunerin im Baumwollkleidchen mit Gürtel und Häubchen/Kopftuch.
    (Der Adlige, Meistermagier oder Oberkleriker dagegen guckt beim LC-Sortiment eher dumm aus der Wäsche ... (beim Hersteller wird "teuer/aufwändig" nämlich eher mit Lurex-Borte gleichgesetzt))
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. höhere/längeren/"schrägere"/mehr Federn bei LARP-Pfeilen
    Von Burning Snowman im Forum Bauanleitungen und Selbstgemachtes
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 07.02.2014, 15:01
  2. "Geistkrieger" bzw. "Schamanenpaladin"
    Von Yendor im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 51
    Letzter Beitrag: 10.04.2013, 16:10
  3. Mein Genre heißt "Fantasy" und nicht "histori
    Von Ralf Hüls im Forum LARP - Allgemein
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 06.09.2012, 18:23
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.04.2012, 17:24
  5. "Soldat" ohne "Söldner"
    Von Dennis im Forum Charaktere und Konzepte
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 27.01.2008, 12:06

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
  • BB-Code ist an.
  • Smileys sind an.
  • [IMG] Code ist an.
  • [VIDEO] Code ist an.
  • HTML-Code ist an.
(c) mit Unterstützung von Trollfelsen.de