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  1. #1
    Lise
    Lise ist offline
    Grünschnabel

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    Wie fit sollte ein Krieger körperlich sein?

    Hallo,
    nach diversen Besuchen von Tavernen-LARP-Events möchten wir, eine Gruppe von 5 Leuten, gerne den nächsten Schritt wagen und bei einem "richtigen" LARP-Event mitmachen. Nun sind wir alle fleißig beim Kostüm-Zusammensuchen.
    Jemand aus dieser Gruppe möchte eine Barbarin spielen. Das Rollenspiel an sich ist hierbei sicherlich kein Problem für sie, aber beim Kämpfen zweifle ich ein wenig - sie übrigens nicht. Körperlich ist sie schon recht fit, auch im "Prügeln zum Spaß" passt das. Sie steckt gut ein, sie teilt gut aus.
    Sie meint, was sie zum LARP-kämpfen wissen muss, das lerne sie schon im LARP, für den Anfang reiche doch aber der Menschenverstand: nicht so doll draufhauen, nicht auf den Kopf oder in die Weichteile, laut Herumbrüllen und versuchen, den Gegner schon vor dem Kampf einzuschüchtern und dann dramatisch sterbend auf den Boden fallen, wenn man getroffen wird. Sie möchte übrigens einen LARP-Knüppel.

    Nun haben wir aber von einigen LARPern etwas anderes gehört: Krafttraining und Kampftraining solle man unbedingt gemacht haben, bevor man auf die erste Veranstaltung geht. Und regelmäßiges Training mit den Waffen... habe auch schon gehört, dass Leute eigens für's LARP mit Bodybuilding angefangen haben. Mir ist schon klar, dass man nicht pauschal sagen kann, wie trainiert oder untrainiert die "Gegner" sind, aber lohnt es sich da überhaupt, einen Krieger zu planen, wenn man nicht regelmäßig trainiert - und wenn dann nur zum Spaß?
    Sie sagt, ich solle das locker sehen, die Anzahl der Beutetiere bestimmt die Anzahl der Raubtiere, also sterben oder Niederlage im Kampf gehören zum Spiel und bedeuten nichts Schlechtes (und sie sagt, vor LARPern bräuchte einem eh nichts peinlich zu sein :lol: ), aber wie lächerlich oder normal ist ein im Kampf unerfahrener Krieger? Dass die Barbarin nicht in die Fechtschule gegangen ist, ist klar, aber STARK sollte sie doch sein...

  2. #2
    Lorenz
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    Gerwin, bist dus?

    Ernsthafte Antwort:
    Für den Larp-Kampf an sich ist kein explizites Workout nötig, da man
    a) nicht länger als 5-10 Minuten am Stück kämpft
    b) nur simuliert gekämpft wird

    ergo sollte man mehr Schauspielern können als historische Kampftechniken anwenden oder Krafttraining absolviert haben. Es ist aber nicht schlecht, ein bisschen Ausdauertraining zu absolvieren, wenn man sich in Rüstung längere Zeit bewegen möchte. Wenn man keine Rüstung hat, kann man sich aufs Schauspielern konzentrieren.

    Ansonsten: Waffentraining sollte man machen, schon alleine des Sicherheitsaspekts willen. Wenn ich weiss, wie sich (m)eine LARP-Waffe verhält im Kampf, kann ich sicherer damit umgehen und unbeabsichtigte Treffer auf den Kopf/Weichteile/andere schmerzhafte Stellen vermeiden. Auch lassen sich im Training etwaige "Hemmungen" ablegen, andere zu schlagen oder Treffer schön auszuspielen vorbereiten, für sowas bleibt auf einem Con selbst meist zuwenig Zeit (wobei die alten Hasen kaum nein sagen, wenn ein Neuling was gezeigt bekommen möchte vor der Veranstaltung)

  3. #3
    Doco
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    Grundsätzlich kann ich Lorenz da zustimmen.

    Es kommt jedoch auch darauf an was man darstellt und darstellen möchte. Als Barbar mag dies reichen. Stellt ihr allerdings eine militärische Einheit da die z.b. in Schildreihe kämpft ist das üben und trainieren durchaus sinnig da es umso "professioneller" für die einheit wirkt.
    1. Vorsitzender des Argentum Aeonis e.V. (i.G.)

    Hauptgefreiter Jason Otto, Medical Corps

  4. #4
    Gerwin
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    Meine Träume wurden erhört. . Aber nein wirklich nicht.

    Letzten Endes ein schwieriges Thema. Die Frage wie fit MUSS ein Krieger sein ist leicht zu beantworten. Eigentlich gar nicht. Es gibt zahlreiche Larper die sicher keine 5 Kilometer langsam joggen können (ob nun in Rüstung oder ohne), keine 50 Kilo beim Brustdrücken im Stand schaffen, und für die Kreuzheben ein Fremdwort ist (oder schlecht fürs Kreuz ). Und die stellen dennoch großartige Krieger da. Es gibt sicherlich Grenzbereiche (wer nun Probleme hat 200 Meter zu laufen und als Mann eher aussieht wie eine rollende Tonne oder der absolute Spargeltarzan mit einen BMI unter 19) aber sonst ist eigentlich alles möglich.

    Sportliches Training KANN eine Charakterdarstellung unterstützen. Ebenso wie es eine Charakterdarstellung unterstützen kann nähen zu lernen, singen zu lernen, tanzen zu lernen oder einen Kurs im Impro-Theater zu untersuchen.

    Problem hierbei: Ich muss sehr regelmässig dabei bleiben und habe nur langsam Erfolge. Ich bin nun kein "Bodybuilder" oder Sportfanatiker..trainiere aber sicher 5 Tage die Woche im Schnitt so 1-1,5 Stunden am Tag mit einen gesunden Wechsel der Sportarten und gehe zusätzlich noch laufen. Bis überhaupt große Unterschiede eintreten die für jeden in jeder Consituation ersichtlich sind (sprich..bis man sieht "wow der Barbar pumpt aber/dass cool...der Bote kann ja auch bei großer Hitze die Botschaft rennend überbringen und schwitzt nicht dabei" dauert es ziemlich lange. Hätte ich die gleiche Zeit ins Nähen gesteckt oder singen gelernt...ich könnte heute wahrscheinlich Ballkleider nähen oder mittelmäßig Arien singen.

    Von daher gesehen ist ein Training "nur fürs Larpen" meist zu zeitaufwendig und nnie wirklich effektiv. Dass es Larper gibt die in ihr Training Inhalte einbauen die sie im Larp optisch weiterbringen sollen ist klar, aber dass jemand jetzt "nur" für seinen Larpcharakter Bodybuilding betreibt, und über Jahre dabei bleibt..halte ich für die absolute Ausnahme. Unter einigermaßen "brutalen" Bodybuilding leidet schließlich auch die Beziehung....und wer gibt schon seine Freundin für einen Larpcharakter auf?

    Nur am Rande:

    Stellt ihr allerdings eine militärische Einheit da die z.b. in Schildreihe kämpft ist das üben und trainieren durchaus sinnig da es umso "professioneller" für die einheit wirkt.
    Die meisten, eigentlich alle militärischen Einheiten im Larp weisen einen "Trainingszustand 0" auf wenn man sie im ganzen betrachtet. Selbst Musterbeispiele wie die römischen Legionen haben viele Legionäre unter sich die keinen 10 Kilomter Waldlauf bewältigen könnten ohne ernsthafte gesundheitliche Gefahren. Was du meinst ist "Kampfreihentraining", sprich, die Fähigkeit sich an meinen Nebenmann und den Gegenüber so anzupassen dass es einheitlich wirkt und gut aussieht. Dass hat aber wieder eher was mit tanzen als mit "körperlichen Training" im eigentlichen Sinn zu tun. Merkst du (kurz gefasst) daran dass man es eigentlich nie verlernt wenn man es einmal gelernt hat. Auch wenn ich mal 6 Monate kein Auto fahre, ich kann es immer noch (auch wenn ich mich erst wieder dran gewöhnen muss). Nach einen halben Jahr ohne Training muss ich wieder fast bei 0 anfangen.

  5. #5
    Schwannis
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    Nun haben wir aber von einigen LARPern etwas anderes gehört: Krafttraining und Kampftraining solle man unbedingt gemacht haben, bevor man auf die erste Veranstaltung geht. Und regelmäßiges Training mit den Waffen... habe auch schon gehört, dass Leute eigens für's LARP mit Bodybuilding angefangen haben. Mir ist schon klar, dass man nicht pauschal sagen kann, wie trainiert oder untrainiert die "Gegner" sind, aber lohnt es sich da überhaupt, einen Krieger zu planen, wenn man nicht regelmäßig trainiert - und wenn dann nur zum Spaß?
    Quatsch, man MUSS garnichts, man KANN aber eine Menge. Wenn du fünfmal die Woche im Kettenhemd joggen gehst, bist du irgendwann viel ausdauernder im Kettenhemd. Gehst du alle Naslang zum Waffentraining lernst du deine Waffe besser kennen und kannst vermutlich effektiver kämpfen. Das du aber zum kämpfen trainieren MUSST ist mir noch nicht untergekommen.
    Schwannis vult!

  6. #6
    Doco
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    Gerwin ich dachte hierbei weniger an krafttechnisches Training denn an Formationsmarsch und ähnliches.
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  7. #7
    Gerwin
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    Wenn du fünfmal die Woche im Kettenhemd joggen gehst, bist du irgendwann viel ausdauernder im Kettenhemd.
    Ich kann nicht anders, da kommen die "Papa-Bär-Beschützergene" durch. Liebe Kinder, bitte lasst das sein. Ihr werdet nicht fitter, ihr landet nur (sehr schnell) im Krankenhaus. Mit einen Kettenhemd zu joggen ist aus Trainingsgesichtspunkten einfach dumm UND auch noch Gift für eure Gelenke. Ich mache auch so etwas ab und an...ABER meine Gelenke sind an das Zusatzgewicht gewöhnt und (was noch wichtiger ist) ich habe gelernt zu joggen. Aber...alle 2 Wochen einmal wäre absolut genug für so eine Überbelastung.

    Formationstraining: Dennoch...sinnvoll wäre hier in erster Linie (auch für die Optik) eher Konditionstraining als Koordinationstraining (erst einmal). Frisst aber halt mehr Zeit.

    Funny fact: Die lustigste Situation hatte ich auf dem Mythodea 2008 mit meinen Wikingerchara. Ich sollte jemanden relativ weit entfernten eine Nachricht überbringen. Es eilte. Ich denk mir......wow..endlich kannst du im Larp mal zeigen was du kannst....ziehe meine Tunika aus, wechsle in die kurze Pluderhose...und laufe barfuß so schnell ich kann zum anderen Lager. So weit war es dann aber doch nicht...sprich..so richtig aus der Puste war ich nicht. Ich komme an...und neben dem Empfänger steht so eine Anfängersl in der Pause. Also Nachricht übergeben. Alle voll happy, ein wenig Smalltalk...ich dreh mich um, will gehen..tippt mir die SL auf die Schulter und flüstert mir zu "ein wenig hättest du deine Anstrengung schon Ausspielen können". Ich frage mich bis heute ob die Lager auf dem Mythodea eigentlich weiter entfernt sind als sie dass tatsächlich sind .

  8. #8
    Lise
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    Ah okay, vielen Dank für die Antworten. Dann geht es doch "toleranter" zu, als uns die Jungs weismachen wollten. Und auch der Barbarin steht zumindest das nicht im Wege.

  9. #9
    Gerwin
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    Wobei man zugegeben muss das Barbar(innen) je nach Spielauffassung ein Sonderfall sind. Es kommt halt immer drauf an was für eine körperliche Konstitution jemand schon ohne Training mitbringt.

  10. #10
    Lise
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    Ja, ich weiß, über Barbaren kann man viel sagen.
    Wie ich das verstanden habe, soll das ein leicht gerüsteter ("Was tot ist, schlägt nicht zurück") Diablo2-ähnlicher (also, von der Grafik her... äh, vom Stil) Wilder sein. Eigentlich würde sie lieber einen männlichen Barbaren spielen, aber das geht beim LARP leider schwer.
    Was das Kämpfen angeht, so fehlt ihr "nur" die Kampferfahrung mit den Latex-Waffen, weil wir uns noch keine besorgt haben.

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