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  1. #1
    Turis
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    Psychologie zu modern?

    Hallo,

    momentan denke ich darüber nach einen Gelehrten (evtl Magier) mit Spezialisierung auf Geisteskrankheiten zu spielen (Fäntelalter). Ein Freund von mir würde mich als Lehrling unterstützen. Jedenfalls denke ich über die Umsetzung nach und frage mich, was gefühlt zu modern wäre. Denn laut Wikipedia ist z.B. Psychoanalyse "eine psychologische Theorie, die um 1890 von dem Wieder Neurologen Sigmund Freud begründet wurde", wobei schon ab 1809 versucht wurde die Psychologie als Wissenschaft zu etablieren. Beide Zeitangaben sind natürlich fürs Fäntelalter zu nah an der Gegenwart, was aber nicht unbedingt das Konzept ausschließen muss, finde ich.

    Ich würde euch gerne nach eurer Meinung bezüglich folgender konkreter Beispiele bitten. Zu modern oder gefühlt noch ok?

    1) "Er leidet eindeutig an der Eremophobie" (Fachwörter benutzen)

    2) "Die Ursache für ihre Klaustrophobie ist in der Zeit kurz vor ihrer Geburt zu finden" (Bezug zur Kindheit nehmen)

    3) "Seine Taten rühren von einem starken inneren Zwiespalt her. Man sieht deutlich an seiner Mimik, wie Triebe und Gewissen miteinander kämpfen" (vereinfachte Ich, Über-Ich, Es-Aufteilung)

    4) "Reibe täglich deine Hand mit dieser Salbe ein und deine ständige Gier nach fremden Eigentum sollte gebremst werden" (Verabreichung sinnloser Medikamente (OT sinnlos, IT->Opferregel))

    5) Hypnose, evtl als Darstellung für Wahrheitszauber mit Pendel, Räucherzeugs etc

    6) Messungen vornehmen wie Kopfumfang, Pulsschlag... vielleicht finden sich noch irgendwelche abstrusen Messgeräte.

    7) Priester um Exorzismus bitten, wenn es anscheinend keine Krankheit, sondern eine Bessenheit ist.


    Vielen Dank schon mal für eure Einschätzungen. Über weitere Ideen und Beispiele würde ich mich natürlich auch freuen.

    Grüße

  2. #2
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    Nein, das finde ich zu neuzeitlich. Psychoanalyse etc. wäre ein absolutes No-go, auch in Ansätzen (nicht "gefühlt", sondern tatsächlich modern ). Nr. 4 wäre okay, der Rest nicht.

    Die Beschäftigung mit Geisteskrankheiten an sich ist schon etwas zwiespältig, dafür müsste man dann ein gutes Fantasykonzept finden.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
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  3. #3
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    5+7 wird so oder ähnlich schon bespielt.

    Mein Erfahrungsschatz:
    5. Eine Geisterreise mit Hilfe einer Schamanin. Auch Räucherzeugs, Trommeln, ruhige Stimme. Sehr schön, sehr stimmungsvoll. Wenn auch nur ein Spiel für zwei. Hypnose oder Wahrheitszauber bei mehreren stell ich mir aber auch sehr Kräfte zehrend vor.

    7. Auf dem CoM wurden einige Spieler von den NSCs umgedreht, so daß sie in die eigene Schlachtreihe liefen. Da wurden ein, zwei auch ins Lager geschafft, zum Ritualplatz und dort wurde die Besessenheit raus ritualisiert.

    Die zwei Dinge wären also nicht neu.

    Echte Fremdwörte für Krankheiten fänd ich persönlich jetzt störend. Nimm doch die deutschen Wörter, oder denk Dir welche aus. Diagnosen anhand von Körperhaltungen etc. zu machen, fänd ich gut. Vor allem, wenn Du grad mit Deinem Lehrling unterwegs bist. So von wegen "Den nächsten analysierst Du bitte mal. Schau ihn Dir genau an. Was siehst Du? Was folgerst Du daraus? Was hab ich Dir beigebracht?"

    Vielleicht findest Du auch "lustige" Behandlungsmethoden aus Psychiatrien von anno tuk. So Leute im Kreis rumdrehen um irgendwelche Geisteskrankheiten zu heilen. Oder Du mischt die Psychoanalyse mit der Phrenologie vom Lombroso zusammen. Kopfvermessen und diverse psychische Krankheiten ablesen.

    LG
    Benutzer755
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  4. #4
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    Also ich finde Psychologie auch zu modern...

    Ich mag es, dass in "meiner Welt" jemand der einen an der Klatsche hat eben verrückt ist und man sich damit begnügt. Dann ist er meinetwegen besessen, verflucht oder sonst was...

    Es wird mMn eh schon viel zu sehr mit modernen Vorstellungen von Krankheit und Medizin gespielt.

    Da dann lieber wirklich die magische Drogenreise zum Ich als die Analyse auf der Ledercouch (übertrieben gesprochen)

    2) "Die Ursache für ihre Klaustrophobie ist in der Zeit kurz vor ihrer Geburt zu finden" (Bezug zur Kindheit nehmen)
    Hie rals Beispiel: Schon alleine das Erkennen einer "idiotischen Feigheit" als Krankheitsbild würde mich so massiv stören, dass ich wahrscheinlich gehen und dich als anderen Sandkasten wahrnehmen würde.
    Dann doch lieber selbst mulmig sein, weil in diesem Raum irgendwas nicht stimmt. Da müssen Geister und Dämonen die Furch auslösen.
    Oder der Kerl hat einfach Angst vor Mauern...

    Grüße
    Aeshma

  5. #5
    Dennis
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    Jetzt ist gerade Psychoanalyse nach Freud das Psychologie Klischee schlechthin. Aber auch andere Schulen kommen mir viel zu modern vor. Es hakt schlichtweg an dem systematischen Zugang zu Geisteskrankheiten. Ich habe bei sowas lieber die gehörige Portion Aberglauben mit drin. Und die Überzeugung, dass "irre sein" seine Ursachen ganz in der Person selbst hat und wahlweise auf Besessenheit, göttliche Strafe, Hexenflüche oder sonstwas zurückzuführen ist.
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  6. #6
    Turis
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    Okay, danke für eure Antworten. Ist wohl einfach das falsche Genre.

  7. #7
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    Fürchte ich auch.
    Was ich mir vorstellen könnte, wäre ein Magier, der nach Regelmäßigkeiten forscht. "Besessenheit? Meiner Erfahrung nach sind davon überdurchschnittlich viele Personen betroffen, die [X] als körperliches Merkmal besitzen." Das wäre aber natürlich weit weg von Psychologie und eher... empirischer Mystizismus oder so.
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  8. #8
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    Hmm, okay, also ehrlich gesagt geht es mir darum insbesondere den Fanatismus IT zu erforschen, da unser Hintergrundland ein Problem mit einer fanatischen Sekte hat, die unsere Bevölkerung missioniert. Es gibt bereits ein IT-Kooperationsprojekt von zwei Akademien bei dem es darum geht ein "Heilmittel" gegen den Fanatismus zu finden und da wollten wir gerne mit unseren Gelehrten anknüpfen um auf den Akademietreffen eben auch etwas vorstellen zu können, was wir konkret auf unsern Reisen getestet haben.
    Aber das reicht nicht für einen glaubwürdiges Gelehrten/Magier-Konzept, auch wenn es das ist, was mich eigentlich daran reizt. Spezialisierung auf Geistesbeeinflussung passt am ehesten, aber wer sich mit Beeinflussung beschäftigt, der kommt meiner Meinung nach kaum an Psychologie vorbei...

  9. #9
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    Mir wäre einiges davon auch zu modern, 4) und 7) wären kein Problem, 5) grenzwertig-ambientig (ich denke bei Hypnose, Seancen&co an viktorianische Scharlatane, nicht (pseudo-)mittelalterliche Heilkunde).
    Phrenologie (6) ) fände ich sogar noch ein wenig unproblematischer als Freud, weil's eben bekannterweise Humbug ist, dürfte aber vielen auch zu modern sein.

    Das Problem liegt in meinen Augen nicht in der psychologischen behandlung an sich, sondern größtenteils am "wie". Es wäre kein Problem, Fremdwörter zu benutzen - aber nimm eigene, statt die modern-medizinischen, oder wirklich gefühlt alte Worte. Es wäre kein Problem, jemanden psychologisch zu behandeln, nur benutzt Du dafür besser eine eigene Vorstellung von der Weise, wie der Mensch funktioniert. (Bedien Dich meinetwegen bei Scientology, und die Störungen im Kopf werden von aufgefangenen Seelen von Außer...äh...weltlichen Wesen verursacht, die auf bestimmte Weise aus dem Körper gesogen werden müssen).
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  10. #10
    Aeshma
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    es dürfte zwar klar sein aber auch hier sollte man abstrahieren, da es vielleicht doch den ein oder anderen gibt der die Syntologielehre kennt und dich entweder als Mitglied derer abstempelt, oder sich als Mitglied verarscht fühlt.

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