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  1. #1
    vanchaa
    vanchaa ist offline
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    richtig reagieren. Ein Anfänger stellt Fragen.

    So von meiner ersten Con hab ich doch einige Fragen mitgebracht.
    Kurze info: Schlachten-Con.

    Also die Fragen wären:

    In der Schlacht gabs n Bogenschützen kampf. Ich selbst stand nem Ork gegenüber. Ich weiche 1-2 anfliegenden Pfeilen aus, komme mir selbst aber dabei ziemlich doof vor, weil sich die Orks haben treffen lassen. Ist sowas überhaupt gern gesehen, einfach vor nem Pfeil weghüpfen?

    2. Nach der Schlacht im eigenem Lager liegen noch Verwundete Feinde am Boden und ziehen noch Messer etc. was macht man hierbei? Ich hab andere gesehen die "Todesstöße" verteilt haben (halt ohne Ansage)... was wäre hierbei das richtige?

    3. Plündert man wirklich Leichen/Verwundete Gegner nach Gold?

    Ich denke das wären alle Fragen die ich immoment hab. Ich hoffe ihr könnt mir einigermaßen helfen.

  2. #2
    Chevalier
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    1. Pfeile: würde ich sagen kommt darauf an, wie die geschossen sind. Ich weiche meistens reflexartig aus "da kommt was geflogen ich will nicht getroffen werden", aber eigentlich würde ich sagen wäre treffen lassen das korrekte. Echte Pfeile fliegen viel zu schnell zum Ausweichen und ich spiele ja normalerweise keinen Superhelden.

    2. Kommt drauf an was für Feinde das sind. Sind das halt NSC, also generische"Räuber", Orks, Soldaten des bösen Nekromanten oder ähnliches darf man durchaus "Todestöße" setzen würde ich sagen. Ist es einfach ein Kampf gegen andere Menschen, die genauso wie ihr vielleicht nur für einen Fürsten kämpfen und es ist normaler Krieg ist es moralisch vielleicht auch fragwürdig, aber Krieg ist nicht unbedingt sauber. Sind es aber echte SC auf einem Schlachtencon sollte man das unterlassen.

    3. ich habe immer extra etwas dabei falls jemand meint das machen zu müssen. Normal ist es aber nicht gerne gesehen Leute entsprechend abzugrabbeln, besonders Mädels abzutasten nach sowas kommt nicht immer gut. Und sowas wie Stiefel ausziehen "um sie wegzutragen" oder sowas geht gar nicht in meinen Augen. Bei manchen Cons wird extra angesagt, ob die Gegner was zum Plündern dabei haben, aber das ist nicht wirklich üblich.
    ...
    Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)

  3. #3
    vanchaa
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    2. Hm schwer zu sagen bei Orks. Kamen mir eher wie Spieler vor...

    3. Gut zu wissen. Das man Mädels nicht einfach angrabscht versteht sich denk ich von selbst. Selbst wenn man den ach so bösen Räuber/Dieb/Gesindel was auch immer spielt.
    Ich hab mich ja auch "plündern" lassen... mein gut verdientes erstes Silber :-x Wars aber Wert glaubt mir :lol:

  4. #4
    Gerwin
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    Echte Pfeile fliegen viel zu schnell zum Ausweichen und ich spiele ja normalerweise keinen Superhelden.
    Nur am Rande...dass ist eine sehr interessante Frage. Auch wenn ich Chevalier generell recht gebe ist die Aussage so nicht ganz richtig. Je nach Entfernung ist es durchaus möglich einen Pfeil auszuweichen. Und normalerweise werden echte Pfeile ja nicht auf Larpdistanz eingesetzt sondern eher als "Feldbeschuss". Die große Frage wäre:

    Legt man hier einen eher realistischen Standard an (das bedeutet, der Bogenschütze ist für gewöhnlich nicht 5-10 Meter sondern eher 50 Meter plus entfernt..hier ist ausweichen gut möglich) oder will man einen eher "larptypischen Standard" (hier fliegen eben die Pfeile sehr langsam. Man sollte aber dennoch nicht unbedingt ausweichen). Der Vergleich zu echten Pfeilen hinkt halt ein wenig da ein Bogenschütze der mit echten Pfeilen schießt im Regelfall ganz anders schießt als ein Larpbogenschütze.

    Zum "abtasten": Das funktioniert so lange eine gewisse Distanz gehalten wird (im Regelfall eine Handbreit) eben dargestellt sehr gut. Problematisch wird die Sache eigentlich erst wenn man jemanden wirklich berührt. Aber generell würde ich nicht unbedingt anfangen zu plündern...ich sehe dass zumindest auf den von mir besuchten kleineren Veranstaltungen eher als untypisch.

    edit: Im allgemeinen halt dich aber lieber an das was Chevalier sagt. Die Sache mit den Pfeilen habe ich mich nur schon immer mal (eher theoretisch) gefragt.

  5. #5
    Awatron
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    Ausweichen ist halt der natürliche Reflex. Aber mann kann ja auch auf einen Pfeil reagieren, der einen nicht getroffen hat.
    Intoleranter Besserlaper (Harter Kern)

  6. #6
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    Auf jeden Fall hast du schonmal drei Punkte gefunden, die alles andere als selbsterklärend sind und zu denen es einige Kontroversen gibt. ;-)

    Bei den Pfeilen ist das meiner Ansicht nach Geschmackssache. Man kann ausweichen, man kann sie auch "schlucken", beides ist ok. Worauf man hingegen auf jeden Fall verzichten sollte ist, die Dinger mir der Hand oder Waffe aus der Luft zu schlagen, das ist nicht nur unrealistisch, sondern kann die Pfeile auch beschädigen.

    Was die Todesstöße angeht, so gibt es da recht unterschiedliche Spielauffassungen, und leider spielt das ganze manchmal leicht ins Paradoxe.
    Grundsätzlich kann man wohl sagen, dass man sowohl als Spieler als auch als NSC immer auf der sicheren Seite ist, wenn man grundsätzlich keine Todesstöße setzt, selbst wenn diese in den Regeln vorgesehen sind. Denn auch wenn es durchaus viele Leute gibt, die den abstrakten Regelmechanismus des Todesstoßes gutheißen, so wird die tatsächliche Anwendung von der überwiegenden Mehrheit abgelehnt, insbesondere, wenn das ganze als "übermäßig" oder "ungerechtfertigt" empfunden wird. Da man durch einen unterlassenen Todesstoß meist keinerlei Nachteile hat, ein durchgeführter Todesstoß hingegen recht schwere Einschnitte in das Spiel des Opfers bedeutet, würde ich da im Zweifelsfalle immer lieber darauf verzichten.

    Allerdings gehe ich in dieser Argumentation davon aus, dass die meisten
    Spieler umgekehrt das Unterlassen eines Todesstoßes nicht zu ihrem Vorteil ausnutzen, und so Sachen wie sich totzustellen um dann hinterrücks mit einem Dolch loszumessern gelten in meinem Umfeld als ebenso unfein wie das Setzen von Todesstößen. Falls die Orga (und die Mitspieler) da also tatsächlich auf kompromisslos geführtes Fertigkeiten-Anwendungs-Spiel Wert legen und damit den Todesstoß nicht nur dulden, sondern explizit wünschen, sieht die Sache natürlich anders aus.

    Zu bedenken ist auch, dass der "Todesstoß" ein rein OT stattfindendes Regelkonstrukt ist, und deswegen in der Vorstellungswelt eines Larpcharakters keine Rolle spielen sollte. Wenn mein Charakter jemanden über den Haufen schießt oder mit der Axt niederschlägt geht er recht selbstverständlich davon aus, dass derjenige daran sehr wahrscheinlich versterben wird, und dem Hilflosen dann noch auf dem Schlachtfeld den Kopf von den Schultern zu säbeln oder ähnliches Metzgerhandwerk wäre meinen Charakteren völlig fremd.

    Was das Plündern angeht, so bewegt man sich auch hier in dem schwierigen Grenzgebiet zwischen OT-Gegebenheiten (in dem jeder Herr seiner Ausrüstung ist und niemandem Schaden durch entwendetes Eigentum zugefügt werden sollte) und IT-Gegebenheiten (in dem Leichenfleddern und das Erbeuten von Geld, Waffen, Proviant und Kleidung ein naheliegender Gedankengang ist).
    Ich persönlich löse das so, dass meine Charaktere entweder entweder nicht plündern, oder, in Fällen, in denen das wichtiger Teil des Charakterkonzepts ist, ich das Plündergut selber stelle und auf dem Schlachtfeld erst ins Spiel bringe. Das hat auch den Vorteil, dass man deutlich eindeutiger und auffälliger spielen kann, indem man eben freudestrahlend z.B. mit einem Paar neuer Schuhe oder einem feinen Ring (komplett mit Finger) aus der Schlacht zurückkommt.

  7. #7
    Theras
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    Ich persönlich "belohne" Bogenschützen, die einen Pfeil auf mich abfeuern eigentlich immer mit einem ausgespielten Treffer, auch wenn es sich nur um einen "Streifschuß" handelt, bzw. ich im Getümmel reflexartig ausgewichen sein sollte (was gelegentlich ja vorkommt). Ebenso würde ich handeln, wenn ich eine Rüstung hätte, die realistisch betrachtet einen Pfeilschuß höchstwahrscheinlich abhalten würde (gehärtete Brustplatte, z.B.). Begründung: Ich halte Bogenschützen generell für benachteiligt, OT-Aspekte bedingen, dass Pfeil und Bogen nicht so eingesetzt werden können, wie es in der Realität der Fall ist (Sicherheitsaspekte, Reichweite, Pfeilgeschwindigkeit). Ich hatte während meiner bisherigen Larpkarriere erst einmal das Vergnügen, in einen klassischen, ballistisch geschossenen Pfeilhagel zu geraten, in diesem Fall ist das Benutzen von Schilden um sich zu schützen natürlich völlig ok.

    zum Thema Todesstoß: Wie Cartefius schon sagte, ist ein Todesstoß OT. Fand es schon immer relativ merkwürdig, nach einem Kampf den gefallenen Feinden "aus Sicherheitsgründen" nochmal die Kehle durchzuschneiden oder ähnliches. Auch hier sollte man realistischerweise davon ausgehen, dass Leute die von Nahkampfwaffen verletzt wurden, sich nicht einfach tot stellen und etwas später mopsfidel aufspringen können. So-tun-als-ob-man-getroffen-wurde-und-später-aufspringen-Kriegslisten sollten wegen mangelnder Darstellbarkeit ebenso unterlassen werden (Unter mangelnder Darstellbarkeit meine ich hier: es gibt keine Möglichkeit, die Darstellungen von Verletzten/Toten von nur scheinbar Verletzten/Toten zu unterscheiden). Ich bevorzuge da auch als NSC das direkte Verletztenspiel mit Blut spucken, Schreien, Wimmern und auf dem Böden wälzen. Ich bin außerdem der Meinung, dass "normal intelligente Gegner" ebenso wissen sollten, dass es in einer Fantasywelt durchaus Möglichkeiten einer sehr schnellen Heilung gibt. Ist wirklich toll, als verletzter Bösewicht bei den sehr häufig vorkommenden Pazifisten -Priestern, -Elfen, -Kräuterfrauen um Hilfe/Heilung zu betteln. Gibt manchmal die wunderschönsten Debatten mit den ebenso häufig anzutreffenden Lichtfaschos...

    Zum Plündern: Unterlasse ich meistens, hat irgendwie was von einem Computerspiel, aber das ist nur meine persönliche Meinung. Bei bestimmten Konzepten würde ich Cartefius Spiel ganz toll finden.

  8. #8
    Chevalier
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    Also Theras, zumindest deiner Todesstoß-Interpretation widerspreche ich vehement. NSCs zu töten, die verletzt am Boden liegen, also das heißt nochmal das Schwert in den Körper rammen zum Beispiel, kann sehr wohl einer IT-Strategie folgen. Die meisten NSCs, gegen die man kämpft sind ja irgendwelche generischen, namenlosen Gegner. Das sind dann auch meist "böse™" Personen, die sich bei einer Gefangennahme standhaft weigern irgendwas zu verraten.

    Und es war immer schon eine anerkannte Schlachtfeldstrategie den Gegner zu töten, wenn er ebenso erbarmungslos und/oder sogar verbrecherisch ist. Man spart sich Gefangenenwärter udn deren Versorgung (nicht, dass irgendwelche dummen Heiler ihre ressourcen auf diese Mistkerle verschwenden, anstatt mich zu heilen, wenn ich es benötige und sie dann keine Verbände und sonstige Versorgungsmittel mehr haben!). Und man erleichtert durchaus auch dem NSC das Leben, der dann eben gar nicht auf dumme Ideen wie aufspringen und Meuchelmordversuche kommt.
    ...
    Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)

  9. #9
    EricPoehlsen
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    Es kommt schon einmal vor, dass man aus Reflex vor einem Pfeil zur Seite springt. Man sollte einfach versuchen, das nicht zur Gewohnheit zu machen. Wie schon erwähnt, wenn man der Meinung ist, dass das eigentlich ein satter Treffer gewesen wäre, dann kann man den natürlich trotzdem noch ausspielen.

    Von Todesstoßgeschichten halte ich persönlich eher wenig, weder gegenüber Spielern, noch gegenüber NSC. Es hat als theoretisches Konstrukt und Konzept durchaus seine positiven Seiten, wurde aber einfach in der Vergangenheit zu oft und zu wenig umsichtig eingesetzt.

    Plündern ist ein verdammt schwieriges Thema, ähnlich wie das 'dieben'. Ich würde einen anderen Spielercharakter nicht beplündern. Allerdings war ich auch schon plotrelevanter NSC, mit diversen Dingen in den Hosentaschen, der ungeplanterweise von einem SC getötet wurde (auf der Toilette der Hals aufgeschlitzt, sehr unfreundlich). Worauf ich damit eigentlich raus will. Einen toten NSC, wenn er nicht gerade Räuber#5 oder Untoter#17 ist, kann man ja kurz fragen ob man ihn durchsuchen kann. Er wird entweder ja oder nein sagen oder etwas herausrücken.
    ... und fragen kann man auch einen SC ...

  10. #10
    Nount
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    Zu Pfeilen: Ich finde Treffenlassen besser - soo weit stehen die Bogenschützen ja meist nicht entfernt. Aber wenn man jetzt reflexhaft ausweicht, ist das auch kein Weltuntergang. Man sollte nur keinen Sport draus machen, irgendwann wirds albern

    Zu Todesstößen: M.M.n. überflüssig. Wenn jemand auf dem Boden liegt und mit dem Messer nach dir stochert, kann man zur Not immer noch normal zuschlagen (aber vorsichtig; dabei kanns leicht Kopftreffer geben, weshalb ich diese "Bodenkampftaktik" besonders dämlich finde). So blöd es klingt - irgendwann sind dessen Rüst- und Lebenspunkte alle und dann ist er außer Gefecht gesetzt, ohne dass man gleich den Todesstoß eingesetzt hat.
    Auf was für einem Con warst du denn da, dass man die SCs nicht von den NSCs unterscheiden konnte?

    Zum "Leichenfleddern": Kommt drauf an, ob's zur Situation und zum Charakter passt. Auf vielen Cons haben die Charaktere wirklich andere Sorgen als ein, zwei zusätzliche Münzen zu ergattern.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

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