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  1. #21
    Harald Ösgard
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    Hardcore Poster Avatar von Harald Ösgard

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    Die geringsten Probleme wird es wohl IT geben. Eine körperliche Beeinträchtigung ist ja nun absolut nichts, daß nicht immer schon die Menschheit begleitet hätte, von daher reden wir ja nicht darüber, etwas "modernes" auf Krampf integrieren zu müssen.

    Wie man ja auch schon an der Tendenz dieses Threads sehen kann, die wahren Probleme liegen alle im OT Bereich, also das "ganz alltägliche" Zusammentreffen von unterschiedlichen Ansprüchen bzgl. Fortbewegung, Sanitäreinrichtungen, etc...

    Da würde ich allerdings in der Tat auf die bestimmt zahlreich vorliegenden "normalen" Erfahrungen aus dem Leben zurückgreifen, die Du ganz sicher genügend hast. Wenn es Euch gelingt, die normalen OT Angelegenheiten zufriedenstellend abzuklären (so wie wenn es ein ganz normaler Urlaub wäre), dann ist der spezifische LARP Teil sicher nicht mehr das große K.O. Kriterium.

    Womit natürlich nicht gemeint sein kann, daß man dann "ganz normal wie alle" rumlarpen könnte... Das kann man mit Kleinkind, Hund, eifersüchtiger Freundin, als Minderjähriger, etc. etc... aber auch nicht...

    Aber wie eingangs schon gesagt: Eine geeignete Rolle und ein entsprechend angepaßtes Spiel sollte sich IT immer finden lassen.... mal von der "Sturm der Berserker" Con abgesehen...

  2. #22
    stephan_harald
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    Hallo,

    Schwieriges Thema. Cons wie CoM und Co denke ich könnten schwierig werden, da eben nur Gelände und Wiese. Toiletten halt Container und Dixies...alles nicht barrierefrei (ggf. Beim Veranstalter Anfragen ob es doch was in der Richtung gibt) ,sehr bewegungslastig.

    Aber Du als Vater weißt bestimmt am ehesten was geht und was nicht, daher um da genauer etwas sagen zu können müsste man von Dir erst mal die zwingend notwendigen Grundvoraussetzngen kennen.

    Stephan

  3. #23
    Menk
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    Grünschnabel

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    Ernsthaft, was spricht gegen eine Abenteuercon?
    Abgesehen davon, dass viele auf Zeltwiesen stattfinden.

    Vorrausgesetzt die Location gibt das her, dass ein halbwegs ebenerdiger Vorplatz, Tavernenbereich und Schlafbereich mit Rollstuhl erreichbar sind, dann spricht in meinen Augen da nichts gegen eine Abenteuercon zu besuchen. Die Einschränkungen sind den Betroffenen doch klar. Das ein Rollstuhlfahrer keine Kämpfe bestreiten oder auf den Friedhofsberg hockkrackseln kann.

    Wohl aber in der Rolle eines Alchemisten im Tavernenbereich oder bei gutem Wetter auf dem Vorplatz. Irgendwelche Gifte treten im Plot auf, der Informationsfluss liegt mal wieder brach oder ganz simpel Lagerfeuergeschichten sind doch alles Sachen die man auch mit Einschränkungen auf Abenteuercons mitmachen kann. Wir haben bei uns schon Leute gehabt, die keine großen Strecken schaffen oder im Fall von Alchemisten auch gar nicht wandern wollten. Abenteuer sind nicht nur im Wald und wenn man von Alchemisten als Orga weiss die Spiel aufbauen wollen, dann berücksichtigt man diese bei einer 35 Leute Con.

    Der einzige Unterschied besteht halt in der Vorbereitung. Man muss sich dann halt bei der Location UND bei der Orga melden. Am sinnvollsten ist da ein Gespräch um Missverständnissen vorzubeugen und Möglichkeiten aufzuzeigen. Da kann dann auch in Bezug auf den Plot eine Aussage gemacht werden, ob die Teilnahme sinnvoll wäre oder ob es mit den Einschränkungen auf Ambiente hinaus läuft.

    Ich würde Abenteuer nicht grundsätzlich streichen, sondern durchaus in Betracht ziehen wenn das Umfeld gegeben ist.

    Zum Zimmer: Ja es gibt Leute denen Pflegefälle unangenehm sind. Die direkte Nähe muss auch niemanden aufgedrängt werden. Wenn man den Umgang nicht gewohnt ist, muss man die Möglichkeit haben sich damit zu klimatisieren, schließlich ist der Conbesuch auch ein unverfängliches Spiel für Leute die sich dabei unwohl fühlen. Ich kann da aber aus Erfahrung sprechen, dass das Unwohlsein sich sehr schnell legt wenn man erlebt wie diese Leute sich im Alltag behaupten. Ich habe da auch zugenüge erlebt, dass der Gemeinschaftssinn durchgriff und für das Miteinander Leute nicht aufgefordert werden brauchten um zu Helfen. Aber dazu braucht es eine Kennenlernzeit und das darf nicht durch Zwang entstehen.
    Sprich, man nimmt ein Zimmer bei dem man mit den Mitbewohnern die Umstände klärt. Das mache ich genauso wenn es sich um jemanden mit Immunschwäche handelt und jemand mit Erkältung ankommt (man lernt draus...) und auch wenn jemand eine Krücke wegen Übergewicht braucht und schnarcht.
    Man kann sich nicht um alles als Orga kümmern, aber gravierende Einschränkungen zu berücksichtigen sehe ich als machbar an, solange dies nicht für selbstveerständlich genommen wird.

  4. #24
    Gerwin
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    Ernsthaft, was spricht gegen eine Abenteuercon?
    Vieles. Es passt, wie bereits des öfteren erwähnt, häufig nicht mal IT besonders gut. Niemand würde eine so eingeschränkte Person mit einer Sänfte rumtragen lassen, durch ein irgendwie gefährliches Gebiet. Ausserdem....ist die überlegung doch eine ganz einfache:

    Jemand eingeschränktes (in welcher Art auch immer) will larpen. Dass ist schön. Im Gegensatz zu anderen Hobbies welche eine höhere körperliche Leistung voraussetzen gibt es Larpsparten in denen ich mich gar nicht bis kaum bewegen muss...und in denen man auch für gewöhnlich nicht angegriffen wird. Diese Sparten sind für gewöhnlich keine "Abenteuercons" oder "Schlachtsimulationen" sondern eben Ambiente oder Akademiecons.

    Nur sind wir uns hoffentlich bei aller politischer Korrektheit darüber einig dass weder ein querschnittsgelähmter noch eine blinde Person in der Nähe von unübersichtlichen Kampfsituationen etwas zu suchen hat. Wenn nun jeder auch nur für 5 Minuten nachdenkt und sich überlegt "ahhhh ich will larpen, ich kann aber nicht kämpfen und bin auch für meine Mitspieler in Kampfnähe eine Gefahr/Behinderung" und "hmm..es gibt Cons auf denen so etwas nicht vorkommt" zusammenzählt erhält die betreffende Person recht bald das richtige Con. Und dass heißt nun einmal nicht "Mythodea" oder "Abenteuercon". Wenn man sich nun natürlich auf die Hände stellt, mit den Arsch wachkelt und dabei furzt "Wie, kein Mythodea für Querschnittsgelähmte? DISKRIMINIERUNG!" ist es etwas schwierig eine Lösung zu finden.

    In wie fern eine Jugendherberge nun behindertengerecht ist, und welche Anforderungen da genau erfüllt werden müssen weiß doch am Ende der TE besser wie jeder von uns. Von daher gesehen hilft insofern nur ein vorheriges anfragen. Ein Larpgelände welches zertifiziert "behindertengerecht" ist wäre mir nicht bekannt. Würde sich auf Grund der doch sehr geringen Zahl querschnittsgelähmter Menschen die auf die Idee kommen "hmmm...Larp ist toll" zumindest aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch nicht lohnen.

    Abenteuer sind nicht nur im Wald und wenn man von Alchemisten als Orga weiss die Spiel aufbauen wollen, dann berücksichtigt man diese bei einer 35 Leute Con.
    Interessante Theorie übrigens. Würde ich zwar generell auch so sehen...aber am Ende läuft sie leer. Warum sollte eine Orga jemand eingeschränkten mehr einbinden und Spiel mit ihm forcieren..als jemand nicht eingeschränkten? Wenn ich auf einen Abenteuercon bin habe ich eigentlich keine Lust auf großartige Lagerfeuergeschichten, zeitgreifendes (!) Ambientespiel oder ähnliches. Dann will ich eben Abenteuerambiente. Auf einen Con mit geringerer Plotdichte und mehr Zeit sich auch mal mit seinen Mitspielern zu beschäftigen...sehe dass anders aus. Eine Forcierung der Orga an diesen Punkt fände ich aber eher störend.

  5. #25
    Tala_Pran
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    ich relativiere meine Wortmeldung.

    Ein Mitspieler, der weswegen auch immer, nicht überall hin mitkommen kann, lädt zur Interaktion ein, weil ihm erzählt werden kann/muss/soll, was wann wo passiert ist.

    Nach einigem Nachdenken, sehe ich planungstechnisch überhaupt kein Problem, das als SL einzubauen. Wir hatten bereits jemanden mit Sehbehinderung und einen authistischen Mitspieler. Dann sollte Einschränkung in der Mobilität ebenso handhabbar sein.

    Wie schon erwähnt wurde, muss der Alltag auch gemeistert werden. Und der ist weniger planbar, als der Plot eines LARPs. Trotzdem bleibe ich bei meinem Rat, dass eher kleinere Cons oder Einladungsspiele geeignet sind.

    Einschränkungen in der Rollenwahl trifft eigentlich auf jeden LARPer in irgendeiner Weise zu.

  6. #26
    Menk
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    Kleinere Cons sindd auch mein Ratschlag.

    @gerwin
    Ich beantworte dir die Frage als Orga: Ich will das auf meinen Cons alle Spaß haben. Manch einer ist nicht so fantasievoll sich seinen Plot mitzubringen. Der bekommt mehr "Aufhänger" als andere von denen ich weiss, dass sie sowieso Plotmagnet sind

    Auf meinen Cons bleiben die Kids im Spielerlager fern der Schlachtwiese weil es mit den Eltern abgesprochen ist. Sie kriegen extra Kämpfe und Cons werden ausdrücklich mit Altersempfehlungen ausgeschrieben so dass man auf Cons gehen kann wo Kinder sind, wenn man Kinder mag und andere wiederum ohne Kinder. Kampfbeteiligung haben die Kids keine, aber im Plot sind die mehr drin als die Hälfte der Spieler.

    Eine sehr gute Freundin hat nur 20% Sehfähigkeit. Nachts ist sie blind. Sie weiss das sie nachts das Lager nicht verlassen darf wenn der Con Kämpfe beinhaltet (Begleitung ausgenommen). Tagsüber darf sie bei kleineren Kämpfen mitmachen (NSC) und bei Schlachten ist sie bei den Ritualen und Heilern dabei. Es gab noch keine Probleme in den letzten drei Jahren.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Alkoholisierte Larper sehe ich da als größeres Problem in Kämpfen an. Der Unterschied zwischen einem betrunkenen Krieger und einer eingeschränkten Person ist: der Betrunkene kann sein Handeln nicht nüchtern durchdenken.
    Ich kenne keine einzige Con in 10 Jahren Larp wo jemand wegen Alkoholkonsum ausgeschlossen wurde (bei mir gabs Verwarnungen ohne Wiederholungfall). Soll ich jetzt Alkohol auf Cons verbieten weil Betrunkene nicht in mein Bedrohungsszeenario rein passen?

    Ich hoffe der Vergleich wird nicht falsch aufgenommen. Ich möchte nur verdeutlichen, dass ich die Auffassung trage, dass der allergrößte Wert dieses Hobbies darin besteht, dass es die Fähigkeit hat Leute aller Bevölkerungsschichten und Kulturen zu vereinen ohne dass man Leute ausschließt. Grade im Fantasy gibt es nun wirklich genug Begründungsmöglichkeiten für alles. Und da wo sie nötig sind, akzeptier ich sie ohne zu fragen.
    Außerhalb des Spiels bleibt ein Mensch ein Mensch und dieser unterliegt seinen Einschränkungen. Manche Leute können nicht kochen, manche verstehen nicht wie man miteinander statt gegeneinander spielt und andere sind Mobilitätseingschränkt. Keiner von denen muss bei passender Infrakstruktur und gutem Willen sich ausgeschlossen fühlen.

  7. #27
    Rode
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    Vieles. Es passt, wie bereits des öfteren erwähnt, häufig nicht mal IT besonders gut.

    Das ist eine blödsinnige Aussage. Alles kann passen, wenn man es will. Gerade im IT. Dafür ist LARP doch da.

    Nur sind wir uns hoffentlich bei aller politischer Korrektheit darüber einig dass weder ein querschnittsgelähmter noch eine blinde Person in der Nähe von unübersichtlichen Kampfsituationen etwas zu suchen hat.

    Wir sind uns dessen nicht bewusst. Einzig und allein der oder diejenige, die auf ein LARP will, muss sich der eventuellen Mühen und Beschränkungen bewusst sein.

    Zudem: Ein Abenteuercon ist mitnichten ein ständiges gekämpfe. Es geibt durchaus Möglichkeiten sich einzubringen ohne ein derber "Warrior" zu sein.

    Denn: Alles kann passen, wenn man es will. Gerade im IT. Dafür ist LARP doch da.

    Und was "Behindertengerecht" angeht: Der Alltag ist schon nicht behindertengerecht. Da muss man nun nicht noch zwanghaft Gründe erfinden, warum körperlich behinderte Menschen nun doch nicht auf ein LARP-Gelände gehen sollten.

  8. #28
    Gerwin
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    Ich beantworte dir die Frage als Orga: Ich will das auf meinen Cons alle Spaß haben
    Denk da jetzt mal gut drüber nach, nur einen Moment. Und wenn du zum Ergebnis kommst, du willst das wirklich...wo kann ich mich mit meinen beiden Pitbullterriern bei euch anmelden? Und wie sollen die eingebunden werden?

    Tagsüber darf sie bei kleineren Kämpfen mitmachen (NSC) u
    Bitte was? Ihr lasst jemanden mit 20 Prozent Sehfähigkeit (dir ist klar, Sehfähigkeit wird damit sie relevant wird MIT Sehhilfe gemessen..nicht ohne) an kämpfen...welcher Art auch immer teilnehmen? Dir ist klar, da freut sich die Haftpflichtversicherung nicht gerade. Und zwar weder meine wenn sie verletzt wird, noch ihre wenn sie jemanden verletzt.

    Soll ich jetzt Alkohol auf Cons verbieten weil Betrunkene nicht in mein Bedrohungsszeenario rein passen?
    Du sollst jeden Menschen der nicht mit Alkohol umgehen kann von Cons mit Bedrohungsszenarien ausschließen. Ja. Wenn ich mir abends ein Bier trinke oder auch zwei habe ich mich noch vollkommen unter Kontrolle (was ich aber nicht tun würde). Wenn ich abends 10 Bier trinke und mich dann mit "ODINNNN" ins Schlachtgetümmel stürze...habe ich mangels charakterliche Reife im Kampf nichts verloren.

    Ich möchte nur verdeutlichen, dass ich die Auffassung trage, dass der allergrößte Wert dieses Hobbies darin besteht, dass es die Fähigkeit hat Leute aller Bevölkerungsschichten und Kulturen zu vereinen ohne dass man Leute ausschließt
    Richtig. Auf entsprechenden Cons. Es gibt beim Larpen für jeden Einschränkung, Behinderung oder Makel die in der Gesellschaft auftreten die richtigen Cons. Oder sagen wir..fast jeden. Ein Abenteuercon ist nicht der richtige Ort für Blinde oder Gelähmte...sorry.

    Manche Leute können nicht kochen, manche verstehen nicht wie man miteinander statt gegeneinander spielt und andere sind Mobilitätseingschränkt
    Der Vergleich hinkt. Übels. Wenn ich auf Con nicht kochen kann..kocht halt wer anderer. Dass ist sogar historisch korrekt, und stört kein Schwein. Wenn ich einen falschen Spielstill habe....merke ich dass und spiele wo anders. Wenn ich weder IT noch OT wirklich auf ein Con passe da ich nicht laufen kann.....steh ich nicht einfach auf und laufe. Schön wäre es. Würde es keine Alternativen geben die man völlig ohne Probleme besuchen kann..ich würde dir recht geben. Zum Glück gibt es diese Alternativen. Von daher besteht kein Bedarf ein Standardabenteuercon zu besuchen. Von keiner der beiden Seiten.

  9. #29
    Rohan Trandoir
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    Danke für die vielen Wortmeldungen.

    Nun zur Sache.
    meine Tochter ist Körperbehindert...NICHT dumm. Natürlich weiß sie um ihre Einschränkungen. Das ist es ja was sie behindert. Und natürlich ist uns klar das sie weder an Kämpfe teilnehmen sollte (obwohl sie mit ihrem 160 kilo Rolli super chargen könnte *Ironie*), noch damit rechnen darf genauso auf dem CON zu agieren wie Menschen ohne Behinderung.
    Ob ein Abenteuercon oder selbst ein Schlachtencon automatisch ein Ausschlusskriterium für Menschen mit Behinderung sind wage ich zu bezweifeln. Lediglich die Art der Beteiligung sollte sich ein solcher gut überlegen.
    Zum Thema der alternativen Transportmöglichkeiten:
    @Gerwin Ich trage meine Tochter seit 18 Jahren...und weiß um die Gefahren die selbst das Schieben eine Aktivrollis mit sich bringen kann (Stichwort Straßenkanten). Meine Tochter hat sich schon diverse Male auf die Nase gelegt. Hey..das passiert.
    Ich und ganz bestimmt auch nicht Sie würde von irgendeinem Fremden, der offensichtlich Berührungsängste hat verlangen, sie zu tragen oder auch zu schieben. Dazu gehört Vertrauen. Bei einer Sänfte oder besser Rikschalösung wäre das Problem auch nicht so groß.

    Die Unterbringung: Da ist nicht das Problem der Pflege das Entscheidende. Meine Tochter hat (noch ) volle Kontrolle über all ihre Muskeln. Nur diese funktionieren halt nur noch zu 15 % zufriedenstellend (an den Extremitäten). Ich kann sie tragen (sie wiegt gerade mal 50 Kilo), zur Not sogar einarmig. Das Problem ist hier eher die natürliche Scham. Sie ist eine Frau und würde niemals (im Moment zumindest) mit fremden Männern ein Zimmer teilen, wenn sie dort umgezogen /Gewaschen werden muss. Für dieses Szenario würde ich a) mehr GEld für ein Einzelzimmer zahlen oder b) ein eigenes Zelt besorgen oder c) ein Hotelzimmer in der Nähe buchen.
    Es soll ja niemand der nicht behindert ist gestört werden. <-- Das meine ich ernst und ohne jeden Sarkasmus. Wir erleben jeden tag, das Menschen nicht in der Lage sind mit einem Menschen mit Behinderung zu interagieren. Dabei ist meine Tochter eine ausgesprochen attraktive junge Frau ohne jedwede "Missgestaltung", sie kann nur nicht schnelle /kraftvolle Bewegungen ausführen und laufen. Ach ja und sie sitzt im Rolli.

    Insgesamt bin ich dankbar für eure Anmerkungen. Es kristallisiert sich eben immer mehr heraus, dass die Gesellschaft aus diversen Gründen auch in den kleinsten Nischen häufig noch Berührungsängste mit "Andersartigkeit" hat. <---Keine negativer Hintergedanke.
    Damit das sie nie Sport/alleine duschen, anziehen, aufs Klo, schlafen, ins kino usw. gehen kann hat sich meine Tochter abgefunden. manchmal weint sie, meistens macht sie einfach weiter.
    Ich hoffe immer wieder das Larper und menschen die sich mit Fantasie und Hingabe an ein Hobby hängen, dass von der Gesellschaft ja sehr häufig befremdlich beäugt wird, etwas offener sind. Mal schauen was passiert.

    Fazit: Wir als Familie müssen darauf achten, dass Mitlarper auf einem CON nicht gestört werden, keine Sicherheitsprobleme auftauchen, bei der Pflege niemand gestört wird, möglichst die Behinderung OT bei Orgas und Spielern thematisieren und positive Überzeugungsarbeit leisten.

    PS: Ich larpe jetzt seit fast 20 Jahren...am gefährlichsten habe ich immer die Betrunkenen vor Hormonen fast explodierenden männlichen Vertreter unseres Hobbys erlebt...;-)

  10. #30
    Ralf Hüls
    Gast
    Zitat Zitat von Rohan Trandoir
    Ich hoffe immer wieder das Larper und menschen die sich mit Fantasie und Hingabe an ein Hobby hängen, dass von der Gesellschaft ja sehr häufig befremdlich beäugt wird, etwas offener sind.
    [...]
    PS: Ich larpe jetzt seit fast 20 Jahren
    Das nenne ich mal einen unerschütterlichen Idealismus.

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