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  1. #1
    Harald Ösgard
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    Freispielkämpfe auf DF

    Aus dem Text der Orga:

    Einleitung:
    Der Sinn des nachfolgenden Textes ist es, auf dem Drachenfest einen alternativen, freieren Kampfstil für diejenigen zu etablieren, die daran interessiert sind. Da wir dies aber auf dem kommenden Drachenfest zum ersten Mal ausprobieren, hat dies eine Art Experimentalcharakter und die Orga behält sich vor, bei Problemen wieder den bisherigen Zustand herzustellen. Es liegt also an euch, ob es gelingt!
    Bei diesem Kampfstil steht die Kampfdarstellung im Vordergrund, es wird also weitestgehend auf sonst übliche Regularien wie Treffer- oder Rüstungspunkte verzichtet.
    Gleichzeit hat der Ausgang eine Schlacht, die nach diesem Kampfstil abgehalten wurde, nur dann Einfluss auf das restliche Drachenfest, wenn dies vorher von allen beteiligten Seiten explizit so festgelegt wurde.
    Bei einem darstellungsbasierten Kampfstil kann, da weniger Relevanz und daher weniger Konzentration auf das wettkämpferische Gewinnen eines Kampfes gelegt wird, auf übliche Sicherheitsregeln (bspw. Nachtkampfverbot, Einschränkungen von Infight und Sturmangriffen) zugunsten der Darstellung verzichtet werden.
    Der Begriff Kampfdarstellung soll im Folgenden nur der Abgrenzung zum bisher üblichen Kampfstil dienen und keinerlei Erwartungen oder Rahmenbedingungen beinhalten. Mit abgesprochener Kampfdarstellung ist auch nur gemeint, das erwünschte und unerwünschte Verhaltensweisen wie unten aufgeführt zwischen den Parteien abgesprochen sind. Die Absprache umfasst nicht, wer den Kampf gewinnen oder verlieren wird, ausser die beiden Parteien wünschen das explizit.
    Da dieser Kampfstil sehr neu ist, sind im folgenden ein paar wichtige Punkte aufgeführt.

    I. Kennzeichnung und Verabredung zu einer Kampfdarstellung
    Im Gegensatz zu einzelnen Spielwilligen oder Kleinstgruppen kann eine grössere Gruppe akut nicht in angemessener kurzer Zeit kommunizieren, das sie willens ist, unter den Bedingungen der Kampfdarstellung zu agieren. Es gibt zwei Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen:

    I.1 Kommunikation im Vorfeld
    Eine Vertrauensperson der willigen Gruppe spricht im Vorfeld eine Vertrauensperson der anvisierten Gruppe an und klärt die expliziten Regeln und Befindlichkeiten (OT-Absprache) für eine gemeinsame Kampfdarstellung. Über die Spielleitung wird dann kommuniziert, dass es zu einer abgesprochenen Kampfdarstellung kommt, um eventuelle unwissende, aber teilnahmewillige dritte Spieler durch die Spielleitung zu informieren. Insbesondere für nächtliche Aktionen ist dies das Mittel der Wahl.

    I.2 Kommunikation durch visuelle Signale
    Gruppen, die ohne vorherige Absprache agieren wollen, erstellen sich Banner oder Wimpel, die eindeutig ihre Absicht kommunizieren. Als reiner Vorschlag: schwarzer Grund mit vier paralellen Schwertern. Weitere Symbole lassen sich im Drachenfestforum finden oder durch gesunden Menschenverstand eruieren. Treffen sich nun zwei Gruppen, die durch dieses (oder ein anderes) Symbol sich gegenseitig identifiziert haben, gelten die Aussagen aus der Präambel und eine freie Kampfdarstellung ist möglich.
    Hier gilt für die beteiligten Parteien, dass bei Unklarheit die üblichen Sicherheitsregeln gelten. Da hier keine OT-Absprache stattgefunden hat, sollte hier ausserdem jedem Beteiligten die Liste aus Punkt II geläufig sein. Sofern möglich, sollte kurz der Spielleitung Bescheid gegeben werden, damit diese wie in I.1 Massnahmen für dritte Spieler treffen kann.
    Diese Art der Kommunikation ist v. A. für Aktionen bei Tageslicht das Mittel der Wahl.

    II. Gesunder Menschenverstand und Reflexion
    In einer freien Kampfdarstellung ist die Darstellung ein wichtiger Aspekt. Dazu gehört auch der cineastisch ansehnliche Sprung in das gegnerische Schild und der darauffolgende Tritt des Angesprungenen. Ähnlich wie bei Wrestling und vergleichbaren Darstellungen sollte hierbei auf eine Verhältnismässigkeit geachtet werden. Das bedeutet nicht nur ein Vorsichtsgebot beim körperlich (oder ausrüstungstechnisch) Überlegenen (bspw. als gerüsteter 120kg-Mann keine 60kg-Magierin anspringen) sondern auch ein Vorsichtsgebot bei körperlich (oder ausrüstungstechnisch) Unterlegenen. Ausrüstungssicherheit, Kampfplatzwahl, etc. gehören mit dazu.
    Sieht man sich einer Situation gegenüber, die man als persönlich zu gefährlich erachtet, dann sollte man diese verlassen. Tut man das nicht, dann ist man selbst dafür verantwortlich. In jedem Falle sollte man Situationen vermeiden, denen man körperlich oder emotional nicht gewachsen ist.
    Was in diesem Rahmen explizit nicht gewünscht ist, ist die Verantwortungsverschiebung auf den Anderen. D. h. beispielsweise, wenn ich mich (wissend um die besondere Situation der Kampfdarstellung) in eine Torsituation hineinbegebe, dann liegt die Verantwortung bei mir selber und nicht bei dem Angreifer.

    Im folgenden eine kurze Liste zur Hilfestellung und Reflexion:

    Sicherheit der eigenen Ausrüstung gewährleisten
    Wissen, was die eigene Ausrüstung und Konstitution zulässt
    Wissen, was man als Situation noch mitmacht
    Augenmerk auf das Gegenüber und was machbar erscheint
    Augenmerk auf die Kampfdarstellung und nicht den Wettkampf
    Erlaubt ist, was beiden gefällt.Das wichtige Wort ist "beiden"!


    III. Verletzungen
    Eine Kampfdarstellung muss genauso wie andere Kampfstile im Idealfall ohne reale Verletzungen vonstatten gehen. Die Erfahrung zeigt, dass kleinere Verletzungen durch den ungleichen Trainingsstand (Büroarbeiter und Wiesenlöcher) vorkommen können. Im Sinne einer schönen Darstellung sollte möglichst auf eine gesammelte Kampfpause(genereller STOP/Man Down-Befehl) verzichtet werden. Umstehende sollen den Verletzten an den Rand bringen und ihn dort von Sanitätern versorgen lassen.
    Für den seltenen Fall, dass der Verletzte sich nicht bewegen kann (oder möchte), sollten die Umstehenden eine lokale Kampfpause einlegen und die Sanitäter sicher zum Verletzten geleiten, sie dort sichern und mithelfen, den Verletzten an den Rand zu transportieren.
    In jedem Fall gilt natürlich, dass die Sanitäter vor Ort auch weitergehende Massnahmen durchführen oder anordnen können (z.B. Gassen zu bilden).
    Im Sinne der Einführung dieses neuen Kampfstiles wäre das anzustrebende Optimum, dass dieser Punkt unwichtig würde, da keinerlei Verletzten entstehen.Die Erfahrung zeigt, dass das problemlos geht. Bemüht euch!
    [/quote]

  2. #2
    Aeshma
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    Finde ich generell eine coole Idee. Aber keine Ahnung ob das auf dem DF klappen wird. Da sind halt viele Leute die noch nie mit DKWDDK in Berührung kamen.

    Grüße
    Aeshma, ist mal gespannt

  3. #3
    Harald Ösgard
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    Jepp, Grundtenor in einer Lagereigenen und Gruppeninternen Umfrage war auch:

    - Gerne mit Leuten, die wir kennen und wo wir es im Grunde eh schon so gemacht haben, aber bitte kein Freibrief für "16jährige Hormonbeutel".....

  4. #4
    Ralf Hüls
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    Meine Prognose: Kommunikation wird ein Arschloch sein. Leute werden denken, sie hätten irgendwas abgesprochen und an den Diskrepanzen zwischen den 2 bis [kombinierte Spielerzahl aller beteiligten Gruppen] Auffassungen, darüber, was nun eigentlich abgesprochen war, werden die Pappnasen der jeweils anderen Gruppe(n) schuld sein.

  5. #5
    Lorenz
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    Ich bin ja ein Verfechter des Ansatzes im Grund, aber ich glaube auch, dass es an den "16-jährigen Hormonbeuteln" und "Polsterwaffenkontaktsportlern" scheitern wird, die harte Darstellung mit hart kämpfen verwechseln werden.
    Basically... RUN!

  6. #6
    Kelmon
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    Was Ralf sagt. Das große Problem dabei sehe ich, daß man hier zwei Spielstile parallel führt, und es keine realistische Möglichkeit gibt, dies jedem Beteiligten zu 100% sicher vor Kampfbeginn zu erklären, welcher jetzt gefahren wird. Zumal diese Mitteilung wohl auch kaum jeden DF-Besucher erreichen wird, sondern primär die dort im Forum aktiven. Der Rest wird von "Business as usual" ausgehen.

    Ansonsten: Während ich es schön finde, punktelos kämpfen zu dürfen, finde ich es deutlich unschön, daß hierfür in Sachen übliche Sicherheitsregelungen von der Orga die Carte Blanche gegeben wird, diese in den Wind zu treten. Weder habe ich Lust daraf, daß mir Leute in den Schild rennen dürfen, noch habe ich Lust darauf, daß mir jemand auf den (behelmten) Kopf schlagen darf.
    Natürlich wird die "LARP-Kampf ist nur gut, wenn er wehtut"-Fraktion wieder am lautesten brüllen, weil sie's toll finden, und jeden Andersdenkenden solange als Pussy bezeichnen, bis man ihnen das Feld überlässt, und "Jeder so spielen will".
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  7. #7
    Lorenz
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    hmm Kelmon, du musst doch gar nicht so kämpfen bzw wirst zu etwas gezwungen.
    Wenn die Spielgruppe, bei denen du mitspielst, den Wimpel nicht will, wird nach normalen Regeln gekämpft wie gewohnt.

    Diese Sonderregeln kommen nur zur Anwendung, wenn 2 Wimpeltrüppchen aufeinandertreffen. Wenn ein Einzelspieler wissentlich in einen Kampf zwischen diesen beiden Trüppchen eingreift, muss er natürlich damit rechnen, dass die nach anderen Regeln spielen momentan.
    Das jemand Aussenstehendes vollkommen unvermittelt nach Freikampfregeln angegriffen wird, sollte eigentlich nicht passieren.

    Bei Belagerungen undso ist das Konzept eh nicht anwendbar und in Feldschlachten nur sehr sehr sehr bedingt, indem man vorher klarmacht, dass rechts die Freikampfleute hingehen. Ohne Absprache isses dann Zufall, wenn 2 der Truppen aufeinandertreffen.
    Sobald Wimpel auf Nicht-Wimpel trifft, gelten alle Drachenfestregeln des normalen Regelwerkes.

    Jeremias hat auch schon recht deutlich gemacht, was passiert, wenn das System ausgenutzt wird: Verwarnung ggf. Ausschluss aus der Veranstaltung.


    Was mich halt wundert ist, dass Fabian und Sandra nach dem Vinlandcon hier auch nochmal so ein Experiment fahren. Die Erfahrungen vom Vinlandcon waren ja durchaus gemischt, wenn ich dem erzählten so trauen darf. Wobei ich vermute, dassdiese Regeln dem Umstand geschuldet ist, dass das gesamte OHL nicht mehr kommen würde, wenn nix verändert wird.. sprich: es geht ums Geld.
    Basically... RUN!

  8. #8
    Kelmon
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    Wobei ich vermute, dassdiese Regeln dem Umstand geschuldet ist, dass das gesamte OHL nicht mehr kommen würde, wenn nix verändert wird.. sprich: es geht ums Geld.
    Ah, womit wir wieder dabei wären, daß die "coolen" Leute Rabatz machen, bis sie ihren Willen bekommen. Super. Es wäre schön, wenn die Orga mal die Eier in der Hose hätte, ein klar abgestecktes Konzept zu fahren, als schon wieder zu versuchen, es allen gleichzeitig Recht zu machen.

    hmm Kelmon, du musst doch gar nicht so kämpfen bzw wirst zu etwas gezwungen.
    Wenn die Spielgruppe, bei denen du mitspielst, den Wimpel nicht will, wird nach normalen Regeln gekämpft wie gewohnt.
    Ach, ich sehe doch, worauf das hinausläuft. Ganz flott will niemand so "uncool" sein, eine Armee ohne Wimpel auszusenden. Und die, die keinen Bock darauf haben, dürfen dann ständig im Lager sitzenbleiben.

    Nebenbei geht es nicht um mich selbst. Ich werde Wirt sein. Der zieht nicht in Schlachten.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  9. #9
    Harald Ösgard
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    Also in der Gruppe, in der ich dieses Jahr spiele ist die Tendenz aktuell dahin:

    - Kein Wimpel!

    - im konkreten Fall, mit konkreten Absprachen und mit konkreten Leuten - Ja.

    - Keiner muss (auch nicht in der Gruppe) da mitmachen, bzw. jeder kann jederzeit ohne Begründung weggehen.

    - es wird Trainings geben, um eben einen gewissen Konsenz zu finden, was genau man sich jetzt darunter vorzustellen hat.

  10. #10
    Lorenz
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    Ich kann sämtliche Vorbehalte, Warnungen und Ablehnungshaltung verstehen. Ich denke nämlich, dass das Konzept sang- und klanglos am 2. Tag wieder abgeschafft werden wird, weil die falschen Leute die falschen Dinge tun.
    Entweder aus "ich bin ne Hartwurst"-Gründen oder weil sie es nicht besser wussten und dann falsche Schlüsse gezogen haben und diese an den falschen Leuten ausprobiert haben.
    Trotzdem werde ich das Konzept ausprobieren und mittragen, in der Hoffnung, dass die "2 unbehelmte Schildreihen stehen sich gegenüber und stochern nach den Füßen" Schlachten eingeschränkt werden bzw einige die Sinnlosigkeit dieser Schlachten erkennen und ein bisschen offener und weniger Ergebnisorientiert miteinander spielen.

    Ich wäre allerdings auch einer der ersten, der das Konzept wieder ablehnt, wenn der Wunsch nach Darstellung komplett zerstört wird von Trotteln.
    Basically... RUN!

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