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  1. #1
    Erla
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    Kräftehaushalt bei Magie ohne Regelwerk und ohne Punkte?

    Hallo zusammen,
    ich bin gerade dabei einen Magiercharakter zu kreieren, der eigentlich ohne Punktesammeln und „Regelwerk“ auskommen sollte.
    Wobei ich Regelwerk hier als bestimmte zu erfüllende Vorgaben definiere, mit denen Zauber gelingen. Das heißt mein Plan lautet Zauber nach ihrer Darstellbarkeit auszuwählen und umzusetzen.... was dann doch auch wieder in einer Art Regel endet.

    Aber wo ich gerade den totalen Knoten im Kopf hab ist der Punkt der Potentialdeckelung. In diversen Regelwerken gibt’s ja diese lustigen Punkte, und Zauber kosten Punkte und man hat nen Magiepool der aus Punkten besteht usw...
    Wenn ich ohne Regelwerk spiele hab ich das alles nicht, was ich auf der einen Seite gut finde, weil ich keine Punkte zählen muss, aber auf der anderen Seite auch kein Ende habe. Man könnte ja immer weiter zaubern und solange einem der gegenüber das einem abnimmt funktioniert das auch.
    Aber dabei geht, wie ich finde, ein schöner Spielinhalt unter. Nämlich das man keine Kraft mehr hat, mal ausruhen muss, sich wieder erholen muss und seine Kraft eben einteilen muss. Klar kann ich das auch irgendwie aus dem Bauch heraus spielen, dann unterliegt das aber sehr großen Schwankungen.
    Ich möchte aber gerne einfach logisch sagen können, dass ich jetzt gerade nicht zaubern kann.

    Aber wenn ich jetzt irgendwelche Einteilungen der Zauber mache in Stufen und die dann wieder in ihrer Häufigkeit der Anwendung einschränke... bin ich wieder bei nem Regelwerk und irgendwie auch bei Punkten. Dann kann ich auch ein bestehendes Regelwerk nehmen anstatt mir mein eigenes auszudenken und nur alleine danach zu spielen.
    Allerdings stört mich an Punkteregelwerken ganz einfach, das die Punkte viel zu prominent im Spiel miteinander sind.

    Wie handhabt ihr das mit dem Kräftehaushalt? Oder habt ihr dazu irgednwelche Ideen?

  2. #2
    stephan_harald
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    Re: Kräftehaushalt bei Magie ohne Regelwerk und ohne Punkte?

    Zitat Zitat von Erla
    Hallo zusammen,
    ich bin gerade dabei einen Magiercharakter zu kreieren, der eigentlich ohne Punktesammeln und „Regelwerk“ auskommen sollte.
    Wobei ich Regelwerk hier als bestimmte zu erfüllende Vorgaben definiere, mit denen Zauber gelingen. Das heißt mein Plan lautet Zauber nach ihrer Darstellbarkeit auszuwählen und umzusetzen.... was dann doch auch wieder in einer Art Regel endet.
    Ich bin ja mal neugierig, aber auf welche Cons willst Du denn mit deinem Zauberer gehen? Welche Zauber hast Du dir denn ausgesucht?

    [/quote]
    Aber wo ich gerade den totalen Knoten im Kopf hab ist der Punkt der Potentialdeckelung. In diversen Regelwerken gibt’s ja diese lustigen Punkte, und Zauber kosten Punkte und man hat nen Magiepool der aus Punkten besteht usw...
    Wenn ich ohne Regelwerk spiele hab ich das alles nicht, was ich auf der einen Seite gut finde, weil ich keine Punkte zählen muss, aber auf der anderen Seite auch kein Ende habe. Man könnte ja immer weiter zaubern und solange einem der gegenüber das einem abnimmt funktioniert das auch.
    [/quote]

    Dann leg doch für dich das einfach fest? Nach 10 Zaubern brauchst halt ne Pause oder so.. keine Ahnung. Nach Punktelosen Spiel wie DKWDDK oder 2-Regeln ist das doch egal und genau Dir überlassen. Wirst schon merken wenn Deine Mitspieler auf deinen 742. zauber nicht mehr so reagieren wie Du das geplant hast.


    Aber dabei geht, wie ich finde, ein schöner Spielinhalt unter. Nämlich das man keine Kraft mehr hat, mal ausruhen muss, sich wieder erholen muss und seine Kraft eben einteilen muss. Klar kann ich das auch irgendwie aus dem Bauch heraus spielen, dann unterliegt das aber sehr großen Schwankungen.
    Ich möchte aber gerne einfach logisch sagen können, dass ich jetzt gerade nicht zaubern kann.
    Mir scheint Du hast dich mit punktelosen Spiel noch gar nicht richtig auseinandergesetzt? Es gibt da eben keine Regel. Die Regel bist Du selber. Und wenn DU es nicht aus dem Bauch entscheiden willst, dann mach Dir doch eine eigene Beschränkung z.B. nach 10 Zaubern ist Schluss dann braucht man X Stunden Pause. Und Magie und Logil Merkst selber oder?

    Wie handhabt ihr das mit dem Kräftehaushalt? Oder habt ihr dazu irgednwelche Ideen?

    Ich spiele seit 1997 nach Dragonsys Classic. Dies sind aber für mich die Minimalvorgaben die ein Zauber haben sollte. Daher ich versuche da deutlich mehr Aufwand reinzustecken. Mein Charakter ist in der glücklichen Situation so viele DS Magie Punkte zu haben, dass ich mich total anstrengen muss um nur die hälfte zu verblasen am Tag. Daher zähle ich das maximal Überschlagsweise. Irgendwann bin ich halt als Spieler müde und dann ist auch mein Charakter müde und man muss halt schlafen gehen.

    Noch mal, wenn Du keine Regel oder Leitlinien willst, dann kannst Du es nur für dich und aus dem Bauch raus entscheiden. Ich zweifel aber gerade etwas ob Punkteloses Spiel das richtige für dich ist.

    Ich habe eher den Verdacht Du nutzt das Vehikel punktelos eher nur um einen möglichst mehr oder weniger mächtigen Zauberer vom Start weg spielen zu können. Das geht aber auch nach Regelwerk. Habe ich auch schon mal gemacht (nicht bei meinem Magier) und funktioniert wenn man es nicht übtreibt in der Regel recht ordentlich.

    Mit 43 ist man einfach über dem Status des ewigen Lehrlings oder so hinaus... und nach 15 Jahren LARP habe ich auch keine Lust mehr auf Pagen, Knappen oder sonst was als Einstieg, wenn ich eigentlich das Endprodukt spielen will. Für punkteloses Spiel habe ich Charaktere die genau nur das können was ich auch kann.

    Ich verzichte im übrigen sollte ich mal mit einem Magier auf ein DKWDD-Con gehen auf jede Form von Spruchmagie, da sich diese meiner Meinung nach mit dem Konzept beisst.

    Stephan

  3. #3
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    Ich finde die aktuellen Rahmenbedingungen auch aktuell noch etwas zu vage beschrieben, um wirklich klare Ratschläge geben zu können.

    Wenn ich persönlich über DKWDDK-Magie nachdenke, dann tue ich das normalerweise in Form von interessanten Spielszenen, von Situationen, in denen dieser eine Zauber gut passt und in Szene gesetzt werden kann. Alleine die Seltenheit dieser Spielsituationen führt dann aber irgendwie von selbst schon dazu, dass die Beschränkung der Zaubermenge gar nicht das große Problem ist, eher im Gegenteil: Da wird es schon manchmal schwierig, überhaupt mal sinnvoll zum Zaubern zu kommen, und mit meinem Ätherwissenschaftler hatte ich, wenn ich nach DragonSys gezaubert habe, auch als niedrigstufiger Charakter immer am Ende des Tages eine Menge Punkte übrig.

    Richtig relevant wird die Frage nach der Zauberhäufigkeit meiner Ansicht nach auch sowieso nur bei Zaubern, die einen direkten und nachhaltigen Einfluss auf das Spielgeschehen haben, also in erster Linie aus Punkteregelwerken übernommene Kampf- und Heilungszauber, und beides sind Zauberkonzepte, die sich darstellungsbasiert sowieso nur schwierig in dieser Weise umsetzen lassen.

    Was für Zauber schwebten dir denn eigentlich vor, und was verstehst du unter "regelwerksfrei"? Wirklich knüppelhartes DKWDDK, oder mehr so DragonSys ohne Punktezählen?

  4. #4
    Erla
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    Ich bin ja mal neugierig, aber auf welche Cons willst Du denn mit deinem Zauberer gehen? Welche Zauber hast Du dir denn ausgesucht?

    Mein Spielumfeld sieht Momentan so aus, dass es ein Mix aus Dragonsys und DKWDDK ist, wobei eben die nicht magischen Professionen eher DKWDDK machen. Ich würde halt gerne Versuchen mit nem Magiercharakter da mehr in die DKWDDK Richtung zu gehen.

    Hauptsächlich möchte ich halt gerne das Punkte nach aussen tragen (und Ansagen) vermeiden und das ganze durch Darstellung drauf ankommen lassen, ob’s funktioniert oder nicht.


    Mir scheint Du hast dich mit punktelosen Spiel noch gar nicht richtig auseinandergesetzt? Es gibt da eben keine Regel. Die Regel bist Du selber. Und wenn DU es nicht aus dem Bauch entscheiden willst, dann mach Dir doch eine eigene Beschränkung z.B. nach 10 Zaubern ist Schluss dann braucht man X Stunden Pause. Und Magie und Logil Merkst selber oder?

    Ja ich ich hab mich mit punktelosem Spiel für Magiebegabte Charaktere noch nicht richtig auseinander gesetzt, da bin ich gerade bei . Bzw bei den beiden Charekteren, die magiebegabt sind, hat einfach das aus dem Bauch heraus sehr gut funktionert. Bei der Schamanin hab ich einfach danach gehandelt, dass ich wenn mir was schönes für ein Ritual eingefallen ist, dann hab ichs gemacht, ansonsten eben nicht (Da hab ich aber eben keinerlei fest geschriebene Zauber).

    Ich hab nur das Gefühl, dass eben das bei nem Akademiemagier ganz anders laufen wird, so das mir mein Bauchgefühl extreme Schwankungen da rein bringt. Mir fehlt einfach der Erfahungswert. Bei den bisherigen Charakteren war, wenn sie magisch waren das nicht ihre Hauptprofession.
    Zum Teil kam mir das Ganze auch, weil ich das bei sehr vielen Magiern aus meinem Bekanntenkreis schon gesehen habe (also, dass sie eben iregndwann keine Kraft mehr haben) Und ich diese Schwäche als sehr spielfördernd empfunden habe.
    Zum anderen weiß noch nicht so wirklich, was für Zauber ich gerne anwenden würde. Grob würde ich sagen, dass ich keine Kampfmagie wirken will und das Heilen auch lieber profanen Leuten überlassen möchte. Im Moment schwebt mir was in Richtung Schutzmagie und/oder Analyse im Kopf herum. Ich schwimme da noch XD
    Ich bin bei meinem Magiekonzept gerade auch noch an der Grundlegenden Magietheorie und wollte von da aus mir überlegen, welche Zauber umsetzbar (eben darstellbar, oder von anderen akzeptierbar) sind und dann auch mit der Theorie erklärbar. Ich will mit dem Charakter auch einfach nur schwafeln können, ohne Dinge tun zu müssen


    Ich habe eher den Verdacht Du nutzt das Vehikel punktelos eher nur um einen möglichst mehr oder weniger mächtigen Zauberer vom Start weg spielen zu können. Das geht aber auch nach Regelwerk. Habe ich auch schon mal gemacht (nicht bei meinem Magier) und funktioniert wenn man es nicht übtreibt in der Regel recht ordentlich.
    Mit dem Konzipieren des Charakter hast du da völlig recht, es ist egal, ob man Punktelos oder nach Punkteregelwerk spielt, wenn man einen Charakter erschafft, es kommt da einfach drauf an, dass man es nicht übertreibt. Bei nem Regelwerk bekommt man halt ne Vorgabe, ohne Regelwerk muss man selber schauen, wo die Grenze ist.

    Mich stört an Punkteregelwerk aber auch nicht, dass man da seinen Charakter nach bestimmten Vorgaben erstellt, sonders das die Punkte im Spiel allgegenwärtig sind. Vor allem beim Magierspiel, wo andauernd irgendwelche Punkte verglichen werden (ok, ich übertreibe, aber es ist halt schon so häufig, dass es mir auffällt).

    Grundsätzlich geht’s mir gar nicht darum möglichst viel zu Zaubern oder das ich Angst hätte mich selbst nicht zurück halten zu können. Denn wenn ich bisher irgendwie magisch begabte Charaktere gespielt habe, dann haben die meist alles getan nur nicht wirklich gezaubert. Sondern es geht mir darum, diesen Spielinhalt des Kräfteeinteilens mit unter zu bringen.
    Vielelicht geht das aber auch tatsächlich sehr gut nach Bauchgefühl.


    Es kam nur im Rahmen meiner Magietheorieplanung die Frage (von einem Magierspieler) auf, wie ich so Dinge, wie Magie übertragen machen will.... und abgesehen davon, dass ich mir noch nichtmal sicher bin, ob ich das überhaupt können will, kam dabei eben auch die Sache mit dem Potentialdeckeln auf, an der ich jetzt schon ne Zeit lang hängen geblieben bin.


    Was für Zauber schwebten dir denn eigentlich vor, und was verstehst du unter "regelwerksfrei"? Wirklich knüppelhartes DKWDDK, oder mehr so DragonSys ohne Punktezählen?

    Das ist eine wirklich gute Frage, bei der ich mir erstmal wirklich klar werden muss, wie ich sie beatworte.
    Knüppelhartes DKWDDK wird vermutlich nicht funktionieren, einfach weil mein Spielfeld auf bestimmte Mechanismen geschult ist und reagiert und die auch zum Teil erwartet. Bzw ich mir zum Teil auch nicht vorstellen kann, wie ich jemandem etwas ohne Ansage klar machen soll, wenn es 1000 Möglichkeiten zum interpretieren gibt.
    Von daher wird es vermutlich auf ein DKWDDK mit Regelwerkbasis hinauslaufen?


    Ich gebe zu, das vermutlich vieles Konfus ist, weil ich noch in der totalen Anfnagsplanungsphase bin, grobe Vorstellungen habe und selber noch nichts genaues weiß, aber immer mal wieder an Punkte stoße, wo ich mal Input von außen brauche.
    Möglicherweise verrenn ich mich auch in dem Punktelosem und Stephans Herangehensweise: ein schöner gestaltetes Dragonsys wäre die bessere Alternative....
    das ist zumindest jetzt ein Punkt über den ich näher drüber nachdenke.

  5. #5
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    Es kam nur im Rahmen meiner Magietheorieplanung die Frage (von einem Magierspieler) auf, wie ich so Dinge, wie Magie übertragen machen will.... und abgesehen davon, dass ich mir noch nichtmal sicher bin, ob ich das überhaupt können will, kam dabei eben auch die Sache mit dem Potentialdeckeln auf, an der ich jetzt schon ne Zeit lang hängen geblieben bin.
    Naja, aber gehen wir das ganze doch mal einfach von der darstellerischen Seite an: Was ist denn da der Sinn von "Magie übertragen"? Wenn es keine Punkte zu übertragen und keine Schwellen für irgendwelche Zauberwirkungen gibt, dann bleiben doch eigentlich nur drei Dinge übrig:
    Der Prozess des Übertragens (den man sowohl schauspielerisch in Form von aufeinander abgestimmten Handlungen als auch mit Requisiten umsetzen kann), die Darstellung des entsprechend wirksameren Zaubers, der als Resultat zustandekommt (auch hier bieten sich Requisiten an, die man mit mehreren Leuten "auflädt" oder ähnliches), und als drittes die Darstellung des eigenen Magieverlustes, also z.B. Schwäche, Ohnmacht oder sogar körperliche Schäden (Nasenbluten, Krämpfe, Fieber etc.). Damit beantwortet sich die Frage nach der Erschöpfungsdarstellung von selbst, die ist in diesem Fall nicht nur lästiger Nebeneffekt, sondern geradezu Kernstück der ganzen Angelegenheit.
    Auf der anderen Seite kann es natürlich weniger dramatische Situationen geben, in denen ein Ausspielen von magischer Erschöpfung nicht dazugehört, beim nonchalante Zauberwirker, der mit einem Fingerschnippen Kerzen anzündet und verlöschen lässt, wäre es z.B. vielleicht für den gewünschten Effekt eher doof, wenn ihm das schon beim fünften Mal den Erschöpfungsschweiß auf die Stirne triebe.
    Das ganze kommt also beim DKWDDK vor allem auf den Eindruck, den man mit seiner Magiedarstellung erzielen will, an.

    Knüppelhartes DKWDDK wird vermutlich nicht funktionieren, einfach weil mein Spielfeld auf bestimmte Mechanismen geschult ist und reagiert und die auch zum Teil erwartet. Bzw ich mir zum Teil auch nicht vorstellen kann, wie ich jemandem etwas ohne Ansage klar machen soll, wenn es 1000 Möglichkeiten zum interpretieren gibt.
    Von daher wird es vermutlich auf ein DKWDDK mit Regelwerkbasis hinauslaufen?
    Der letztes Satz trifft bei mir in letzter Zeit immer einen neuralgischen Punkt, deswegen bitte ich um Verzeihung, wenn ich da etwas ablehnend rüberkomme, aber:

    Meiner Meinung nach läuft die Vermischung von DKWDDK und Punkteregelwerken ganz grundsätzlich beiden Systemen zuwider. Der Witz bei DKWDDK ist für mich, kein OT-Konstrukt im Spiel zu verwenden, während der Knackpunkt bei Punktesystemen gerade ist, bei allen wichtigen Situationen eins zur Hand zu haben. Bei der Vermischung ist meiner Ansicht nach das ganze immer weniger als die Summe seiner Teile.

    Wenn du in einem Spielumfeld spielst, in dem die Leute gerne nach DragonSys zaubern, und die typischen Spielmechanismen und Zauberlisten hier schätzen, dann rate ich: Spiel nach DragonSys. Halte dich in deiner Zauberauswahl an die Regeln, kauf dir deine Punkte ehrlich, halte deine verbrauchten Magiepunkte nach und sorge dafür, dass die offiziellen Zaubereffekte klar erkennbar sind.
    Wenn du die DragonSys-Zauber dabei interessanter gestalten, aufwändiger ausspielen oder wegen unbefriedigender Darstellung ganz weglassen willst, dann tu das: Deine Mitspieler werden es dir danken, und trotzdem weiß jeder, woran er regeltechnisch ist. Die Anzahl der sinnvoll selbsterklärend darstellbaren Zauber ist sowieso meiner Ansicht nach so beschränkt, dass außer harmlosen "Zaubertricks"und sehr exotischen Großtaten sowieso nur wenig möglich wäre, was über die Möglichkeiten des DragonSys-Systems hinausgehen würde.

    Mein Ätherwissenschaftler z.B. lässt sich ebenso auf einem DragonsSys-Con wie auf einem DKWDDK-Con spielen, weil es sehr einfach ist, seine dargestellten Fähigkeiten ("Magie analysieren" (was schon DKWDDK-mäßig eine Sache für sich ist), "mit Toten sprechen", "Licht") in den regeltechnischen Rahmen des DS zu konvertieren.
    Damit wird er dann von den üblicherweise anwesenden DragonSys-Magiern spieltechnisch häufig schnell abgehängt, aber dann muss man sich eben Nischen suchen.

  6. #6
    Erla
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    Der letztes Satz trifft bei mir in letzter Zeit immer einen neuralgischen Punkt, deswegen bitte ich um Verzeihung, wenn ich da etwas ablehnend rüberkomme, aber:

    Meiner Meinung nach läuft die Vermischung von DKWDDK und Punkteregelwerken ganz grundsätzlich beiden Systemen zuwider. Der Witz bei DKWDDK ist für mich, kein OT-Konstrukt im Spiel zu verwenden, während der Knackpunkt bei Punktesystemen gerade ist, bei allen wichtigen Situationen eins zur Hand zu haben. Bei der Vermischung ist meiner Ansicht nach das ganze immer weniger als die Summe seiner Teile.

    Ich glaube damit triffts du den Kern meinen Knoten im Kopf ziemlich direkt... Das eine will nicht so recht mit dem anderen Funktionieren.
    Aber der Versuch ist mir in letzer Zeit eben ziemlich häufig unter gekommen (um genau zu sein, kenne ich nur diese Versuche und kein reines DKWDDK). Spätestens wenn es um Magie ging gabs eben doch OT-Konstruckte, die IT mit genutzt wurden. Wenn ich jemanden fragte, der als Magier auf DKWDDK-Cons schon unterwegs war, dann lautete die Antwort auf die Frage, wie er das handhapt: "So wie immer nur ohne Ansage."
    Was so geshen eigentlich mehr heißt, dass alle Veruschen Telling zu reduzieren.

    Danke dir, du hast mir nochmal ein paar Dinge auf eine andere Art klar gemacht!


    Wenn du in einem Spielumfeld spielst, in dem die Leute gerne nach DragonSys zaubern, und die typischen Spielmechanismen und Zauberlisten hier schätzen, dann rate ich: Spiel nach DragonSys. Halte dich in deiner Zauberauswahl an die Regeln, kauf dir deine Punkte ehrlich, halte deine verbrauchten Magiepunkte nach und sorge dafür, dass die offiziellen Zaubereffekte klar erkennbar sind.
    Wenn du die DragonSys-Zauber dabei interessanter gestalten, aufwändiger ausspielen oder wegen unbefriedigender Darstellung ganz weglassen willst, dann tu das: Deine Mitspieler werden es dir danken, und trotzdem weiß jeder, woran er regeltechnisch ist.
    Vor allem darüber habe ich jetzt nochmal genauer nach gedacht (Und eben auch nochmal mit einem neuen Standpunkt, bzw einer neuen Erkennis) und bin zu dem Schluß gekommen, dass vermutlich genau das das Sinnvollste ist und auch das, womit ich und auch mein Umfeld nachher am besten klar kommen werde.
    Denn der Knoten in meinem Kopf rührt vermutlich genau daher, dass ich schon gehant habe, das mein Plan nicht funktionieren kann. Eben weil ich DKWDDK mit Regelwerk vermischen wollte.
    Und so wie du es beschreibst ist das wohl eher mein Spielziel.

  7. #7
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    Das klingt doch gut. Ich meine, man muss ja nicht immer das Etikett "DKWDDK" auf sein Spiel pappen, um gute Darstellung zu betreiben.

    Was aber natürlich weiterhin die Frage stellt, wie du dein Magierspiel denn gestalten möchtest. Ein magietheoretischer Überbau ist natürlich cool, aber darstellerisch noch wichtiger finde ich einen klaren Stil, ein zentrales Thema.

  8. #8
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    Hi Erla,

    ich habe in den letzten Jahren auch immer wieder darüber nachgedacht wie man das Magie-Problem auf DKWDDK-Cons lösen könnte - insbesondere auch weil meine Gruppe auf ein paar reine DKWDDK-Cons gefahren ist. Als Priester war das nicht ganz so schwierig, da die "Zauber" eigentlich nur auf die eigenen Leute gewirkt wurden (Heilung, Segnung etc). Da man sich ja OT kannte und mit der Darstellung zufrieden war gab es keine Schwierigkeiten.
    Kürzlich habe ich angefangen einen Akademiemagier zu spielen und habe zunächst krampfhaft versucht keine DSys-Zauber zu verwenden, sondern eben nur das zu machen, was ich gut darstellen kann. Vielleicht bin ich dazu nicht kreativ genug, aber viel ist mir nicht eingefallen. Habe mir Zaubershows von OT-Zauberern bei Youtube angeguckt und in den Shop gewühlt. Irgendwie fand ich das aber nicht befriedigend.
    Als ich dann auf meiner ersten Con mit dem Akademiemager war (DKWDDK/DSys-Mix) musste ich feststellen, dass ich meine Ideen gar nicht richtig umsetzen konnten und wahrscheinlich hätten die Mitspieler gar nicht kapiert, was ich bezwecken will, weil die meisten in Regelwerken denken. Es hieß nur "Kannste heilen? Kannste analysieren? Kannste hier oder da was gegen tun? Du bist doch Magier?!"

    Mittlerweile hab ich akzeptiert, dass mir die klare DSys-Zauberei mehr Spaß macht. Also kaufe ich mir die Zauber, die ich möglichst gut darstellen kann und versuche diese Darstellung mit Licht, Rauch etc zu verbessern. Und wenn man das mal aus rein spielerischer Sicht sieht, so macht das schon viel Spaß.
    Ich habe mich für Analyse und Anti-Magie entschieden, weil das zum Konzept gehört und ansonsten nur hier und da ein paar Zauber genommen, die einfach oft erwartet werden (z.b. Licht).
    Die Darstellung meines Charakters kann ich ja immernoch frei von Fertigkeiten & Co. entwickeln und das klappt auch prima.

    Momentan sehe ich mehr Probleme darin meinen Mitspielern begreiflich zu machen, dass die Forschung die ich mit meinem Lehrling auf Con betreibe nicht plotrelevant ist, aber dennoch Spiel generieren soll. Es wird einfach zu viel in Plot/nicht-Plot unterschieden und gleichgesetzt mit interessant/unwichtig und das finde ich sehr schade.

    Nichts desto trotz: Viel Erfolg mit deinem Konzept!


    Edit: Zu der Frage bzgl der Magiepunkte: Das ist eigentlich nur wichtig, wenn du wirklich viel zaubern willst und stark in das Plotgeschehen eingreifst. Ob du nun 10 mal oder 20 mal Licht zauberst wird im Normalfall niemanden interessieren. Wenn du dagegen im Sekundentakt Feuerbälle wirfst wird es schnell Unmut geben - ganz egal ob DSys, DKWDDK oder was auch immer. Ich selbst war noch nie in der Situation, dass ich so viel gezaubert hatte, dass ich es passend fand Ermüdung auszuspielen. Da schlage ich vor die eigene Magietheorie zu befragen, was hier sinnvoll wäre. Bei mir wäre Müdigkeit (abgesehen von Konzentrationsschwierigkeiten) eher unpassend, dafür sollten aber alle Zauberversuche scheitern oder unerwünschte Effekte mit sich bringen...

  9. #9
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    @Turis: Genauso sehe ich das auch, und betreibe es seit Jahren.

    Ich habe mich von dem Hype um DKWDDK nie so richtig anstecken lassen, zumal wenn die Erwartungshaltung die teilweise in Foren beschrieben wurde, einfach nicht leistbar ist.

    Ich hätte es dann einfacher gefunden wenn man ehrlich gesagt hätte: Wir spielen nach DKWDDK aber ohne Magie. Das wäre in meinen Augen dann schon richtiger gewesen. Schließlich erwartet man von einem Magier, neben dem tollen Kostüm, eine Superhighendzauberschow, bitte aber mit keinen Auswirkungen auf irgendeinen Mitspieler...und bitte maximal dann wenn wir gerade nicht klopp...ehm plotten wollen, damit wir die Lücken gefüllt bekommen. Da hab ich dann für mich entschieden, dass ich noch nicht reif für DKWDDK Cons bestimmter Art und Güte bin.

    Von einem Magier wird ja auch erwartet, sich vorstellen zu können, dass der Herr Ridda im Superkostüm, der perfekte Kämpfer ist, dass der Feldscher da wirklich bis zu den Armen in Gedärmen rumwühlt ...komischerweise können einige andere Mitlarper keine Vorstellungskraft mehr erbringen sobald das Wort Magie auftaucht...


    Der nächste Schritt war dann, einfach entspannter zu werden und nix zu erwarten. Ich erwarte also nicht mal eine Reaktion auf meine Zauber...wenn ich merke jemand will aktiv nicht mitspielen who cares? Ich suche mir dann halt einen anderen...

    Stephan

  10. #10
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    @stephan: Leider habe ich mich extrem von dem Hype anstecken lassen und bereue es heute so unenspannt an vieles ran gegangen zu sein. Genauso wie ich geglaubt habe, dass meine Gruppe auf DKWDDK-Cons wie Manövertage, Turniertage oder ins Ceriden- ähm ich meine.. Pilgerlager passen würde, weil man überall schrieb "Wir freuen uns über Fantasykonzepte!".
    Reife besteht darin zu wissen, wo man hingehört und was einem wirklich Spaß macht.
    Insofern warst du vielleicht einfach schon zu reif fürs DKWDDK

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