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  1. #11
    jboerner
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    Ich sag ja auch nicht, dass das immer gilt. Ich sage nur, es ist ein guter Hinweis. Wenn etwas nur in einem Middelaldermarkt-oder CONUmfeld funzt, aber in einer wirklichen Verankerung einer Kultur net, dann isses vlt. net die beste Wahl, um eine plausible Darstellung einer Person zu machen.
    Weiteres Beispiel sind die Leinenbeutel, oder dicken Gürteltaschen beiderlei Geschlechts ob Schlüsselbund, Geldbeutel, Handy, wasweißich: klar bei nem Marktbesuch oder aufn CON mag das ne Berechtigung haben. Aber in ner Fantasywelt net, weswegen net jeder dritte sowas umgehängt haben würde.
    Ähnlich gelagert ist es, wenn jemand nen Fantasybarbaren aus nem Wüstenland auf nem CON im Herbst in D. spielt, und in seinen Fellshorts bibbert: da beissen sich IT und OT.

    Und ich hab kein Dogma draus gemacht. Ich benutz das Argument, wenn ich denke, es passt, bzw. weise auf die Unterschiede zu nachweislich funktionierenden lösungen (Pilgerflasche, Holztfaß, Lederflasche, Becher im Beutel als Alternative zum Trinkhorn am Gürtel) hin.
    Und ja, ich finde es doof, wenn dann jemand auf den Boden stampft und sagt "ich will aber". Dann schüttel ich den Kopf.
    • Reenactment = Nachstellung eines bestimmten Ereignisses
    • Living History = Versuch des Nachvollziehens bestimmter Aspekte des Lebens von Personen in der Vergangenheit
    • Marktmittelalter =weder des eine noch das andere und vor allem kein Mittelalter, sondern uriges Kostümcampen
    • LARP = In Real arrangiertes Rollenspiel in unterschiedlichsten Settings
    • Reenlarpment = Ungenau definierte Larp-Variante mit dem Defürhalten der Teilnehmer nach besonders historischen Setting und Ausrüstung
    • Die Unterschiede zu kennen und sich selber richtig zu verorten = unbezahlbar

  2. #12
    Ralf Hüls
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    Zitat Zitat von jboerner
    Wenn etwas nur in einem Middelaldermarkt-oder CONUmfeld funzt, aber in einer wirklichen Verankerung einer Kultur net, dann isses vlt. net die beste Wahl, um eine plausible Darstellung einer Person zu machen.
    Du scherst Dich aber üblicherweise (und da gebe ich Alex durchaus Recht) nicht um die Frage, ob es überhaupt die Zielsetzung des Kritisierten ist (und sein muß), eine "Darstellung" zu machen, die in Deinem Sinne "plausibel" ist.

    Wenn etwas im Con-Umfeld funzt, ist das in aller Regel völlig ausreichend. Auf die wirkliche Verankerung einer Kultur ist den meisten LARPern geschissen. Und das ist gut so.

  3. #13
    jboerner
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    Das ist ne andere Formulierung für "dir ist es egal ob jemand Kritik will, der seine Sachen präsentiert".

    @stephan_harald:
    Och bitte lass "Authentizität" stecken. Üebr den Punkt, dass historische Akuresse gefordert sei bzw. dem nicht so ist, sollten wir langsam hinaus sein.

    ...[...]
    Natürlich ist das nicht unpassend, aber sorry wir haben nun mal ein paar Jahre Technik und Entwicklung mehr auf dem Rücken. Und wer weiss wenn es 1204 schon Industriepresplatten gegeben hätte ob die nicht alle so ausgesehen hätten, wie die Mytholon Rüstung heute
    Mir is völlig klar, dass das für das meiste im Larp völlig oversized ist, aber: dem liegt wieder der Irrtum zu Grunde, dass wir heute so viel schlauer sind, als die damals. Unter den damaligen Notwendigkeiten und Bedingungen wie Sozialstruktur haben die Leute das Notwendige herausgeholt. Jenseits von sicher heute existenten Erfindungen ist die Kultur und Soziologie heute eine ganz andere, aber auch nicht für ein Fantasyszenario passend. Wenn Du z.B. ein Steampunkszenario hast, hast du auch industriell gefertigte Produkte bzw. deren Entsprechung. Wenn du nen Szenario à lá Warcraft mit Zwergen, die auch quasi wie Steampunk mit Dampfkraft und halbindustrieller Fertigung arbeiten, und das in einem mehr-oder-weniger mittelalterlastigen Szenario, dann sind industriell gefertigte Rüstungen z.B. sicher auch glaubhafter.

    Wenn man mit der Forderung herangeht, Verbesserungsvorschläge doch an der CON-Realität zu messen, dürfte man so garnix sagen, und Leonardo-Carbone Hemden beklatschen. Das dürfte aber kaum das Ziel sein. Und in einer Welt, wo richtigerweise Piratenhemden nicht die geeignetste Wahl sind (ausser, man macht was, wo die passen) da bemängele ich auch Trinkhörner, weil sie unpraktisch und unplausibel sind.
    • Reenactment = Nachstellung eines bestimmten Ereignisses
    • Living History = Versuch des Nachvollziehens bestimmter Aspekte des Lebens von Personen in der Vergangenheit
    • Marktmittelalter =weder des eine noch das andere und vor allem kein Mittelalter, sondern uriges Kostümcampen
    • LARP = In Real arrangiertes Rollenspiel in unterschiedlichsten Settings
    • Reenlarpment = Ungenau definierte Larp-Variante mit dem Defürhalten der Teilnehmer nach besonders historischen Setting und Ausrüstung
    • Die Unterschiede zu kennen und sich selber richtig zu verorten = unbezahlbar

  4. #14
    jboerner
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    Nanu. Der zitzierte Beitrag von stephan_harald is plötzlich weg. Dadurch schwebt mein Bezug jetzt im Raum. Aber ja, ich mach net wirklich Larp. bzw. war erst auf einem CON. Interessiert mich aber.
    • Reenactment = Nachstellung eines bestimmten Ereignisses
    • Living History = Versuch des Nachvollziehens bestimmter Aspekte des Lebens von Personen in der Vergangenheit
    • Marktmittelalter =weder des eine noch das andere und vor allem kein Mittelalter, sondern uriges Kostümcampen
    • LARP = In Real arrangiertes Rollenspiel in unterschiedlichsten Settings
    • Reenlarpment = Ungenau definierte Larp-Variante mit dem Defürhalten der Teilnehmer nach besonders historischen Setting und Ausrüstung
    • Die Unterschiede zu kennen und sich selber richtig zu verorten = unbezahlbar

  5. #15
    Ralf Hüls
    Gast
    Zitat Zitat von jboerner
    Wenn man mit der Forderung herangeht, Verbesserungsvorschläge doch an der CON-Realität zu messen, dürfte man so garnix sagen,
    Dein Vorschlag ist akzeptabel.

  6. #16
    stephan_harald
    stephan_harald ist offline
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    Aus der Wikipedia zum Thema LARP

    so sieht die Realität aus:

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20070703070115


    Stephan

  7. #17
    Rode
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    Zitat Zitat von jboerner
    [...]Verbesserungsvorschläge doch an der CON-Realität zu messen[...]
    Das ist ein Denkfehler. LARP hat nicht eine, sondern mehrere Realitäten, bzw. Facetten. Bei der einen Facette gibt es Trinkhörner am Gürtel, bei der anderen geht es um Zeitfenster kleiner 50 Jahre.

    Da sollte man also nicht versuchen, eine Facette seinen Ansprüchen anzupassen, sondern sich die geeignete Facette suchen. Die gibts nämlich. Garantiert.

  8. #18
    Ralf Hüls
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    Zitat Zitat von jboerner
    Aber ja, ich mach net wirklich Larp. bzw. war erst auf einem CON.
    Deshalb ist es ja auch verständlich, wenn Du nicht auf Basis "der" Con-Realität argumentieren willst.


    Zitat Zitat von jboerner
    Das ist ne andere Formulierung für "dir ist es egal ob jemand Kritik will, der seine Sachen präsentiert".
    Nicht ausschließlich. Es bezieht sich auch darauf, daß man die "Plausibilität" unterschiedlich bewerten kann. Konkret beim Trinkhorn liegen mehrere Nachteile ja nicht zu letzt erst in der Häufigkeit der Verwendung. Mäßige Haltbarkeit, schwierige Reinigung und fummeliges Abstellen sind für Leute, die das Zeug an 5 Wochenenden im Jahr benutzen, offenbar erträglich, sonst würden die Dinger ja nicht einmal den Con-Praxistest überstehen.
    Der Konflikt, den wir hier haben ist "das würde in einer echten Kultur gar nicht klappen" vs. "wieso, an den 5 Wochenenden klappt's doch prima".

    Und in der Regel ist letzteres völlig ausreichend, weil ersteres gar keine Prämisse ist.

  9. #19
    oliverp
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    Zitat Zitat von jboerner
    Das ist ne andere Formulierung für "dir ist es egal ob jemand Kritik will, der seine Sachen präsentiert".
    Nein, es ist ein Formulierung für "woher weiß ich, dass der Präsentierende simulatorische Kritik will?".
    Deine Gesamte Argumentation beruht rein auf simulatorischen Aspekten, klammert narrative und gamistische vollkommen aus. Die beiden letzten überwiegen aber deutlich in der Realität.
    Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/GNS-Theorie

    SG,

    Oliver

  10. #20
    Ralf Hüls
    Gast
    Zitat Zitat von oliverp
    Deine Gesamte Argumentation beruht rein auf simulatorischen Aspekten, klammert narrative und gamistische vollkommen aus.
    Sei mal etwas gnädig. Er kennt ja (so gut wie) nichts Anderes. Gut: man könnte argumentieren, daß Geschichtsdarstellung zum Teil auch narrativ ist. Ich bin aber nicht sicher, ob Jens das so sehen würde.

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