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  1. #1
    eightbridges
    eightbridges ist offline
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    Welche Magier(-ideen) begeistern euch?

    Morgen zusammen,

    seit einer Weile denke ich darüber nach, mal einen magisch begabten Char zu spielen.

    Ich würde mich fruen, wenn wir hier eine Ideensammlung hinbekommen würden, was einen Magier in euren Aufen cool macht (ganz subjektiv).

    Mir gehts um technische Gimmicks, Accessoires, Ideen zum Ausspielen, Konzepte, meinetwegen auch um Gewandung.

    Was habt ihr so gesehen, was ich begeistert hat?

  2. #2
    eightbridges
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    Grünschnabel

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    Hintergrund meiner Frage ist der, dass ich mir denke, dass es bestimmt viele gute Ideen gibt, die nur zu wenig Leute mitbekommen.


    Ich habe zum Beispiel neulich einen arabisch inspirierten Magier gesehen, der viel mit Kristallen gearbeitet hat, die er in geometrischen Mustern angeordnet und bewegt hat. Zudem hat er bei einem Ritual Muster mit einem Dolch in die Erde geritzt. Sah sehr cool aus.

  3. #3
    Hana
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    Bin grad nicht in großer Nachdenklaune, aber in der Ning-Gruppe Die weiße Zitadelle gibt es viele interessante Ideen.
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  4. #4
    stephan_harald
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    Hm naja...also das mit Kristallen und Dolch in die Erde ritzen hm ok... müsste man gesehen haben. So wie ich mir das vorstelle ist das mittlerweile eher unterstes Darstellungsniveau, aber wie gesagt müsste man gesehen haben.

    Fangen wir doch mal einfach mit ein paar Dingen an:

    Feuerball - Darstellungskomponente rot/gelb gefärbter Silikonball der Nachts leuchtet (Tagsüber ginge auch, sieht man aber leider nicht so gut)
    Einfach mit Knicklichter, aufwendiger geht es mit Flacker LED Schaltung.

    Magie spüren, dazu benutze ich eine sehr schwach scheinende und kleine LED Lichtquelle in Rot (wenn ich sie nicht zu Hause vergese), gibt ein schönes schummriges Licht, bei Gift spüren in grün.

    Dazu setze ich für bestimmte Dinge noch EL-Folie und EL-Schnüre ein (Ritualkreis z.B.) Ich arbeite noch an der Idee eines Ritualtuches in das ich dünne EL-Schnüre einnähe (Pentagramm/Kreis) und denke noch an Lasertechnik.. so wie leuchtendes Garn...

    Für den Feuerball habe ich einen Bühnentrick gefunden mit dem es möglich wäre einen Feuerball zu simulieren und den Silikonball zu werfen...

    Rituale:

    Hier setze ich auf fabigen Sand, sowie Pyro wie Blitzwatte, Pyroschnur, Bengalpaste und ähnliches. Rauchtabletten sind auch sehr nett. Dazu halt EL Schnur und Co.

    Stephan

  5. #5
    Gerwin
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    Eigentlich ganz einfach...der Magier der nicht zaubert.

    Einen gut gemachten Feuerball habe ich noch nicht erlebt, selbst mit den besten Spezialeffekten fühle ich mich bei Magie dann maximal an einen Hollywoodblockbuster und nicht an eine mittelalterliche Umgebung erinnert und dass die meisten Magier (nicht alle) auch noch einen relativ geringen Aufwand betreiben macht die Sache nicht besser.

    Die Aussage "der Magier der nicht zaubert" ist übrigens durchaus ernst zu nehmen. Gegen kostümtechnisch gut gemachte Magierideen habe ich nichts. Im Gegenteil. Die gehören im Fantasylarp irgendwie meist dazu. Ein Magier kann aber letzten Endes auch ohne Magie viel mehr als "seine Gruppe durchbuffen", eigenartig am Ritualkreis herumspringen und mit Silikonbällen um sich werfen. Als bildungstechnisch überlegener Mensch mit einem scharfen Verstand ist er eigentlich die geborene Führungspersönlichkeit und sicher auch kein schlechter Taktiker.

    Das kommt auf beim Magierspiel zu kurz. Wohl erstens weil Magierspieler auch nicht häufiger "Bildungsmenschen mit scharfen Verstand" sind wie Nordlandbarbaren und zweitens leider oft die Spielsituationen in diese Richtung fehlen.

    Den Feuerballmagier brauch ich persönlich im Larp nicht unbedingt als Bereicherung. Da ist mir sogar der Wurfdolchwerfer lieber.

    edit: WENN es aber Zauber sein sollen, dann darf ruhig mit Effekten gearbeitet werden. Zaubershops im Internet bieten hier derartig gute und leicht zu erlernende Tricks dass ich mich persönlich immer wieder frage "warum greift fast niemand darauf zurück"? Es muss ja nicht immer die kaum darstellbare Feuerwalze sein. Um das Volk zu beeindruckeni dürften schon Taschenspielertricks genügen.

  6. #6
    Besserwisserboy
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    Die gleiche Frage habe ich mir vor etwa einem halben Jahr auch gestellt und am letzten Silvester mit meiner Spielgruppe umgesetzt.
    Für uns stand an erster Stelle die Magiergewandung.
    Wir haben uns für die klischeehafte Roben-Spitzhut-Zauberstab-Kombination entschieden. Alle einheitlich, da wir von der gleichen Akademie kommen (eine Art Schuluniform).
    Desweitern war uns wichtig, daß jeder sehr spezialisiert ist (Hellsicht, Theoretische Dämonologie, Naturzauber usw.) und wir wollten keinen Kampfmagier dabei haben.
    Gezaubert haben wir recht sparsam und wenn dann auch nur Zauber, die wir einigermaßen darstellen konnten.
    Ansonsten haben wir viel mit anderen Zauberern und untereinander über Magietheorien diskutiert und Plotgeheimschriften entschlüsselt.
    Klingt etwas langweilig, hat aber irgendwie Spaß gemacht.

    Tiefpunkt des Magierspiels auf dem Con war für uns ein großes gemeinsames Ritual, welches am bescheuertsten Platz des gesamten Geländes stattgefunden hat. Direkt zwischen Schaukel und Basketballkorb.
    Daran mussten 11 Magier teilnehmen.
    Erstaunlich, was sich da so alles zusammengerottet hat. Leute, die ich eigendlich für Kämpfer, Diebe oder sonstewas gehalten hatte. Zum Glück war unsere Anwesenheit somit nicht von Nöten.
    Das wäre Magierspiel gewesen, wie ich es überhaupt nicht mag.
    Dafür hatten wir unser eigenes nettes (unwichtiges) Ritual am Abend, was mir sehr gut gefallen hat (wohl auch weil ich den Magier der es geleitet hat, gut gefunden habe).

    Ich will nicht sagen, daß unsere Magierdarstellung, das Maß aller Dinge ist, aber für mich persönlich kam es dem was ich an Zauberern mag schon sehr nahe.
    Andere Leute mögen einen anderen Stil vorziehen und sollen damit glücklich werden...
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  7. #7
    Turis
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    Wirklich cool sind die Magier, die nicht darstellbar sind, weil ihre Coolnes auf Spezialeffekten und dem ganzen Drumherum basiert.

    Fürs Larp finde ich richtige Akademiemagier immernoch am besten. Schön viel schwätzen und nur zaubern, wenn es gar nicht anders geht (nachdem alle Möglichkeiten zuvor ausdiskutiert wurden!). Halbwegs schön darstellen kann man - mit vertretbarem Aufwand - am ehesten noch Analysemagie, Heilung, evtl. Beeinflussung und sowas wie Licht. Alle anderen Themen kann man besser eher theoretisch behandeln.
    Leider besuchen auch viele Feld-Wald-und-Wiesen Magier Akademiecons, wodurch man auch da gezwungen ist viele Regeln zu erweitern und auf eine andere Art zu spielen. Aber mit der Meinung gehöre ich einer Minderheit an, also orientier dich am besten an deinem Umfeld ;-)

  8. #8
    Frater Odius
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    nun, ich hab mich ja schon als wenig Erfahrener (zumindest im Fantasybereich) in einem anderen Thread geouted...
    trotzdem habe ich Erfahrungen mit Magiern gesammelt.
    darum geb ich mal meinen Senf dazu, der so auch in Teilen schon gesagt wurde und von mir nur noch ergänzt bzw abgewandelt wird.


    Ich selbst kann der Magierrolle für mich nichts abgewinnen, liegt aber auch an Wiedrigkeiten die ich im Folgenden aufzählen werde.

    der "nicht Zaubernde" Magier ist schon ein guter Ansatz, die selbe Richtung die ich denke.
    Damit meine ich im speziellen "keine Sofortmagie" wie Feuerbälle und sonstiges (Reiswerfen, Gummibälle und Taschenlampen). Wirkt oft halbherzig, im schlimmsten Fall sogar als Ausrede dafür um Feuerzeug/Maglite/Elektrogrill/Handy/Nagelknipser IT nutzen zu dürfen... brimgt dem Ambiente nichts, schadet oft sogar.

    Nur warum spielt man dann einen Magier wenn man auf Kampfzauber (durch die Bank alles Sofortzauber) verzichten will?
    Magier-Ambiente!

    Ein schön gemachtes Ritual ('durfte' in die Richtung bei einem nicht-Fantasy Spiel ein eindrucksvolles, extremes Ritual erleben... noch gesteigert durch die Tatsache, dass es so manchen Horrorfilm toppen konnte) bringt Ambiente UND kann auch zum Plot beitragen, bzw als stärkende Vorbereitung für eine Schlacht dienen.
    Bei sowas hat man Zeit etwas wirklich, mit viel Muse, Aufwand und Hingabe auszuspielen - weit entfernt vom Gummiballwerfen mit komischen Gebrabbel, gefolgt von "Feuerschaden 3!"-Rufen.

    Nur leider ist das
    1. fern von dem, was viele unter "Magier" verstehen (Schamane, Hexe, Ritualist wäre hier eher zutreffend als der "akademische Magier")
    2. von kaum einem Regelwerk sinnvoll unterstützt... etliche Sofortzauber sind in allen Regelwerken säuberlichst ausformuliert, Rituale hingegen eine Seltenheit
    3. Materialaufwändig
    4. eine beinahe künstlerische Herrausforderung, zu der nicht alle Magierspieler bereit sind


    Eine gute Orientierung wäre von Anfang an nicht daran zu denken "Was will ich können?" sondern "wie bereichere ich das Spiel?"
    Feuerbälle sind hierzu nicht nötig - sofern man sich damit anfreunden kann, dem Magiekundigen eine ganz weltliche Waffe in die Hand nehmen zu lassen ODER (was einem Akademiker eher entsprechen könnte) sich aus Kämpfen rauszuhalten.

    Denke ich an einen Heiler, sind zwar viele Spieler schon froh jemanden zu haben, der ihre Wunden versorgt, aber begeisternd wird es, wenn man Patient, Assistenen, Zuschauern UND sich selbst eine Show liefern kann! (ich werde nie wieder Patienten betäuben, wenn alle so schön mitkreischen wie mein Opfer... *hust* Patient damals)
    Zu der Schow gehört Kunstblut, Maskenbildnerei für die frische Narbe, Instrumente, stinkende Salben/Medizin, ein paar Fachsimpeleien (mit grundlegend falschen medizinischen Annahmen - siehe Säftelehre) um Ängste zu schüren bzw den Patienten in sSicherheit zu wiegen... je nach dem was man halt will

    ...und trotzdem würds vielen reichen wenn ich n Verband anleg und ihnen sag "morgen Früh ist alles verheilt". <- nichts anderes ist ein Feuerball! einfach-mal-so-hingeklatscht-weil-ich-es-halt-kann

    begeistere durch Rituale, schocke oder fasziniere damit - vielleicht auch beides!
    sei so eklig oder aussergewöhnlich wie es nur sein kann ohne dabei peinlich zu werden (der Char darf ruhig überzogen sein, mit gesunder Selbstironie - doch das 'Wirken' muss überzeugend, intensiv und glaubwürdig sein)... Film und Literatur können gute Inspirationen bieten, unter einem Kannibalenrital kann man sich etwas vorstellen - Feuertänze und Opferungen sind auch ein Schema zu dem viele ein geistiges Bild vor Augen haben. In solchen Bereichen reichen dann Andeutungen und in den Köpfen der Zuschauer/Teilnehmer werden wie von alleine Bilder und Regungen geweckt.

    das Ganze lässt sich sicher noch weiter ausführen, doch fürs Erste sollte das reichen um meine Variante anschaulich und verständlich zu machen


    Mit Taschenspielertricks wäre ich vorsichtig... könnte schnell dazu führen dem Magiercharakter ungewollt in ein Gauklerschema rutschen zu lassen.


    btw: ich hab nichts gegen die "Sofortzauber"-Magier, jedoch empfinde ich sie wirklich nicht als Ambientebereicherung (ausser vielleicht durch Gewandung). Wer daran seine Freude findet, dem sei es gegönnt. Wichtig ist erstmal dass man selbst Spass an seiner Rolle hat. Hab ich keinen Spass an deiner Rolle ist es erstmal nur mein Problem :P
    Ich treffe immer!
    ...zumindest Irgendwas, und sei es ein Baum

  9. #9
    Frater Odius
    Frater Odius ist offline
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    entschuldigt den doppelpost, aber im Vorpost ist zum einen schon genug text, ausserdem versuche ich hierbei das ganze von einer anderen Sicht darzustellen.


    wenn ein Magier "cool" sein soll, dann lebt er natürlich von seiner Darstellung (es sei denn, man wollte nur für sich ein ohmeingottwasichnichtalleskann-magier sein, ich unterstelle dem Threadöffner mal, dass er wirklich etwas darstellen will, sonst hätte er ja nicht gefragt)

    dies kann Zweierlei bedeuten:


    1. eine "Show" zu bieten (dazu habe ich oben schon was getippt)
    2. Aussergewöhnlich sein (was ein standard-Magier ja wohl kaum ist), was sich sowohl in der Frage nach Gewandung, Konzept und Darstellung ja bereits deckt



    zu 1.
    hier kann man sich, unabhängig vom bespielten Regelwerk daran orientieren:
    http://www.larpwiki.de/action/show/D...unkteloseMagie

    wenn man eine Show liefern will, ist eine DKWDDK-Grundhaltung, selbst wenn das Con ein festes Regelwerk bespielt, eine gute Grundhaltung.

    Die Umstände dass man dazu durchaus schocken darf/soll feile ich auf Nachfrage gerne weiter aus, würde aber hier den Rahmen sprengen - Aspekte habe ich bereits getippt.

    Ich selbst hatte bei meinen wenigen Erlebnissen das Gefühl dass sich die Magier selbst bei einem Ritual langweilen. Dafür gibt es Abhilfe!
    Baut euer Ritual auf, gebt ihm Struktur. Diese kann angelehnt sein an den Okkultismus der Jetztzeit (nur bitte lasst die Finger vom Satanismus - LARPer leiden an einigen Klischees, dieses bitte nicht auch noch verstärken... zudem gibt es 'farbigere' Alternativen zur Orientierung)

    Hilfreich wäre schon die Grundlegende Struktur:

    a) Vorbereitung

    dazu gehört Materialbeschaffung, Planung und Absprache mit anderen Teilnehmern

    b) Schutzkreis

    klassisch wäre hier ein Aufbau nach Himmelsrichtungen und/oder Elementen... Priester könnten sich auch nach Osten (Sonnenaufgang für die Lichties) oder Norden (tiefste Nacht, für dunkles Gesindel) orientieren... oder nach ganz eigenen Systemen.
    Will man als Magier ganz neutral sein, dann eben ein allgemeiner Schutzkreis, ohne Anrufung von anderen Mächten... einfach ringsum Salz/Mehl/Reis/Konfetti streuen :P

    c) Anrufung

    entweder man ruft eine andere Macht (Götter/Geister/Elementare/Gummibärchen) herbei um das Ziel zu erreichen, oder ruft eine In-Sich-Selbst-Vorhandene Kraft ans Bewusstsein. Ersteres ist als Evokation (Beschwörung) oder Invokation (In-Sich-Rufen, vergleichbar mit einer kontrollierten Besessenheit) möglich.

    Gesänge, Instrumente, (gespielte!) Drogen können hier von Bedeutung sein. Genauso denkbar, jedoch besser mit mehreren Teilnehmern, wären Tänze.

    Für Anrufungen bieten sich Fremdsprachen/Fantasiesprachen/Antiksprachen bzw eine 'vibrierte' Aussprache an.

    d) nun nachdem eine Macht/Kraft/Wesenheit angerufen ist, gilt es den eigentlichen Zweck des Rituals in Angriff zu nehmen. Dies ist Abhängig von der Art des Zwecks und der Anrufung...
    So könnte zB ein Ritualist der einen Kriegsgeist in sich gerufen hat selbst umhergehen und die Waffen seiner Mitstreiter segnen.

    e) Bannung
    ist der Zweck des Rituals erfüllt, gilt es nun die gerufenen Mächte zu verabschieden.
    Für einen Gott mag dies eine förmliche Verabschiedung sein, für einen ruhelosen Geist eines Verstorben vielleicht eine angedeutete Bestattung... oder das Universalrezept bei vielen okkulten Handlungen: Lachen/Feiern (weil es 'lösend' wirkt)

    natürlich passt das nicht in jedes Konzept, ist aber bei Ritualen nicht undenkbar. Und allein durch die vielen (verschiedenen) Schritte, deren Vorbereitung und Durchführung, kann man schon kreativ einige Pflichtminuten überbrücken wenn die SL sagt "mach halt n 15min-ritual"

    So langweilen sich sowohl Magier, als auch Zuschauer etwas weniger... und man hat eine grobe Orientierung wie so etwas ablaufen könnte.
    Natürlich ist das je nach System weit abwandelbar (zB in DSA-settings wird wohl immer die Astralwelt und die Astralenergie eine Rolle spielen)


    zu 2.
    wie ist man als Magier aussergewöhnlich? Nun, so aussergewöhnlich ein Magier für uns Zivilmenschen in Jeans mit Internetanschluss sein mag: im LARP ist ein Magier alles andere als aussergewöhnlich.

    denke ich an einen Schamanen, fällt mir spontan einiges ein, was mit dem klassischen Bild des Magiers brechen kann:
    -muss nicht gebildet sein, kann im gegenteil sogar geistig zurückgeblieben sein (vielleicht erst dadurch ein besseres Gespür für Geister?)
    -keine Robe/Spitzhut... steht vor Dreck, Tattoos, Ritualbemahlung, etc... und rundherrum ordentlich Fell/Lederfetzen

    eine Hexe hingegen kann:
    -Bauernschlau oder Altersklug sein... aber weit entfernt von akademischer Billdung
    -kann die Knollennasige Schranze aus dem Sumpf sein... oder das bezaubernde Mädchen von nebenan (so evtl auch als Charkonzept "Abenteurer" aussehen - unscheinbar)

    Ein Konzept kann dadurch intressant werden, dass man sich mehr Steine in den Weg legt, als eigentlich nötig. Hexe/Schamane sind dabei nur Möglichkeiten, bei weitem nicht die Erschöpfung aller Kreativität.

    Will man gerade durch Gewandung auffallen, bietet sich sicher ein Naturvolk an. Will man möglichst sozialverträglich sein, ist der fremdsprachige Schamane eine denkbar schlechte Wahl, die Hexe die ganz nach normalem Mädchen wirkt und auf den ersten Blick die 08/15-Abenteurerin ist, wohl eher das Maß der Dinge (und für die Überraschung im richtigen Moment gut)

    wichtig jedoch, egal welche Art des Magiekundigen, finde ich sollte eines sein: man ist dem Weltlichen etwas entrückt!
    Der Schamane mag Begründungen im Zorn der Geister sehen, eine Hexe spricht vielleicht von schlechten Auren oder bösen Einflüssen auf dem Stück Erde, der akademische Magier könnte vielleicht eine Abhandlung über die Wiedrigkeit schreiben... aber alle anderen, Krieger, Handwerker, Schankwirt und Dirne deuten das ungute Gefühl in der Gegend mit der Anwesenheit der Orkhorde gleich über dem Hügel. (ich hoffe ihr versteht wie ich meine)

    so ein Charakter soll nicht nur anders wirken, er sollte entsprechend auch etwas anders denken. (und es auch kundtun, es nur zu 'denken' trägt nicht zum Rollenspiel bei)
    Ich treffe immer!
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  10. #10
    Leander
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    Einen Teil kann ich als Magierspieler davon ja unterschreiben, aber wenn wir vom Akademiemagier reden: Singen und Tanzen? Nein danke, das passt mMn überhaupt nicht.
    Ich "zaubere" überhaupt nicht und nehme auch eigentlich nie an Ritualen teil. Selbst Elfen handeln meinem Magier meist zu überstürzt, sodass er sich einfach sehr, sehr wenig in Geschehnisse einmischt. Er sieht die größeren Zusammenhänge und erst wenn das Gleichgewicht aller Kräfte in den Fundamenten gestört zu werden droht, lasse ich mich mal zu einem großen Ritual herab (der Koffer ist trotzdem immer dabei). (Also anders denken: natürlich, das muss sein.)
    Für die Sicht auf Magie orientiere ich mich an Religion, Philosophie und Kunst, wenig an Wissenschaften. Alle Versuche das zu erklären sind zum Scheitern verurteilt und verkennen den Charakter von Magie völlig (natürlich aus der IT-Anschauung heraus gesprochen).
    Ich orientiere mich auch was die Durchführung von Ritualen angeht lieber an Religionen, auch wenn ich nichts anrufe (keine Elemente, Götter, Energien in mir, ...). Es ist eben eine Art großer Zauber, die "Energie" kommt aus der Umgebung und alle Komponenten wirken lediglich vereinfachend/verstärkend/unterstützend.
    Ähnlich habe ich auch lieber Magier, die im Stil von alten, verschrobenen Philosophen gespielt werden, wobei jeder natürlich ganz eigene Ansichten von Magie hat, teils auch ziemlich radikale. Meine Vorbilder sind da Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche, oder die Epoche des Nihilismus, in gewissen Grenzen auch der Fatalismus (das Schicksal erledigt alles, nur ein absolut grundlegendes Gleichgewicht in gewissen Kräften muss manchmal aufrechterhalten werden).
    Als Magier kann man sich dieses Kraftgefüges mMn wesentlich eher bewusst werden, wenn man es denn sehen will, als andere. Darum hantiert man aber auch nicht so leichtfertig damit herum.

    Im Ning gab es übrigens mal den schönen Ansatz von Emotionen als eine Art Energie und auch von emotionsgeladenen Orten, die damit auch die Magie beeinflusst. An positiv geladenen Orten (jährliches Fest an diesem Ort (in der Vergangenheit), etc.) kann man demnach leichter Heilzauber wirken, an negativ geladenen Orten (Schlachtfelder, Folterkeller, Kerker, etc.) entsprechend destruktive Zauber.
    Das Konzept habe ich so auch für mich übernommen, da es sich mMn sehr schön in das "Magie als Philosophie und Kunst"-Konzept hereinpasst.

    Durch derartige Ideen und Umsetzungen wahrt man mMn auch die Mystik an dem Ganzen. Vielfach wird ja gerade die mangelnde Mystik kritisiert. Dieser Mangel wird eben auch dadurch erzeugt, dass Magie viel zu viel wie Physik betrachtet wird. Alles ist berechenbar, es gibt sogar Formeln für viele Zauber.

    Übrigens: Ich weigere mich meine Kreise, die ich bei einem Ritual, was ich ja eigentlich nie halte, ziehe als Schutzkreise zu bezeichnen. Wer Schutzkreise nötig hat zeigt, dass er das, was er da tut nicht kontrollieren kann, oder glaubt es nicht kontrollieren zu können. Will man so jemanden wirklich damit hantieren lassen? Jemand der nicht in der Lage ist die Energien lokal konzentriert zu halten, sollte sie auch nicht versuchen zu kanalisieren.
    Ich sorge aber auch dafür, dass allen klar ist, dass es sich nicht um Schutzkreise handelt.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

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