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  1. #1
    Perseus
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    Grünschnabel

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    Immer auf die Assassinen :P

    Guten Tag liebes Forum,

    Seit kurzem habe ich angefangen Interesse für LARP zu entwickeln. Und bin bisher immer an diesem Forum hängengeblieben bzw. habe verschiedene Diskussionen mit Interesse verfolgt.

    Während des durchlesens verschiedener Themen ist mir aufgefallen, das Assassinen als Rolle nicht gerade sehr beliebt zu sein scheinen. Aber in der SUFU konnte ich nicht direkt was dazu finden. Ausser die Spezialisten die sich vermummen --> einen auf geheimnisvoll machen und dann mit einer windigen Umhangbewegung alle Becher vom Tisch fegen (unbeabsichtigt)

    Abgesehen von diesen Sachen.

    Stelle ich mir jetzt die Frage: Warum genau sind Assassinen nicht so beliebt unter den Mitspielern? Habt ihr Erfahrungen mit ihnen gemacht? Welche gute oder nur schlechte?
    Wieso gibt es anscheinend so wenig Leute die einen Assassinen anheuern?
    (muss ja nicht immer alles auf Tod hinauslaufen, man kann das Spiel erweitern, dazu später mehr)

    Âußerdem interessiert mich was genau mit meuchelnden Heilern gemeint ist? Und welche Erfahrungen da schon gemacht wurden?

    So und jetzt bin ich gespannt wer anfängt aus dem Nähkästchen zu plaudern xD

    Freu mich auf eure Antworten

    Beste Grüße Perseus

  2. #2
    Titus Tiberius Totenhagen
    Titus Tiberius Totenhagen ist offline
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    Vielleicht hilft dir dieser Artikel aus dem Larpwiki weiter:

    http://larpwiki.de/Charaktertipps/Meuchler
    "Ja,meine Tochter ist wirklich sehr hübsch...
    und sie ist noch unbenutzt!"

    -Adalbert, Verteidiger der Mauern Gondors

  3. #3
    Nount
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    Re: Immer auf die Assassinen :P

    Hallo!

    Zitat Zitat von Perseus
    Stelle ich mir jetzt die Frage: Warum genau sind Assassinen nicht so beliebt unter den Mitspielern?
    Was macht ein Assassine? Er tötet Leute.
    Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, welche Leute er tötet:
    a) Es handelt sich um einen SC. Macht dem Spieler vermutlich nicht so viel Spaß. Er kann auf diesem Con seinen Charakter nicht mehr spielen, muss improvisieren (und ein improvisierter Charakter oder spontaner Wechsel zum NSC ist für viele nicht so toll)
    b) Es handelt sich um einen NSC. Wenn es irgendein unwichtiger war, gibt es keinen Grund, ihn zu töten. Wenn es ein wichtiger war, hat der Assassine damit Spaß von vielen Leuten, mit denen der NSC hätte interagieren sollen, zunichte gemacht.

    Assassinenspiel macht so gut wie immer ausschließlich dem Assassinenspieler Spaß und versaut den anderen den Spaß.

    Wieso gibt es anscheinend so wenig Leute die einen Assassinen anheuern?
    (muss ja nicht immer alles auf Tod hinauslaufen, man kann das Spiel erweitern, dazu später mehr)
    Weil die Leute entweder keinen Grund haben, das zu tun (weil sie keine Feinde haben), oder sie wollen selber Spaß haben und den Spaß nicht an jemand anderen delegieren.

    Âußerdem interessiert mich was genau mit meuchelnden Heilern gemeint ist? Und welche Erfahrungen da schon gemacht wurden?
    Wozu sollte man das tun? Klar könnte sich der Assassine als Heiler tarnen, aber - siehe oben.

    Es gibt im Larp zu 99,9% keinerlei Bedarf an Assassinen. Und wenn doch - wie willst du unauffällig bekannt machen, dass du Assassine bist und man dich anheuern kann, ohne dass du dabei an die Falschen gerätst?
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  4. #4
    Gerwin
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    Bei Assassinen ist die Sache eigentlich recht einfach. Da sprechen mehrere Dinge gegen. Erstens ist Larp ein "Mannschaftsspiel". Es lebt davon dass man zusammen spielt und gemeinsam (!) die schönen Momente erlebt. Als Gruppe. Der Assassine ist an sich ein Einzelkämpfer, einer herausstechende Persönlichkeit welche (in der Theorie durch einen gewissen gesellschaftlichen Hintergrund sowie taktische und körperliche Überlegenheit) alleine überzeugt. Und damit macht er seine Mitspieler natürlich zu Statisten. Was diese nicht wollen.

    Dazu kommt dass es theoretisch zwei Arten von Assassinen geben kann. Solche denen man die Rolle abnimmt und solche bei denen man das nicht tut. Und beide sind problematisch.

    Zunächst einmal zum absoluten Großteil, nämlich die denen man die Rolle NICHT abnimmt. Die meisten Assassinenspieler sind ihrem gegenüber weder körperlich noch taktisch überlegen. Es handelt sich OT um genau die gleichen Leute die auch Ritter, Wikinger, Barbaren oder Edelleute bespielen. Ein solcher Mensch kann nur extrem schwer einen Assassinen darstellen wie man sich dass vorstellt (nämlich als knallharten, flinken und überlegenen Einzelkämpfer). Und somit wirkt das ganze (zumindest auf mich) ni cht gut.

    Jetzt mag es generell auch Leute geben welche den knallharten, überlegenen und flinken Einzelkämpfer darstellen können. Um ehrlich zu sein, ich habe im Larp noch keine dieser Personen getroffen. Das wäre dann jemand der im Regelfall eben auch OT über die entsprechenden "Einzelkämpferfähigkeiten" verfügt. Und solche Leute sind selten. Selbst WENN dieser jemand über die Fähigkeiten verfügt wäre die Frage "wie bringe ich das im Larp gut rüber?". Auch wenn ich meinen Gegner körperlich absolut überlegen bin wird mir das in einem auf Sicherheit ausgelegten Larpsystem wenig nutzen. Natürlich kann ich (zumindest im Zweikampf) eventuell meine akrobatischen Fähigkeiten einsetzen und so auch beeindrucken. Theoretisch.

    Selbst WENN mir das gelingt stellt sich jedoch Frage drei: Wie wirkt das auf meinen gegenüber? Es wirkt als würde ich es nicht nötig haben mit ihm zu kämpfen, sonder könnte mit ihm spielen. Und das ist erniedrigend. Man stelle sich vor ein (kraftmäßiger Überlegener) Spieler packt seinen gegenüber einfach, legt ihn sich über die Schulter und stellt ihn ein paar hundert Meter weiter wieder ab. Das ist auch unter Sicherheitsaspekten möglich. Dennoch wird (von Sondersituationen wie einer bestehenden Freundschaft mit Absprache abgesehen) mein gegenüber nicht begeistert sein. Schließlich erniedrige ich ihn IT wie auch (in gewisser Weise) OT. Und das kommt nie gut an.

    Assassinen werden wenig angeheuert da sie erstens (wenn gut gemacht) keiner kennt (oder wüsstest du wo in deiner Stadt du hingehen musst um einen Auftragskiller zu finden) und zweitens schlechtes Spiel generiert wird (siehe oben).

    Meuchelnde Heiler sind Leute die sich unter die Heiler nach einer Schlacht mischen aber, anstelle die Verwundeten zu heilen, diese heimlich abstechen. Wie alles heimliche nicht ganz unproblematisch...ausserdem führt es zwangsläufig zum Charaktertod. Und lässt mich somit wieder auf die Kosten anderer "cool darstehen".

  5. #5
    Perseus
    Perseus ist offline
    Grünschnabel

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    Vielen Dank für den Link Titus. An Meuchler hatte ich gar nicht gedacht

    Als Assassine hat man nach dem Artikel gleich mehrere Probleme. Probleme über die ich mir auch schon Gedanken gemacht hatte.

    1. Das Opfer? Mir liegt es fern einfach jemanden um die Ecke zu bringen. Weils zum einen einfach keine Herausforderung darstellt und zum einen meine Mitspieler um ihren Spielspass bringt. Nach meiner Meinung ist das einfach nur selbstsüchtig und scheiße. Mir ginge es eher um die Interaktion miteinander um daraus eine weitere Storyline entstehen zu lassen. Einfach den Charakter eines anderen zu töten fände ich etwas fies...

    Die Methoden:
    Wie schon im Artikel beschrieben gibt es auch ein paar nicht-tödliche Methoden um sein Ziel zu erreichen.

    -das Opfer eingeschüchtert wird (findet am Morgen eine Lilie und einen Dolch auf seinem Bett)
    -das Opfer für eine Weile verschwindet (der Kanzler kann die entscheidende Sitzung nicht einberufen, der Auftraggeber wird deshalb zum Regenten). Der Entführte kann 'nach dem Con' wieder freigelassen werden.

    -dem Opfer kompromittierende Gegenstände untergeschoben werden der Becher des Pharaos ...)
    -das Opfer gegen einen ähnlich aussehenden Menschen ausgetauscht werden (Doppelgänger)
    das Opfer mit Drogen oder Zauber in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden kann. Genauso wie die Entführung nur mit dem Unterschied das das Lähmungsgift für einen Tag oder auch nur ein paar Stunden wirkt...

    2. Tarnung

    Wie blöd wäre ich denn vermummt und in schwarzer Kleidung auf einer Con herumzuschlendern. Da kann ich doch gleich ein Schild mit der Aufschrift: "Hallo ich bin ein Assassine" hochhalten.

    Meine Idee wäre es gewesen als Fassade einen Mönch oder einen Gaukler zu spielen. Eben einen "Beruf" bei dem keiner so richtig Verdacht schöpft. Denn das macht das Spiel doch erst interessant nicht wahr?

    3. Entlohnung
    Dies ist in der Tat ein Problem. Aber wurde in dem Artikel nicht so etwas wie eine Gilde erwähnt? Vielleicht könnt ihr mir mehr darüber verraten.


    @ Gerwin

    Das mit dem andere Mitspieler zu Statisten machen ist wiederum ein anderes Problem. Wie könnte man dies umgehen bzw. besser machen?

    Nun wenn ich mir die Assasssinengefährten aus Assassins Creed beispielsweise anschaue kann ich da keine stereotypen erkennen. Da gibt es zum einen richtig Flinke und dann wieder die Männer fürs Grobe mit ihrer Axt.
    Assassine muss nicht immer flink und akrobatisch bedeuten denke ich...

    Der Punkt mit der Überlegenheit die entstehen kann ist wieder ein anderes Problem. Ich denke da muss man irgendwie einen Zwischenweg finden, der nicht demütigend ist. Und dem Gegenüber auch ein gutes Gefühl lässt. Nur wie man das machen könnte, da bin ich auch ratlos.

    Gibt es nicht auch Cons wo es eine spezielle Nachfrage an Assassinen gibt?

    Wow wie cool *ironie off* Ok und jetzt erkläre mir bitte was daran "cool" ist einen hilf und wehrlosen verwundeten abzustechen, den man doch eigentlich heilen soll? Klingt für mich eher nach absoluter Feigheit oO

  6. #6
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    Zitat Zitat von Perseus
    1) das Opfer eingeschüchtert wird (findet am Morgen eine Lilie und einen Dolch auf seinem Bett)
    2) das Opfer für eine Weile verschwindet (der Kanzler kann die entscheidende Sitzung nicht einberufen, der Auftraggeber wird deshalb zum Regenten). Der Entführte kann 'nach dem Con' wieder freigelassen werden.
    3) dem Opfer kompromittierende Gegenstände untergeschoben werden der Becher des Pharaos ...)
    4) das Opfer gegen einen ähnlich aussehenden Menschen ausgetauscht werden (Doppelgänger)
    5) das Opfer mit Drogen oder Zauber in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden kann. Genauso wie die Entführung nur mit dem Unterschied das das Lähmungsgift für einen Tag oder auch nur ein paar Stunden wirkt...
    Überwiegend sind das aber auch Methoden, die keinen Spaß machen oder kaum möglich sind - ich hab sie mal durchnummeriert:
    Zu 1) Könnte evl. funktionieren. Aber sehr oft sind Schlafräume und -zelte OT. Mal abgesehen davon, dass ich in so einer Situation nicht wüsste, was mir der Dolch auf dem Bett sagen sollte, ich würde das für ein Versehen halten. Ich bin auf einem Zeltcon schonmal mit einem fremden Schwert auf meinem Schlafsack aufgewacht - das hatte jemand anders ins Zelt geschoben, weil er im Dunkeln das Zelt verwechselt hatte
    Zu 2) Und wo ist der Spaß für den Entführten? Mal abgesehen davon, dass man dafür keinen Meuchler braucht, der das im Alleingang macht. Spaß für 1 Meuchler statt Spaß für 20 andere Leute.
    Zu 3) Normalerweise gibt es eher keine kompromittierenden Gegenstände.
    Zu 4) Nicht darstellbar. Siehe Verkleiden im Larp. Man müsste das durch den gleichen Spieler (als Doppelgänger) darstellen, somit gibt es kaum eine Möglichkeit, rauszufinden, dass der gleiche Spieler nicht den gleichen Charakter darstellt!
    Zu 5) Sowas versaut dem Opfer den Spaß.

    Die Möglichkeiten, die im Larpwiki aufgezählt werden, sind keine "normalen" Spielsituationen. Sowas kann eventuell auf bestimmten Cons klappen, aber wenn du dir solche Gelegenheiten auf dem 08/15-Con erhoffst, wirst du vermutlich enttäuscht sein.

    Und auch all diese Situationen haben eins gemeinsam: Du agierst heimlich als Einzelperson und machst eine "coole Aktion", alle anderen drehen Däumchen. So funktioniert Larp nicht. Larp zielt auf Spaß für die Gemeinschaft, nicht für einen einzelnen.

    Meine Idee wäre es gewesen als Fassade einen Mönch oder einen Gaukler zu spielen. Eben einen "Beruf" bei dem keiner so richtig Verdacht schöpft. Denn das macht das Spiel doch erst interessant nicht wahr?
    Und wie finden dich deine Auftraggeber?

    3. Entlohnung
    Dies ist in der Tat ein Problem. Aber wurde in dem Artikel nicht so etwas wie eine Gilde erwähnt? Vielleicht könnt ihr mir mehr darüber verraten.
    Es gibt auf einem Großcon eine Diebesgilde (Drachenfest? Mythodea?). Die muss man im Spiel finden. Einige suchen seit Jahren danach ...
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  7. #7
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Die meisten Assassinenspieler sind ihrem gegenüber weder körperlich noch taktisch überlegen. Es handelt sich OT um genau die gleichen Leute die auch Ritter, Wikinger, Barbaren oder Edelleute bespielen. Ein solcher Mensch kann nur extrem schwer einen Assassinen darstellen wie man sich dass vorstellt (nämlich als knallharten, flinken und überlegenen Einzelkämpfer). Und somit wirkt das ganze (zumindest auf mich) ni cht gut.
    Wo hast Du den Unsinn denn aufgeschnappt? Ein Assasin ist kein "knallharter Einzelkämpfer", ein Assassin agiert heimlich, nicht über einen Frontalangriff durch Wachen hindurch.
    Auch ein 12-jähriges Mädchen oder ein alter Mann kann als Assassin Gift in einen Becher kippen oder jemanden im Schlaf erdolchen.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  8. #8
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    Zitat Zitat von Perseus
    1) das Opfer eingeschüchtert wird (findet am Morgen eine Lilie und einen Dolch auf seinem Bett)
    2) das Opfer für eine Weile verschwindet (der Kanzler kann die entscheidende Sitzung nicht einberufen, der Auftraggeber wird deshalb zum Regenten). Der Entführte kann 'nach dem Con' wieder freigelassen werden.
    3) dem Opfer kompromittierende Gegenstände untergeschoben werden der Becher des Pharaos ...)
    4) das Opfer gegen einen ähnlich aussehenden Menschen ausgetauscht werden (Doppelgänger)
    5) das Opfer mit Drogen oder Zauber in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden kann. Genauso wie die Entführung nur mit dem Unterschied das das Lähmungsgift für einen Tag oder auch nur ein paar Stunden wirkt...
    Für mich sind das überwiegend SL- oder NSC-Aktionen

  9. #9
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    Ich sehe übrigens durchaus Nischen, in denen Meuchlerkonzepte funktionieren können, auch wenn sie selten sind.

    Das Spiel mit Meuchlern ist mMn so lange interessant, wie diese ihren Auftrag noch nicht (erfolgreich oder erfolglos) durchgeführt haben. Einen drohenden Anschlag abwehren, sich darauf vorbereiten, das Mißtrauen gegenüber Freunden, die die Auftraggeber sein könnten - das alles kann Spiel generieren. Das hört aber in dem Moment auf, in dem der Baron/Fürst/König tot ist und nicht wenige Spieler OT davon genervt sind.

    Für Meuchler gilt eben ähnliches wie für Diebe: Ihr Beruf ist im LARP viel zu leicht in der Ausführung, als es in der "realen" Fantasy-Welt, die bespielt wird, eigentlich der Fall sein sollte. Es gibt kein Conende, das eine Verfolgung unmöglich macht, man muß keinen echten Tod fürchten, wenn man tatsächlich erwischt wird, man schläft meist in Zelten, nicht in festen, verschließbaren Häusern, man kann, da man das den Wachenspielern schlecht antun kann, nicht rund um die Uhr bewacht werden, und der Spieler des zu ermodernden kennt vermutlich den größten Teil seines zugewiesenen Gefolges erst seit Conbeginn, und nicht seit Jahren, kann also Unbefugte gar nicht oder nicht schnell genug erkennen.
    Ein guter Meuchlerspieler ist also nicht der, der sich unbemerkt in das unbewachte Zelt schleicht, um einem Spieler, der sich in seinem Zelt vermutlich als OT empfindet, einen Dolch an den Hals zu drücken, sondern eben der, der genannte Vorteile absichtlich ins Gegenteil verkehrt. Der sich beispielsweise über Bestechung in die Nähe seines Opfers bringt, auch wenn es nicht nötig ist. Der verdächtige Fragen stellt, auch wenn es nicht nötig ist. Der sich mühsam einen Wappenrock der Wachen des Opfers besorgt (verdächtige Blutspritzer inklusive), statt sich die OT-Unwissenheit anderer Spieler zu nutze zu machen. Der sich einen IT-Grund dafür überlegt, warum man nicht sein Opfer im eigenen zelt auflauert. Und der dem Opfer letztendlich die Entscheidung überlässt, ob es getötet werden will.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  10. #10
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    Meine Idee wäre es gewesen als Fassade einen Mönch oder einen Gaukler zu spielen. Eben einen "Beruf" bei dem keiner so richtig Verdacht schöpft. Denn das macht das Spiel doch erst interessant nicht wahr?
    Verkleiden funktioniert im Larp einfach nicht. Mal so gar nicht.
    Intoleranter Besserlaper (Harter Kern)

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