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  1. #1
    Drogoth
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    Bibliotheken im Larp

    Aus gegebenem Anlass stelle ich einmal ein paar Fragen zu Bibliotheken im Larp.
    Wie stark ist die Resonanz einer Bibliothek als Spielangebot, wenn sie nicht plotrelevant ist und ein reines Spielangebot?
    Wie lässt sich eine Bibliothek sinnvoll füllen, damit man eben nicht nur sinnlose Texte liest, wenn man beschließt Schriften zu lesen?
    Vielleicht gehe ich da auch sehr stark von mir selber aus, aber ich habe den Verdacht, dass eine Biliothek nicht all zu viel Sinn macht, wenn sie keine Wichtigen Informationen beinhaltet, die sich für etwas verwenden lassen.
    "Nichts ist beständiger als der Wandel"

  2. #2
    Turis
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    Auf der letzten Amonlonde Akademiecon habe ich eine sehr schöne Bib besucht. Besonders positiv fiel mir auf:
    - Es hingen kleinere Karten von umliegenden Ländern und auch eine große von den Mittellanden an den Wänden
    - Wenige Schriftrollen, viele Bücher die über die Jahre hinweg angesammelt wurden. Die Inhalte gingen über Aufsätze von verschiedenen Charakteren über Heilkunde, Schriftkunde, Etikette bis hin zu Magietheorien und Legenden sowohl von den eigenen Leuten als auch von anderen Akademien. Das war die erste Bib auf Con, wo ich mal länger als 5 Minuten war.

    Will man die Regale füllen, so kann man auch als Notlösung alte Bücher vom Trödelmarkt nehmen.

    Die Frage ist nun für was für eine Art von Con du die Bib einrichten willst. Zu einer guten Akademie gehört sie einfach dazu. Hier ist es aber auch nicht so wichtig, ob man plotrelevante Schriften finden kann oder nicht.
    Auf einer Abenteuercon braucht es eigentlich keine Bib und man hat auch normalerweise anderes zu tun als eine zu durchforsten. Das kann im schlimmsten Falle wie mit einem Dungeon sein: Viel Aufwand/Geld für wenige Spieler rein gesteckt.
    Wenn die Infos da über Bücher rüber kommen sollen, dann würde ich eher einen fahrenden Händler oder einen Einheimischen wählen oder eine alte Truhe wo drei oder vier Bücher drin verstauben, wovon eins dann wichtig ist oder so.

  3. #3
    Nount
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    Ich denke auch, dass das sehr stark vom Con abhängt.

    Eine Bibliothek ohne direkten Plotbezug ist dann sinnvoll, wenn
    - viele Charaktere anwesend sind, die sich für sowas interessieren (bei 100 Kämpfern und 3 Magiern kann man sich das sparen)
    - Plot/Kämpfe/anderweitige Beschäftigung die Spieler voraussichtlich nicht rund um die Uhr in Anspruch nimmt
    - man interessante Inhalte auftreiben kann (z.B. Informationen über das Land, aber nicht nur Aufzählung von Königen oder Gesetzen )
    - es zum Setting passt (das Holzfällerlager oder kleine Dorf im Nirgendwo hat wohl eher keine Bibliothek; der gelehrte Eremit vielleicht schon?)
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

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  4. #4
    Cartefius
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    Wie stark ist die Resonanz einer Bibliothek als Spielangebot, wenn sie nicht plotrelevant ist und ein reines Spielangebot?
    Ich würde auch noch einen Unterschied darin sehen, ob die Inhalte spielrelevant oder plotrelevant sind. Auch wenn sie nicht direkt etwas mit einem Plotstrang zu tun haben, sind für mich häufig kontextbezogene Informationen wie Hintergrundinfos zum Land oder ähnliches nochmal deutlich interessanter als allgemeine Werke oder nicht kontextbezogene Larptexte wie irgendwelche allgemeinen Zauber- oder Rezeptsammlungen.

    Meiner Ansicht nach ist die beste Bibiothek eine, die eine Mischung bietet: Eine große Menge an Material, auch wenn dies vielleicht nur peripher etwas mit Larp oder dem Hintergrund zu tun hat, gespickt mit einzelnen plotrelevanten Informationen. So hat man Motivation, etwas in der Bibliothek zu tun und Zeit dort zu verbringen, aber trotzdem genug Freiheit und Abwechselung, damit man da nicht nur plotjagen kann. Und wenn möglich, das ganze so vermischt, dass das Spielerlebnis einer realen Bibliothek ähnelt, und nicht hundert eindeutige Fake-Bücher herumstehen, und die ganzen plotrelevanten Anteile sich auf zwei A4-Schriftrollen wiederfinden.

  5. #5
    Jocke
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    Wir haben für unsere Kesselgassen Bibliothek auf dem Epic Empires nun ca. 160 A5 Bücher und Hefte mit komplett IT tauglichem Material, je 2 mal die gleichen.

    Bei unserer Bibliothek dient halt der Ansatz als Hintergrund für eine Exkursion von Forschern und Magiern, daher kann man seine Zeit damit verbringen die Bücher zu lesen und ggf. was zu lernen. Nebenbei verstecken wir in der Bibliothek auch immer mal Plothinweise usw.

    Sinnvoll füllen kann man die eigentlich ganz gut mit IT Texten die es zu hauf im Netz gibt, dann noch Historischen Schriften zu Medizin und Wissenschaft, Kräuterkunde und Hexerei... Wir haben z.B. auch Taktiken und Kriegswesen in der Bibliothek. Auch Geschichten, IT Zeitungen und Schauspiele eignen sich immer gut. Gib den Leuten einfach was zu Lesen.

  6. #6
    Dutch
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    Zitat Zitat von Jocke
    Sinnvoll füllen kann man die eigentlich ganz gut mit IT Texten die es zu hauf im Netz gibt, dann noch Historischen Schriften zu Medizin und Wissenschaft, Kräuterkunde und Hexerei...
    Man kann auch die Seiten mit Blindtext (Lorem ipsum dolor sic ...) füllen und spiel- oder plotrelevante Infos zwischen diesen Blindtext einfügen. Auf diese Weise wird es auf einmal sehr realistisch, dass man Bücher wälzt, um Informationen zu finden.

    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  7. #7
    EricPoehlsen
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    Also Bücher mit Blindtexten brauch ich ehrlich gesagt nicht. Die würde ich auch nicht durchblättern, nur um zu schauen, ob die Orga da irgendwo plotrelevantes Zeug drin versteckt hat...

  8. #8
    Nount
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    Blindtexte würde ich auch als Füllmaterial ansehen und käme mir etwas veräppelt vor, wenn da was Sinnvolles drin versteckt wäre.

    Wobei - was ich okay finde: Normale Bücher mit verändertem Umschlag und einzelnen Texten innendrin - damit es plausibel ist, dass man das Buch nur an der Stelle aufschlägt/benutzt, kann man ja entweder ein Lesezeichen reinlegen oder vorne ein Inhaltsverzeichnis machen (sodass der Charakter eben diese bestimmte Stelle mit Absicht aufschlägt).
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  9. #9
    Marleen
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    Wir haben für unsere Potter-Bibliothek ziemlich viele Bücher, die irgendwas passendes zum Thema Magie enthalten. Wir haben natürlich den Vorteil, dass nicht alle Bücher mittelalterlich aussehen müssen.
    Dazu kommen noch selbst geschriebene Sachen, von der Spielleitung zum Hintergrund oder auch von NSCs zu ihren Unterrichtsfächern.
    In der verbotenen Abteilung gibt es recht viele alte Hardcover-Bücher, die wir mit neuem Einband versehen haben und in denen ein paar Seiten Inhalt reingeklebt sind. Da versuchen wir jedes Jahr ein paar mehr Bücher mit Inhalt zu füllen.

    Die Resonanz auf die Biblitothek ist sehr hoch und viele Spieler verbringen dort Zeit mit Recherchen zu Unterrichten oder Wissen, das sie für Plotkram brauchen.
    Harry Potter LARP für Erwachsene:
    Johann-Weyer-Akademie: http://johann-weyer-akademie.de

  10. #10
    Leander
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    Blindtexte finde ich jetzt auch nicht so schön, aber ich weiß wie viel Arbeit in einer IT-Bibliothek steckt.
    Wenn man aber schon OT-Bücher akzeptabel findet, warum dann nicht auch Blindtext mit Lesezeichen oder Inhaltsverzeichnis? Ehrlich gesagt wäre mir da der Blindtext sogar noch lieber.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

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