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  1. #1
    Hana
    Hana ist offline
    Forenjunkie Avatar von Hana

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    Wie "angezogen" darfs beim Heiler bleiben?

    Ich habe folgende Zitate aus dem Mythodea-Nachbesprechungs-Thread ausgelagert, weil es ja doch ein eher allgemeines Thema ist und ich gern drauf eingehen würde

    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Einige (nicht alle) Heiler hielten es nicht einmal für nötig einen Verband auf die Haut (und nicht über der Kleidung) anzubringen, und ich wurde lediglich zweimal gefragt ob man das Kettenhemd entfernen dürfe. Was für mich etwas verwunderlich war. Natürlich darf man. Warum auch nicht? Sonst kann man ja keinen anständigen Verband bei einer Bauchwunde anlegen.
    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Das Heilerspiel im Söldnerlager war eines der besseren aber definitiv weit entfernt von "gut" (zumindest meiner Wahrnehmung nach). Zugegeben, meine Verletzung bei der Verteidigung des Söldnerlagers war kaum auszuspielen (der Hodendurchschuss erntete erst ungläubige OT-Gesichter, dann wohl eine leise Absprache wie man DIESE Heilung nun darstellen sollte) aber auch hier wurde viel über der Kleidung gearbeitet. Natürlich kann ich eine Frau verstehen die nun nicht unbedingt ihren Oberkörper freilegen will (andererseits heh, sieht man doch jeden Tag im Schwimmbad. Besorgt euch halt IT-Unterwäsche, dann passt das). Aber spätestens wenn eindeutig ein Kerl vor mir liegt sollte das doch eigentlich kein Problem sein. Auch scheint eine allgemeine Scheue im berühren fremder Personen vorhanden zu sein (man könnte ja einen bewusstlosen/verletzten zumindest mal den Helm abnehmen, wäre eventuell sinnvoll). Ich weiß nicht ob Larper tatsächlich so bieder geworden sind, dass der ein oder andere sagt "ihhh neee, ich will gar nicht angefasst werden". So Leute sind dann aber (zumindest wenn der Heiler das gleiche Geschlecht hat) für mich offensichtlich im falschen Hobby.
    Das ist als Heiler tatsächlich immer ein Problem.
    Helme nehme ich immer ab.
    Kettenhemden sind aber der Feind des Heilers: Ausziehen geht oft nur, indem der Kettenhemdträger aufsteht und es aktiv selbst auszieht. Hochschieben geht meist nur ein kleines Stück. Eine Kombi von Kettenhemd und Gambeson, ob drüber oder drunter getragen, kriegt man meist überhaupt nicht hochgeschoben. Dann sind oft noch gefühlte 30 Gürtel, Lederrüstteile, Wappenröcke drüber geschnallt ... das würde ich IT ja gern durchschneiden, ein scharfes Messer hätte ich auch dabei, aber OT kann ich das ja nicht machen. Und da ich lieber "Heilbehandlung" spielen möchte als "stundenlang Leute ausziehen", lasse ich Kettenhemden i.d.R. an und behandle und verbinde darüber. Ich könnte aber mal testen, ein Stück Kettengeflecht mit Loch über die Wunde zu legen und da mit zu arbeiten.
    Plattenrüstung ziehe ich immer aus, sofern es möglich ist. Manchmal geht es aber einfach nicht, ohne die Person hinzustellen oder Riemen oder Kleidung durchzuschneiden, dann arbeite ich zur Not auch mal über Platte.

    Verbinden: Das tue ich so gut wie immer über der Kleidung (nachdem ich mit Wundattrappen ebenfalls über der Kleidung gearbeitet habe). So sieht man, wenn Personen verwundet sind, man verdeckt die völlig intakte Kleidung, und auf Verbänden sieht man Kunstblut auch besser als auf dunkler Unterkleidung. Enge Hosenbeine oder Ärmel lassen sich oft nur schlecht hochschieben, und viele Larper tragen auch OT-Kleidung unter der Gewandung, die lasse ich lieber unsichtbar.
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  2. #2
    Lyris
    Lyris ist offline
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    Ich sehe es gaz ähnlich. Als Heiler hatte ich mir erst vorgenommen, die Leute immer so weit es geht auszuziehen, aber das ist schwer machbar.
    Rüstung ziehe ich immer aus oder lasse sie ausziehen, auch Kettenhemden, da Verbände sonst einfach nicht halten. Das erfordert aber wirklich immer die Kooperation des Verletzten, zur Not bringe ich ihn dann mit Reichsalz zur Besinnung.
    Bei Kleidung wird es aber heikel. Bei Bauchwunden schiebe ich wenn ich darf (Patienten fragen) das Oberteil hoch und lege den Verband direkt auf der Haut an, gerade bei Hosen etc. kann es aber schwierig sein. Nicht jeder mag sich halbnackt zeigen und nicht jeder zeigt sich in der Öffentlichkeit im Badeanzug... Da spiele ich dann auch mit interaktiven Wunden, bei denen es aussieht, als wäre das Kleidungsstück aufgerissen.

  3. #3
    Jeremias
    Jeremias ist offline
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    Ich lasse mich nur bis zur IT-tauglichen Kleidungsschicht ausziehen. Da ich im Winter schonmal ein T-Shirt drunter trage, ist das eventuell dann nur bis zum Hemd.
    Kettenhemd finde ich da schwierig. Wie wäre es mit dranlassen und das als stumpfes Trauma mit innerer Behandlung durch spezielle Kräuter behandeln? Die allgegenwärtigen Verbände sind ja auch nicht alles, was das Heilerspiel hergeben muss...

  4. #4
    Gerwin
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    Ein Kettenhemd auszuziehen (oder sagen wir mal, MEIN Kettenhemd als passendes Kettenhemd ohne Fledermausärmel) auszuziehen geht schnell, auch wenn ich nicht mitwirke. Zugegeben, ich kann verstehen wenn der Heiler da seine Bedenken hat und zumindest mal nachfragt. Soll er mich halt notfalls das Hemd OT ausziehen lassen, dass ist in meinen Augen immer noch besser als eine Heilbehandlung über dem Hemd (die einfach Unfug ist). Auch Pflege ich nicht mit XY Gürteln (und allerlei unnötigen Zeug dass in der Schlacht eh keiner braucht) in die Schlacht zu ziehen. Aber das ist ein Fantasyproblem.

    Ich kann ja noch verstehen dass Heiler generell einen Verband über der Kleidung anbringen (auch das ist ziemlicher Unfug). Zumindest die Behandlung über der Kleidung finde ich aber relativ grenzwertig. Das "Ausziehargument" ist in meinen Augen keines (siehe oben), und es bleibt nur noch ein vorgeschobenes Schamargument beim Patienten. Wenn ich mir jetzt ansehe wie viele männliche Larper mit teilweise sehr "unvorteilhaften" Staturen bei warmen Temperaturen auch mal "oben ohne" im Lager sitzen fällt dieses Argument für mich gänzlich weg (klar, bei Frauen kann man zur Sicherheit noch einmal nachfragen, da ist das Schamgefühl beim Oberkörper naturgegeben ein anderes).

    Für mich ist das einfach unsinnig. Gerade wenn sich jemand sogar die Mühe macht mit künstlichen Wunden zu arbeiten, dann aber völlig abseits einer realistischen Vorgehensweise handelt.

    Gruß

    Gerwin

  5. #5
    Lyris
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    Verbände gibt es bei mir auch nicht immer, aber man will ja auch bei Prellungen Blutegel ansetzen oder eine Salbe drauf machen.

  6. #6
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    Dem was Hana sagt habe ich bzgl. meines eigenen Heilerspieles eigentlich nicht viel hinzuzufuegen.

    Ich ziehe Ruestung eben dann aus, wenn es halbwegs schnell gehn duerfte (oder ich viel Zeit habe - z.B. beim einzigen Verwundeten im Lazarett), aber eher ungerne, wenn ich mich dafuer durch X Schichten von Kram arbeiten muesste. Die Idee der Wundatrappen mit eingearbeiterer Ruestung (Eine Mit Gambson, eine mit Kette, eine mit braunem und/oder schwarzem Leder) verfolge ich auch schon laenger, ist aber gerade weit in den Hintergrund getreten, da mein Heiler (Barbier) auch gerade auf Eis liegt.

    Kleidung entferne ich nicht tiefergehend als die Hemd-Hosen-Lage. Weder habe ich gesteigert Lust darauf, an nackter Haut von fremden Menschen (geschlechtsunabhaengig) zu arbeiten (Und will ebenso ungern von Heilern bis auf die Haut ausgzogen werden), ausserdem spare ich mir lieber beim Spiel Fragen wie "Mal OT, ist es okay fuer Dich, wenn ich das ausziehe?". Eine Ausnahme hiervon waren gute Bekannte, bei denen ich schon vorher weiss, wie sie dies halten.


    Nebenbeigesagt sehe ich nicht, was man davon hat, Heiler mit Wunden an Stellen zu konfrontieren, die man nicht im Rahmen ueblicher Anstandsregeln behandeln kann. Ich verschiebe OT-problematische Wunden (Heilungsvorgang schwer/unschoen ausspielbar) meist auf das naechstbeste, sinvolle Koerperteil. Der Pfeiltreffer im Unterleib ist dann eben einer im Bauch oder im Oberschenkel.



    EDIT:
    Soll er mich halt notfalls das Hemd OT ausziehen lassen, dass ist in meinen Augen immer noch besser als eine Heilbehandlung über dem Hemd (die einfach Unfug ist).
    Was soll daran Unfug sein, wenn da eine Wundattrappe drueberliegt? Unfug ist eher, dass viele Ruestungen und Kleidung ausgezogen werden, dabei massive Zusatzverletzung in Kauf genommen wird, statt dass man den Patienten einfach rausschneidet, und sei es per Ambiente-Bolzenschneider.
    Ich moechte mal den sehen, der mit einem Pfeiltreffer im Bauch sein Kettenhemd auszieht bzw. ausgezogen bekommt.

    und es bleibt nur noch ein vorgeschobenes Schamargument beim Patienten. Wenn ich mir jetzt ansehe wie viele männliche Larper mit teilweise sehr "unvorteilhaften" Staturen bei warmen Temperaturen auch mal "oben ohne" im Lager sitzen fällt dieses Argument für mich gänzlich weg (klar, bei Frauen kann man zur Sicherheit noch einmal nachfragen, da ist das Schamgefühl beim Oberkörper naturgegeben ein anderes).
    Was interessiert mich, wie andere LARPer rumlaufen, wenn ich nunmal nicht bis auf die Haut ausgezogen werden will? Ich wuesste nicht, dass ich einen Vetrag unterschrieben haette, der mich an das Schamgefuehl der vorherrschenden Mehrheit bindet.
    Geändert von Kelmon (12.08.2013 um 14:06 Uhr)
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  7. #7
    Chevalier
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    Zustimmung Kelmon. Nur weil X Kerle nackt rumlaufen muss foch das nicht automatisch jeder wollen.

    Ich selbst lasse mich ausziehen. Aber dann auch ohne Decke auf dem Boden rumliegen oder mit verkrempelten Kettenhemd im Kreuz ist extrem unangenehm: real bin ich nämlich nicht ohnmächtig und kriege es mit. Und ich kann Heiler auch gut verstehen: mein vernietetes Flachringkettenhemd ist nochmal zusätzlich schwer auszuziehen. Teilweise verlege ich als Opfer dann auch Wunden von der Brust oder Bauch zu besser erreichbarem Oberarm oder Oberschenkel, wenn sonst das Kettenhemd stört.
    ...
    Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)

  8. #8
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    Mich darf man theoretisch gerne bis auf die IT-Unterwäsche ausziehen als Heiler - aber bei u.U. recht vielen Klamottenschichten plus u.U. Rüstung wird das praktisch doch ziemlich umständlich und langwierig, je nach Charakter, da finde ichs auch okay, über der Kleidung/Rüstung zu agieren und nur das Nötigste zu entfernen.

    Den Helm hat man mir bisher aber immer abgenommen. Nur doof, wenn man mit dem Ding eigentlich die moderne Frisur/Perücke verstecken will (aber ich kann ja den Hut in die Tasche stecken und dann schnell aufsetzen; ich fühle mich irgendwie exponiert, wenn ich ohne Hut vorm Heiler rumliege )

    Ich finde es auch vollkommen in Ordnung, wenn Heiler Leute wahlweise vorm Ausziehen fragen oder sie angezogen lassen, weil sie keine Lust auf OT-Nachfragen haben.

    Und der Aspekt, dass man mit (obwohl IT-unlogischem) Verband über der Kleidung den Mitspielern zeigt, dass man Treffer auch ausspielt und nicht ignoriert (als "Erfolgserlebnis"/Ambientebereicherung für Gegner/Mitspieler, nicht um zu zeigen, dass man keine Pappnase ist ), sollte nicht vernachlässigt werden. Einer meiner Charaktere trägt Tunika und Deel, beides kann man leicht ausziehen bzw. hochschieben, weil recht weit - ein Heiler hat das auch mal gemacht. IT logisch, aber mit Verband unter der Kleidung kommt man sich schon komisch vor, weils keiner sieht, und beim Larp ist es ja eigentlich wichtig, dass der Mitspieler solche Elemente (wie ausgespielte Verletzungen) mitkriegt und nicht man selbst ...
    Geändert von Nount (12.08.2013 um 15:21 Uhr)
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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    Sie ist so schön.
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  9. #9
    Noriel
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    Wie ich schon mal schrieb, ich ziehe nichts hoch für Heiler, außer Unterschenkel und Arme. Auch wenn ich über-dem-Kettenhemd-verbinden sehr komisch finde, gibs keine bessere Lösung. Ich wüsste nicht wie ich ein Kettenhemd von meinem Patienten ohne dessen Mithilfe los bekomm. Ich selbst komm aus meinem nur mit rumhampeln raus (und nein es sitzt nicht eng, allein das Gewicht der Hemdes und das es sich gern irgendwie verklemmt weil die Ringe nicht gut aneinander rutschen macht es schwierig)
    Ich hatte als Heiler schon mal das Vergnügen einen Verletzen am nackten Oberschenkel verbinden zu dürfen ... ok, er war aus unserer Gruppe, aber recht neu, gut kannten wir uns nicht und ich fand es ... eigenartig. Muss ich nicht nochmal haben ehrlich gesagt.

  10. #10
    EricPoehlsen
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    Wenn da ein Schwerthieb war, der bis auf den Körper durch ist, dann ist IT die Kleidung nicht mehr wirklich im Weg. Die Idee Wundatrappen mit beschädigtem Stoff/Leder zu basteln, klingt ganz gut.

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