Umfrageergebnis anzeigen: Wie sieht es mit emanzipierten Crossgenderrollen bei dir aus?

Teilnehmer
45. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ich spiele emanzipierte Crossgenderrollen (und niemanden stört es)

    3 6,67%
  • Wie Antwort 1 (aber es stört manche)

    0 0%
  • Was sind Crossgenderrollen (ich spiele was ich will)

    15 33,33%
  • Ich spiele keine Crossgenderrollen (es stört mich aber nicht)

    16 35,56%
  • Wie 4 (aber ese stört mich wenn andere es tun)

    10 22,22%
  • Ich würde gerne Crossgenderrollen spielen (habe aber Bedenken)

    1 2,22%
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Ergebnis 1 bis 10 von 318
  1. #1
    Gerwin
    Gerwin ist offline
    Forenlegende Avatar von Gerwin

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    Wie emanzipiert ist DEIN Larp

    Ich möchte die Diskusion mit dem werten Sosthenes mal für eine Umfrage zum Thema Emanzipation bei Larpcharakteren nutzen. Hier eine Erklärung zu den Antwortmöglichkeiten

    A) Ich spiele BEWUSST Crossgenderrollen und werde damit auch weitgehend in meiner Larpumgebung akzeptiert


    Warum muss es im Märchen eigentlich immer der ritterliche Prinz sein, der das holde Burgfräulein rettet? Warum kann es keine Ritterin geben, die den hübschen (aber schwachen) Adelssohn rettet? Und warum kämpfen Adelssohn und Ritterin nicht gleichberechtigt Hand in Hand.

    Kurz gesagt, von fehlender Emanzipation hast du schon real genug. Als Mädchen hättest du vielleicht gerne im Verein Fußball gespielt oder dich mit dem Mountainbike in den Schlamm geworfen, als Junge interessiertest du dich (auch) für Ballet. Du findest eventuell sogar, dass die Gesellschaft noch heute zu stark in Geschlechterrollen denkt. Beim Larp kannst du auf so etwas gerne verzichten und spielst bewusst Rollen welche nach traditionellen Rollenbild NICHT deinen Geschlecht entsprechen. Beispielsweise die Ritterin oder militärische Anführerin, den Schankknecht (ungleich Wirt) oder orientalischen Tänzer. Das wird auch weitgehend von deiner Larpumgebung gleich gehandhabt oder zumindest akzeptiert. "Dumme Kommentare" sind eher die Ausnahme, und wenn überhörst du sie halt

    B) Ich spiele BEWUSST Crossgenderrollen ecke aber damit an


    "Sach einmal, hast du den Typ im Kleid gesehen....höhöhöhö", "Ritterin oder nischt, von einer Frau lass ich mir doch gar nixxxx sagen". Wie oben spielst du bewusst Crossgenderrollen, aber deine Larpumgebung reagiert zu nennenswerten Anteilen negativ, obwohl du dir Mühe gibst. Du hast des öfteren den Eindruck wegen deinen Geschlecht nicht ernst genommen zu werden. Das findest du blöd.

    C) Ich spiele was ich will, habe mir nie über Crossgenderrollen gedanken gemacht

    Crossgenderrollen, was ist das überhaupt? Ich spiele halt was ich will, ohne dass ich mir über mein Geschlecht Gedanken mache. Irgendwie habe ich den Eindruck, meine Larpumgebung sieht mich auch nicht als Frau oder Mann sondern nur als "geschlechtlosen Charakter". Ein Problem mit der Ritterin oder dem orientalischen Tänzer hätte ich aber nicht. Jeder wie er will eben

    D) Ich spiele bewusst KEINE Crossgenderrollen, akzeptieren aber den Wunsch anderer solche zu spielen


    Selbst spiele ich immer eine Rolle die meinem Geschlecht entspricht. Ich bin halt nun einmal OT ein Mann oder eine Frau, und danach richte ich auch meine Charaktere aus. Eine Ritterin oder einen Tänzer zu spielen würde mir nie in den Sinn kommen. Das macht mir keinen Spaß oder ich traue es mir nicht zu. Wenn aber andere solche Rollen spielenfinde ich es nicht weiter schlimm. So sieht das auch meine Larpumgebung.

    E) Ich spiele bewusst KEINE Crossgenderrollen, und dieser Emanzipationswahn stört mich

    Seien wir mal ehrlich, wo kann man in der heutigen OT-Gesellschaft noch ein echter Mann sein und wo eine echte Frau? Wo kann man schöne Kleider tragen ohne eigenartig angesehen zu werden, und wo werden noch echte, starke Männer gesucht die hilflose (aber gutaussehende) Fräuleins vor dem Drachen retten. Welche Frau hat nicht mal vom heldenhaften Prinzen auf weißen Ross geträumt (und welcher Mann wäre nicht gerne mal der Prinz gewesen)? Geschlechterrollen gehören für dich zu einem romantisierten Fantasylarp einfach dazu. Du magst keine orientalischen Tänzer sehen, und die Ritterin wirkt auf dich eher befremdlich? Derartige Dinge lehnst du aktiv ab (und lässt dass eventuell deinen gegenüber auch spüren).

    F) Ich WÜRDE gerne Crossgender spielen, habe aber irgendwie Angst/fühle mich abgelehnt


    Eigentlich die traurige Alternative. Du wärst gerne Legionärin, findest aber keine Legion die dich aufnimmt? Du würdest gerne als Schankknecht arbeiten, aber irgendwie suchen sie immer nur Frauen im Korsett mit dicken Hupen? Die (Vor)Urteile deiner Mitspieler stehen dir bei der Rollenwahl zumindest manchmal im Weg.

    Arbeitsanweisung:

    Die Beschreibungen der Antwortmöglichkeiten stammen nicht unbedingt von mir, sondern sind teilweise aus dem Larpwiki und Foren zusammengeschrieben (wer sich wiedererkennt bekommt ein Eis..versprochen). Welche Antwortmöglichkeit nun die "emanzipierteste" ist bleibt euch überlassen. Für den Rechtschreibfehler in der Umfrage entschuldige ich mich im voraus.
    Geändert von Gerwin (07.10.2013 um 19:33 Uhr)

  2. #2
    oliverp
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    Ich verstehe nicht, was Emanzipation mit Crossgender zu tun hat; Emanzipation bedeutet das Lösen von klassischen Rollen und damit die freie Entscheidung - nicht zwangsweise gegen klassiche Rollenbilder zu agieren.

    Ich spiele keinen Crossgender-Charakter, aber ich könnte es. Damit ist mein Larp vollständig emanzipiert.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
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  3. #3
    Jutschu
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    Ich kann mich eigentlich vorbehaltlos Oliverp anschließen: Emanzipation heißt für mich, die freie Wahl zu haben und Klischees einfach ignorieren zu können. (Es sei denn ich will bewusst mit ihnen spielen.)

    C) Ich spiele was ich will, habe mir nie über Crossgenderrollen gedanken gemacht


    Ich spiele Charaktere. Dabei interessiert mich, wie diese auf die Welt und ihre Bewohner reagieren und was ich mit ihnen alles machen kann. Ob das traditionellen Geschlechterrollen entspricht ist mir dabei herzlich egal. Schöne Kleider sind toll, aber da ich Spaß daran habe, mich mit anderen zu hauen, sind reine im-Lager-bleib Rollen eher nichts für mich, da würde ich doch nur neidisch den Kämpfern zusehen. Aber ob das schon in richtung Crossgenderrollen geht...?
    Auch bei anderen interessiert mich das Geschlecht eher wenig wenn es um den Charakter geht. Und gegen einen hübschen und fähigen Tänzer hätte ich nicht das geringste einzuwenden. ;-)

    Trotzdem will ich immer noch wissen, was es mit der Elfe mit dem Schnurrbart aus dem Erdlager auf sich hatte...
    Wo man singt, da lass dich ja nicht nieder - denn diese Biester singen immer wieder.

    Musik von und mit mir:
    http://www.youtube.com/user/malinundmusik

  4. #4
    Section31
    Section31 ist offline
    Fingerwundschreiber

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    Ich schließe mich oliverp und Jutschu an. Die Frage ist IMHO falsch formuliert.

    "Crossgender" heißt (für mich), dass ein Mann eine Frau spielt (z.B. mit Perücke, Fake-Busen, rasierten Beinen, usw.) oder umgekehrt eine Frau einen Mann spielt (z.B. mit angeklebtem Bart). Nicht mehr und nicht weniger.

    "Crossgender" heißt (für mich) NICHT: eine Frau spielt eine Rolle, die traditionell von Männern übernommen wird/wurde, z.B. Ritterin, Soldatin, Fußballerin, Sumoringerin, usw. Oder umgekehrt, ein Mann spielt eine Rolle, die traditionell von Frauen übernommen wird, z.B. Schankknecht, Bauchtänzer, usw.
    In God we trust, the rest we monitor

    USS Atlas - Star Trek LARP - www.uss-atlas.de
    Königreich Wenzingen - Fantasy LARP - www.wenzingen.de

  5. #5
    Gerwin
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    Zugegeben, das Wort crossgender trifft es nicht...mir ist aber kein passenderes Wort eingefallen. Es geht um Frauen in "Hosenrollen" oder Männer in "Kleiderrollen" während natürlich NICHT vorausgesetzt ist, dass Mann ein Kleid oder Frau eine Hose trägt. Es gibt sicher ein passendes Wort, aber ich komme nicht drauf.

  6. #6
    oliverp
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    Auch das ist kein Problem, vom tuntigen (wertfrei) Eunuchen-NSC-Magier bis hin zum Eiseneierhansausbilderschleifer hab ich schon alles gespielt.

    Der tuntige Magier hat sogar mit am meisten Spaß gemacht, weil man ganz bewusst jede kulturelle Norm verlassen und -in dem speziellen Fall auch konterkarieren- mußte. Es gab auch Komplimente dafür. Im Speziellen, dass Männer, die "harte Hunde" (was mir auch mal Spaß macht) spielten, mir erzählt haben, dass ihnen eine solche Rolle schwer fallen würde in Sachen Selbstbewusstsein und Außenbild.
    Das ist aber bestimmt eher eine Alterssache, bei den meisten gibt sich das Rollenbild wenn sie Papa werden, was ja in meinem jetzigen Alter schon vielen an Lebenserfahrung mitgegeben ist.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

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  7. #7
    Turis
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    Habe kein Problem mit Ritterinnen, wenn sie gut dargestellt sind. Bisher ist mir zwar erst eine sehr positiv aufgefallen (die war ne deutlich härtere Sau als ihre männlichen Knappen), aber da es mir auch ansonsten nicht unangenehm aufgefallen ist, habe ich D gewählt.

  8. #8
    Graf D'Apcher
    Graf D'Apcher ist offline
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    Mich stört es eigentlich nicht wenn eine Frau z.B. Krieger Rollen spielt aber ich störe mich daran wenn Frauen meinen man müste sie dann im Kampf weniger hart schlagen als man einen Mann schlagen würde. Entweder Frauen spielen einen Charakter so wie es eine Mann tun würde oder sie ziehen sich ein Kleid an und spielen das Weibchen also E)
    Ihr Wille hebt das Land
    Den Heiligen zur Ehr
    In Demut für Igraina

  9. #9
    Sosthenes
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    Ja, ich finde hier "crossgender" auch etwas deplaziert. Was natürlich auch schon eine Antwort ist

    Da die Geschichte eher patriarchalisch dominiert war, stellt sich mir erst einmal die Frage was denn nun für einen Mann "cross" wäre, gerade wenn z.B. keine sexuelle Komponente vorhanden ist (z.B. ein Katamit). Passiv? Naja, trifft das nicht schon auf z.B. einen Leibdiener oder gar Sklaven zu? Nicht-kämpferisch? Man müsste als Adeliger nicht mal arg geckenhaft sein um das anderen zu überlassen. In welche Gender-Partition fallen den Gelehrte? Traditionell (wie so fast alles) Männerdomäne, aber jetzt nicht per se strikt maskulin (heutzutage erst recht nicht, siehe Nerd-Shaming usw.).
    Ich behaupte mal, dass die Domänenüberquerung hier eh hauptsächlich Frauen betrifft die in traditionelle Männerbereichen vorrücken.

    Sagen wir es mal andersrum, ich bin beim Tischrollenspiel mit dem arg um Emanzipation bemühten DSA aufgewachsen, die meisten Fantasy-Romane sind auch eher zur Gleichberechtigung neigend, es sei denn das aktive Streben danach ist ein Kernplotelement (das altbekannte "Frau gibt sich als Mann aus"). Und das prägt meinen Zugang zum Larp bedeutend mehr als historische Details. Demnach ist eine Ritterin für mich absolut "cis".

    Der grösste Emanzipationskonflikt der mir auf Cons begegnet ist normalerweise eh out-time. Und zwar die "mitgeführte Freundin", meist von betont maskulinen Heinis, meistens eher in jungen Jahren (zumindest sie).

    Was, Firefox, ich soll deplaziert mit "tz" schreiben? Wo kommen wir denn da hin?

  10. #10
    Jeremias
    Jeremias ist offline
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    Sosthenes beschreibt mein Problem sehr gut. Ich habe persönlich kein Problem, da ich keine Rolle kenne, die nur Frauen einnehmen können (gut, andersrum fällts mir auch schwer..). Daher spiele ich auch kein Crossgender.

    Vielleicht wäre mir eine Fragestellung, die allgemeiner ist (statt "Spielst du ... gerne" ein "Findest du ... gut im Spiel" oder so) besser?

    Meine Meinung:
    Ich empfinde es allgemein als potentiell schwierig, das andere Geschlecht zu bespielen. Oft sieht man OT sehr wohl das Geschlecht und müsste dann eine "schlechte" Darstellung akzeptieren.
    Dagegen finde ich es absolut keiner Aufregung wert, wenn Frauen Ritter sind oder Männer zu rettende Prinzen. Im Gegenteil, ich finde OT die Darstellung einer selbstbewusste Ritterin interessanter als die Darstellung der Bauchtänzerin in der Taverne. Wobei "interessanter" hier ein sehr weiter Begriff sein soll. Daher halte ich eine Ablehnung von bestimmten Rollen "weil ist ja typisch Mann/Frau" für überholt und inkompatibel mit dem Larp, wie ich es gern hätte. (Dabei lasse ich auch keine Argumente wie "weniger Kraft" gelte, in den Regelwerken, nach denen ich spiele, machen alle Waffen den gleichen Schaden, immer.)

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