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  1. #1
    Schmoller
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    Belagerungswaffen im Larp

    So ich würde gerne eine Diskusion lostreten welche Belagerungswaffen im Larp "möglich" sind und welche nicht.
    Denn einige Belagerungswaffen wären dort sehr grenzwertig.

    Ich hoffe da kommt einiges zustande,

    Schmoller

    P.S.

    Denkt ihr ein Helepolis auch wenn nur ein kleiner wäre möglich (mal ganz abgesehen vom Bau)?

  2. #2
    Edgemaen
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    Möglich an sich ist vieles. Bei Youtube siehst du etliche Maschinen, von Katapulten über Kanonen bis hin zu Baslistas. Sinnvoll sind solche Sachen mMn nur auf Großcons und Schlachtencons, wenn überhaupt. Ich würde solche Geräte wenn dann nur aus Optikgründen einsetzen.
    Ich glaube nen Belagerungsturm kannst du vergessen. Du brauchst erstmal einige Leute um das Ding überhaupt in Bewegung zu setzen. Außerdem stell ich mir das Stürmen von feindl. Palisaden und Burgmauern als nicht ganz ungefährlich vor...

  3. #3
    Tiron
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    Hier mal meine Gedanken dazu ....
    Vor ein paar Jahren hab ich mal ein Belagerungsturm (keine Miniplattform mit max. 2m Höhe) grob durchgeplant und die Idee verworfen. Aufwand, Logistik und Einsatzfähigkeit stehen in keinem vertretbaren Verhältnis zum Nutzen.
    - ein B-Turm ist eher nur als Waffen- und Schützenplattform im Larp geeignet - Als Sturmrampe max. nur für die "eigene" sehr disziplinierte Truppe bei entsprechenden belagerbaren Palisaden. Ist sicherheitstechnisch einfach nicht vertretbar.
    - Gelände: Ein sehr wichtiger Faktor: Auf dem CoM wegen des ebenen Gelände noch machbar , braucht man jedoch beim DF/EE ein echtes Bremssystem und ggf. ein Niveauregulierendes Fahrwerk (möglichst ohne anfällige Elektronik) wegen der Kippsicherheit.
    - Antrieb: IT sollten das Leute oder Tiere ziehen. Letztere gibt es nicht , Spieler wollen sowas meist nie in echt ziehen (ist sehr anstrengend). Daher bracht man idealerweise einen Antrieb für das ganze.
    - Mobilität im Spiel: So ein Gerät (wie andere große Belagerungsmaschinen, wie z.b. Trebuchets) ist träge im Feld und eignet sich nicht für dynamische Schlachten ( dazu noch die Frage wie wird der B-Turm OT weggeschafft wenn IT alle Belagerer gefallen sind ).
    - Logistik: Sowas muß zum Con transportiert und ggf. aufgebaut werden. Ein B-Turm der was hermacht wird schnell irgendwas zwischen 300 und 1500+ kg wiegen (sowas baut man ja nicht aus Dachlatten).
    - Sicherheit: Das wichtigste! Ein B-Turm muß idiotensicher sein, vor allem gegen Fehlbedienung und darf nie außer Kontrolle geraten ( z.b. einen Hang Führerlos hinunterrollen, die Sturmrampe darf nicht unkontrolliert runterknallen und ggf. Leute schwer verletzen etc. pp. ).
    Die größte Herausforderung ist die Kippsicherheit, das Teil darf niemals umfallen!

    - Wer spielt damit ? Eine eigene große Gruppe braucht man schon. Oder genug zuverlässige externe Helfer. Da das Gros auf Larps eher die Kategorie "Duell-Held" bevorzugt, kann das schwierig werden genug Leute zu bekommen. Trotz hochmobiler Belagerungswaffen (von 1-2 Mann bedien- und bewegbar) sind auf meinen letzten Großcons max. 50% der verfügbaren Belagerungswaffen des Lagers eingesetzt worden, weil die Bediener lieber den Helden in der 1. Reihe spielen wollten. Meist maulen dann die "Helden" auch noch rum weil es länger dauert bis die generische Burg sturmreif ist..... (ganz tolles Spiel )

    Fazit: Kosten/Aufwand stehen nicht im Verhältnis zum Nutzen. Auch wenn ich es toll fände mal echte Belagerungstürme im Larp zu sehen.
    Geändert von Tiron (25.12.2013 um 11:21 Uhr)

  4. #4
    Cartefius
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    Die Belagerungswaffen, die ich bislang erlebt habe, waren meist entweder Projektilwaffen (Katapulte, Ballisten oder Kanonen) oder Rammböcke, beides funktioniert meiner Ansicht nach ganz ordentlich und macht Belagerungsszenarien etwas interessanter als wenn die Leute nur mit Schwertern vor und hinter dem Tor stehen. Ab und an gab es auch dazu passend von der SL oder den Spielern organisierte Resultate, z.B. dass man ein Palisadensegment entfernt hat, wenn es lange genug mit Belagerungswaffen bearbeitet wurde.

    Was ein Punkt ist, den man gerade bei größeren Geräten bedenken sollte: Man muss eigentlich immer eine Crew einplanen, die das Ding bewegen kann, und die (wichtig!) die ganze Zeit dabei bleibt und sich primär um das Gerät kümmert. Meiner Erfahrung nach finden sich nämlich häufig Freiwillige, die gerne mal zehn Minuten mit schieben helfen, denen das ganze aber schnell auch wieder langweilig wird, und die genau im wichtigsten Augenblick dann wieder im Getümmel verschwunden sind. Deswegen ist es wichtig, dass man genug Leute hat, die auch in Kauf nehmen, eine Stunde hinter der Schlachtreihe rumzuwarten, nur um einmal für fünf Minuten zur Stelle zu sein und das Gerät zügig und gezielt zu manövrieren.
    Geändert von Cartefius (25.12.2013 um 12:04 Uhr)

  5. #5
    Schmoller
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    Wenn ich ehrlich bin würde es mich schon faszinren einen Belagerungsturm zu ziehen/bewegen oder andersweitig bei einer solchen Aktion zu helfen.
    Wenn mir jemand das Angebot machen würde auf einer Großcon eine Belagerungsmaschiene zubedienen oder zuhelfen würde ich sofort zustimmen.
    Noch einmal zum B-Turm ja, ich habe auch darüber nachgedacht. Es wäre eine logistische (vlt meister) Leistung den auf eine Con zubekommen und wenn man ihn dann auf dem Gelände hätte müsste man ihn ja auch noch Bedienen können ->eine disziplinierte Manschaft wäre von Nöten.

    Wenn man sich alle Faktoren ansieht merkt man, dass ein B-Turm/Helepolis möglich ist aber man erst einmal das Problem der Gruppe lösen muss, um den der Probleme überhaupt bewältigen zu können.

  6. #6
    Cartefius
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    Man sollte aber bedenken, was eigentlich die "Schlüsselszene" beim Spiel mit einem Belagerungsturm ist: Das ist, wenn sich Leute in schwindelnder Höhe über eine schmale Sturmrampe mitten in die Verteidiger einer Befestigungsanlage stürzen. Genau diese Szene kannst du aber aus Sicherheitsgründen nicht spielen: Erstens braucht man dann eine hohe Palisade mit einem Wehrgang, der stabil und groß genug ist, dass mehrere Leute darauf kämpfen können, was schon die absolute Ausnahme im Larp ist. Zweitens darf beim spannendsten Teil der Aktion, nämlich dem Sturm über die Rampe, nicht gekämpft werden, sondern alles muss kontrolliert und ohne Gedränge ablaufen, weil sonst die Leute Gefahr laufen, sich schwer real zu verletzen. Sprich: Man betreibt extrem viel Aufwand, kann dann aber den entscheidenen Höhepunkt eh nicht richtig spielen.

  7. #7
    Schmoller
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    Cartefius man braucht nicht umbedingt einen Belagerungsturm mit Rampe.
    Belagerungstürme wurden ja auch genommmen um die Gegner von den Mauern zu holen, das musste nicht immer mit einer Rampe erfolgen,
    B-Türme waren ja sehr oft mit Ballisten, gegebenenfalls auch mit Katapulten besetzt(nur auf der Höchsten ebene).
    Ich glaube wenn wir hier weiter Diskutieren und überlegen sollten wir uns Festlegen wie Groß/Breit/Hoch dieser Trumsein sollte und was dieser für Bewaffnung/Technik haben sollte.
    (Das bezieht sich auch auf die Antriebsart.)

  8. #8
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    Bis auf Rammböcke und Kanonen sind meine Erfahrungen eher negativ und ich möchte auf sowas eher verzichten als Mitspieler:

    Durch das unrealistisch hohe Sicherheitsempfindungsbedürfniss im Larp fand ich es bisher eher störend, dass in Kämpfen vollkommen überdimsionierte Sicherheitszonen geschaffen wurden von den Bedienmannschaften, die dann unbesspielbar waren/wurden.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  9. #9
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    jap, selbst wenn man Probleme wie die Logistik oder sogar die groben Sicherheitsbedenken ausgemerzt hat, wird bei größeren Cons Dinge wie z.B. ein Belagerungsturm den Organisatoren ein so großer Unfallfaktor sein, seies durch die Dummheit eines einzelnen oder eines Bedienfehlers, dass man, so Interessant und Spielfördernd es wäre, keine Zulassung bekommen würde.
    Vielleicht noch auf kleineren Cons, aber da wird das Einsatzgebiet einer solchen Belagerungswaffe mitsicherheit eingeschränkt sei.

  10. #10
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    Ein solcher Turm müsste, damit er nicht so schnell kippt, zumindest unten sehr breit und schwer sein. So eine Art Pyramide mit abgeschnittener Spitze. Die Sturmrampe müsste technisch bedingt sich sehr langsam absenken -auch dann wenn übermütige schon auf ihr herumturnen. Die Rampe müsste seitlich hohe Geländer haben und am besten innen auch eines, das sich erst entfernen lässt wenn die Rampe vollständig auf der Palisade aufliegt. Damit niemand die Rampe betritt bevor sie sauber auffliegt.

    Das Ganze müsste selbstständig fahren mit E-Motoren, den sicher will keiner laute Verbrenner hören, ein Bremssystem haben und rundum mit Notaus-Schaltern gespickt sein. Am sichersten wäre eine Konstruktion die nur dann fährt wenn gleichzeitig -und permanent- zwei Schalter gedrückt werden, die jeweils an den vorderen Eckpunkten des Turmes sind, damit die Crew gezwungen ist an den Punkten zu stehen und nicht aus versehen ein gestürzter überrollt werden kann. Wird einer der beiden Schalter losgelassen, bremst der Turm. Auch die Bedienung der Rampe sollte nur direkt oben an der Rampe möglich sein. Dazu sollte er noch relativ leicht sein und vor Ort montierbar (zB. wie ein Baugerüst).

    Die Palisade, die man damit bestürmt müsste von der Höhe passen und einen so breiten Wehrgang haben, das darauf gekämpft werden kann. Das Geländer nach innen müsste ebenfalls hoch genug sein.

    Unmöglich ist sowas sicher nicht, aber doch so schwierig und mit Restrisiken verbunden, das so ein Turm wohl kaum von einer Spielergruppe aufgebaut werden kann. Am ehesten ein Großveranstalter, der den Turm und die Crew für Rampe und Antrieb stellt und der Turm fährt dann auf einen genau vorher festgelegten Abschnitt. Oben und unten steht dann ein SL und dosiert die Spieler die vom Turm auf die Mauer steigen dürfen.

    Als Spieler würd ich an so ein Projekt keinen Gedanken verschwenden. Dann eher an kleinere Sachen wie eine kleine Balliste, die zu Not noch von einer Person auf einem zweirädigen Handwagen gezogen werden kann.

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