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  1. #11
    Sosthenes
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    Zitat Zitat von Maria Beitrag anzeigen
    Selbst im übelsten örtlichen Krisengebiet sollten Söldner und andere Freigeister evtl. dem ansässigen Adligen zumindest oberflächlichen Respekt zollen, weil sie sonst IT beim Rückzug/der Weiterreise durch das Land Probleme haben könnten.
    Das sähen manche noch als Herausforderung.
    Die NSC-Adeligen haben da eh meist einen inhärenten Bonus, von denen kann man ja Plot erwarten. Das bieten SC-Adelige nun mal nicht.

    Was allerdings ein Punkt wäre: Was bietet denn der Adeligen-Status den Mitspielern? Respekt fordern und auf "Historisch war das so" pochen kann doch auch nicht schon alles sein. Gerade auf "Abenteurercons" fiel mir auch immer auf, dass die "Nebenerwerbs"-Adeligen bedeutend besser wegkamen. Ritter, Gesandtschaften mit martialischen und magischen Mitgliedern, selbst die Abenteurer mit Adelstitel denen es man wirklich nicht gleich ansieht. Wenn ich mit jemanden auf Plot-Jagd bin oder im Gefecht war, kommt mir eine höflichere Ausdrucksweise und Respekt leichter über die Lippen, selbst wenn ich Braveheart McFreodom, Nordländer-Barbarldläufer bin. Ambiente-Rumhocker haben es da bedeutend schwieriger.

    Aber selbst eher sedentäre Charaktere könnten ja auch oft ein bisschen positiver agieren. Deren Haushofmeister (oder das Adelspaar selbst) kann mit gutem Beispiel vorangehen und den O'Schnürli-Clan der in der Nachbarschaft seine Zelte aufgeschlagen hat positiv begrüßen, vielleicht etwas festives zum Con beitragen -- das nicht exklusiv für Adelige ist, oder sonstwie versuchen Brücken zu schlagen. Wer Hochmut sät wird französische Revolution ernten...

    Der "Respekt" der Massen gründet sich historisch nun mal auf Furcht. Die Versklavung der Massen durch Waffengewalt und Religion. Und beides ist schon allein wegen der Hintergrundsvielfalt und organisatorischer Mängel seltenst gegeben. Also schadet es sicher nicht ein bisschen mehr auf nett zu machen.

  2. #12
    Edgemaen
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    Jedem Adligen sollte normalerweise ein gewisser Grundrespekt entgegengebracht werden, selbst wenn er nicht durch Mannstärke trumpfen kann (was er wie schon beschrieben auch gar nicht unbedingt muss). Ist nun der interagierende Charakter ein wahnsinnig individueller Freidenker und Rebell, tja, dann ist das eben leider so. Sollte der dann noch frech werden, dann empfehle ich dem allein/mit Knappen reisendem Ritter einfach mal die nächstbesten Söldner anzuheuern um sich ein bisschen Respekt zu verschaffen. In solchen Situationen sollte der Adlige einfach resolut handeln. Selbstverständlich ist es nicht unbedingt zuträglich als Spieler zu versuchen Fremde herumzuscheuchen, allerdings ist mir solches Verhalten noch nie aufgefallen.

  3. #13
    Sosthenes
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    Zitat Zitat von Edgemaen Beitrag anzeigen
    Sollte der dann noch frech werden, dann empfehle ich dem allein/mit Knappen reisendem Ritter einfach mal die nächstbesten Söldner anzuheuern um sich ein bisschen Respekt zu verschaffen.
    "Seht ihr nun die Gewalt auf die sich das System gründet?"

    Ich denke nicht dass exzessive Gewaltandwendung das Heilmittel für exzessive Respektlosigkeit ist. Das trägt nichts zu gutem Spiel bei. Ich finde das schlicht wegs kindisch.

  4. #14
    Edgemaen
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    Offene Respektlosigkeit gegenüber Adel, die sich auf OT-Gegebenheiten begründet auch nicht. Es geht ja nicht darum, dass jeder, der den Adligen nicht gleich mit Kniefall huldigt nen Kopf kürzer gemacht werden soll, sondern, dass der freche und großmäulige Bauer ruhig mal Besuch von ein paar netten Herren bekommt. Einfach damit man mal über das Problem redet.
    Unterbreitet der Adlige hingegen seinen Mitspielern ein so grandioses Spielangebot, dass so ein "Problem" gar nicht erst besteht, ist das natürlich ein sehr viel schöner und eleganterer Weg. Ich denke jedoch, dass das nicht immer unbedingt möglich ist.

  5. #15
    Sosthenes
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    Zitat Zitat von Edgemaen Beitrag anzeigen
    Einfach damit man mal über das Problem redet.
    Bist du sicher dass wir noch über Adelige reden und nicht Tony Soprano?

  6. #16
    Chevalier
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    In einer Welt, in der Götter wirklich existieren sollte man doch aber dem Adel, der rein definitonstechnisch auch mittelbar durch göttliches Wirken (sei es durch direktes fördern oder durch "in den Stand gebären lassen") in seine Position gekommen ist mehr als nur Respekt entgegenbringen.

    Ein anderes "Problem" ist: Adelige, speziell Ritter, sind ja eigentlich DIE Berufskrieger schlechthin. Ausgestattet mit hervorragender Rüstung und Kampfausbildung. Etwas, was im Normalfall extrem teuer ist. Nur mancher "Abenteurer/Söldner" ist inzwischen genauso gut ausgestattet. Wäre nicht noch die dazugehörige Gewandung und ein Wappen könnte man manchen Söldner für einen Ritter halten, was das angeht. Das nimmt dem Adel zusätzliches Potential: der Elitekrieger "Ritter" verliert ein Alleinstellungsmerkmal.

    Was bietet der Adel? Er bietet eben vor allem, mal angenommen er wurde zum Ritter ausgebildet, den Leuten Schutz, die sich in seinen Schutz begeben wollen. Er bietet meist Geld für Dienstleistungen und als Almosen. Er ist meist derjenige, der bereit ist in der ersten Reihe zu stehen als schwerste Infanterie wenn es zum Kampf geht, auch ohne, dass er selbst etwas dafür erhält (außer Ruhm ggf.), und er bietet durch seine Ausbildung strategisches Wissen und Führung: er ist bereit eine Führungsrolle zu übernehmen. Es gibt ja auch genug Leute, die bestimmte Dinge gar nicht entscheiden wollen und sowas gerne den höheren Personen überlassen.
    ...

    Bardengauer Fest, 14.-16.10.2016 (Chevalier Victor Henri de Nemour)
    Der Spalt unter der Tür (Cthulhu-Horror), 18.-20.11.2016 (Wilhelm Friedrich Richter, Reiseautor)

  7. #17
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    Es ist doch eigentlich recht einfach. Adel muß sich Respekt verdiene egal ob mit Taten der mit positivem Auftreten, sobald nur gefordert der erwartet wird ist Adel scheiße.

    Und bei NSC Adlige ist es meistens so das die ja wollen da die Abenteurer ihnen helfen ein Problem zu lösen das sie selber nicht lösen können...also sind sie in meinen Augen die Bittsteller und müßen freundlich sein...außerdem können NSC Adlige meist nicht für die Dienste der Abenteurer zahlen und plädieren an die Aufrichtigkeit und Rechtschaffenheit der Charaktere...was sie in meinen Augen zu verarmten Bettlern macht vor denen ich mich doch nicht auch noch verbeuge. Wobei sich mein Charakter auch nur vor seinem Meister verbeugen würde (und der Charakter wird nicht mehr gespielt)
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  8. #18
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    Jedem Adligen sollte normalerweise ein gewisser Grundrespekt entgegengebracht werden
    Der Grundrespekt ist vorhanden, wird aber, fast schon nach einem Punktesystem, gesenkt oder erhöht, je nachdem, wie derjenige sich verhält.
    Ist natürlich Rollenbedingt. Als Chaot bin ich prinzipiell respektlos gegenüber jedem, der nicht nach meinen Göttern über mir steht. Ist eben wieder ne andere Welt als das Söldnerspiel.

    Wäre nicht noch die dazugehörige Gewandung und ein Wappen könnte man manchen Söldner für einen Ritter halten, was das angeht.
    Passiert auch so schon oft genug, wenn man nicht eindeutig unedle Kleidung trägt.

    In einer Welt, in der Götter wirklich existieren sollte man doch aber dem Adel, der rein definitonstechnisch auch mittelbar durch göttliches Wirken (sei es durch direktes fördern oder durch "in den Stand gebären lassen") in seine Position gekommen ist mehr als nur Respekt entgegenbringen.
    Was aber, wenn ich mal angenommen,. ein ziemlich weltlich denkender Charakter bin oder gar solche Behauptungen für Blasphemie halte?
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  9. #19
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    Dem möchte ich anfügen: In meiner Wiki-LARPwelt gibt es keinen Adel in dem Sinn. Also zwar Titel für Hausbesitzer, Hofbesitzer, Landbesitzer, aber keinen Adel, wie er hier angeführt wird. Zudem gibt es den Standesunterschied nur bei frei/unfrei. Der Rest ist notwendige Hierarchie im Sinne von "Gleicher unter Gleichen". Auch der HeerKÖNIG wird geduzt. Wenn ich also keinen Kniefall vor einem Ritter mache, oder den Baron nicht euchze, hat das nix mit meiner "modernen, rebellischen Weltsicht" zu tun, sondern schon mit meinem Hintergrund. Klar könnte mein Charakter auf seinen Reisen die seltsamen Gepflogenheiten übernommen haben, aber warum sollte sie. Es ist für sie einfach albern. Und ja, es gab schon Versuche ihr das zu erklären.

    Wollt ich nur zu Bedenken geben.

    LG
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  10. #20
    Thrawn
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    Meiner Erfahrung nach wird von den meisten Spielern den meisten Adligen auch erstmal Respekt entgegen gebracht. Das ist soweit auch völlig in Ordnung.
    Allerdings vergessen meiner Meinung nach doch einige Adlige das sie keine Vorgesetzten sind. Das trifft natürlich nicht auf die eigene Gruppe zu, auch nicht auf den Adligen auf dessen Land ich mich gerade befinde, aber beides trifft ja auf ca 98% der Adligen auch nicht zu. Und es war auch im Mittelalter nicht so das der Adel per se jeden rumkommandieren konnte den sie wollten, schon gar nicht freie Bürger. Glücklicherweise benimmt sich ca 90% des Adels auf Larps soweit gut und es gibt dort auch selten Probleme.

    Gerade in einer Fantasywelt, wo es ca hundertausend verschiedene Länder gibt mit jeweils ca 0,002 Spielern gibt, kann man nicht davon ausgehen das es überhaupt sowas wie einen klassischen mittelalterlichen Adel gibt, den gabs na nichtmal im Mittelalter überall. Als Beispiel dienen hier man Theokratieren, Magokratieren, Ältestensräte, freie Reichsstäte, Nordmänner...
    Daher finde ich es durchaus als ein Problem sich darauf zu berufen das in einer Welt der der Götter existieren (nachweisbar), der Adel auf jedenfall von diesen gewollt ist. Wer sagt denn das es die Götter überhaupt interessiert oder auch nur im Namen von irgendeinem Gott berufen worden ist? Wenn ich mir so einige klassische P&P Fantasy Settings anschaue, gibt es fast überall große Bereiche komplett ohne klassischen Adel. Irgendeine Herschafftschicht gibts zwar fast überall, aber Adel halt nicht.

    Ich finde übrings Adel keineswegs an störend, spiele mit einem meiner beiden Chars auch fest als Waffenknecht in einer Gruppe eines Barons, sogar mein Söldner lässt sich meist von ein und dem selben Ritter anheuern.
    Do you know the difference between an error and a mistake, Ensign? Anyone can make an error, Ensign. But that error doesn't become a mistake until you refuse to correct it.

    History is on the move. Those who cannot keep up will be left behind, to watch from a distance. And those who stand in our way will not watch at all.

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