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  1. #41
    Chevalier
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    @Benutzer

    Ein echter Ritter hat keine Furcht im Kampf zu sterben, wenn er die Rittertugend der Frömmigkeit ehrt: er wird ja entsprechend im Nachleben sicher entlohnt, je nach Religion. Ich habe auch schon ungerüstet gekämpft. Aber ihr kämpft doch auch nicht ohne Rüstung weil ihr so gläubig seid, sondern weil weitergehende Rüstung bei Nordleuten sehr teuer und eher selten ist, warum sie nur reichere Leute tragen.
    ...

    Bardengauer Fest, 14.-16.10.2016 (Chevalier Victor Henri de Nemour)
    Der Spalt unter der Tür (Cthulhu-Horror), 18.-20.11.2016 (Wilhelm Friedrich Richter, Reiseautor)

  2. #42
    Besserwisserboy
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    Von Nordleuten, Chaoskriegen und ähnlichen Spielkonzepten würde ich auch gar kein Standesspiel im eigentlichen Sinne erwarten.
    Eher, daß sie nach ihrem Hintergrund spielen. Und wenn mir ein Nordmann erklärt, daß es bei ihnen keinen Adel gibt sondern nur einen gewählten Anführer, dann komme ich damit auch klar.
    Blöd finde ich nur wenn ein 1 zu 1 Verhalten unserer modernen Werte übernommen wird, wie "Wir sind alle gleich und haben die gleichen Rechte!". Das war bei den Nordleuten meines Wissens nach auch nicht so. Die hatten sogar Sklaven und die hatten bekanntlich wenig zu sagen...
    In den meisten Kulturen gab es gewisse Kasten- und Klassensysteme, bei denen manche höher angesehen waren als andere. So zumindest mein Wissensstand. Man möge mich berichtigen, wenn ich falsch liege.

    Auch beim Adelsspiel gibt es vom Spiel her größere Unterschiede.
    Einer meiner ältesten Charaktere war ein heldenhafter Ritter nach Vorbild der Athussaga. Also rein, tief gläubig, gebildet, den Rittertugenden verpflichtet und für die Gerechtigkeit streitend (also fast ein Paladin).

    Heute würde ich vielleicht eher einen "Arschlochritter" spielen. Vielleicht versoffen, faul, prahlerisch und feige (wie in Black Adder) nach einem realeren Vorbild. Sicherlich kein Charakter mit dem man viele Freunde gewinnt, aber so eine Rolle bringt sicherlich auch sehr viel Spielspaß.

    Die Reaktionen der Mitspieler wären sicherlich sehr verschieden, obwohl ich keine der Rollen als schlecht gespielt oder als unpassend erachten würde...
    Geändert von Besserwisserboy (07.01.2014 um 12:03 Uhr)
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

  3. #43
    Jocke
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    Zitat Zitat von Besserwisserboy Beitrag anzeigen
    Das war bei den Nordleuten meines Wissens nach auch nicht so. Die hatten sogar Sklaven und die hatten bekanntlich wenig zu sagen...
    Das ist so nicht ganz korrekt... Es gab Nordische Stämme und Sippen die sicher auch Sklaven gehalten, gehandelt und verkauft haben, aber es gab auch das System der "Unfreien". Wenn du z.B. eine große Schuld auf dich geladen hast (Du hast in einer Schlägerei dem Torftyn Einarson das Bein gebrochen, jetzt kann er nicht mehr auf dem Feld arbeiten und verlangt entschädigung) und konntest die nicht Bezahlen (Eine Ernte fällt z.B. aus weil Torftyn nicht arbeiten kann und du sie nicht ersetzen kannst) bist du in den Unfreien Status eingegangen und hast deine Schuld abgeleistet.
    Als Unfreier lebst du auf dem Hof des Freien, schläfst in seiner Hütte, wahrscheinlich neben seinen Kindern... der Freie wird dich gut behandeln und nicht wie dreck, denn immerhin lebst du jetzt in seinem Heim, da muss er sich auch um dich sorgen (Du könntest ja nachts die ganze Familie abschlachten, wärst dann aber Freiwild für alle, die würden wahrscheinlich dann eine Blutfehde anfangen etc.pp.).

    Die Lebensweise der Nordleute (Grade Norwegen, Finnland und Island) war viel Zivilisierter als man denkt.

    @Benutzer: Ja, die große Problematik uns Nordleuten klar zu machen was ein "Ritter" ist... Das erinnert mich immer an "Ah... sowas wie ein Hetman... eure Gefolgsleute haben euch also Gewählt" - "Nein nein, Ritter werden doch nicht vom Gefolge gewählt, die dürfen sich glücklich schätzen uns zu folgen..." - "Ah... Ritter sind also die Narren im Dorf?"
    Das hat schon ein bisschen böses Blut gebracht, aber es war witzig.

    Thema Gastfreundschaft: Man bittet um Gastfreundschaft und bringt ein Gastgeschenk mit, wird die Gastfreundschaft abgelehnt kann man da verschieden drauf reagieren. Bei uns Geiranger ist die Gastfreundschaft heilig, sollte sie nicht ausgesprochen werden, tjoa, dürfen wir uns ja benehmen wie die Sau im Gemüsebeet... Wird sie allerdings ausgesprochen verpflichten die Sitten uns dazu den Gastgeber und sein Heim zu beschützen und die Gastfreundschaft zu ehren... Ich weiß ja nicht wie ihr das Handhabt
    Geändert von Jocke (07.01.2014 um 12:28 Uhr)

  4. #44
    Calum MacDaragh
    Calum MacDaragh ist offline
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    Wir haben im Fantasy-Keltenspiel ein wesentlich strengeres Standesspiel als ich das auf der Handvoll Cons - Königshochzeiten, Turniere, Hofhaltungen - erlebt habe, auf denen Adelscharaktere aufgetreten sind und wo Adelsspiel ein wichtiger Bestandteil war. Die Unterteilung im Adelsspiel war zwar komplexer, die Bedeutung im tatsächlichen Spiel ist aber in meinen Augen weniger prägend für das jeweilige Spiel des Einzelnen, verglichen mit dem Spiel im Keltenlarp.

    Stand muss aber auch repräsentiert werden (das nennt sich dann Febas - Vortrefflichkeit), der Baron im Baumwollhemd mit Ein-Mann-Gefolge, der aber bitteschön den Kniefall verlangt wird tatsächlich mit den meisten Keltenspielern IT keinen Spaß haben und all jene despektierlichen Reaktionen gegenüber seinem "Stand" erfahren, die hier so aufgezählt wurden. Vermischt zwar den Intime-Keltenhintergrund mit einer Outtime-Abneigung gegen Möchtegernadlige, aber what can you do...

    Soviel zu Spielkonzept und Demokratieliebe von Nordleuten und Co.
    Na diobair caraid's a charraid!
    www.daracha.de

  5. #45
    Besserwisserboy
    Besserwisserboy ist offline
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    @Jocke: Ich hatte da eher die plündernden und brandschatzenden Wikinger vor Augen, von denen ich dachte, daß sie auch gerne mal Sklaven genommen haben...

    Was die Gastfreundschaft betrifft, kann ich Tee aber auch zustimmen. Manchmal gibt es auch OT-Gründe Gastfreundschaften nicht anzunehmen oder anzubieten.
    Hatte ich gerade vorher fünf Gastbesuche oder möchte gerade an einem Kriegszug gegen ein anderes Lager teilnehmen (oder auch nur Duschen gehen), kann es sein, daß man darauf bewusst verzichtet. oder halt wenn man den/die Spieler oder ihren Spielstil nicht ausstehen kann. Ich persönlich gewähre keinen nervenden Kendern oder Kobolden Gastfreundschaft und fast alle meine Charaktere sind irgendwelchen Völkern oder Gruppen rassistisch gegenüber eingestellt.
    Ich sage: "Die Realität lügt....!"

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